Wir reden über: R.I.P.D.

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„Stanley, we’re with the department of health.  We suspect that you might be dead.“

Es gibt viele Gründe warum ich mir einen Film nicht ansehen würde, so zum Beispiel wenn mir der Regisseur nicht gefällt, die Story langweilig oder schlecht aussieht, ein Schauspieler darin mitspielt, denn ich nicht mag oder der Film ganz einfach nach einem schlechten Remake eines bereits erfolgreicheren Films aussieht. Daher hätte ich also allen Grund gehabt, R.I.P.D. zu meiden, denn neben der Tatsachen, dass Ryan Reynolds die Hauptrolle spielt, von dem ich gelinde gesagt nicht der grösste Fan bin, sah der Film auch ziemlich nach einer mehr schlecht als rechten Neuauflage von Men in Black aus, einfach mit dem kleinen Unterschied, dass man die Aliens durch Geister ersetze.

Story:

Nachdem Polizist Nick Walker, aufgrund einer grossen Menge konfiszierten Goldes, von seinem Partner getötet wird, landet er nicht etwa im Himmel oder der Hölle, sondern bei einem Vorstellungsgespräch beim sogenannten R.I.P.D. den „Rest in Peace Departement„, welche ihm aufgrund seiner hervorragenden Leistungen als Polizist, zu seinen Lebzeiten, einen Job anbieten. Nick, der darauf eine Chance wittert seine Frau wieder zu sehen, nimmt dieses Angebot dann auch sofort an. Von nun an besteht sein einziger (Ab)Lebensinhalt darin, jene Seelen einzufangen, die sich dem jüngsten Gericht entziehen. Doch schon bei seinem ersten Fall, muss Nick sich nicht nur mit seinem störrischen Partner Roy auseinandersetzen, sondern auch verhindern, dass das Gefüge des Jenseits nicht fundamental auf den Kopf gestellt wird.

Stil:

Eigentlich hätte ich ja aufgrund, meiner schon in der Einleitung erwähnten Kritikpunkte allen Grund gehabt, den Film völlig zu ignorieren, zumal die Geschichte selbst, dann auch nicht sonderlich innovativ aussah. Dennoch gab ich dem Film gestern dann doch eine Chance und vielleicht lag es daran, dass ich dieses Jahr ja wirklich viel Mist gesehen habe aber der Film schaffte es dann trotzdem mich recht gut zu unterhalten, zwar auf einem verhältnissmässig niedrigen Niveau aber bei einer solchen Ausgangslage, darf man dann auch nicht allzu anspruchsvoll sein. Die Idee, der Undecover Strafverfolgungseinheit ist dann auch nicht wirklich neu, wobei das prominenteste Beispiel, da wie schon erwähnt sicher Men in Black ist, trotzdem störte mich das nicht sonderlich wobei man doch ein paar „eigene“ Ideen einstreute, die aber auch wiederrum von anderswo her geklaut wurden, wie zum Beispiel die Tatsache, dass die Angehörigen einem nach dem Ableben nicht mehr erkennen können, was man ja schon von Dead Like Me her kannte. Bevor ich mich jetzt wieder über die Vorhersehbarkeit und Einfallslosigkeit der Handlung auslasse, sage ich lieber nur soviel, klar war sie alles andere als innovativ und natürlich hat man die Geschichte „Cop wird von Partner getötet und schwört dann an diesem bittere Rache“ schon zig mal vorher gesehen aber was will man von Filmen dieser Art auch gross erwarten? Dafür waren dann die Spezial Effekte und Cinematographie erstaunlich gut und holten dann in schwachen Momenten mehr raus als Ryan Reynolds mit seinen mittelmässigen schauspielerischen Fähigkeiten

Charaktere:

