Wir reden über: The Mortal Instruments: City of Bones

Review Header 188

„I’m a werewolf, not a Golden Retriever.“

Filme haben meistens einen Unterhaltungswert der oft unabhängig davon ist, ob der Streifen nun gut oder schlecht im eigentlichen Sinne ist, weshalb es ja auch die Redewendung „So schlecht, dass es wieder gut ist“ gibt. Gute Beispiele dafür sind da etwa kitschige 80er und 90er Actionstreifen mit Arnold Schwarzenegger, Nicolas Cage oder auch Jean Claude Van Damme, doch in letzter Zeit konnte man dieses Phänomen vor allem bei Verfilmung von Möchtegern Fantasy Teenie Romanzen wie etwa Twilight, Percy Jackson oder all die sonstigen Nachahmer dieses Genres, auf das nun wirklich niemand gewartet hat, beobachtet. Mit Warm Bodies und Beautiful Creatures durfte ich dieses Jahres schon zwei Filme dieser Art, mir im Kino antun, wobei ich mich wie gesagt eigentlich immer, ab deren lächerlichen Versuchen ernst zu wirken und dabei kläglich zu versagen ziemlich amüsierte, weshalb ich mir natürlich auch The Mortal Instruments – City Of Bones unbedingt ansehen wollte, wie gesagt nicht etwa weil mich die Geschichte oder sonst was interessierte, sondern um mir wieder eine herrlich unfreiwillige witzige Komödie anzusehen.

Story:

Die fünfzehnjährige Clary Fray wird in einen Club Zeugin eines Mordes, der von drei Teenagern mit seltsamen Tattoos und fremdartigen Waffen begangen wird. Doch niemand außer ihr, hat offenbar den Mord beobachtet. Im Club trifft sie auf den mysteriösen Jace Wayland der offenbar aus einer Welt kommt in der Dämonen und Monster Realität sind. Später erfährt Clary zudem noch, dass ihre Mutter Jocelyn vn einem Mann namens Valentin gefangen genommen wurde. Zusammen mit Jacec und ihrem besten Freund Simon macht sich Clary natürlich nun daran ihre Mutter zu retten . Während ihrer Suche erfährt sie die Wahrheit, dass ihre Mutter genau wie Jace, Alec und Isabelle eine Schattenjägerin, also einen Dämonenjägerin ist und keineswegs ohne Grund von Valentin entführt wurde

Stil:

Ich muss zugeben als ich die Story zum ersten Mal hörte, war ich doch ein bisschen aufgeregt und erhoffte mir dann so etwas im Stile von Buffy trifft Harry Potter, doch diese Hoffnungen zerschlugen sich dann, nach der Sichtung der ersten Trailern ziemlich rasch, die mehr als nur deutlich machten, dass man es hier ganz offensichtlich wieder mit einem neuen Twilight Klon zu tun haben wird. Wobei dadurch zwar meine Hoffungen auf einen guten oder zumindest passablen Film zerschlagen wurden, dafür keimte aber dadurch in mir die Hoffnung auf ein stilistisch ähnliches Leinwandmassaker wie bei den Glitzervampiren. Was die Story angeht, hätte diese wohl kaum einfallsloser sein können wobei man einfach mal schnell die wichtigsten Storyelemente von Harry Potter, Star Wars und eben auch Twilight herauskopiert hat und das Ganze zum Schluss noch mit viel Hot Topic Kostümen und aufgemalten Pseudo Runen garniert hat. Wobei man hätte sagen können, wenn der Film als Parodie auf die eben erwähnten Filme gedacht gewesen wäre, hätte man endlich mal wieder eine gute Persiflagen Komödie auf aktuelle Blockbuster gehabt, zudem wirkten auch viele Dialoge und Szenen im Gesamtkontext völlig komisch und surreal haben aber eben war alles dann doch ganz offensichtlich ganz ernst gemeint.

