Wir reden über: We’re the Millers

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„This is not a smidge! You’ve got me moving enough weed to kill Willy Nelson, man!“

Was Komödien angeht, war dieses Jahr ja bis jetzt für mich noch nicht sonderlich ergiebig, denn ausser ein paar Fortsetzungen einiger mehr oder weniger erfolgreicher Franchisen wie Hangover, Scary Movie oder Grown Ups und ein paar Billigkomödien wie Identity Thief oder The Heat war das Filmjahr noch nicht sonderlich lustig und auch diese konnten das Publikum nicht im erwarteten Masse zum Lachen bringen. Ich könnte jetzt zwar die ganzen unfreiwilligen Komödien des Jahres wie Mama oder Mortal Instruments: City of Bones dazuzählen aber der Aspekt, dass diese aufs Ganze gesehen witziger waren als die eigentlichen Spassfilme ist dann doch eher traurig als lustig…zumindest für die Macher. Doch mit We’re the Millers, gab es doch noch so ein bisschen Hoffnung, dass man sich wieder mal so ein bisschen herzhaft im Kinosessel amüsieren dürfte.

Story:
David Clarke ist ein kleiner Drogendealer der eigentlich das Leben ziemlich locker nimmt, doch als er von einer Gruppe Jugendliche um als seine Drogenvorräte, Anzahlungen aber auch eigenen Ersparnisse gebracht wird, bekommt er natürlich Panik, dass dies seinem Boss nicht sonderlich gefallen wird. Dieser schlägt ihm jedoch einen Deal vor, eine bestimmte Menge an Cannabis von Mexiko in die USA einzuschleusen, von dem auch Dave reichlich profitieren könnte. Um diesen Plan durchzuführen beschliesst Dave sich eine Fakefamilie zu suchen um so leichter und unbemerkter über die Grenze zurück zu kommen. Mit der Stripperin Rose, der Punkerin Casey und dem etwas sozialscheuen Kenny scheint er auch die Richtigen für diesen Job gefunden zu haben, doch wie so immer wenn es um Drogenschmuggel geht lassen Probleme nicht lange auf sich warten.

Stil:

Auch wenn der Film in den Trailern so ein bisschen nach unter der Gürtellinie Humor aussah, war ich dann doch überrascht, dass man es trotzdem schaffte ein gewisses Niveau zu wahren, zwar gab es dann doch mehr als genügend schmutzige Witze die sich aber alle in einem gewissen Rahmen bewegten und daher doch durchaus vermochten. Daneben waren es dann auch kleinere und Hintergrundgags die plötzlich wie aus dem Nichts auftauchten die mich dann doch auch immer wieder zum lachen bringen konnten. Die Story selbst ist natürlich durch ihren verkrampften Umgang mit Drogen bzw. Marijuana typisch amerikanisch, vermag dann aber doch über weite Strecken gut unterhalten auch wenn das Ende dann fast gar zu schnell und zu vorhersehbar ist.

Charaktere:

Es war dann vor allem der doch sehr ansehnliche Cast, der mich letzten Endes am Schluss dazu bewegte mir den Film direkt im Kino und nicht erst auf DVD anzusehen, wobei da vor allem Emma Roberts und Nick Offerman die wichtigsten sind, doch auch Hauptdarsteller Jason Sudakis machte seine Sache durchaus gut auch wenn ich ihm den lockeren Drogenkurier eigentlich nie wirklich abgekauft habe. Jennifer Aniston hat sich hier wohl mittlerweile endgültig von ihrer Rolle als Rachel in Friends gelöst (auch wenn sie dann doch einmal im Film ziemlich sch(m)erzhaft daran erinnert wurde) und sie doch für ihre 44 Jahre einen ziemlich gut trainierten Körper besitzt, weshalb sie auch als Stripperin eine doch ziemlich gute Figur machte. Ed Helms als Daves Auftraggeber war in dieser Rolle etwa so witzig wie surreal, da er hier eigentlich seinen Part des Andy Bernard aus The Office einfach als Drogenboss spielte. Aber wie schon erwähnt waren vor allem drei Schauspieler wegen den ich mir den Film doch unbedingt ansehen, zu einem Emma Roberts, die mir halt einfach optisch gefällt, der ich aber trotzdem eine sichere Zukunft im Filmgeschäft prophezeie, da sie bis jetzt doch in verhältnismässig Mist mitgespeilt hat, dann Nick Offerman, der ja mittlerweile auch hoffentlich allen nicht Parks and Recreation Fans ein Begriff sein dürfte.

Fazit:

Wer ein über die leichten Plotschwächen und den teils etwas billigen und vorhersehbaren aber dennoch gut platzierten Humor hinweg sehen kann, wird bei dieser Komödie sicher einiges zu lachen haben, natürlich auch weil, wie gesagt, diese Jahr, bis jetzt, nicht gerade mit den besten Vertretern dieser Art gesegnet war aber auch weil die Schauspieler eigentlich einen guten Job machen und man merkt, dass die Beteiligten im Gegensatz zu vielen anderen Komödien später nicht mit Scham darauf zurückblicken müssen.

Review Rating 7.0

7/10

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5 Responses to “Wir reden über: We’re the Millers”


  1. 1 donpozuelo September 12, 2013 um 8:57 am

    Wie ich sehe, machen wir diese Woche Synchron-Reviewing 😉 Die Millers sind bei mir morgen dran. Und ja, ich fand ihn auch nicht schlecht. Schade fand ich nur, dass es halt die meisten guten Gags schon im Trailer zu sehen gab und das es ja eigentlich keine richtige Story gab. Waren ja nur Gags aneinander gereiht.

    Trotzdem war’s irgendwie nett… vor allem dank der Darsteller. Und meine Lieblingsszene bleibt Will Poulters netter kleiner TLC-Rap im Wohnmobil 😀

    • 2 maloney September 12, 2013 um 1:35 pm

      Gibt’s dann am Wochenende bei dir in dem Fall THE CONGRESS? 😉 Stimmt, vor allem die Spinnenszene und der Joke mit der Menge an Marijuana die Dave aus Mexiko holen soll, kannte man ja schon lange aus dem Trailer, trotzdem hab ich mich gut unterhalten und gelacht und das ist bei einer Komödie doch die Hauptsache.

      Mein Highlight war ganz klar die Outtake Szene als man Jenni den Friendssong vorspielte…absolut priceless XD

  2. 5 Owley September 14, 2013 um 7:56 pm

    Welcher gefiel dir jetzt mehr – The Heat oder Identity Thief?


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