Wir reden über: Pacific Rim

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„Today at the edge of our hope, at the end of our time. We have chosen to believe in each other. Today we face the monsters that are at our door, today we are cancelling the apocalypse!“

Ich habe ja damals in meinem Review von Neon Genesis Evangelion! erwähnt, dass mir die Story und der Stil sehr gut gefielen aber die Hauptcharakter mir teilweise dermassen auf den Sack gingen, dass für mich die eigentliche Geschichte teilweise ziemlich darunter litt. Jetzt nehmen wir doch mal an jemand würde, dass was Evangelion gut gemacht hat, nämlich die Mecha Action, nehmen und daraus einen grossen Hollywood Blockbuster machen, dies wäre für mich ein ziemlich deftiger Grund, sich in den Kinosessel zu setzen, auch wenn ich mir mittlerweile ja sowieso jeden Scheiss ansehe. Genau dies hat dann Pan’s Labyrinth Regisseur Guillermo del Toro auch getan und mit Pacific Rim, nach J.J. Abrams Cloverfield das grosse Monsterkino zurück ins amerikanische Kino gebracht, auch wenn böse Zungen behaupten, dass der Film auch nur ein blosses Remake des 90er Jahre Blockbuster Robot Jox sei.

Story:

In der nahen Zukunft öffnet sich tief am grunde des Pazifik ein Portal, durch das in regelmässigen Abständen riesige, echsenartige Monster gennant „Kaiju“ auftauchen, die der Menschheit ziemlich hart zusetzen. Um diesen Viechern entgegen zu treten schlossen sich die führenden Industrienationen der Erde zusammen und riefen das sogenannte „Jäger Programm“ ins Leben. Mit riesigen Kampfrobotern, die von mindestens zwei Piloten kontrolliert wird den Kaiju zuerst ordentlich zu gesetzt, doch mit der Zeit werden diese immer stärker, bis sie schliesslich einen Grossteil der Jäger zerstört haben. Doch anstelle von Aufgeben oder gar das Programm einzustellen, wie es ihnen von der Regierung verordnet wurde, gehen die Jaeger in die Offensive um den Kaiju aber auch dem Portal, dass sie hervor spuckt ein für allemal den Garaus zu machen.

Stil:

Es war schon von Anfang an klar, dass Del Toro, sich von den grossen japanischen Monsterfilmen bei der Idee zu diesem Film inspirieren liess, allen voran natürlich Godzilla, wobei man sich dabei aber nicht nur auf ein einziges Monster beschränkte, sondern, zwar immer wieder ähnlich, aber dennoch durchwegs unterschiedliche Kreaturen dem Zuschauer vorsetzte, die zwar alle aus den Tiefen des Ozeans hervor steigen aber auch springen, graben oder sogar fliegen können, wobei natürlich schon der japanische Name „Kaiju“  was grob etwa „Vertreiben“ heisst, was der Übername für allen Kreaturen wie Godzilla, Gidorah oder Mothra ist, eine grosse Hommage oder sogar Liebeserklärung an das japanische Monsterkino ist. Aber offensichtlich ist wie schon erwähnt auch das Mecha Thema im Stile von Evangelion, Gundam Seed oder Voltron Force ein grosses thema, aber man im Gegensatz zu anderen Roboter Filmen wie zum Beispiel Transformers, diese wirklich als wichtiges und essentielles Element der Geschichte darstellte, ohne dabei blosse Lieferanten für seelenlose Actionszenen zu kreieren, und durch die Tatsache, dass hier Roboter gegen Monster und nicht Roboter gegen andere Roboter kämpfen, man sich die Kampfszenen ansehen kann ohne dabei stundenlang zu überlegen wer jetzt gegen wen kämpft. Der Film hält sich dabei auch nie mit grossen und sinnlosen Erklärungen auf, ohne dabei aber irgendwas im Dunklen zu lassen, da das wichtigste Anfangs etabliert wird aber danach gleich zur Action übergeht und man deshalb als Zuschauer immer auf Trab gehalten wird und keine Sekunde Langeweile aufkommt

Charaktere:

Man verzichtete überraschenderweise auf die Verpflichtung von ganz grossen Namen, wahrscheinlich auch um mehr Fokus auf die Roboter und Monster  zu legen, was auch zu Recht gerechtfertigt ist, da der Film mit diesem Konzept auf ganzer Linie punktete. Dennoch ist das Casting ziemlich superb und kann neben den Hauptdarstellern wie Idris Elba als knallharter befehlshabender Offizier oder Rinko Kikuchi als unsichere Jaegerpilotin, die beide eine gemeinsame Vergangenheit teilen auch mit einem grossartigem Nebencast punkten. So sind Charlie Day und Burn Gorman als neurotisches oder beinahe autistisches anmutendes Wissenschaftlerteam Geiszler und Gottlieb zu sehen, wobei die Rollen in ihrer Art eigentlich recht heikel ausgelegt waren und leicht ins nervige bis unausstehliche hätten abdriften können aber man den beiden anmerkt, dass sie es absolut genossen, diese Rollen zu spielen was sich dann auch durchaus positiv in ihrer Performance bemerkbar macht. sicher herrlich anzusehen aber der wahre Star des Films ist sicher Ron Perlman, als schmieriger Kaiju Organhändler, das grosse Highlight des Films.

Fazit:

Pacific Rim ist wieder ein wunderbares Beispiel für einen Film der eigentlich ein ziemlich simples und zuweilen sogar extrem doofes Konzept hat aber wenn dieses gut umgesetzt wird zu einem wahren Meisterwerk werden kann bei dem man einfach ein tollen Kinobesuch hat. Im Gegensatz zu anderen ähnlichen Filmen wie z.B. Cowboys and Aliens oder Abraham Lincoln: Vampire Hunter kann man hier auch durchaus Ansprüche stellen, nur schon wegen Regisseur Del Toro. Die Effekte sind grossartig, wobei dies das 3D hier ausnahmsweise mit einschliesst und man wirklich das Gefühl hat, dass man von riesigen Robotern mit Faustschlägen traktiert wird. Auch wenn ich keinen der Evangelion Kinofilme gesehen habe, brauche ich dies nun auch gar nicht mehr zu tun, da dieser Film hier schon all meine Ansprüche die ich daran gestellt hätte, befriedigt hat. Die Riesenmonster haben definitiv zurück auf die (Hollywood) Leinwand gefunden und ich kann mich mit guten Gewissen zurücklehnen und auf das Godzilla Remake warten.

Review Rating 10

10/10

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10 Responses to “Wir reden über: Pacific Rim”


  1. 1 George Juli 19, 2013 um 7:25 pm

    Einer der wenigen Filme, der auf dem Papier nicht wirkt, im Kino aber rockt. Das ist selten.

    • 2 maloney Juli 19, 2013 um 7:33 pm

      Er rockt wirklich und das extrem…aber wiedo sollte er auf dem Papier nicht wirken? Gibt ja auch einen Prequelcomic der ziemlich cool. Nicht zu vergessen die ganzen Mecha Mangas.

      • 3 George Juli 21, 2013 um 4:41 pm

        Ich meine damit das Script. Würde ich nur die Story zusammengefasst lesen, würde ich mich nicht mal aus dem Haus bemühen. Ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber auch deine völlig angemessene Zusammenfassung der Story würde mir kaum mehr als ein Gähnen entlocken. Das klingt doch eins zu eins nach belanglos aufgeblasenem Jerry Bayheimer. Und genau das ist der Film eben nicht.

        Mangas, Comics etc. sind eine ganz andere Sache mit eigener Berechtigung.

        • 4 maloney Juli 22, 2013 um 1:21 am

          Stimmt schon aber im Gegensatz zu Bay oder auch Emmerich merkt man Del Toro an, dass er ein grosser Liebhaber von Monsterfilmen ist und diesen auch ein anständiges Denkmal setzen und nicht einfach seelenloses Actionkino produzieren will. Nur schon allein das Design der Kaijus und Jager war einfach superb.

  2. 5 Nummer Neun August 20, 2013 um 9:53 pm

    Volle Punktzahl? Wow, das ist ja mal ne Ansage!

    Fand es einen guten Sommer-Blockbuster und man freute sich, viele bekannte Serien-Gesichter zu sehen. Da komme ich am Ende auf 7/10 Punkte, was aber auch weit im grünen Bereich ist 🙂

    • 6 maloney August 20, 2013 um 9:58 pm

      Jap und diese ist hundertprozent gerechtfertigt jeder des was Anderes behauptet lügt!

      Nein ernsthaft, der Film ist für mich gelungen von A bis Z aber das ist natürlich bei mir reine Geschmacksache.


  1. 1 PACIFIC RIM: Kritik zu Guillermo del Toros Kaiju-Kracher | Cellurizon Trackback zu August 1, 2013 um 1:49 pm
  2. 2 Wir reden über: Elysium | The Sweet Nonsense Trackback zu August 20, 2013 um 9:23 pm
  3. 3 Wir reden über: Shingeki no Kiyojin | The Sweet Nonsense Trackback zu September 29, 2013 um 3:52 pm
  4. 4 2. Allgemeine Altpapiersammlung | The Sweet Nonsense Trackback zu Dezember 1, 2013 um 6:44 pm

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