Charaktere:

Nachdem Lily Collins schon in Mirror Mirror ihre nicht vorhanden Schauspielqualitäten sowie ihre überdimensionalen Augenbrauen präsentieren durfte, setzt sie hier gleich nochmals Einen oben drauf, zwar kommt sie noch nicht ganz an Kristen Stewart Verhältnisse heran aber ist sie doch auf einem ziemlich guten Weg dahin, da die gute Miss Collins offenbar etwa genauso viele Gesichtsausdrücke drauf hat wie ihr Vater Abwechslung in seiner Musik. Aber auch ihre männlichen Begleiter, welche mehr als offensichtlich nur in den Film aufgenommen um ein Liebesdreieck zu kreieren, schaffen es auch nicht den Film schauspieltechnisch auf ein akzeptables Niveau zu bringen, wobei man ja eigentlich im restlichen Cast durchaus gute bis grandiose Schauspieler verpflichtet hat, wie etwa Lena Headey (Game of Thrones) Kevin Durand (Lost) Robert Maillet (300) Jared Harris (Sherlock Holmes: A Game of Shadows) oder Jonathan Rhy Meyers (The Tudors) aber auch sie stehen angesichts des einfallslosen Plots und der schlechten Leistungen der Hauptdarsteller auf ziemlich verlorenen Posten da.

Fazit:

Wie gesagt reiht sich der Film nun in die lange Schlange der Twilight Wannabes ein, wobei ich von besagter Franchise ja nur ersten und letzten Teil gesehen habe, welche ich sehr langweilig und sehr dumm gefunden habe, da ist dieser Film mit seinen offensichtlich verzweifelten Ambitionen alle möglichen Fantasyhypes nachzuahmen die weitaus unterhaltsamere Alternative. Aber wie gesagt ist der Film ja durchaus ernst gemeint, was die Sache dann natürlich umso trauriger macht. Wer also endlich mal wieder eine gute Komödie sucht ist hier sicher goldrichtig, doch für grosses Fantasy-Action Kino würde ich da defintiv einen anderen Film empfehlen….Dungeons and Dragons vielleicht? 😉

Review Rating 10

10/10 (Als Komödie)

Review Rating 1.0

1/10 (Als ernst gemeinter Film)

9 Responses to “Wir reden über: The Mortal Instruments: City of Bones”


  1. 1 Sebastian September 10, 2013 um 12:03 am

    Komödien sind auch Filme.

  2. 3 donpozuelo September 10, 2013 um 9:04 am

    Ja, ein weiterer Twilight-Klon. Schrecklich. Das war alles so unsinnig und vor allem viel zu viel auf einmal. Jede Szene irgendeine neue Figur, ein neues Geschehen, ein neues Rätsel… zwischenzeitig hatte ich vergessen, warum diese Mortal Instruments überhaupt so wichtig sind.

    Naja… wer weiß, vielleicht gefällt’s dem Zielpublikum ja besser 😉

    • 4 maloney September 10, 2013 um 4:02 pm

      Stimmt, das ist mir auch ziemlich sauer aufgestossen, zumal ich schon dem Plot nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit entgegen gebracht habe, wie soll ich mich da noch für zig tausend unwichtige Nebenfiguren begeistern. Ich weiss auch bis heute nicht welches die besagten Deathly Hallows…pardon Mortal Instruments überhaupt waren.

      Naja vielleicht ist das Buch besser, sagt man ja von Twilight auch aber mein Interesse galt eh nur der Lächerlichkeit des Films

  3. 7 Sibel September 10, 2013 um 5:19 pm

    Ich fand ihn MEGA! (Finde aber auch Twilight und Warm Bodies toll ^_^)
    Mich freuts sehr das ich eine neue Reihe gefunden habe, worauf ich mich die nächsten Jahre freuen kann. Hab auch schon mit den Büchern angefangen.

    • 8 maloney September 10, 2013 um 6:24 pm

      Ich will deinen Filmgeschmack absolut nicht in Frage stellen aber du kannst mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass du den echt gut fandest geschweige den MEGA? Wie gesagt die Story ist lauwarm aufbereitetes Recyclematerial von fast allen wichtigen Fantasyfranchisen, die Schauspieler sind überwiegend schlecht und die Kostüme und Kulissen billig. Mag sein das die Bücher besser sind aber das geht jetzt aber mal gar nicht^^


  1. 1 Wir reden über: We’re the Millers | The Sweet Nonsense Trackback zu September 11, 2013 um 9:01 pm

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




Aktuell:

Stimmung:
Amerikanisch
Schauen:
Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.
The Legend of Korra - Book 2 : Spirits
The World's End
Hannibal
Shingeki no Kyojin (Attack on Titan)
Hören:
Daft Punk - Random Access Memories
Caravan Palace - Caravan Palace
Lesen:
Homestuck
Spielen:
Flow
Flowers
Journey
Warten auf:
The Hobbit: The Desolation of Smaug
Captain America: The Winter Soldier
Machen:
Something, something,useless!

Wieviel mal geklickt?

  • 448,890 hits

%d Bloggern gefällt das: