Wir reden über: Pain & Gain

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„My name is Daniel Lugo, and I believe in Fitness“

Michael Bay ist nicht gerade der Regisseur, für den ich sofort ins Kino rennen würde, was vor allem daran liegt, dass seine letzten Filme, welche Zufällig auch die Transformers Filme waren,  alle schlecht bis ziemlich scheisse waren. Daher war ich auch ein bisschen skeptisch als mich Owley gestern Abend in Pain & Gain einlud. Doch es gab ja aber mal auch eine Zeit in der Michael Bay, mit Bad Boys, The Rock oder Armageddon eigentlich ziemlich gute oder zumindest anständige Filme machte und diese Zeit waren die 90er Jahre, weshalb ich dem Film, dann doch eine Chance gab, da die Geschichte dazu auch in diesem Jahrzehnt spielt und die Tatsache, dass ich nicht zahlen musste, half da natürlich auch.

Story:

Daniel Lugo ist ein Self-Made Man, zumindest behauptet er das gern von sich selber, als erfolgreicher Fitnesstrainer hat er es geschafft, seinen Arbeitsort in den Szenetreff zu verwandeln, wo sich die reichen und schönen von Miami treffen. Als er beginnt, den erfolgreichen jüdischen Unternehmer, Victor Kershew zu coachen, sieht er aber sich plötzlich zu mehr berufen und will diesen, zusammen mit zwei Kumpeln aus dem Fitnessstudio, um all sein Vermögen bringen.  Doch die ersten Entführungsversuche scheitern, angesichts immenser Dummheit und Amateurhaftigkeit der Drei. Als sie es dann endlich geschafft haben, dass Kershew ihnen all ihr Geld überschrieben hat, versuchen sie ihn loszuwerden, da er Daniel aufgrund seines aufdringlichen Aftershaves erkannt hat, doch auch dies schafft das Trio dies zuerst nicht durch zu ziehen. Mit dem ergaunerten Geld versuchen sie sich nun ein besseres Leben aufzubauen, doch, da auch ihr letzter Versuch Kershew umzubringen, nicht von Erfolg gekrönt war, und ihnen bald, durch einen übermässig exzessiven Lebensstil, wieder das Geld ausgeht, lassen Probleme natürlich nicht lange auf sich warten.

Stil:

Man kann über Michael Bay oder die 90s sagen was man will aber kommen die beiden zusammen, ist das Resultat meistens ziemlich sehenswert. Zwar wurde der Film nicht in den 90ern gedreht, aber die Tatsache, dass die Handlung während dieser Zeit stattfindet, verleiht dem ganzen diesen typischen Charme den man an 90s Filmen entweder liebt oder hasst und ich habe es definitiv genossen, nur schon allein die Tatsache, dass Coolio’s Ganster’s Paradise, sowohl asl Intro- wie auch der Credit Song verwendet wurde, reichte aus um mir ein grosses Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Dass man hier eine ziemlich tolle Komödie gedreht hat, offenbart sich einem spätestens nachdem Daniel seinen Satz „My name is Daniel Lugo and i believe in Fitness“ zum besten gibt, aber auch sonst schafft es der Film, die ganze Zeit über mich zu unterhalten, zum einen mit der unglaublichen Dummheit and Dont Give A Shit-Ness der Hauptcharaktere die einfach wunderbar mit anzusehen ist aber auch die optischen Gags, trafen bei mir komplett ins Schwarze, besonders wenn es an die Gewalt ging, und gleich danach ein  wieder ein toller Gag folgte, der die Unfähigkeit der Hauptcharaktere unter Beweis stellte.

Charaktere:

Mark Whalberg ist ein toller Schauspieler, wenn er denn das richtige Material hat um damit zu arbeiten, und mein Gott schafft er es hier zu überzeugen, auch wenn ich den Film nur in der deutschen Synchro gesehen habe, kauft man ihm absolut diese Rolle des dümmlichen aber trotzdem komplett von sich eingenommenen Bodybuilders ab, der sich dazu berufen fühlt ein besseres Leben, mit dem Geld von Anderen zu erreichen. Ihm zur Seite steht ein mindestens genauso guter, wenn nicht noch besserer aber auch überaus debiler und naiver Dwayne Johnson, der einfach perfekt in dieser Rolle ist und man ihm einfach nie wirklich böse für seine Taten sein kann, seien sie auch noch so brutal. Auch der Nebencast wurde sorgfältig ausgewählt und so kann man sich an einem wunderbar zynischen Tony „Monk“ Shalhoub als Victor Kershew, Ed Harris als harter Privatdetektiv, Rebel Wilson als Krankenschwester, spezialisiert auf Erketionsstörungen oder Peter Stormare als Penisdoktor freuen

Fazit:

Michael Bay Filme bestechen, durch Explosionen, reichlich zelebrierten Patriotismus, übermässige Gewalt und Action und durch viel viel nackte Haut. Was bei Transformers grösstenteils fehl am Platz war funktioniert hier mehr als wunderbar, auch wenn es überraschenderweise nur gerade etwa zwei Explosionen im ganzen Film gab. Die Story, auch wenn sie auf wahren Gegebenheiten basiert, ist eigentlich ziemlich idiotisch passt aber daher hervorragend ins Beuteschema von Bay, hier kann er all seinen Fetischen freien Lauf lassen ohne, dass dies dem Film in irgendeiner Art und Weise schadet, im Gegenteil dies verleiht dem Film genau den Touch den es braucht um, diese doch eigentlich ziemlich brutale Geschichte in eine gute Komödie zu verwandeln. Zwar wird Transformers: Age of Extinction sicher wieder mehr als nur grosser Mist, obwohl Bay hier ja bewiesen hat, dass durchaus was gutes heraus kommt wenn er mit Marky Mark zusammenarbeitet, aber für den Moment hat sich der gute Herr Bay, sicher einen Stein bei mir im Brett verdient.

Review Rating 8.5

8.5/10

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2 Responses to “Wir reden über: Pain & Gain”


  1. 1 Owley September 21, 2013 um 1:34 pm

    Huch, grad 10/10? Fand den auch klasse, aber 10/10 wär ein bisschen viel. Aber schön, dass du vom Bay-Hasser zum Bay-Nur-Noch-Teilweise-Hasser wurdest.


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