Wir reden über: Kick-Ass

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„With no power, comes no responsibility. Except, *that* wasn’t true.“

Superheldenfilme haben wir ja mittlerweile mehr als genug, doch nachdem mittlerweile alles Wichtige verfilmt worden war, folgte für kurze Zeit eine Welle der Ernüchterung und die Frage was jetzt? Die Antwort darauf, lautete ganz einfach Selfmade Superhelden! Klar ist  auch Batman im Grunde genommen kein richtiger Superheld aber wir reden hier von wirklich normalen Menschen ohne jegliche unendlichen finanziellen Mittel, Leute wie du und ich halt. Mittlerweile gibt’s ja aber auch von diesem Subgenre genügend Vertreter, so zum Beispiel Super oder Defendor, doch der Film der eigentlich alles ins Rollen gebracht hat, war kurz und knapp Kick-Ass!

Story:

Dave ist ein ziemlich gewöhnlicher Teenager, so gewöhnlich, dass er in der Schule nur mit den Loosern abhängt, von den Mädchen nicht beachtet wird und immer pünktlich nach der Schule ausgeraubt wird. Doch eines Tages beschliesst Dave, aufgrund seiner grossen Liebe zu Comics, selbst zu einem Superhelden zu werden, bestellt sich daraufhin kurzerhand im Internet ein grünen Ganzkörperanzug und nennt sich von nun an Kick-Ass. Bei seinem ersten Versuch einen Autoeinbruch zu verhindern, wird er aber zuerst einmal krankenhausreif geschlagen. Doch so schnell gibt Dave nicht auf und sein zweiter Anlauf Gerechtigkeit zu verbreiten und eine Schlägerei zu verhindern, wird gleich von mehreren Personen per Handy gefilmt und ins Netzt gestellt, wo Kick-Ass sofort zum Internetphänomen wird. Kurz darauf werden Big Daddy und Hit Girl auf Kick-Ass aufmerksam, die ebenfalls als Superhelden tätig sind. Gemeinsam mit Kick-Ass möchten die drei nun das Treiben des Mafia Bosses Frank D’Amico in ihrer Stadt das Handwerk legen.

Stil:

Wie der Comic auf dem die ganze Geschichte basiert, spart auch der Film nicht an Gewaltszenen und Kraftausdrücken, das mag sicher viele abschrecken aber genau das machte für mich den Charme des Filmes aus, welcher dadurch ein bisschen so wirkt als ob Quentin Tarantino hier seine eigene Version eines Superheldenfilms gedreht hat, obschon ja Matthew Vaughn auf dem Regiestuhl sass. Wenn man sich dann aber die brutalen Szenen ein wenig genauer anschaut, fällt auf, dass erstens im Gegensatz zum Comic sehr viel zensiert wurde und zweitens wenn das Blut, dann mal spritzt, dies auch ziemlich übertrieben und fast komödiantisch wirkt zudem sind die meisten krassen Szenen mit Musik unterlegt, die völlig deplatziert wirkt und dadurch die Gewalt dadurch, zumindest vom Gesamteindruck her, ziemlich abgeschwächt und  teilweise, sogar wie schon erwähnt ziemlich witzig wirkt. Daneben ist der Film aber auch ganz offensichtlich eine Parodie von bisherigen Superheldenfilmen, wobei dies schon durch all das Gefluche und die Erwähnung von bekannten, aber  in dieser Welt ebenfalls fiktiven Helden, wie Spiderman, Batman oder Wolverine klar wird.

Charaktere:

Auch wenn Aaron Johnson nicht wie Kick-Ass aus den Comics aussieht, zumindest sein nicht-maskiertes Ich, gefiel er mir doch erstaunlich gut, zumal er auch die nötige Geekigkeit und Unsicherheit ziemlich gut rübergebracht hat, man merkt, dass er ein Superhelds ein möchte aber seine körperliche und mentale Verfassung ihn häufig daran Zweifeln lassen. Die Teenie-Romanze mit Lyndsy Fonseca war zwar nicht wirklich nötig störte mich aber auch nicht gross, da die Story dadurch nie gross aufgehalten wird.  Dennoch ist es nicht Johnson als Hauptcharakter der mit seiner Performance im Zentrum des Films steht, sondern die damalige Newcomerin Chloë Moretz als Hit Girl. Als der Film gedreht wurde, war sie ja gerademal 13 und schaffte es trotzdem mit ihrer Vorstellung so ziemlich jeden, teilweise sogar sprichwörtlich, an die Wand zu spielen auch wenn man den Machern jetzt vorwerfen könnte, mit all den Kraftausdrücken, die Mindy im Film über die Lippen gehen, nicht gerade die beste Rolle für ein Kind geschaffen zu haben, doch wie gesagt wenn man den Comic möglichst genau umsetzen will, musste man halt so etwas in Kauf nehmen, zumal Hit Girl in den Comics ja noch weitaus brutaler agiert. Als ihr Mentor fungiert dabei Big Daddy, der von unserem aller All-Time Favourite Nicholas Cage verkörpert wird, der ja zur damaligen Zeit eine Rolle nach dem anderen annehmen musste, doch hier merkte man, dass er wirklich Spass beim schauspielern gehabt haben muss, denn wie anders kann man es sich erklären, dass er während er sein Superheldenkostüm trug, eine Stimme imitierte die so ziemlich ähnlich wie die von Adam West klang. Als Gegenspieler fungierten Mark Strong in der Rolle des, wie könnte es anders sein, Mafiabosses Frank D’Amico und Christopher „McLovin“ Mintz-Plasse als dessen Sohn Chris der sich später ebenfalls eine Superhelden-Identität als Red Mist zulegt.

Fazit:

Wer Superhelden oder besser gesagt Superheldenparodien mag, kommt hier sicherlich voll und ganz auf seine Kosten, vorausgesetzt man ist nicht allzu zimperlich wenn es darum geht, ein in paar Gewaltszenen zu ertragen, obschon diese ja wie bereits erwähnt durch diverse Stilmittel auch ein wenig abgeschwächt wurden. Der Gesamtcast gefiel mir eigentlich Ausnahmslos sehr gut, wobei da Hit Girl wohl am meisten heraussticht. Dass der Film, damals, genau den Nerv der Zeit traf und so eine Überraschungserfolg wurde, ist für mich ganz klar, den verschiedenen teils ziemlich parodistischen Anspielungen auf andere Superhelden und Comicelemente zuzuschreiben, die zur damaligen Zeit ja sehr populär waren. Ob der zweite Film an diesen Erfolg anknüpfen kann, bleibt abzuwarten, dennoch ist der grösste Pluspunkt sicher, dass ich mich auf ein Wiedersehen mit Hit Girl freuen kann.

Review Rating 8.5

8.5/10

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4 Responses to “Wir reden über: Kick-Ass”


  1. 1 vEnoMaZn August 15, 2013 um 9:30 am

    kick-ass ist eine richtige bombe, guter mann

  2. 2 Nummer Neun August 15, 2013 um 10:04 am

    Toller Film, bin sehr auf die Fortsetzung gespannt!

  3. 3 maloney August 15, 2013 um 10:39 am

    @vEno: Meinst du jetzt Kick-Ass selber oder Regisseur Vaughn?
    @Nummer Neun: Nicht nur du 😉


  1. 1 Wir reden über: Kick-Ass 2 | The Sweet Nonsense Trackback zu August 16, 2013 um 1:12 pm

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