Wir reden über: My Little Pony: Equestria Girls

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„What am i?“

Es gibt immer Gründe warum die Verfilmung einer Fernsehserie nicht funktionieren könnte, zum einen, kann wenn man sich keinen neuen originellen Plot ausdenken kann, man einfach versucht, das wichtigste der Serie in einen ca. zweistündigen Film reinzupacken, was natürlich dann meistens scheitert. Andererseits können aber auch die Macher des Films, die meistens nicht die gleichen Macher wie die der Serie sind, gar keine Ahnung haben was man überhaupt mit der Serie anstellen soll, weshalb die Filme dann teilweise auch nur aus reiner, sinnloser Action anstelle einer anständigen Geschichte bestehen. Jedoch wenn dann die beiden oben genannten Kriterien erfüllt sind, sollte man doch meinen, dass ein einigermassen anständiger Film dabei rauskommt. Bei My Little Pony: Equestria Girls traf dies dann das auch tatsächlich zu, denn nicht nur, dass man sich eine neue Geschichte für den Film ausdachte, sondern waren auch die, nach Lauren Fausts und Rob Renzettis Abgang, verbliebenen Produzenten an Bord und trotzdem ging ein Aufschrei durch die Broniewelt sobald die ersten Details dazu bekannt wurden. Weshalb? Nur ein Wort, Humanized!

Story:

Twilight Sparkle ist jetzt offiziell eine Prinzessin, wobei sie aber noch nicht genau weiss, was jetzt eigentlich ihre royalen Pflichten sind. Als sie dem Crystal Empire von Prinzessin Cadance, mit ihren Freunden einen Besuch abstattet, wird ihr, ihre Krone von einem mysteriösen Dieb gestohlen, welcher damit durch einen magischen Spiegel, der auch gleichzeitig ein Portal in eine andere Welt darstellt, flüchtet. Da die Krone auch den Schlüssel zum Element der Magie welches die anderen Elemente der Harmonie zusammenhält, darstellt ist es unerlässlich, dass Twilight ihre Krone wieder zurück bekommt und so begibt sie sich ebenfalls durch das Weltenportal. Dort angekommen muss sie aber feststellen, dass sie nicht nur nicht mehr in Kansas…ähh Equestria ist sondern zudem auch kein Pony mehr ist.

Stil:

My Little Pony meets High School Musical meets Star Gate so etwa könnte man den Plot des Films grob umschreiben, wobei da nur schon bei dieser Aufzählung auffällt, dass diese Themen sich nicht wirklich so gut miteinander vertragen, die meisten Kritkien dann aber doch nur wegen des High School Plots gemacht wurden. Man merkt, dass Hasbro den Film ganz klar nur zum Zweck von neuen Merchandisings produziert hat, was aber bei weitem nichts neues ist, da ja schon die ganzen G.I. Joe und Transformers Filme nur zu diesem Zweck gemacht wurde. Mich persönlich störte der Plot dann selbst eigentlich nicht wirklich sondern vielmehr dessen Umsetzung, der man einfach anmerkte, dass man so gut wie keine Anstrengungen hineinsteckte und lieber Klischee um Klischee wiederverwertete, welche man schon zig tausendmal vorher gesehen hat und sich noch gleich viel mal wieder sehen wird. War das von Lauren Faust entworfene Design der Ponies in der Serie noch innovativ und ansprechend, wirken die humanisierten Versionen davon einfallslos und erzwungen, zumal sich mir auch nach der Sichtung des Films immer noch nicht erschliesst wieso die Figuren bunte Hautfarben haben oder überhaupt menschliche Formen annehmen mussten, wobei viele davon mehr als nur misslungen sind. WHY LUNA WHY???!!

Charaktere:

Da der Film im gleichen Universum wie die Serie spielt war es natürlich klar, dass auch die wichtigsten Charaktere wieder hier auftauchen würden, allen voran natürlich die sogenannten Mane6 die sechs Hauptcharaktere. Dazu muss man den Machern positiv anrechnen, dass man auch alle, mittlerweile bei den Fans sehr beliebten, Synchronsprecher der Serie auch für den Film wieder verpflichtet wurden, namentlich Tara Strong als Twilight Sparkle, Andrea Libman als Pinkie Pie und Fluttershy, Ashleigh Ball als Rainbow Dash und Applejack und Tabitha St. Germain als Rarity. Daneben kommt mit Sunshine Shimmer ein neuer Antagonist dazu, welche als ehemalige Schülerin von Prinzessin Celestia, offenbar einen Groll gegen diese und Twilight hegt, wobei diese Rolle aber genauso gut von der bereits, bekannten und bei den Fans sehr beliebten Trixie gespielt hätte werden können, da diese auch, auch wenn es nur für gerademal zwei Sekunden im Film vorgekommen ist und man sich so die, schwach gehandhabte Hintergrundgeschichte von Shimmer hätte sparen können und. Wobei dies dann auch bei weitem nicht die einzige verpasste Gelegenheit gewesen ist, mit der man den Film wesentlich hätte aufwerten können.

Fazit:

Was die Geschichte angeht kann man sich wie gesagt nicht gross beschweren, da man es zwar schon hunderte Male schon gesehen hat aber der Gelegenheitskinobesucher offenbar doch nicht genug von diesen kriegen kann. Auch die Charaktere sind alle klar wieder zu erkennen und haben alle ihre kleinen Momente in denen sie glänzen können. Dennoch ist der Film weit davon entfernt perfekt oder sogar gut sein, man merkt, dass man sich nicht die Zeit genommen hat die ganze Story und ihre Ideen wirklich durch zu denken und planen weshalb man daher als Zuschauer mehr als nur einmal ratlos und mit offenen Fragen zurück gelassen wird und man teilweise beinahe wütend durch die verschenkten Chancen wird. Ich hätte mir echt gewünscht, dass der Film entweder besonders gut oder richtig schlecht werden würde, da ich so wenigstens starke Emotionen dafür entwickeln konnte. So sehe ich wirklich keinen Sinn, ausser völlig offensichtlichen einenhalbstündigen Marktingswerbung von Hasbro weshalb dieses Bild wohl auch am besten meinen Eindruck über den Films beschreibt.

Review Rating 5.0

5/10

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