Wir reden über: The Legend of Korra – Book 2: Spirits

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„Who are you? – I am you. – Who am I? – You are the Avatar.“

Erst hiess es April, dann Sommer und schlussendlich Mitte September. Was lange währt sollte endlich gut werden und ich freute mich auf keine andere Serie dieses Jahr so sehr, wie auf die zweite Staffel von The Legend of Korra, da ja deren erste Staffel, die ich ja beaknnterweise ziemlich gut fand, schon im Juni 2012 zu Ende ging. Doch konnte die Serie wieder meinen Hunger nach toller Bändigungsaction und Avatarpower stillen oder sollten sich auch bei mir langsam die Zweifel erhaben, dass die Serie doch nicht wirklich an Avatar: The Last Airbender anknüpfen kann?

Story:

Seit Korra den bändigerhassenden Amon besiegt hat, ist einige Zeit vergangen und sie versucht mit ihren Freunden, bei einem grossen Fest in ihrer Heimat am südlichen Wasserstamm, das Geschehene hinter sich zu lassen. Als ihr Onkel Unalaq, der Anführer des nördlichen Wasserstamms, ebenfalls die Festivitäten besucht, beginnen gleichzeitig wildgewordene Geister das Fest anzugreifen, wobei Unalaq dabei aber viel mehr gegen diese ausrichten kann als Korra in ihrem Avatarstatus. Als sie dadurch merkt, dass zwar ihre körperlichen Kräfte voll ausgebildet sind aber auf der spirituellen Ebene noch viel zu lernen hat, beschliesst Korra, sich Unalaq als ihren neuen Lehrmeister nehmen, da es nicht nur bei einem Angriff der Geister bleibt, welche offenbar verärgert über die fehlende Bindung der Bevölkerung zu ihnen, durch ein Portal am Südpol durchgedrungen sind, welches Korra nun wieder versucht zu schliessen.

Stil:

Diese Staffel ist die erste Staffel in der Avatar-Serie die nicht nach einem Element benannt wurde, sondern eben „Spirits“ oder zu deutsch Geister heisst. Die Geister sind auch immer wieder in der Serie anzutreffen aber nicht in dem Masse, die den Titel rechtfertigt, andererseits wären die einzigen Alternativen dazu aber wohl nur „Family Problems“ da vor allem Tenzins Familie jetzt mehr Aufmerksamkeit gewidmet oder „Love triangles…again“ da die Macher offenbar noch nicht ganz mit MaKorra bzw. Masami abgeschlossen haben, doch später zu beidem mehr. Wenn man sich aber mal in die Geisterwelt begibt, ist diese vor allem optisch gesehen eine absolute Wucht, beschränkte man sich bei Avatar: The Last Airbender noch auf ein paar nebelige Sümpfe, kriegt man hier von wunderlandähnlichen Pilzfeldern bis hin zur kargen Kampfebene, beinahe das ganze Spektrum des Vorstellbaren zu sehen, wobei dieses Konzept aber auch viel Spielraum für einige tolle Gags und Cameoauftritte alt bekannter Figuren liess, doch mehr wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Leider ist, aber in der Gesamtansicht, der Anteil, der Folgen, die die Geisterwelt thematisieren vergleichsweise gering und man konzentrierte sich teilweise viel zu sehr darauf Gründe für einen Besuch dort  zu suchen anstatt einfach mal kopfüber hinein springen, wie es Aang damals ja auch gemacht hat. Als Wiedergutmachung dafür, gibt es aber genau in der Mitte der Staffel eine Doppelfolge, die eigentlich auch gut als eigenständiges Spin-off zur Serie hätte gezeigt werden können, denn hier sieht man zum ersten den Ursprung des Avatarzyklus und den ersten Avatar Wan. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, das diese zwei Folgen vom Layout und Story her, etwas vom besten sind was die Serie bis jetzt hervorgebracht hat und ich mir definitiv mehr Geschichten dieser Art in Zukunft wünsche.

