Wir reden über: Elysium

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„I promise you, one day I’ll take you to Elysium.“

Dieses Jahr hat die Erde im Kino ja nicht wirklich das grosse Los gezogen, denn gleich mehrere Male, geht diese mit wehenden Fahnen unter oder ist bereits untergegangen. So gesehen zum Beispiel in Oblivion, After Earth oder Pacific Rim aber auch der jüngste Film dieser Art, der ebenfalls im Science Fiction Genre ansiedelt ist, beschäftigt sich mit der Problematik einer Distopie. Wobei hier das Konzept ziemlich gut klang aber ich im Vorfeld etwas Zweifel hatte ob dann die Umsetzung von Elysium klappen könnte.

Story:

Im Jahr 2154 besteht die Menschheit aus einem Zweiklassensystem. Diejenigen die Glück haben, leben auf Elysium welches im Grunde genommen Beverly Hills als stationäre Raumstation ist. Die, die aber Pech haben sind auf der Erde geboren, welche Verschmutz überbevölkert und auch sonst in einem ziemlich schlechten Zustand ist. Max Da Costa, der eben auf jener wohnt, trämut schon seit seiner Kindheit nach Elysium zu kommen. Als er bei der Arbeit aber mit einen tödlichen Strahlendosis in Kontakt kommt, bleiben ihm noch 5 Tage um dieses Ziel zu erreichen, auch deshalb weil es auf Elysium, dank spezieller Technik keine Krankheiten oder Tote gibt. Darum ist ihm jedes Mittel um dorthin zu kommen und so nimmt er einen Auftrag an, dem CEO seiner Firma, wichtige Informations-Daten zu entwenden, wobei ihm vorher aber noch schnell ein Roboter Ekto-Skelett angeschraubt wird. Doch als Max diese beschafft hat, merkt es das es nun um viel mehr als nur sein Leben zu retten.

Stil:

Wieder mal ist die Welt so ziemlich am Arsch, wobei mir hier, wie gesagt, das Konzept der Zweitklassengesellschaft ziemlich gut gefiel. Die Idee das Reichenghetto nicht nur in einen abgeschlossenen Teil der Welt, sondern gleich direkt weg von der Erde zu platzieren, fand ich äusserst originell, wobei es dann fast ein wenig schade war, dass man in Enddeffekt nicht mehr davon sah, ausser ein paar Landschaftsausfnahmen und dem Endkampf, der aber widerrum in einer Fabrikanlage statt fand. Optisch macht der Film dennoch sehr viel her, denn von der Erde sieht man im Gegesatz zu Elysium ziemlich viel (welche Ironie?), zwar sieht Los Angeles auch schon heute nicht viel anders aus, zumindest die Vorote, aber dennoch ist diese komplett verslumte Welt, ziemlich innovativ designt worden und so sieht man zum Beispiel Wohnbaracken die auf Wolkenkratzen gebaut wurden. Was die Action angeht schreckte man auch nicht davor zurück mehr als nur ein bisschen Blut zu zeigen und so sieht man zum Beispiel völlig unzensiert wie jemanden das Gesicht explodiert und dannn wieder durch Nanotechnologie zusammengesetzt wird. Die Story selbst ist dann aber ziemlich vorhesehbar, besonders wenn es gegen Ende zugeht und es so gut wie keine wirklichen Wendungen gibt, bis auf Max Verstrahlung und sein danach erhaltenes Ektoskelett, dennoch hab ich mich torztdem eigentlich den ganzen Film über ziemlich gut unterhalten.

Charaktere:

Eigentlich könnte ich ja ziemlich wütend sein, denn anstelle von Matt Damon, hatte man die Rolle des Max zuerst Rapper Eminem angeboten, was ich ehrlich gesagt ziemlichst awesome gefunden hätte, dennoch ist auch Matt Damon in dieser Rolle ziemlich gut und spielt sozusagen einen kahlköpfigen, Roboter Anzug tragenden Jason Bourne der Zukunft, wobei er durchaus auch Sympathien bei mir wecken konnte. Zwar nicht direkte Gegenspieler aber dennoch nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht, waren dann Jodie Foster in  der Rolle der Verteidigungsministerin von Elysium und Wiliam Fitchner als CEO von Max’s Firma, und beide diesen Part ziemlich gut spielen, wobei das schon zweite Mal innerhalb kürzester Zeit war, dass ich Fitchner in der Rolle eines Gegenspielers sah. Doch der eigentlich Star der Films ist Sharlto Copley (District 9, The A-Team) als der sadistisch-verrückte Schläfer Agent Kruger, der nur schon allein durch Copleys Akzent einfach jedem die Schau stiehlt aber auch sonst gibt diesen einen herrlichen Bösewicht ab.

