Wir reden über: Thor: The Dark World

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„Some believe that before the universe, there was nothing. They’re wrong. There was darkness… and it has survived.“

Ich muss zugeben, Thor ist der Film aus der Marvel Cinematic Reihe, den ich bis jetzt am wenigstens mochte. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass Thor ähnlich wie Superman für mich nie wirklich eine glaubhafte Figur darstellte, dafür war er mir einfach viel zu perfekt. Da sind mir Tony Stark alias Iron Man und Captain America dann weitaus sympathischer.  Da mir Thor in The Avengers, trotzdem ziemlich gut gefallen hat und ich mir ja sowieso jeden Marvel Film ansehe, war es recht schnell klar, dass ich mir auch Thor: The Dark World (ja „World“ nicht „Kingdom“) antun werde, was aber vor allem einer Tatsache zu verdanken ist und die heisst Tom Hiddleston a.k.a Loki!

Story:

Bevor das Universum vom Licht erfüllt war, beherrschten es die Dunkelelfen, angeführt von ihren Anführer Malekith  und wollten es sich mit Hilfe des Äthers, einer uralten und mächtigen Waffen ewig Untertan machen. Unter der Führung ihres damaligen Königs Bor, schlugen aber die Streitkräfte von Asgard die Dunkelelfen in die tiefsten Tiefen der Galaxie zurück wobei sie den Äther dabei scheinbar für immer wegschlossen. In der Gegenwart findet die Astrophysikern Jane Foster in London zufällig ein Portal, das zum Versteck des Äthers führt und wird dabei von diesem infiziert. Daraufhin kehrt Thor, Sohn von Odin, dem momentanen König von Asgard wieder auf die Erde zurück um seine grosse Liebe Jane mit sich zu nehmen, doch in Asgard angekommen, wird dieses, angelockt vom wiedererwachten Äther, sogleich von den Dunkelelfen angegriffen. Um nun zu verhindern, dass weitere Welten unter das Joch der Elfen fallen, muss Thor zusammen mit seinem in Ungnade gefallenen Bruder Loki versuchen diesen Einhalt zu gebieten.

Stil:

Im Vergleich zu den anderen Marvel Filmen wirkte Thor eigentlich verhältnismässig klein, weshalb man in der Fortsetzung offenbar gross auftrumpfen wollte. So ist der Film von der Aufmachung her ziemlich episch, denn schon in den ersten paar Minuten merkt man, dass hier vor allem grosse Action im Mittelpunkt stehen wird. Diese nimmt auch wie erwartet den grössten Teil des Films ein, was man den Machern aber angesichts der Tatsache, dass es sich hier um einen Film, der von Wikingergöttern inspiriert wurde, handelt aber schnell verzeihen, zumal es, wie schon bei Iron Man und The Avengers, einfach nur Spass macht, den harten Jungs beim Kloppen zuzusehen. Ausserdem macht der Film seinem Untertitel alle Ehre und ist in Ton und Optik wesentlich düsterer als es noch der erste Teil war, was wahrscheinlich vor allem dem Regisseur Alan Taylor zu verdanken ist, welcher unter anderen auch an Games of Thrones mitgearbeitet hat. Was die Einordnung in das restliche Marvel Cinematic Universe angeht, schafft es auch dieser Film gekonnt eine Brücke zu schlagen, die sowohl zum ersten Teil, als auch zu den weiteren Filmen der Reihe reicht. So wird natürlich immer wieder, besonders im Zusammenhang mit Loki, der Angriff auf New York erwähnt, aber auch sonst werden immer stets kleinere und grössere Fangasm-Momente eingebaut, wobei ich hier natürlich nichts verraten will, aber nur schon wegen einem ganz bestimmten davon hat der Film ganz stark bei mir persönlich punkten können.

