Wir reden über: Meine Filme 2013

Filme 2013

Heute ist der letzte Tag von 2013 und das auch gut so, zumindest in Anbetracht, dieser Liste, da ich wirklich bis zum letzten Tag des Jahres warten wollte, weil ich mir nicht sicher war ob ich doch noch kurz zuvor ein paar Filme sehen würde, die es hier hinein schaffen könnten. Wie schon in den letzten Jahren, ist meine Filmausbeute auch dieses Mal wieder einigermassen beachtlich und ich habe um die ca. 80 Filme gesehen, was wiederum eine kleine Steigerung gegenüber dem Vorjahr darstellt, wobei ich natürlich hoffe, diesen Rekord nächstes Jahr nochmals zu überbieten. Doch jetzt genug geredet und auf zu meine Top und Flops 2013.

Grösste Überraschung des Jahres:

Himmelfahrtskommando

Himmelfahrtskommando

Regie: Dennis Ledergerber

Schweizer Filme sind ein heikles Thema, denn entweder sind sie wie im Fall von Das Missen Massaker, Tell oder The Ring Thing abgrundtief schlecht oder sie beschäftigen sich auf dokumentarischem Weg mit irgendwelchen helvetischen Themen, die für den normalsterblichen Kinobesucher nicht sonderlich interessant sind. In seinem neusten Film zeigt Jungregisseur Dennis Ledergerber aber, dass Schweizer Streifen keineswegs spiessig oder schlecht sein müssen und durchaus auf hohem Niveau unterhalten können. Ich bin in den Film ohne jegliche persönliche Erwartungen gegangen, da ich eigentlich nur dem heimischen Kino wieder mal eine Chance geben wollte und wurde wirklich auf ganzer Linie wunderbar unterhalten. Zudem zeigt der Film auch, dass man mit einem extrem niedrigen Budget (die Schauspieler arbeiteten alle auf freiwilliger Basis) trotzdem einen professionellen Film machen kann.

Grösste Enttäuschung des Jahres:

Dinosaurs

Walking with Dinosaurs – The Movie 3D

Regie: Neil Nightingale, Barry Cook

Ich mag Dinosaurier! Filme wie Jurrasic Park oder The Land Before Time gehören zu meinen liebsten Filmen überhaupt, da war es natürlich klar, dass ich mich extrem auf die Kinoversion, der BBC Serie Walking with Dinosaurs, von der in ein ziemlich grosser Fan bin, gefreut habe auch wenn das ganze ein bisschen wie recyceltesMaterial von Dinsey’s Dinosaur aussah. Zwar hat sich die Animation der Dinosaurier für diesen Film natürlich, seit Ausstrahlung der Serie gleich nochmals verbessert und auch die Stroy um den kleinen Pachyrhinosaurus Patchi wäre ok gewesen, doch leider entschieden sich die Macher, dazu NACHDEM der Film komplett produziert war, den Dinosauriern noch Stimmen zu geben, was zu wesentlichen Problemen führte da, 1. die Dinosaurier ihre Münder nicht passend oder überhaupt nicht zu den Wörtern bewegten, was mehr als einmal ziemlich surreal anmutete und 2. das dann Gesprochene richtete sich ganz offensichtlich an Kinder, den mehr als einmal standen, Furz und Kack Witze im Zentrum der Unterhaltung was für eine Produktion dieser Art ziemlich peinlich wirkte und extrem von der Handlung ablenkte. Hätte man die Stimmen weggelassen, wäre der Film sicher ziemlich annehmbar geworden aber so leider fast unerträglich ist.

Bester Actionfilm des Jahres:

Pacific Rim

Pacific Rim

Regie: Guillermo del Toro

Guillermo del Toros neuster Film hätte, mit seiner Handlung um kloppende Riesenroboter, entweder zu einem der besten oder einem schlechtesten Filme des Jahres werden können, wobei dann aber zum Glück ersteres eintraf und ich mich jede Sekunde des Films auf beste Unterhalten habe. Der Film hat einfach alles was einem Anime-Power Rangers-Mecha Fan wie mir gefällt, zudem wirkt der Film trotz seines Settings zu keinem Punkt lächerlich und überzeugt mit tollen Effekten und wunderbar choreografierten Actionsequenzen, die im Gegensatz zu Filmen wie Transformers oder Battleship nie gross verwirrend oder schlecht gewirken. Kurz gesagt ein Spass für jeden der sich auch nur ansatzweise mit dem Konzept von kämpfenden riesigen Robotern und riesigen Monstern anfreunden kann.