Fazit:

Elysium kommt zwar nicht, ganz an die blitzblank polierte Esthetik von Oblivion heran, dennoch gefiel mir der viel im Vergleich zu den momentanen Kritiken die er erntet überraschend unterhaltend. Die Story ist zwar einfach erfüllt aber ihren Zweck und konnte verlor erst am Schluss ihren Schwung. Zwar hätte ich wie gesagt gerne Marshall Mathers aka Slim Shady aka Eminem in der rolle des Max gesehehn aber auch Damon liefert eine solide Performance ab.  Das Highlight ist aber ohne Zweifel dann Copleys Kruger und ich möchte diesen Mann biete in Zukunft gerne in noch mehr Rollen sehen, vielen Dank und jetzt ab ins Elysium!

Review Rating 7.0

7/10

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8 Responses to “Wir reden über: Elysium”


  1. 1 Elondras August 20, 2013 um 9:45 pm

    Gutes Review und ich finde dass dieses Thema mit Zweiklassengesellschaft eigentlich gar nicht so schlecht gewählt ist wenn man sich die heutige Situation und die aufgehende Lohnschere ansieht. Allerdings nimmt mi

    Und was ist die Moral des Films:
    „Capitalism is bad, Communism is good“

    Well.. at least in the Movie

    • 2 maloney August 20, 2013 um 9:57 pm

      Danke dir Schatzi^^

      Stimmt es ist wie bei District 9 (das ja vom selben Regisseur ist) ein aktuelles Thema auf die Spitze getrieben. Dennoch bin und bleide ich ein Befürworter des Kapitalismus, im Gegensatz zum Kommunismus funktioniert dieser nämlich (meistens), der Wohlstand der westlichen Welt basiert ja auch auf diesem System nur sollte es halt eben nicht auf dem Rücken der dritten Welt stattfinden :/

  2. 3 donpozuelo August 21, 2013 um 9:09 am

    Mir waren da echt zu viele Story-Patzer drin als das mich das hätte fesseln können. Die Idee an sich ist ja ganz in Ordnung gewesen, aber war doch recht unausgereift. Für mich war’s echt eine weitere traurige Enttäuschung in diesem Film-Sommer.

    • 4 maloney August 21, 2013 um 6:39 pm

      So richtig gefesselt hat mich das Ganze auch nicht aber ich bleibe, dabei, dass ich mich sehr gut unterhalten habe, was vor allem wie gesagt Krueger zu verdanken ist aber ich stimme mit dir absolut überein, dass der Film Fehler hatte, nur erwartete ich mir auch nichts davon, deshalb war es ok.

  3. 5 Jan August 21, 2013 um 11:00 am

    Ich bleibe weiterhin dabei, dass die Grundidee aller Ehren wert ist, die Umsetzung dann aber katastrophal daneben geht, sobald der Film älter als eine halbe Stunde wird. Denn dann entwickelt sich ELYSIUM immer mehr zum reinen Actionfilm und bringt die fast schon herumschwirrenden Fäden noch einmal im Finale zusammen – das ist einfach schade mitanzusehen…

    Das soll jetzt nicht danach klingen, dass mir nur noch Filme gefallen, die in irgendeiner Form in die Tiefe gehen. Aber wenn ein Drehbuch mit einer so ernsthaften und wichtigen Thematik aufwartet und sie so prominent umsetzt, dann muss er verdammt noch einmal auch gewissenhaft mit seinem Thema umgehen.

    • 6 maloney August 21, 2013 um 6:42 pm

      Stimmt die Idee war, doch man hätte sicher mehr herausholen könne, besonders wenn man District 9 kennt, doch ich fand ich jetzt nicht so schlecht, dass ich ihm jetzt Vorwerfe ein schlechter Film im unterhalterischen Sinne zu sein.

  4. 7 Laurent August 21, 2013 um 9:31 pm

    Sehr guter Film auch wenn mir (zum geschriebenen bezoge) Oblivion etwas besser gefiel


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