Wir reden über: Shingeki no Kiyojin

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“On that day, mankind received a grim reminder: we lived in fear of the Titans and were disgraced to live in these cages we called walls.”

Hypes sind ja nicht immer das beste mittel um Qualität zu messen, denn oft wird etwas in den Himmel gelobt, dass es vielleicht gar nicht verdienen derart bewundert zu werden. Tumblr ist da ein wahres Füllhorn an solchen teils unnötigen Hypes und so stolpere ich beinahe tagtäglich auf meinem Dashboard über Fandoms die mehr nerven als mich dazu bewegen als mich dazu bewegen, endlich mal einen genaueren Blick darauf zu werfen, wobei da im Moment der Fanservice Anime fürr Frauen Free! – Iwatobi Swim Club, wohl das beste Beispiel dafür ist, wlclhen ich schon nach 5 minütiger Sichtung wieder ausschalten musste. Doch immer wieder legt einem tumblr, in Gegenzug auch ein paar wahre Goldstücke vor die Füsse, die es wert sind ein Chance zu erhalten, so kürzlich geschehen bei dem berüchtigten Webcomic Homestuck, auf den ich sicher zu einem späteren Zeitpunkt noch zu sprechen komme oder aber auch bei Shingeki no Kyiojin im englischen auch Attack on Titan bekannt!

Story:

Nachdem vor hundert Jahren, beinahe die ganze Menschheit von riesigen, menschenfressenden, humanoiden Wesen, den sogenannten Titanen ausgelöscht wurde, lebt die verbliebene Bevölkerung abgeschottet eigentlich ziemlich friedlich hinter drei riesigen Wällen, genannt Maria, Rose und Shina. In Maria lebt auch der 9-jährige Eren Jaeger, der sich, wenn er älter ist, unbedingt dem Militär anschliessen will. Als aber plötzlich die Mauer von einem riesigem Titan angegriffen wird, der ein Loch in diese schlägt und dadurch weitere Titanen in die Stadt lässt, muss Eren mit ansehen wie seine Mutter getötet wird und er daraufhin fürchterliche Rache an allen Titanen schwört. Jahre später ist Eren zusammen mit seiner Adoptivschwester Mikasa und seinem besten Freund Armin deshalb auch wirklich ins Militär eingetreten um ein für allemal dafür zu sorgen, dass die Titan keine Gefahr mehr für die Menscheit darstellen.

Stil:

Wie gesagt, war es der immense Hype, der mich dazu brachte mir mal eine Episode anzusehen und, nur schon allein, bei wohl epischten Anime-Intro aller Zeiten, wird klar in welcher Liga die Serie spielt. Dass es hier nicht gerade zimperlich zu und her geht wird spätestens dann offensichtlich, wenn die ersten Charaktere, darunter wie erwähnt auch Erens Mutter von den Titanen in Stücke gerissen werden, denn Blut und Gewalt wird hier weder zensiert oder hinter dem Berg gehalten. Doch die Geschichte ist dann keineswegs, nur dazu gemacht, einen Grund für das Blut vergiessen zu erschaffen, im Gegenteil, es ist eher die Gewalt und die daraus resultierenden Folgen, welche die Geschichte jedes mal vorantreibt und durch das Drama aber auch die Story selbst, teilweise ziemlich stark an Neon Genesis Evangelion erinnert. Natürlich ging dem Anime zuerst auch ein Manga, voraus, der mittlerweile bereits 11 Bände umfasst und die Geschichte dort auch schon um einiges weiter ist, aber ich hab mir mal ein zwei Ausgaben angesehen und ich ziehe da dann doch die Serie vor, da dort die Action natürlich viel besser in Szene gesetzt und mit einem tollen Soundtrack untermalt ist, der eher untypisch für einen Anime auch viele englische und deutsche Lieder beinhaltet, zudem gefällt mir der Zeichenstil im Manga so überhaupt gar nicht.