Wie gesagt ich mag Ryan Reynolds nicht, ich find sogar dass alle seine bisherigen Filme mehr als schlecht waren und dass er nicht mehr als ein hübsches Gesicht ist das die Kasse zum klingeln bringt. Zum Glück spielte aber neben Reynolds auch der Dude persönlich eine Hauptrolle und man merkte, dass Jeff Bridges hier einen Heidenspass haben musste, diesen übertrieben, klischierten und mit grossspurigem Akzent beladenen Cowboy Typen zu spielen, der ja nichts anderes als eine Weiterführung seiner Rolle als Rooster Cogburn aus True Grit war. Als Kopf der R.I.P.D. Behörde fungierte dann Mary-Louise Parker, wobei man bei ihrer Rolle nie genau wusste ob sie jetzt die knallharte Polizeichefin mit einem Herz aus Gold spielte oder ob sie wirklich ein solcher Eiszapfen war, obschon sich diese Frage aufgrund der Tatsache, dass sie ebenfalls tot war schnell erübrigte. Wie immer kann man mit Kevin Bacon als Bösewicht nicht viel falsch machen auch wenn seine Spielzeit übers Ganze gesehen doch recht kurz ausfiel und daher natürlich auch viele seiner Handlanger sich den Jenseitscops in den Weg stellten, wobei da Robert Knepper (T-Bag, Prison Break) und Devin Ratray (Home Alone) sicher die prominentesten waren.

Fazit:

Wie gesagt, die ganze Story des Films erinnert ziemlich stark an Men in Black, halt einfach mit dem kleinen Unterschied, dass man die Aliens durch Geister und Tommy Lee Jones, durch Jeff Bridges ersetzt hatte aber im Grunde genommen blieb das Konzept gleich. Ryan Reynold schaffte es zudem auch hier nicht mich davon zu überzeugen, dass er mehr drauf hat als einigen weiblichen Zuschauern, das Herz zum klopfen zu bringen. Wieso also gefiel mir der Film dann trotz all dieser Kritikpunkte dann aber doch verhältnismässig ziemlich gut? Vielleicht ist es die Tatsache, dass ich dieses Jahr viel zu viel Mist gesehen habe und ich mich einfach wieder mal gut unterhalten wollte aber auch Jeff Bridges reisst mit seiner Vorstellung, die teilweise gefährlich nah am lächerlichen vorbei schrammt ziemlich viel wieder raus. Wer also ausser einfachster Popcorn Unterhaltung keine Ansprüche stellt, ist hier ziemlich gut bedient, denn Ryan Reynolds ist hier bei weitem nicht das Hauptaugenmerk.

Review Rating 7.0

7/10

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7 Responses to “Wir reden über: R.I.P.D.”


  1. 1 Nerd Wiki August 31, 2013 um 12:34 pm

    wow … 7 von 10 ?

    der hat auf Rotten Tomatoes 11% bekommen ^^

    ich trau dem Braten nicht… 😉

    • 2 maloney August 31, 2013 um 1:18 pm

      Mir hat es gefallen aber ich kann schon sehen wo die schlechten Kritiken herkommen…aber ich hab mich eigentlich recht gut unterhalten und wenn man Reynolds ignoriert geht das ziemlich gut, von dem her soll sich jeder selbst ein Bild davon machen.

      Btw. wieso landen deine Kommentare eigentlich immer im Spamfilter bei mir? oO

  2. 4 donpozuelo September 2, 2013 um 9:10 am

    Mal jemand, der den Film nicht zerreißt… den „Men in Black“-Gedanken hatte ich auch, weswegen ich immer noch zögere, mir den Film wirklich anzuschauen. Vielleicht irgendwann mal auf DVD 😉

  3. 6 Charles Schnyder September 2, 2013 um 2:27 pm

    „Man muss halt keine Erwartungen stellen und einfach sich nur auf Bridges konzentrieren dann geht es ganz gut^^“

    Naja mit dieser Einstellung habe ich mir Iron Sky reingezogen. Dort hat es geklappt! Aber ich kann ja nicht bei jedem Film mit dieser Einstellung ins Kino aufkreuzen?
    Habe den Film noch nicht gesehen, aber auf einen MIB mit Geistern habe ich momentan eher weniger Lust…

    • 7 maloney September 2, 2013 um 3:09 pm

      Diese Aussage will ich ja auch gar nicht generalisieren aber es geht mir vor allem darum, dass in den Film nicht sooo schlecht gefunden haben, wie die meisten Kritiker, die vor allem auf Reynolds herumhacken, was ja wirklich mehr als zu erwarten war-


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