Wir reden über: Digimon: The Movie, Summer Wars, The Girl Who Leapt Through Time, Wolf Children

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Ich mag mich noch gut erinnern wie ich als Kind ganz versessen auf alles war was mit Digimon zu tun hatte. Ich habe keine Folge der kleinen digitalen Monster verpasst und das nicht nur von der Originalen Digimon Serie, sondern auch von Digimon 02, Digimon Tamers und Digimon Frontier habe ich mir jede Episode reingezogen. Da durfte es dann auch nicht fehlen, dass ich mir damals natürlich den Digimon Film ansah, was ich im Rückblick besser nicht getan hätte, aber dazu später gleich mehr. Warum ich das neben der Tatsache, dass ich besagten Film gleich reviewen werde, erwähne? Ganz einfach, dessen Regisseur Mamoru Hosoda hat mittlerweile eine paar weitere Filme gemacht, zu denen ich hier auch gern ein paar Worte verlieren möchte.

Digimon: The Movie

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„I’m Greymon now. – You can be whoever you want… big guy.“

Die Geschwister Tai und Kari staunen nicht schlecht als plötzlich eine riesiges Ei aus dem Bildschirm ihres Computers heraus kullert, doch der Merkwürdigkeiten nicht genug, schlüpft aus dem Ei bald ein kleines pinkes Etwas mit langes Ohren, dass sich den Beiden als Koromon vorstellt und bald so etwas wie ihr Haustier wird. Als dann eines Abend während eines Magnetsturms alle elektronischen Geräte verrückt spielen und dazu noch ein riesiges papageienartiges Monster die Stadt angreift, verwandelt sich Koromon in das viel grössere Agumon und später in das noch viel grössere Greymon um Tai und Kari vor diesen Angriffen zu schützen. Vier Jahre später…wait what?…ist Tai zusammen mit ein paar weiteren Kindern zu einem sogenannten Digiritter geworden und muss gemeinsam mit seinem Digimonpartner einen Computervirus stoppen, der zum bösen Digimon Diaboromon mutiert ist und droht die Welt zu vernichten. Währenddessen in der Gegenwart….Gegenwart…what…but what about Diaboromon? Nevermind! In der Gegenwart ist eine neue Generation von Digirittern nach New York gereist wo sie auf auf einen weiteren Digiritter namens Willis treffen, der ein kleineres Problem mit dem Digimon Wendigomon, ehemals Kokomon, zu haben scheint, dass offenbar der böse Zwilling seines eigenen Digimon Terriermon ist.

Nachdem ein Jahr zuvor schon die Pokémon Fans ihren eigenen Film bekommen haben, waren die Digimon Anhänger natürlich besonders gespannt auf ihren eigenen Kinofilm, doch was sie dann forgesetzt bekamen, war alles andere als grosses Kino. Denn wenn man sich mein Review durchliest, merkt man sehr schnell wo das Problem von Digimon: The Movie liegen könnte, denn der Film wurde für den amerikanischen und europäischen Markt aus den drei japanischen Filmen Digimon Adventure,  Our War Game!! und Digimon Hurricane Touchdown!! / Supreme Evolution!! The Golden Digimentals zusammengeschnitten, was vor allem bei den vermeidlichen Zeitsprüngen, die überhaupt nichts miteinander gemeinsam haben und die einzelnen Filmteile so wie lose Flickenstücke aussehen lassen, mehr als nur offensichtlich wird. Durch diese allgegenwärtige Schwäche wurden einerseits die eingefleischten Fans enttäuscht andererseits machte die Tatsache, dass man sich nie die Mühe nahm, die Charaktere anständig vorzustellen, es Neueinsteigern ziemlich schwer der Story zu folgen ohne dabei sich ratlos am Kopf zu kratzen. Zwar ist auch hier schon das bemerkenswerte Charakterdesign von Hosoda klar zu erkennen aber kommt er leider dank schlechten Übersetzungen, billigen Witzen und einem peinlichen Soundtrack nie wirklich zur Geltung oder an seine späteren Werke heran.