Charaktere:

Auch wenn der Streifen den Titel „Thor“ trägt und man Chris Hemsworth anmerkt, dass er sich immer mehr in der Rolle des blonden hammerschwingenden Gottes festigt, gehört der Film ganz klar einem anderen Charakter und das ist natürlich Loki. Nur schon allein die Tatsache, dass die Macher des Films extra später noch ein paar zusätzliche Szenen mit Tom Hiddleston drehten, zeigt wie viel Hoffnung man in seine so beliebte Rolle als Loki setzte. Wobei diese Auftritte auch definitiv gelungen sind und man Hiddleston in jeder Szene sofort ansieht, wie sehr er es mittlerweile liebt, den Trickster-Gott zu spielen, zumal der Film auch als Charakterstudie sehr gut taugt und aufzeigt, was mit Loki nach den Ereignissen aus The Avengers geschehen ist. Da Loki hier ja für einmal nicht der eigentlich Bösewicht ist, versuchte man mit Malekith und seinen Dunkelelfen eine neue Bedrohung einzuführen, wobei diese zwar von einem optischen Standpunkt äusserst gut gelungen sind und auch Christopher Eccleston (Doctor Who) keinen schlechten Job macht, hätte man Asgard jedoch auch von jeder anderen Rasse angreifen lassen können. Wesentlich mehr Zeit wird hier auch Thors Entourage, namentlich Lady Sif , Frigga und Odin gewidmet, wobei Anthony Hopkins in dieser Rolle hier ebenfalls wesentlich mehr Spielzeit zur Verfügung gestellt bekommt und diese dann auch ordentlich ausnützt. Zwar ist Natalie Portmans Jane Foster nicht mehr ganz so schulmädchenhaft wie im ersten Teil dargestellt, aber im Vergleich zu Charakteren wie etwa Pepper Potts oder Black Widow ist sie natürlich immer noch ein ziemlich schwaches Beispiel für starke Frauenfiguren im Marvel Universum.

Fazit:

Nach Iron Man, startet auch Thor ziemlich fulminant in die zweite Marvel Phase, doch anders als bei erstgenanntem steht hier nicht unbedingt Thor selbst, sondern eben Lokis Geschichte im Mittelpunkt, was teilweise die eigentliche Story selbst ein wenig in den Hintergrund drückt, aber keineswegs langweilig oder gar störend ist. Alles ist im Vergleich zum Vorgänger grösser und epischer geworden und man merkt, dass die Leute bei Marvel langsam wissen was die Fans von ihnen erwarten, wobei man aber auch hier natürlich unbedingt bis ganz am Schluss sitzen blieben sollte, denn dort hat sich dann noch einiges angesammelt. 😉

Review Rating 8.0

8/10

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8 Responses to “Wir reden über: Thor: The Dark World”


  1. 1 Julian November 3, 2013 um 3:37 am

    Ich war von Thor damals positiv überrascht. Recht selbstironisch, Natalie Portman und dann noch nordische Götter – das hatte was. Andererseits tue ich mir ebenfalls schwer mit Superhelden, die außerirdisch sind. Generell habe ich ein Problem mit Superkräften, Spiderman ist da die Ausnahme. Was mich am ersten Film aber so richtig gestört hat: Der ist nahezu identisch zum He-Man Film der 80er. Mal schauen, wie Teil 2 wird!

    • 2 maloney November 3, 2013 um 11:05 am

      Für mich war einfach in den Vergleich zu den anderen MCU Filmen zu wenig los und die Geschichte zog sich irgendwie schleppend voran, dazu ist ja mittlerweile bekannt, dass ich Natalie Portman in dieser Rolle nicht Sonderling mochte.

      Mit dem He-Man Vergleich hast du absolut recht, der Gedanke ist mir damals auch gekommen, zudem ist He-Man ja teilweise auch von Thor inspiriert (Wunderwaffe etc.) fehlte also nur noch der pinke Cadillac 😉

  2. 3 Kim November 3, 2013 um 6:26 pm

    Man darf ja auch nicht einfach bei einem Marvel-Film vorher aufstehen – das habe ich jetzt gelernt 😀

  3. 7 donpozuelo November 4, 2013 um 11:52 am

    Yes!!!! Ich sehe, wir sind uns so gut wie einig. Das Einzige, was Marvel wirklich langsam verbessern könnte, wäre das 3D. Bis jetzt habe ich noch keinen Marvel-Film gesehen, bei dem mich das 3D wirklich überzeugt hat. Bis jetzt hätte man sich das echt immer sparen können.

    • 8 maloney November 4, 2013 um 11:59 am

      Stimmt, aber ich glaube der 3D Hype ist eh langsam vorbei…ich meine nicht mal Ender’s Game der dafür mehr als prädestiniert gewesen wäre, lief in 3D.

      Aber ja geiler Film 😀


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