Charaktere:

Ich zog vorhin ein paar Paralellen zu Neon Genesis Evangelion, dies gilt zu einem gewissen Grad auch für Eren, als Hauptcharakter der Serie, denn ähnlich wie Shinji schaffte er es bei mir nicht wirklich als Hauptcharakter zu überzeugen, doch anders als Shinji hockt er nicht etwa die ganze zeit herum und ertrinkt in seinem eigenen Selbstmitleid, sondern versucht, mit den ihm zu Verfügung stehenden Mittel alles in seiner Macht stehende zu tun um die Titanen endgültig zu vernichten, wobei er aber mehr als einmal Fehlschläge einstecken muss, was ihn zwar als Protagonist menschlicher und glaubwürdiger macht aber irgendwie, zumindest für mich auch uninteressanter. Dafür umgibt ihn aber ein breiter Cast von guten bis sehr guten Nebencharakteren, wobei da sicher zuerst seine Schwester Mikasa genannt werden muss, die sicher zu einer der bestgeschriebensten weiblichen Rollen gehört, welche ich seit langem gesehen habe, auf die wahrscheinlich sogar Hayao Miyazaki eifersüchtig wäre. So vereint sie sowohl Eigenschaften die generell einen starken Charakter ausmachen, wie Körper- und Charakterstärke aber auch ihre weiblichen Attribute, wie ihr fast übertriebener Mutterinstikt für Eren und Armin aber auch ihre Schönheit, werden überzeugend und keinesfalls auf eine sexistische Art präsentiert. Weitere Charaktere die ich gleich von Anfang an liebgewonnen habe, sind der Captain des Erkundungscorps Levi, wobei neben ihm sogar Kristen Stewart so aussieht als würde sie ständig lachen, Sasha Brause, die wohl nur in die Armee eingetreten ist um sich so richtig den Magen vollzustopfen oder die Wissenschaftlerin des Militärs, Zoë Hanji, deren an Wahnsinn grenzende Liebe für Titanen und deren Anatomie, sogar noch die Besessenheit von Dr. Newton Geiszler für Kaijus in Pacific Rim übertrifft, wobei auch zu diesem Film wieder diverse Parallelen zu finden sind, denn es ist wohl kein Zufall, dass ein gewisser Jaeger im Zentrum beider Geschichten steht, der gegen riesige Monster kämpfen muss.

Fazit:

Bis jetzt konnte ich ohne gross Nachzudenken sagen, dass One Piece mein Lieblingsanime war, doch da mir dort langsam das ewige hinauszögern bis zum Ende und die weirden Storylines immer weniger Zusagen scheidet dieser als Anwärter für diesen Posten wahrscheinlich immer mehr aus. Deshalb bin ich heilfroh, dass ich Attack on Titan eine Chance gegeben habe, denn dieser Anime hat alles was er braucht um bei mir zu punkten, eine packende Story, gut geschriebene Charaktere, brutale aber tolle Action, die einem ausnahmslos nie kalt lässt und wie gesagt ein, zwei kleine Anspielungen auf ältere Animes ähnlicher Art. Zwar ist mit Folge 25, die offiziell letzte Episode heute zu Ende gegangen aber ich bezweifle stark, dass man es dabei belassen wird, dafür ist die Serie jetzt schon einfach viel zu populär, wer das nicht glaubt soll einfach mal den Titel bei tumblr eingeben und sehen was für eine riesige Fanbase sich gebildet hat, weshalb wohl bald eine zweite Staffel folgen wird, zumal der Manga ja wie gesagt weitergeführt wird, einfach Eren bitte ein wenig sympathischer machen und dann gibt’s das nächste mal auch die volle Punktzahl aber wie gesagt ganz grosse Serie…jetzt schon!

Review Rating 9.0

9/10

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3 Responses to “Wir reden über: Shingeki no Kiyojin”


  1. 1 donpozuelo September 30, 2013 um 10:34 am

    Klingt verlockend und sehr interessant. Werde ich mir mal merken!


  1. 1 2. Allgemeine Altpapiersammlung | The Sweet Nonsense Trackback zu Dezember 1, 2013 um 6:44 pm

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