Wir reben über: Game of Thrones – Staffel 3

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Death is coming for everyone and everything. A darkness that will swallow the dawn.

Ich gebe es zu, ich habe mich immer noch nicht an die Bücher, das A Song of Ice and Fire Epos von G.R.R. Martin herangetraut und ich dies zum jetzigen Zeit wohl auch nicht mehr tun werde, nichtsdestotrotz bin ich mittlerweile aber ein ziemlicher grosser Fan der Fernsehserie Game of Thrones geworden. Da zwischen den einzelnen Staffel, auch immer fast ein ganzes Jahr liegt steigerte sich meine Vorfreude, besonders seit dem Ende der zweiten Staffel natürlich auch beträchtlich. Doch ich würde sagen, das Warten hat sich gelohnt, denn diese Staffel bot sicher die bisher besten Momente der ganzen Serie aber vielleicht auch in der Geschichte des Fernsehens selbst.

Story:

Es ist immer noch Krieg in Westeros. Im Norden schert Robb Stark seine Bannermänner um sich und plant einen letzten vernichtenden Angriff auf die Lannisters in Casterly Rock, wobei diese aber in der Hauptstadt Kings Landing damit beschäftig sind ihre Blutlinie mit einer Hochzeit nach der anderen zu erhalten. Stannis Baratheon der sich immer noch als rechtmässiger Erbe des eisernen Throns sieht, hofft diesen durch einen unehelichen Sohn, seines Bruders, des verstorbenen König Robert, besteigen zu können. Jenseits der eisigen Mauer hat sich Jon Snow mittlerweile den Wildlingen angeschlossen, wobei die kratzbürstige Ygritte, ihm diese Entscheidung sicher um einiges leichter gemacht hat und jenseits des Meeres beginnt sich Daenerys Targaryen langsam aber sicher, dank ihrer Drachen und einer Armee von furcht- und schmerzloser Krieger ein neues Königreich aufzubauen.

 Stil:

Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Staffel scheint es fast so als ob man sich anfangs bewusst mit dem bewährten „Sex und Blut“ Konzept ein wenig zurückhielt und mehr auf gezielte und adäquat vorbereite Ereignisse setzte, wobei die Worte „Unsullied“ „Bear and the Maiden Fair, und natürlich „Red Wedding“ da sicher Schlüsselstichworte sind. Man merkt auch je länger je mehr, dass man sich, durch die immense Beliebtheit, für eine Fernsehserie budgettechnisch mittlerweile fast alles erlauben kann und daher sind auch ein paar Drachen, White Walker oder aber auch ein paar spektakuläre Kamerafahrten mitten in der Serie keineswegs mehr eine Seltenheit. Wie immer hat man das Staffelfinale dann auch nicht auf die letzte, sondern auf die vorletzte Folge der Staffel verlegt, wobei man sich dieses Mal fast selbst übertraf, obschon ich hier natürlich nichts verraten werden, doch die, die wissen von was ich rede wissen von was ich rede, denn wenn ich jeder bisherigen Staffel einen Untertitel geben müsste, so wäre die erste Staffel „Verrat“, die zweite „Krieg“ und diese schlicht und einfach „Tod“.

Charakterentwicklung:

Würde ich die letzte Staffel noch als die Staffel von Tyrion Lannister bezeichnen, würde wohl am ehesten sein Bruder Jamie Lannisters Charakter als Hauptfigur dieser Staffel gelten, da er sich hier wirklichja  sprichwörtlich aus dem Schlamm hervorkämpfen muss und man fast jede einzelne Folge seinen Leidensweg mitverfolgen kann, obschon er ja bei weiten nicht der einzige Charakter ist, der mehr als nur einiges durchmacht, doch genau dieser Wandlungsweg, sorgte dafür, dass der gute Jamie mittlerweile zu einem meiner liebsten Figuren der Serie geworden ist. Was mich dann doch fast ein wenig störte ist, dass meine beiden Lieblinge Tyrion und Joffrey (Ja ich liebe es diesen Typen in seiner fast unendlichen Widerlichkeit zu hassen, zumal es so scheint als ob Jack Gleeson mit jeder neuen Staffel ein noch besserer Schauspieler wird) teilweise fast ein wenig vernachlässigt werden und es teilweise sogar so scheint als ob sie gewisse Charakterwandlungen durchgemacht hätten, wobei dies gegen Ende der Staffel aber schnell wieder Rückgängig gemacht wird. Natürlich gibt es auch dieses mal eine Menge Neuzugänge, dabei sind dann besonders Diana Rigg als Olenna Tyrell, Ellie Kendrick und Thomas Brodie-Sangster als Meera und Jojen Reed oder Ed Skrein als Daario Naharis zu erwähnen, wobei mir da dann mit Abstand Diana Riggs Vorstellung als die spitzzüngige und sarkastische Tyrell Oma sicher am besten gefiel.

Fazit:

Wie schon bei der vorangegangen Staffel übertraf man sich hier um ein weiteres Stück, obschon man ja wie erwähnt doch ein wenig von Altbewährtem abrückte oder dies zumindest in einem geringerem und besser platzierten Rahmen einsetze. Ob man jetzt gross von der Buchvorlage abwich kann ich halt immer noch nicht beurteilen aber ich finde dass muss ich auch gar nicht, da ich mittlerweile die Figuren aufgrund der Leistungen ihrer Schauspieler liebe und viele mir sowieso abgeraten haben, dann die Bücher zu lesen. Wie dem auch sei, für mich ist es sicher die bis jetzt beste Staffel und auch diesmal die Figuren die mir mittlerweile ans Herz gewachsen sind, doch überlebt haben und auch sonst recht gut davon gekommen sind, was man ja weiss Gott nicht von allen behaupten kann. Bleibt es so werde ich der Serie sicher treu bleiben aber auch sonst werde ich mittlerweile meine Finger wohl nicht mehr davon lassen können.

Review Rating 9.0

9/10

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6 Responses to “Wir reben über: Game of Thrones – Staffel 3”


  1. 1 bullion Juni 12, 2013 um 1:44 pm

    Ich würde keinesfalls abraten die Bücher zu lesen. Nur braucht man halt einen langen (Lese-)Atem… 🙂

  2. 2 donpozuelo Juni 12, 2013 um 5:44 pm

    Muss ich mich auch endlich mal dran setzen. Nach dem großen Aufschrei wegen der „Roten Hochzeit“ (die schon im Buch ein absoluter Schocker war) bin ich echt gespannt.

  3. 3 maloney Juni 13, 2013 um 10:28 am

    @bullion: Das Problem ist einfach dass ich mittlerweile die Schaupsieler ziemlich stark mit den Charakteren identifiziere und sie sich im Buch ja doch teilweise von diesen grundlegend unterscheiden.

    @don: Unbedingt wie gesagt beste staffel bis jetzt und „Red Wedding“ ist natürlich nicht ganz so brutal wie sie geschrieben ist aber doch ziemlich episch…auf eine brutale Art 😀

  4. 4 Khitos Juni 18, 2013 um 10:49 pm

    Ich bin gerade immer noch im zweiten Band und hole bald endlich mal die Serie ein. Ich würde trotz der Charaktere im Kopf das Buch auch lesen, bringt sogar ein weitaus bessere Sicht auf die ganze Geschichte. 😉

    Und trotz Jamies Leidensgang ist er immer noch nicht zu meinen Lieblingen aufgestiegen…vielleicht ja in der vierten :S


  1. 1 2. Allgemeine Altpapiersammlung | The Sweet Nonsense Trackback zu Dezember 1, 2013 um 6:44 pm

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