Bester Animationsfilm des Jahres:

FROZN_014M_G_ENG-GB_70x100.indd

Frozen

Regie: Chris Buck, Jennifer Lee

Wenn man den Trailern und Postern glauben schenken würde, sah es ja so aus als ob der Film sich eigentlich nur um Schneeman Olaf drehen würde, doch Gott sei Dank, GOTT SEI DANK war es nicht so. Im Gegenteil, dieser Film ist vielleicht der erste Disney Film seit Tarzan der wieder dieses grosses und epische Disneyfeeling hatte, dass wir so lange vermisst haben (auch wenn die Werke der letzten Jahre doch wesentlich besser waren als das was wir auch schon gesehen haben). Die Animation ist mittlerweile etwa auf dem selben Level wie Pixar, die Charaktere allesamt sympathisch (zumindest die, die es sein sollten) und die Musik ist beinahe ausnahmslos grossartig und einige Stücke werden wohl in ein paar Jahren in einem Atemzug mit A Whole New World, I’ll Make a Man Out of You oder Under the Sea genannt werden, kurzum ein Disneyfilm nach alter Schule im neuen eisig-schönen Gewand.

Beste Komödie des Jahres:

The Worlds End

The World’s End

Regie: Edgar Wright

Es war ja klar, dass das Ende der Blood and Ice Cream Trilogie gross werden würde und zumindest auf dem selben Level, wenn nicht noch besser als seine Vorgänger werden würde, doch Edgar Wright liefert hier nicht nur einen würdige Vervollständigung zu Shaun of the Dead und Hot Fuzz, sondern auch eine herrlich schwarze Komödie mit einer tollen Geschichte die sicher nicht nur Briten begeisterte, wobei nur schon allein die Tatsache, dass der Film ja zuerst hierzulande nicht in den Kinos gezeigt werden sollte und es dann durch Fanstürme dann doch dazu kam, schon zeigt wie sehr der Film erwartet wurde.

Beste Comicverfilmung des Jahres:

Thor - The Dark World

Thor – The Dark World

Regie: Alan Taylor

Diese Kategorie war ein ziemliches Kopf an Kopf Rennen, zwischen den beiden Avengers Follow Ups, Iron Man 3 und Thor – The Dark World, da ich beide etwa gleich gut fand, obschon der Stil der beiden zumindest im Kern ziemlich unterschiedlich war. Iron Man war ein teilweise ein ziemlich Charakterdrama, während Thor zwischendurch fast wie eine Buddy Comedy anmutete, zumindest wenn es um die Beziehung zwischen Thor und Loki ging und genau, dass ist auch der Grund warum ich nun den Donnergott nun den Vorrang gab, denn die Szenen mit Chris Hemsworth und Tom Hiddleston sind einfach wunderbar anzusehen und man merkt dadurch, dass Marvel weiss was sie am Hiddleston bzw. Loki haben. I Gegensatz zu seinem Vorgänger habe ich mich hier wirklich gut unterhalten, was wie gesagt wohl an dem grosszügigen Loki Auftritten lag, zudem ist das obligatorische MCU Easter Egg hier einfach besser als bei Iron Man.

Schlechtester Film des Jahres:

Spring Breakers

Spring Breakers

Regie: Harmony Korine

Selena Gomez und Vanessa Hudgens als wildgewordene Spring Breakerinnen? Wie kann das auch nur ansatzweise langweilig oder gar schlecht werden? Fragt mich nicht wie es dazu kam aber es ist so! Was ziemlich vielversprechend begann entwickelte sich ziemlich schnell zu einem extrem ermüdenden möchtegern philosophischen Selbstfindungstrip der aber am Schluss im Nirgendwo endet und mit völlig sinnlosen Aktionen und denselben stetig  wieder abgespulten Zitaten gepflastert war. Man sieht dem Film schon von weitem an, dass der Film einzig und allein zur Provokation und zum Abwurf von Gomez und Hudgens altem Disney Prinzeschen Image produziert wurde, doch selbst dies rechtfertigt dessen Existenz, zumindest für mich, nicht im geringsten.

