Wir reden über: Teenage Mutant Ninja Turtles (2012)

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„You are ninjas. You work in the shadows, in secret. This becomes difficult if there is proof of your existence in high definition!“

Ich habe es in meinem Review zum Teenage Mutant Ninja Turtles Film ja schon mal gesagt, eigentlich ist das Konzept der Serie um die vier Ninja Schildkröten ziemlich abstrus, doch wie jedes anständige 90s Kid hab ich natürlich auch immer eingeschaltet, wenn die grünen Kampfsportkröten, mal wieder dem bösen Shredder eins auf Dach gegeben haben. Das die vier Mutanten mittlerweile Kultstatus geniessen, ist ja hoffentlich allen bekannt, weshalb es dann auch nicht bei der einen Serie blieb, und die Mutanten schon in vier Kinofilmen mitspielten und zahlreiche Auftritte in Videospielen hatten aber auch weitere Fernsehsendungen liessen nicht lange auf sich warten. Da wäre zum einen sicher, die ziemlich von Animes inspirierte Serie aus dem Jahr 2003, doch heute reden wir über die jüngste Inkarnation der Martial Arts Reptilien, welche letztes Jahr auf Nickelodeon Premiere feierte

Story:

In der Kanalisation von New York, lebt gut versteckt, der Ninjameister Splinter mit seinen Schülern Leonardo, Raphael, Donatello und Michaelangelo, die er auch als seine Söhne betrachtet, wobei noch zu erwähnen wäre, dass es sich bei ihnen allen um Mutanten handelt, Splinter ist eine grosse Ratte, während Leo und Co. alles Schildkröten im Teenageralter sind. Als bei einem nächtlichen Ausflug die vier Brüder Zeuge einer Entführung werden nutzen sie ihre Ninjafähigkeiten um diese zu verhindern, jedoch können sie nur eines der Opfer, die Tochter April retten, während ihr Vater von den sogenannten Kraangs, ausserirdischen Robotern, entführt wird. Von da an tauchen aber immer weitere Bedrohung für die Turtles in der Stadt auf, denen sie sich entgegenstellen müssen, wobei die grösste Bedrohung sicher die Kraangs aber auch Meister Splinters alter Weggefährte Oroku Saki alias Shredder ist, der an diesem grausame Rache für einen angeblichen Verrat geschworen hat.

Stil:

Auch wenn es sich um die bereits dritte Serienadaption der vier Mutantenreptilien handelt, hat man sich doch immer noch ziemlich genau an deren ursprüngliche Origin-Story gehalten. So wurden die vier Schildkröten durch ein Mutagen (hier wie im zweiten Kinofilm auch „Ooze“ genannt) zu humanoiden Mutanten und sie wurden von ihren Meister Splinter in der Kanalisation im Ninjutsu unterrichtet und nach den grossen Künstlern der Renaissance benannt, wobei Splinter wie auch in den vergangen Fernsehserien entgegen den Comics, Hamato Yoshi selbst und nicht dessen Haustier ist. Doch hier hören, dann die Gemeinsamkeiten, auch schnell auf, denn es gibt doch wesentliche Neuerungen die dem eingefleischten Turtlefan sofort auffallen, wichtigste Änderung ist sicher die Rolle der April, die hier nicht etwa eine aufstrebende Reporterin, sondern im Teenageralter ist, doch mehr zu ihr später. Ebenfalls neu ist, dass man anstatt auf traditionelle Animation diesmal auf 3D Computer Animation setzte, wobei ich mich zuerst durch die Promobilder etwas abgeschreckt fühlte, doch der Stil, der eigentlich ziemlich liebevoll gemacht ist, mir sehr schnell ans Herz wuchs, zumal so auch Hintergründe und die Umgebung viel realistischer präsentiert wurde ohne, dass es irgendwie gross künstlich wirkte.