Charakterentwicklung

Korra ist nicht Aang, das haben mittlerweile hoffentlich alle begriffen. Sie ist nicht so verspielt und nicht so vorsichtig wie er und sie setzt auch lieber mehr auf rohe Gewalt als blosse Vernunft, was sie in meinen Augen aber nicht zu einem schlechteren Charaktere werden lässt, doch hatte ich das Gefühl als wollte man zwischendurch Korra bewusst unsympathisch darstellen und alles was sie in der Staffel gelernt hat über den Haufen werfen oder zumindest nicht darauf aufbauen und so musste ich einige Male sogar zugeben, dass die Korra Hater nicht so ganz unrecht haben könnten. Zudem kommt dann dazu, dass sich Korra jetzt neben Aang auch mit dem allerersten Avatar Wan vergleichen lassen muss, der für mich charaktertechnisch, neben dem eigentümlichen Millionär Varrick, sicher zum tollsten gehörte was diese Staffel zu bieten hatte. Als weiteres Highlight aber leider ein bisschen zu wenig Spielzeit hatte Aubrey Plaza als Korra’s Cousine Eska,  welche ein kleines Techtelmechtel mit Bolin anfängt, was äusserst amüsant mit anzusehen war, wobei dieser aber je länger je mehr ein bisschen zu einen reinen Lieferant von Gags verkam und ich mir auch da doch ein wenig mehr Charakterentwicklung erhofft hätte. Gleiches gilt auch für die Ladies im Team Avatar, so kommt Asami in dieser Staffel leider auch viel zu wenig vor und wenn doch, dient sie eigentlich nur als Eye Candy im Hintergrund oder um ein bisschen die Gefühlswellen zwischen Mako und Korra aufzuwühlen. Auch die einst so taffe Lin Bei Fong wirkt in dieser Staffel ein wenig mit Allem überfordert und so sieht man sie mehr als einmal einfach nur stur Befehle an ihre Polizisten zu verteilen ohne gross die Geschehnisse zu hinterfragen. Dafür gibt’s aber wie gesagt mehr von Tenzin und seiner Familie zu sehen, die neben seinen Kindern und seiner Frau nun auch aus seinen seine beiden Geschwistern Kya und Bumi bestehen, die für ordentlich Streitigkeiten aber auch für die Aufdeckung einiger lang unangesprochener Probleme sorgen.

Fazit:

Ich muss zugeben ich bin ein klein bisschen enttäuscht, dass die zweite Staffel mich nun nicht so wirklich überzeugt hat, ich will jetzt nicht sagen, dass sie schlecht ist, man sieht einfach wo die grossen Probleme liegen, die übrigens auch schon in der ersten Staffel vorhanden waren aber mich damals nicht so wirklich gestört haben, wie etwa, das ständige hin und her von Mako zwischen Korra und Asami und natürlich Korra’s notorische Verweigerung jeglicher Charakterentwicklung. Es sind Probleme die man leicht beheben hätte können anstelle ständig auf der Stelle zu treten doch man merkte, dass gegen Ende der Staffel auch an diesen Schwächen gearbeitet wurde. Daneben hat sich aber vor die Animation im Vergleich zur ersten Staffel gleich noch einmal gesteigert und die Hintergründe und Schauplätze wirken eindrücklicher als je zuvor. Die Avatar Wan Doppelfolge ist aber sicher das grösste Highlight dieser Staffel das doch auf weitere Innovation hoffen lässt und auch das  Finale war meiner nach sehr gelungen, zumal Korras letzte Worte darin, die eine neue Ära versprechen, ebenfalls hohe Erwartungen bei mir setzen. Ich freue mich deshalb schon jetzt auf all die gelösten Probleme in Buch 3, wobei heute sogar dessen Titel bekannt gegeben wurden, der mit „Change“ nicht besser gewählt sein könnte.

Review Rating 7.0

7/10

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4 Responses to “Wir reden über: The Legend of Korra – Book 2: Spirits”


  1. 1 donpozuelo November 21, 2013 um 10:28 am

    Das klingt alles so…. wie ich es erwartet habe. Ich habe nur irgendwie total verpennt, dass die zweite Staffel schon läuft. Muss ich dann demnächst dringend mal nachholen… vor allem, weil du mich jetzt wegen dieser einen Doppelfolge echt neugierig gemacht hast.


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