Bester Film des Jahres:

Prisoners

Prisoners

Regie: Denis Villeneuve

Ich hatte wirklich das Glück, dass ich per Zufall an Tickets kam, da ich anfangs nicht sicher war ob ich mir den Film ansehen sollte, doch Gott sei Dank, GOTT SEI DANK (again) habe ich es dann doch getan, denn nicht nur, dass Prisoners defintiv der beste Thriller des Jahres war, sondern wurde ich ihn auch als meinen persönlichen Jahresfavoriten krönen, denn nicht nur bietet der Film die ganze Spielzeit über Spannung pur, sondern gehört auch aus privaten Gründen definitiv zum grossen Gewinner dieses (Film)Jahres, dass nicht immer ganz einfach war und teilweise auch viele Enttäuschungen bereit hielt.

Advertisements

11 Responses to “Wir reden über: Meine Filme 2013”


  1. 1 Nils Dezember 31, 2013 um 2:39 pm

    Oh ja Prisoners war einmalig! Frozen werde ich mir mal in 3D anschauen.

  2. 3 Nummer Neun Dezember 31, 2013 um 3:01 pm

    Ah Prisoners muss ich echt noch nachholen! Spring Breakers fand ich gar nicht mal so übel.

  3. 5 Jan Dezember 31, 2013 um 6:05 pm

    Also, dein letzter Satz zu SPRING BREAKERS geht einfach gar nicht klar. Dass immer wieder so getan wird, als ob die Disney-Sternchen ihr Image ablegen wollen, aber nicht darauf geachtet wird, wie mit deren Rollen gespielt wird, bemerke ich nicht zum ersten Mal. Der gesamte Film hat von Beginn an ein Marketing betrieben, dass den Film in keinster Weise gerecht wurde. Als Partyfilm, wie er in den Trailern beworben wurde, taugt der Film nämlich gar nicht. Und da passt der Cast eben hervorragend mit rein, weil man eben nicht erwartet, dass die eigentlich ach-so-süßen Mädels auch mal ganz anders können.
    Dass SPRING BREAKERS ohnehin mehr als Mediensatire gesehen werden sollte, denn als Coming-of-Age-Drama (obwohl auch davon Anteile enthalten sind), würde ich dir nochmal ans Herz legen, falls du dem Film noch eine Chance geben willst. Stilistisch ist der Film visuell und auditiv meiner Meinung nach das große Highlight des Jahres. So stilsicher war zuletzt DRIVE – der im Übrigen auch nicht mit einer brillanten Story aufwartet.

    • 6 maloney Januar 1, 2014 um 1:41 pm

      Auch als das funktionierte er in meinen Augen nicht wirklich, da einfach die Story oder besser gesagt deren Umsetzung sehr langweilig war, die ständig sich wiederholenden pseudo Philosophie Phrasen wirkten auf mich mehr als lächerlich und verliehen den ganzen einen äusserst unglaubwürdigen Touch, den auch die optischen Eindrücke nicht übertönen konnten.

      DRIVE fand ich dagegen äusserst genial und extrem spannend

  4. 7 Lena Dezember 31, 2013 um 7:53 pm

    Nicht genug Jennifer Lawrence in der Liste
    Beste Buch-Verfilmung: Catching Fire
    (Obwohl Mortal Instruments auf seine Art auch sehr unterhaltsam war)

  5. 9 Joey the Hobbes Januar 1, 2014 um 9:36 pm

    The World’s End war definitiv.. anders. Ich wünschte, ich hätte den Trailer zuvor nicht gesehen, um von der skurrilen Wendung stärker überrascht zu werden. 🙂
    Allgemein war ich vom Kinojahr 2013 etwas enttäuscht. Spontan kann ich keinen „Superfilm“ nennen, den ich im vergangenen Jahr gesehen habe.
    Im 2014 soll sich da zum Glück was tun…


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




Aktuell:

Stimmung:
Amerikanisch
Schauen:
Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.
The Legend of Korra - Book 2 : Spirits
The World's End
Hannibal
Shingeki no Kyojin (Attack on Titan)
Hören:
Daft Punk - Random Access Memories
Caravan Palace - Caravan Palace
Lesen:
Homestuck
Spielen:
Flow
Flowers
Journey
Warten auf:
The Hobbit: The Desolation of Smaug
Captain America: The Winter Soldier
Machen:
Something, something,useless!

Wieviel mal geklickt?

  • 445,543 hits

%d Bloggern gefällt das: