Wir reden über: Gravity Falls

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„I have never met anyone like you. – Me too. Except for a zombie, a gnome, and a couple of cute vampires. – I don’t remember the vampires. I don’t tell you everything!“

Disneyanimationsserien sind ja meistens von besonderer Qualität und unterscheiden sich ja oft ziemlich stark von üblichen „Disneystil“, es sei denn es handelt sich um eine direkte Weiterführung der Kinofilme, wie es zum Beispiel bei  Alladin, Hercules oder Tarzan der Fall war. Doch selbst wenn man an eine Disneyserie denkt kommen einen nicht unbedingt die Wörter „Mystery“ oder „Horror“ in den Sinn, doch genau diese Elemente und noch ein paar mehr, vereint Gravity Falls gekonnt unter einem Hut und schafft es dabei besser zu sein als viele andere Animationsserien die letztes Jahr Premiere feierten und dabei noch ernstere Themen behandelten

Story:

Die Zwillinge Dipper und Mabel Pines werden von ihren Eltern über die Sommerferien zu ihrem Grossonkel Stan nach Gravity Falls in Oregon geschickt um dort ein wenig frische Luft zu tanken. Dieser betreibt dort eine billige Touristenfalle, gennant „Mystery Shack“ wo er allerlei Kuriositäten ausstellt um gutgläubigen Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dort findet dann Dipper auch per Zufall ein mysteriöses Buch, das mit allerlei geheimnissvollen Information vollgeschrieben ist. Von da an, müssen sich Dipper und Mabel mit allerlei mythischen und/oder kuriosen Kreaturen und Ereignissen herumschlagen, die ihnen das Leben schwer machen oder zumindest für die ein oder andere problematische Situiation sorgen.

Stil:

Zwar könnte man am Zeichenstil schon ein wenig erkennen, dass man es hier mit einer Disneyserie zu tun hat, dennoch unterscheidet sich dieser, trotz seiner Putzigkeit von vielem was der Mickeykonzern bisher hervorgebracht hat. Zu allererst natürlich durch das Hauptthema, dass sich vor allem um Mysterien und Geheimnisse dreht, die ähnlich wie die grossen Mysterserien Handlungselemente aufweisen, die nur kurz auftauchen und erst in späteren Episoden oder bis jetzt noch gar nicht aufgeklärt werden. Bei der Auswahl der einzelen Episoden, griff man auch auf eine Vielzahl von verschiedenen mythologischen und/oder popkulturellen Figuren zurück, die man dann selber noch ein bisschen für die Serie zurechtstutze. So erwachen zum Beispiel in einer Folge Videospielfiguren à la Street Fighter zum Leben, in einer anderen laufen Halloweensüssigkeiten Amok, die im Aussehen ziemlich stark an die Figur des Ohngesichts aus Chihiros Reise ins Zauberland erinnern und wieder in einer anderen Episode freundet sich Dipper mit den sogenannten „Manotaurs“ an.  Aber auch der Humor ist teilweise doch um einiges erwachsener als das man sich bisher von Disney gewöhnt ist und fast ein wenig an die „netteren“ Family Guy- oder Simpsons-Witze erinnern.

Charaktere:

Das Charakterdesign an sich gefiell mir schon mal ziemlich gut aber die Charakter der Figuren selbst, sind sicherlich das was mich dann dazu gebracht hat diese Serie so sehr zu lieben wie ich das jetzt tue! Als erstes wäre da sicher natürlich Mabel zu erwähnen, die in ihrer beinahe an Autismus grenzenden Art, einfach so verdammt liebenswert und lustig ist, dass man  einfach nicht anders kann als sie in Herz zu schliessen, wobei dies natürlich vor allem ihrer Synchronsprecherin Kirsten Schaal (Louis, Bob’s Burger) zu verdanken ist, die meiner Meinung einfach eine der genialsten Stimmen hat die man momentan für die Synchronsprecherei verpflichten kann, wobei sie sich dabei gar nicht gross verstellen muss. Dipper, gepsrochen von Jason Riotter (Kevin Girardi, Joan of Arcadia) ist dann im Vergleich zu Mabel der ziemlich ruhige Pol und tritt meistens  als Stimme der Vernunft auf, wobei auch er meistens ziemlich schnell über Probleme stolpert vor allem wenn es diese mit seinem Schwarm Wendy, (Stimme: Linda Cardellini, Scooby Doo, Brokeback Mountain, Super) zusammenhängen, die als Aushilfe in der Mystery Shack arbeitet aber ein paar Jahre älter als Dipper ist und daher nicht unbedingt in dessen Kragenweite liegt. Als weitere wichtige Figuren sind sicher der habgierige aber doch äusserst amüsante Grossonkel „Grunkle“ Stan und der etwas einfältige Soos zu erwähnen, die beide in guter alter Family Guy Manier von Serienschöpfer Alex Hirsch persönlich gesprochen werden oder aber auch Stans ewiger Rivale und Mabels Verehrer Gideon, dessen Stimme einigen  The Marvelous Misadventures of Flapjack Fans bekannt vorkommen dürfte, da Gideon ebenfalls von Thurop Van Orman (Flapjack) gesprochen wird.

Fazit:

Gravity Falls ist eine dieser Serien, die von anfang an ins Schwarze treffen und es schafft konstant, gut und unterhaltend zu bleiben, was wie gesagt an den tollen Figuren aber auch daran liegt, dass man merkt, dass sich die Macher für die Serie Zeit nehmen und nicht einfach jede Woche eine neue Folge raushauen wollten, es dadurch aber halt auch zu längeren Sendepausen kommen kann, die man angesichts der Qualität aber gerne in Anspruch nimmt. Damit gehört die Serie sicher zum Besten was Disney in letzter Zeit hervorgebracht hat auch wenn ich doch so langsam wieder Vertrauen in den Konzern bekomme (Marvel und so) und ich sie wirklich jedem ans Herz legde der niedliche Animation und tolle Geschichten im Bereich Mystery liebt. Mabel rules!

Review Rating 10

10/10

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9 Responses to “Wir reden über: Gravity Falls”


  1. 1 Froschdracula August 6, 2013 um 5:23 pm

    „in ihrer beinahe an Autismus grenzenden Art“ Hallo, bitte. Ned so autistisch.

  2. 3 donpozuelo August 6, 2013 um 11:31 pm

    Ist die erste Staffel jetzt komplett? Ich bin ja schon damals deinem Ruf gefolgt und habe die ersten fünf oder sechs Folgen gesehen und es geliebt. Aber dann war da erst einmal Pause. Wenn’s wirklich mehr gibt, dann bin ich sofort dabei. Selbst bei den paar Folgen, die ich gesehen habe, würde ich auch sofort 10 Punkte rausgeben. Ist echt super…

  3. 7 donpozuelo August 12, 2013 um 10:04 am

    BTW: Ich habe jetzt auch alle Folgen gesehen. Review meinerseits folgt, nur so viel: Ich fand’s suuuuuuuuper!!!!!


  1. 1 Sommerferien mal anders | Going To The Movies Trackback zu November 8, 2013 um 7:02 am

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