Wir reden über: Turbo

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„My name… is Turbo.  I just want to go a little faster.“

Dreamworks ist ein zweischneidiges Schwert. Stieg das von Steven Spielberg, Jeffrey Katzenberg und David Geffen gegründete Animationsstudio, mit grossen und epochalen Filmen wie Prince of Egypt und Road to El Dorado ins Filmgeschäft stieg und machte sich später mit Werken wie Shrek oder How to Train Your Dragon zu einer unverwechselbaren Marke, produzierte es zwischendurch auch immer wieder Filme, die gelinde gesagt einfach Mist waren. Ob das Konzept einer rasenden Schnecke mit Ryan Reynolds in der Hauptrolle eher das Zeug zum Hit oder zum Flop gehabt hat, kann man nach dem Klick gern selber nachlesen

Story:

Schnecke Theo, der sich selbst aber lieber als „Turbo“ bezeichnet, ist ein riesengrosser Rennfahrer Fan, dies geht bisweilen so weit, dass er seine Arbeit im Tomatengarten, wo er und viele andere Gartenschnecken „arbeiten“, des Öfteren vernachlässigt und sich lieber im Fernsehen Autorennen ansieht oder selbst dafür trainiert ein grosser Rennfahrer zu werden. Als er durch dieses Verhalten, dann aber die restlichen Schnecken in Gefahr bringt, wird Turbo daraufhin aus der Plantage geworfen und versucht sich daraufhin in der Nähe von echten rasenden Autos wieder ein wenig aufzumuntern, doch durch einen Unfall gerät er in den Tank eines getunten Autos voller Distickstoffmonoxid, woraufhin er die Fähigkeit bekommt, schneller als jede andere Schnecke jemals zuvor zu sein. Als er danach eingefangen wird um bei Schneckenrennen mitzumachen und herauskommt, was für eine Fähigkeit er besitzt, sieht Turbo endlich seine Chance gekommen als Teilnehmer, beim altehrwürdigen Indy 500 Renen, seinen Idolen mal ganz nah zu sein.

Stil:

Die Idee eine Schnecke mit Supergeschwindigkeit auszustatten und daraus einen Film zu machen, kann in dieser Art auch wirklich nur von Dreamworks stammen, obschon der Plot stellenweise ja ziemlich an Pixar’s Cars erinnert, halt eben einfach mit Schnecken. Dennoch ist was ihm so richtig den Stempel von Dreamworks aufdrückt, die Tatsache, dass man sich hier wieder wie schon bei Shark Tale komplett den momentanen aktuellen Trends und Styles verkauft hat und so überrascht es dann auch nicht, dass Youtube Videos, Internet Memes und jede Menge Slang Talk einen Grossteil des Films ausmachen, von den Synchronsprechern auf die ich gleich nachher noch zu sprechen komme mal ganz zu schweigen. Die Geschichte selber ist, dann auch wirklich in keiner Art und Weise etwas neues und eine Mischung aus dem bereits erwähnten Cars, Fast And the Furious und Cool Runnings…mit Schnecken, was mich dann doch zuweilen sehr störte, da Dreamworks ja in den letzten Jahren bewies, dass das Studio durchaus in der Lage ist, neue und innovative Filmkonzepte zu realiesieren.

Charaktere:

Ryan Reynolds als Schnecke! Diese Tatsache allein hätte mich eigentlich schon im Vorfeld dazu bewegen sollen, einen riesigen Bogen um die Kinos zu machen so lange der Film dort gezeigt wird, da ich weder ein Fan von schleimigen Schnecken noch des ebenso schleimigen Ryan Reynolds bin. Im Endeffekt war Reynolds Performance dann aber eigentlich  ganz akzeptabel, wenn auch nicht wirklich etwas besonderes und schon gar Nichts, an das man sich in ein paar Jahren erinnern würde. Als Turbos Bruder Chet tritt Paul Giamatti mit seiner äussert unverwechselbaren Stimme auf, der diesen andauernd versucht auf den Boden der Realität zurück zu holen und ihm Klar zu machen, dass Schnecken nicht zum Rennfahrer geboren sind und damit ist er paradoxerweise auch gleich die sympathischste und normlaste Figur im ganzen Film. Damit hätte wir aber auch schon alle „wichtigen“ Figuren des Films abgedeckt, denn die restlichen Charaktere sind entweder nicht besonders notwendig um die Story voranzutreiben oder tauchen einfach nur ein paar Mal auf um ihre von Prominenten Sprechern, wie Samuel L. Jackson, Ken Jeong, Michelle Rodrguez oder *seufz* Snoop Dog, gesprochenen Figuren zu präsentieren. Und damit wären wir auch gleich bei einem der Hauptprobleme des Films, früher lebten grosse Animationsfilme vielleicht von einen bis zwei berühmten Synchronsprechern und der restliche Cast bestand aus Leuten, die diese Arbeit hauptberuflich machen, wobei dann auch nicht in riesigen Leuchtbuchstaben dafür geworben wurde wer jetzt alles im Film zu hören ist, und der Film als Film und nicht als Promiklassentreffen vermarktet wurde. Hier merkt man wie schon zuvor bei Epic oder Hotel Transylvania, ganz klar dass der Film eigentlich nur für die Promis gemacht und die Story danach irgendwie drum herum gebaut wurde, was nun wirklich in keiner Art und Weise der Sinn eines guten Animationsfilms sein sollte

Fazit:

Der Film tut zwar nicht wirklich weh, vermag aber auch nie wirklich zu überzeugen. Neben der Flut an den ganzen, wie schon erwähnt, sehr unnötigen Promisprechern, verliert man als Zuschauer sehr schnell den Plot aus den Augen, der auch nur aus einem Haufen recycelten Ideen besteht und schon auf eine Entfernung von mehreren Kilometern vorhersehbar ist. Wer sich also unbedingt einen Dreamworks Film ansehen dem sei Sicher Shrek, How To Train Your Dragon oder Rise of Guardians zu empfehlen, denn Turbo vergisst man etwa in der Geschwindigkeit wieder, wie er sich auf Renstrecke fortbewegt.

Review Rating 5.0

5/10

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10 Responses to “Wir reden über: Turbo”


  1. 1 Kim Oktober 12, 2013 um 3:12 pm

    Ohje, Ryan Reynolds ist eher ein No Go als ein Go.
    Hmmmm. Aber dafür können die Schnecken ja nichts….

  2. 3 George Oktober 13, 2013 um 1:54 pm

    Ein Film über Schnecken mit dem Titel „Turbo“? Wieviel Worte als Warnung sollen die Macher noch aussprechen, damit man sich den Film nicht ansieht? Nichtmal als Kind. That’s as „plump“ as it gets.

    • 4 maloney Oktober 13, 2013 um 7:49 pm

      Naja Dreamworks war in der Titelgebung seiner Filme ja nie so wirklich innovativ z.B.“Shark Tale“ „Flushed Away“ „Bee Movie“ und natürlich „Kung Fu Panda“

  3. 5 donpozuelo Oktober 14, 2013 um 10:22 am

    Der arme Ryan Gosling hat in letzter Zeit auch nur Rohrkrepierer – kann das sein???

    Viel erstaunter bin ich ja, dass es jemand geschafft hat, dich in einen Schnecken-Film zu bekommen 😀

  4. 9 spanksen Oktober 24, 2013 um 11:49 am

    Den scheiß tu ich mir nicht mehr an


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