Review Rating 4.0

4/10

Summer Wars

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„Never turn your back on family, even when they hurt you. Never let life get the better of you. And if you remember nothing else, remember to find time to eat together as a family. Even when times are rough; especially when times are rough. There’s no lack of painful things in this world, but hunger and loneliness must surely be two of the worst.Thanks to you, my precious family, I didn’t know a moment of either of those the last ninety years.“

Der scheue aber in Mathe hochbegabte Kenji Koiso ist eigentlich über die Sommerferien angestellt, um beim weltumspannenden Sozialen Netzwerk OZ, welches beinahe alle Dinge des alltäglichen Lebens vereinfacht hat, zu arbeiten, doch als die hübsche Natsuki ihn bittet mit ihr zu ihrer Familie in die Provinz zu fahren und dort aufgrund des Geburtstages ihrer Grossmutter ihren Freund zu spielen, kann er natürlich nicht ablehnen. Dort angekommen wird ihm eines Nachts ein mathematischer Code auf sein Handy geschickt, den der Zahlenfreak natürlich sofort löst. Am nächsten Morgen stellt er fest, dass sein Account gehackt wurde und so ein gefährlicher Virus namens „Love Machine“ Zugang zu OZ erhalten hat und dort nun sein Unwesen treibt und mit diesen Taten das öffentliche Leben lahm legt, was soweit geht, dass Love Machine sogar droht mit dem Absturz einens Satelliten auf ein Kernkraftwerk, eine weltweite Katastrophe auszulösen. Nun ist es an Kenji und Natsuki und ihrer gesamten Familie Love Machine Einhalt zu gebieten.

Wer Digimon: The Movie und Summer Wars gesehen hat, dem fällt eines ziemlich schnell auf, nämlich das beide beinahe die selbe Handlung haben, zumindest der Teil mit den Virus, der vom virtuellen Netz aus die Welt bedroht, was angesichts der Tatsache, dass beide Filme den selben Regisseur haben , ja keine Überraschung ist, denn Mamoru Hosoda wollte hier ganz offensichtlich ein Remake seines Films drehen und vor allem den westlichen Kritkern zeigen, dass es auch anders geht. Dies hat er bei mir ganz bestimmt geschafft, denn auch wenn Summer Wars, zweifelsohne mit seinen Themen wie Famile und Ehre vor allem Japaner anspricht, sind doch die beiden Kernbotschaften, dass man alles erreichen kann wenn die ganze Familie zusammensteht und man umsichtig mit  dem Internet umgehen soll, natürlich universell verständlich, und dazu noch sehr aktuell, wobei auch die Story überzeugt und man mit Kenji und Natsuki zwei Hauptcharaktere geschaffen hat, die sich super ergänzen die dazu noch superniedlich zusammen sind.

Review Rating 8.0

8/10

The Girl Who Leapt Through Time

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„I’ll be waiting in the future. – I’ll be right there. I’ll run there.“

Die 17-jährige Makoto nimmt das Leben leicht, sie spielt am liebsten Baseball mit ihren beiden Freunden Chiaki und Kōsuke und für gewöhnlich kommt sie meistens zu spät zur Schule. Als sie eines Tages einen Stapel Dokumente in der Schule ablegen soll, wird sie plötzlich vom Schatten einer mysteriösen Figur erschreckt, wobei diese dann eine wie eine Walnuss aussehendes Objekt verliert, welches Makoto sofort an sich nimmt. Als sie wenig später bei einer Fahrt auf dem Fahrrad, bedingt durch kaputte Bremsen, ungebremst auf einen Bahnübergang zu rast und dabei eigentlich hätte getötet werden müssen, wird sie aber nur zurück durch die Zeit geschleudert. Schon bald merkt Makoto, dass dies mit dem seltsamen Objekt zu tun haben muss, welches ihr eine  begrenzte Anzahl Zeitsprünge ermöglicht, bei denen sie zu beliebigen Punkten in der Vergangenheit zurückreisen kann. Was für sie anfangs noch sehr witzig ist und sie es vor allem zum Schule schwänzen und der Rettung ihres heissgeliebten Puddings verwendet, wird dann doch allmählich zum Problem, da die Vergangenheit ja doch eigentlich bekanntlich nicht verändert werden sollte.

