Wir reden über: The Wolverine

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„Eternity can be a curse. The losses you have had to suffer… a man can run out of things to care for, lose his purpose.“

Es ist normal, dass ein erfolgreicher Film meistens eine Fortsetzung bekommt, besonders wenn es sich bei diesem um eine Comicverfilmung handelt, das sehen wir ja momentan zu genüge vor allem im Marvel Cinematic Universe. Doch auch die X-Men können mittlerweile auf eine, für eine Filmreihe ziemlich beeindruckende Anzahl Fortsetzungen zurückblicken, wovon einige ziemlich gut, wie zum Beispiel X-Men oder X-Men: First Class und andere wiederum eher weniger gut waren, so gesehen bei X-Men: The Last Stand oder aber auch XMen Origins: Wolverine. Gerade Letzterer gilt als (bisher) schlechtester Teil der Reihe und es war lange Zeit unklar ob Logan überhaupt nochmal seinen eigenen Film bekommt. Doch als dann James Mangold als Regisseur von The Wolverine angekündigt wurde, schöpfte ich dann doch wieder ein wenig Hoffnung, dass dieser doch einigermassen gut werden könnte.

Story:

Nachdem Logan auch bekannt als der Wolverine nach dem Tod seiner grossen Liebe Jean Grey, sich in die Einsamkeit in die kanadischen Bergen zurückgezogen hat, plagen ihn trotzdem noch ständig seine inneren Dämonen in Form von Visionen über Jean. Als aber Yukio, eine Beauftragte eines alten Freundes von Logan, auftaucht und ihn um ein Treffen mit diesem in Tokio bietet kann Logan einfach nicht ablehnen. In Japan angekommen, bietet dieser Logan vom Sterbebett aus an ihn von seinen Kräften zu „befreien“ und sie für sich zu nutzen, so dass Logan endlich ein normales Leben führen könne. Logan weist dieses Angebot aber sofort zurück, mit der Begründung, dass diese Kräfte für jeden nur einen Fluch darstellen. Als er aber in der darauffolgenden Nacht von einer unbekannten Mutantin angegriffen wird, sind seine Regenerationskräfte daraufhin trotzdem plötzlich nicht mehr vorhanden und Logan muss nun, wie jeder gewöhnliche Mensch oder in seinem Falle Mutant, lernen mit Schmerzen und dem Tod umzugehen.

Stil:

Es war klar, dass man nach dem ersten reinen Wolverine Film eine komplette Richtungsänderung vornehmen musste, da damals einfach viel zu viel schief gelaufen ist. Die ersten zwei grossen Änderungen die einem sofort auffallen, sind sicher die Handlung selbst die nun fast komplett in Japan stattfindet und dann auch voll und ganz von dessen Ambiente profitieren kann und der zweite und wichtigere Punkt, ist die, ausser natürlich Logan, (beinahe) komplette Abwesenheit von jeglichen anderen Mutanten die ja im ersten Teil wirklich teilweise nur da waren, damit man wieder ein paar neue Actionfiguren für das Film Merchandising herstellen konnte. Dies kommt dann dem Film selber auch mächtig zugute, da man sich jetzt voll und ganz auf Logan selbst konzentrieren konnte, wobei die Geschichte sowieso mit dem ganzen Japanflair wie ein solides und modernes Samurai-Epos wirkt. Dennoch ist auch dieser Film nicht ganz ohne Schwächen, die vor allem gegen Ende auftreten, so war der Endkampf, dann verglichen mit den vielen Wendungen im Film ziemlich schnell vorbei und wirkte dabei fast ein wenig gehetzt, zumal ich den Gegenspieler an sich auch nicht besonders beängstigend fand.

Charaktere:

Der Film spielt zeitlich nach dem dritten X-Men Film, X-Men: The Last Stand, weshalb man Logan auch genug Raum liess um über seinen grössten Verlust aus diesem, namentlich Jean Grey, zu trauern, wobei diese ihn, wie schon erwähnt, immer wieder als körperliche Erinnerung heimsucht. Hugh Jackman spielt den Logan nun schon zum bereits sechsten Mal, von dem her kann man ihm natürlich überhaupt keinen Vorwurf an seiner Performance machen, im Gegenteil er spielt ihn durch seine plötzliche Verletzlichkeit besser als je zuvor, was auch wieder ien grosser Pluspunkt des Films ist. Des weiteren fällt auf, dass man ausser Hugh Jackman und Famke Janssen eigentlich keinerlei grosse oder zumindest bekannte (westliche) Namen castete, was ich wiederrum sehr sympathisch fand, da man sich so erstens voll und ganz auf Logan konzentrieren konnte aber auch so jungen japanischen bzw. asiatischen Schauspielern eine Plattform ins Hollywoodkino bieten konnte.

Fazit:

Der Film gehört sicher nicht zu den allerbesten Superheldenfilmen aber ich muss zugeben, er gefiel mir doch erstaunlich gut, vor allem wenn man seine Vorgeschichte betrachtet. Es gibt weder langweilige und/oder billig animierte Actionszenen noch werden bekannte und beliebte Mutanten aus den Comics durch den Dreck gezogen (ihr wisst von was ich rede), dafür wird hier genau das getan was schon im ersten Teil hätte getan werden sollen, nämlich sich auf Logan und seine inneren und manchmal auch äusseren Dämonen zu konzentrieren. Wie gesagt ist der Film nicht komplett perfekt aber sicher auf jedem Fall besser als der Vorgänger und noch viel wichtiger auch um einiges besser als die meisten grossen Blockbuster die ich in letzter Zeit gesehen habe. Das ist sicher ein grosser Schritt in Richtung Wolverine Film den man sich gewünscht hat, denn was will man mehr als Logan der gegen die Yakuza und FUCKING Ninjas kämpft?

Review Rating 7.0

7/10

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2 Responses to “Wir reden über: The Wolverine”


  1. 1 donpozuelo August 12, 2013 um 10:03 am

    Irgendwie hätte ich mir da schon mehr gewünscht. Vor allem etwas mehr Action. Wenn ich eigentlich ganz, ganz ehrlich sein soll, wünsche ich mir einfach nur endlich mal einen R-Rated Wolverine-Film, der der Figur wirklich mal gerecht wird. Ich muss ja echt gestehen, dass mich „The Wolverine“ ziemlich gelangweilt und die Action auch echt ziemlich lahm ausgesehen hat. Von Ninjas hatte ich mir dann doch ein bisschen mehr erhofft als nur die doofen Salti, mit denen sie durchs Bild springen.

    • 2 maloney August 12, 2013 um 11:11 am

      Klar es hätte besser gemacht werden können aber für das was er ist und im Vergleich zu Origins hat er mir doch noch gefallen, zudem ist der Directors Cut ziemlich nahe an einem R wie ich gehört habe.


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