Wir reden über: Frozen

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That’s no blizzard, that’s my sister!

Im Gegensatz zu Wreck it Ralph letztes Jahr, bekam Disneys neuster grosser Kinofilm Frozen , der ja lose auf Hans Christan Anderson’s Die Schneekönigin basierte, dieses Jahr meiner Meinung nach ja ziemlich wenig Publicity, ausser vielleicht der Hass der dem Comic Relief des Films, Schneemann Olaf entgegenschlug. Ob der Film oder besser gesagt Olaf diesen Hass nun wirklich verdient hat oder ob Disney hier wieder mal ein weiteres Meisterwerk abgeliefert hat, kann man nach dem Klick lesen.

Story:

Prinzessin Elsa von Arendelle wurde mit der Fähigkeit Eis und Schnee zu kreieren geboren, doch als sie versehentlich ihre Schwester Anna verletzt, beschliessen ihre Eltern sie vor der Öffentlichkeit wegzuschliessen. Als Elsa 18 wird und das Zepter im Land übernehmen soll, verliert sie angefacht durch die Ankündigung der plötzlichen Verlobung ihrer Schwester, die Kontrolle über ihre Kräfte und stürzt dabei ganz Arendelle in eine tiefe Eiszeit, wobei sie sich selbst in die Berge zurückzieht um so nicht noch mehr Schaden anzurichten oder gar jemanden zu verletzen. Nun liegt es an Anna ganz Arendelle aber auch ihre Schwester vor einem ewigen Winter zu bewahren.

Stil:

Lange wurde ja angenommen, dass Disney mit Frozen wieder zur traditionellen Animation zurückkehren würde, da man dieses Jahr aber Abteilung für handgezeichnete Trickfilme endgültig schloss zerschlug sich diese Hoffnung dafür aber schnell wieder, jedoch muss ich sagen, dass die Computeranimation und besonders das 3D es wirklich schafften die Landschaften aus Eis und Schnee glaubhaft zum Leben zu erwecken obschon man jetzt darüber debattieren könnte ob die Figuren auch von Computer hätten generiert werden müssen oder nicht, doch das ist ja bekanntlich Geschmackssache. Das Design der Hintergründe und Kostüme ist unverkennbar von slawischen und nordeuropäischen Kulturen wie Finnland, Schweden oder Norwegen inspiriert worden und wirkte auf mich nie gekünstelt oder unecht, sondern eher wie die Nachbildungen im Europapark, wo man merkt, dass viel Mühe investiert wurde um Existierendes nachzubilden, was sicher viel dazu beitrug dem Film eine gutes Mass an Authentizität zu verleihen. Nach den Trailern hatte ich etwas Angst, dass der Film den Schwerpunkt zu sehr auf Komik legen würde und dabei ein wenig die Tragik vernachlässigen würde, doch diese Befürchtungen zerschlugen sich nach den ersten paar Minuten schnell und der Film schaffte es stets eine ziemlich gute Balance aus Humor und Drama zu wahren. Das der Film ein Musical ist, war mir im Vorfeld nicht wirklich bewusst, doch wenn ein Film ein Musical sein darf, dann ist es natürlich ein Disneyfilm und die Songs die Komponist Christophe Beck besteuerte, trafen bei mir fast allesamt ins Schwarze und besonders For the First Time in Forever und Let It Go haben das Zeug dazu zeitlose Klassiker zu werden.

Charaktere:

Auch wenn sich nicht so wirklich eruieren liess, was genau die Geschichte des Films war, so war doch von Anfang an klar, dass diese sich um zwei Schwestern drehen würde. Anna und Elsa sind dann auch nicht wie befürchtet eindimensionale Disney Prinzessinnen wie es etwa, Schneewittchen, Cinderella oder Dornrösschen waren, sondern ziemlich starke Frauenfiguren, so ist zwar Anna stets auf der Suche nach ihren Märchenprinz, doch zögert sie keine Sekunde ihrer Schwester nachzujagen als diese beschliesst sich in die Einsamkeit in die Berge zurück zu ziehen. Elsa wird zwar anfangs als äusserst ängstlich und unsicher dargestellt, doch lag das vor allem an der altbekannten Furcht vor dem Unbekannten, zudem ist sie auch keinesfalls der Bösewicht des Films, sondern einfach nur Miss- oder gar Unverstanden und man merkt, dass sie alles was sie tut nur zum Wohle ihres Königreichs und ihrer Schwester macht, wobei diese Beziehung zwischen den beiden Schwestern, sicher einer der sStärksten Aspekte des Films und am Ende sogar absolut essentiell für die Geschichte wird. Kristen Bell und Idina Menzel machen dann auch einen fantastischen Job als  Synchronsprecherinnen der Beiden und ich muss den Machern wirklich ein Kompliment machen, das man etwa nicht einfach irgendwelche Promis castete sondern Leute die was von schauspielern und natürlich vom singen verstehen, da gerade Idina Menzel, eine bekannte Musical Sängerin ist. Die Furcht, dass Olaf der grösste Schwachpunkt des Films sein würde bestätigte sich zwar in dem Sinne, dass ich keinen seiner Witze wirklich lustig fand, dennoch war er bei weitem nicht so schlimm wie ich angenommen habe, zumal er im Film auch überraschenderweise nicht wirklich so oft vorkam.

Fazit:

Mit Frozen liefert Disney einen Film nach altem Rezept mit viel Märchencharme, grosser Story und dazu einen Haufen liebenswerter Figuren. Zwar kommt der Film nicht ganz an die Ausmasse von einem The Lion King oder Beauty and The Beast heran aber endlich hat man hier wieder einen Disneyfilm der perfekt in die Weihnachtszeit passt. Zusammen mit dem Mickey Carton der als Kurzfilm vor dem eigentlichen Film gezeigt wird, merkt man dass Disney es immer noch schafft den alten Zauber zu entfachen, weshalb ich schon jetzt dem nächstjährigen Big Hero 6 freudig entgegen blicke auch wenn es sich hier nicht um eine Märchen- sondern eine Comicverfilmung handelt.

Review Rating 9.0

9/10

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6 Responses to “Wir reden über: Frozen”


  1. 1 donpozuelo Dezember 2, 2013 um 11:02 am

    Ja, ja, ja… muss ich noch gucken. Will ich noch gucken! Wenn ich nicht den Fehler begangen hätte, „The Counselor“ zu sehen, dann hätte ich „Frozen“ gewählt. Aaaahh…


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