Zeitreisen sind spätestens seit The Time Machine aus dem Jahr 1950 ein allgegenwärtiges Thema in der Filmwelt, weshalb es auch nicht überrascht, dass sich Hosoda gerade diesem Thema in The Girl Who Leapt Through Time annahm. Zwar beginnt der Film als typisch japanische High School Komödie doch recht schnell merkt man, dass man es hier mit einen gut vorbereiten Drama zu tun hat, das trotz der High School und Teenager Thematik auf mich nie sonderlich kitschig wirkte. Makoto ist als Hauptcharakter einfach super, wie eine Art weibliche Version von Spiderman ist sie zuerst ziemlich schusselig und unbedacht und als ihr mit dem Zeitreisen eine völlig neue Möglichkeit im Leben geboten wird, nutzt sie diese anfangs vor allem zu ihrem eigene Vorteil, nur dass sie nachher nicht anfängt Verbrechen zu bekämpfen, sondern sich in eine kleinere Lebenskrise stürzt. Während Summer Wars ganz unverkennbar eine japanische Thematik behandelte, könnte die Handlung dieses Films genauso gut in Amerika oder Europa stattfinden, was dem Film dadurch ein klein wenig den Touch eines Hollywood Films verleiht. Comedy und Drama sind ausgesprochen gut balanciert und das Ende, könnten zwar einige Leute zu kitschig finden aber für mich war es der Abschluss eines beinahe perfekten Films.

Review Rating 9.0

9/10

Wolf Children

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„What do you want? To live as humans or as wolves?“

Die 19-jährige Hana, lernt an ihrer Universität einen jungen Mann kennen und schon bald auch lieben. Schnell findet Hana aber heraus, dass dieser sich wenn er will in einen Wolf verwandeln kann, da er vom grossen japanischen Wolf abstammt, wobei er dazu aber nicht einmal den Vollmond braucht. Bald schon wird Hana schwanger und bringt die beiden Kinder Ame und Yuki zu Welt. Als aber Hanas Mann überraschend stirbt, sieht sie sich völlig mit der Erziehung der beiden Kinder, die sich ebenfalls in Wölfe verwandeln können und daher eine doppelte Herausforderung sind,  überfordert und beschliesst mit ihnen aufs Land zu ziehen, wo diese unbeschwert ihren Instinkten nachgehen können.

Es scheint so, dass Hosoda in seinem neusten Film ein wenig auf den mittlerweile doch recht populären Furry Trend aufspringen wollte, denn wer spitze Ohren und flauschiges Fell liebt kommt hier sicher auf seine Kosten. Was die Geschichte selbst angeht, so ist es eigentlich die unkomplizierteste von den vier Filmen hier und trotzdem fühlt sie sich teilweise fast ein wenig unnötig in die Länge gezogen an, was jetzt aber nicht heissen soll, dass der Film mir nicht gefallen hat. Besonders Ame und Yuki gefielen mir als Figuren recht gut und durch die Tatsache, dass sie mit Fortschreiten des Films heranwachsen, bot sich mir als Zuschauer eine gute Möglichkeit eine Bindung zu ihnen aufzubauen und mit ihnen ihre Wolfskräfte zu entdecken. Hana, die trotz des Titels als eigentliche Hauptfigur fungiert, vermag zwar mit ihrer Situation viel Sympathie in mir erwecken, dennoch verkommt sie in der Mitte des Films doch ein wenig zur Mary Sue, was mich dann doch ein wenig störte. Dennoch macht der Film seinem Titel alle Ehre und zeigt zwei herzige Menschen-Wolfs-Kinder-Welpen, die sicher auch allen Nicht-Furry Anhänger gefallen könnten.

Review Rating 7.0

7/10

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2 Responses to “Wir reden über: Digimon: The Movie, Summer Wars, The Girl Who Leapt Through Time, Wolf Children”


  1. 1 donpozuelo Oktober 31, 2013 um 10:31 am

    „Summer Wars“ und „The Girl Who Leapt Through Time“ finde ich beide super. Punktetechnisch kann ich dir da nur zustimmen. Gerade „The Girl…“ hat mich echt schwer begeistert. Ein toller Film.


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