Charaktere:

Das Wichtigste an einer Turltes Seire sind, wie könnte es anders sein die Turltes selbst, wobei natürlich ihre Qualität ohne Zweifel, mit den dafür verpflichteten Synchronsprechern steht und fällt und ich muss wirklich sagen hier hat man echt ein paar Glückstreffer gelandet. Zuerst einmal wäre da sicher Leonardo, der von allen wahrscheinlich am meisten um seine Ninja-Ehre besorgt ist aber auch die Rolle des Anführers einnimmt, mit Jason Biggs, den einige sicher noch als Apfelkuchenrammler aus American Pie kennen, hat man dann einen ziemlich guten Sprecher gefunden, der sowohl Ernsthaftigkeit als auch Humor gut kombinieren kann und das obschon man immer mal wieder sieht wie viel Druck auf dem Charakter zwischendurch lastet. Als auf den ersten Blick, ziemlich ungewöhnliche Wahl wurde Sean Astin, seines Zeichens Samweis Gamdschie aus den The Lord of the Rings Filmen, als Draufgänger Raphael gecastet, doch wer jetzt denkt, dass dieser hier eine ähnliche Performance abliefert täuscht sich gewaltig, denn Astins Stimme passt wirklich wunderbar auf den Charakter und seine rebellische Art wird dadurch sehr schön unterstrichen. Für Donatello verpflichtete man jemanden der schon in der ersten Turltes Serie dabei war und zwar Rob Paulsen (Yakko, The Animanicas) der damals den Raphael sprach aber hier ziemlich gut auf den jetzt noch geekigeren, Technikfreak passt. Aber am passendsten für mich ist sicher Creg Cipes (Beast Boy, Teen Titans) in der Rolle als Michaelangelo, die wirklich ziemlich gut auf den Partyturtle passt, obwohl viele Fans angemerkt haben, dass dieser fast zu sehr das Comic Relief ist, was mich aber dann kaum störte. Als April konnte man die sicher bei vielen Avatar und Scott Pilgrim Fans bekannte, Mae Whitman gewinnen, was für mich sicher auch ein grosser Pluspunkt war, zumal man sie hier auch wirklich aktiv in die Story einband und sie nicht immer nur die Jungfrau in Nöten spielen musste, die von den Turtles gerettet werden musste. Shredder ist natürlich nach wie vor auch hier der wichtigste Gegenspieler, wobei er hier um einiges düsterer und grausamer dargestellt wurde, zumal man ihm diesmal noch ein entstelltes Gesicht à la Darth Vader gab, was ich sehr clever fand, da er so wirklich einen Grund hatte seine berühmte Samurai Maske zu tragen. Als weitere Bösewichte tauchen unter anderem, die wie schon erwähnten Kraang auf, die auch hier um einiges gefährlicher sind als es noch in 80er Serie der Fall war oder aber auch Baxter Stockman, Shredders Ziehtochter Karai oder der Rattenkönig, in seiner bisher gruseligsten haben ihre Auftritte.

Fazit:

Es gab viel Skepsis, bevor die Serie Premiere feierte, ob es sich überhaupt lohnen würde eine weitere Adaption der Turltes zu produzieren, doch spätestens nach der ersten Folge sind, zumindest für mich diese Zweifel schnell verflogen. Die Serie ist ganz im Sinne der alten Show ein toller Samstagmorgen-Cartoon (auch wenn ich mir das Ganz ja meistens erst am Sonntag ansehe), der Humor, Action aber auch ernste Themen gekonnt verbindet und es dabei  auch zwischendurch schafft noch eine pädagogisch wertvolle Botschaft zu platzieren. Das Design der Charaktere, ist wie schon erwähnt sympathisch und auch die Geschichten sind kurzweilig und keine der Episoden fühlte sich bisher unnötig oder wie Filler an. Für Neueinsteiger ist diese Serie genau das Richtige um sich mit den Turtles vertraut zu machen und wenn man den Nostalgiewert der alten Serie ausser Acht lässt muss ich fast sagen, dass dies für mich die bisher beste Turtles-Show ist.

Review Rating 8.0

8/10

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3 Responses to “Wir reden über: Teenage Mutant Ninja Turtles (2012)”


  1. 1 Julian August 12, 2013 um 10:52 pm

    Es gibt sogar vier Turtlesfilme: Turtles, Secret Of the Ooze, Turtles III (mit Zeitreisethematik) und der grottige Animationsfilm. Ich werde die Serie mal im Auge behalten, mochte die alte wirklich gern.

    • 2 maloney August 12, 2013 um 10:57 pm

      Stimmt, den Animationsfilm hab ich ganz vergessen obwohl ich den eigentlich gar nicht so schlecht fand, Patrick Stewart, Sarah Michelle Gellar und Mako (Iron: Avatar, Akku: Samurai Jack) hatten ja darin Sprechrollen


  1. 1 2. Allgemeine Altpapiersammlung | The Sweet Nonsense Trackback zu Dezember 1, 2013 um 6:44 pm

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