Wir reden über: Star Trek Into Darkness

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„I am better – At what? – Everything“

Ein Bösewicht ist meistens das beste an einem Film, selbst wenn einem das Thema des Streifens nicht so wirklich ganz hunderprozentig interessiert. Genau dies trifft für mich, auch auf den neusten Teil von J.J. Abrams Neuinterpretation der Abenteuer des Raumschiff Enterprise zu, denn auch wenn mir der erste Teil, davon durchaus gut gefallen hat und ich ja auch sonst ein grosser Verehrer von Abrams Werken bin, war für mich ganz klar die Besetzung von Benedict Cumberbatch als Bad Guy, der Hauptgrund, dass ich schon lange Star Trek Into Darkness entgegenfieberte.

Story:

Nachdem Captain Kirk durch einen Alleingang bei einer Mission, zwar Mr. Spock das Leben rettete aber sich in keinster Art und Weise an die Starfleet Vorschriften hielt, wird ihm dadurch die Führung der Enterprise entzogen und er muss wieder als 1. Offizier unter seinem früheren Captain Pike dienen. Doch als Pike zusammen mit mehren anderen hohen Starfleet Offizieren bei einem Angriff durch den abtrünnigen Flotten Commander John Harrison, der zuvor schon einen Anschlag in London verübt hatte, getötet wird, kann Kirk dadurch tragischerweise wieder im Kapitänsstuhl Platz nehmen, wobei er jetzt aber nur noch ein Ziel vor Augen hat, Harrison um jeden Preis zur Strecke zu bringen.

Stil:

Die ersten Trailer, Bilder und natürlich auch der Titel selber suggerierten schon lange, dass es in zweiten Teil des Star Trek Reboots um einiges härter und rasanter zu und her gehen würde, dennoch beginnt der Film wahrscheinlicher für viele Fans vertrauter als es noch der Vorgänger tat, denn das erste was wir hier zu sehen bekommen, sind Kirk und McCoy die auf einem fremden, bisher unerforschten Planeten vor ein paar ausserirdischen Eingeborenen wegrennen, was ja vor allem dem Kernsatz der alten Serie „To boldly go where no man has gone before“ ja ziemlich gerecht wird. Den Rest des Films kriegt man aber dann einen ziemlich packenden Science Fiction Thriller geboten, der wenn man sich die Raumschiffe mal wegdenkt, eigentlich recht realistisch und unkompliziert daher kommt. Abrams scheint mittlerweile auch seinen Stil in der Serie gefunden zu haben und auch wenn die Special Effects äusserst aufwendig, wenngleich auch sehr überzeugend daherkommen, merkt man dass der Mann sich nicht nur auf diese verlassen will und ähnlich wie schon bei LOST oder Super 8 auch viel wert auf die Ausarbeitung der Charaktere legt. Wenngleich man Star Trek auch nicht ganz mit LOST vergleichen kann, lässt Abrams auch hier schon früh grosse Fragen im Raum stehen, die man erst gegen Ende des Film offenbart bekommt.

Charaktere:

Bevor ich auf den eigentlichen Star des Films zu sprechen komme, muss man natürlich zuerst auch wieder einen Blick auf die Enterprise Crew selbst werfen. Chris Pine scheint sich in seiner Rolle als Kirk mittlerweile ziemlich gut eingefunden zu haben und man merkt, dass seine Figur mittlerweile schon einige Dienstjahre hinter sich hat, denn auch wenn dieser Kirk immer noch der selbe Hitzkopf aus Teil Eins ist, der sich sofort ohne zu zögern ins Verderben stürzen würde um seine Crew zu retten, merkt man dass er jetzt durchaus in der Lage ist Verantwortung zu übernehmen. Seine Beziehung zu Spock ist zwar immer noch nicht die selbe Freundschaft wie sie Shattner-Kirk und Nimoy-Spock hatten aber dennoch verstehen sich die beiden doch besser und sind füreinander da wenn es darauf ankommt, zudem beweist Spock hier, dass er durchaus auch mal richtig zulangen kann. Was sich schon im ersten Film bemerkbar gemacht hatte, hat sich für mich hier dann vollends bestätigt, dass Simon Pegg als Scotty und Karl Urban als  McCoy durch ihren teilweise fast unfreiwilligen Humor, meine Lieblingsbesatzungsmitglieder sind. Doch jetzt zu eben jenem Mann weshalb ich mir den Film überhaupt angeschaut habe, Benedict Cumberbatch wirkte ja schon in den Trailern so als würde er jede Sekunde, in der im Film zu sehen ist, voll auskosten und genau so war es dann auch im fertigen Film, mit seiner eiskalten und unberechenbaren Art mimt er den perfekten Gegenspieler zu Kirks übermütigen Temperament und selbst dann, wenn er hinter einer Glaszelle sitzt, merkt man, dass er genau weiss, dass er auch dann noch jedem Mitglied der Enterprise haushoch überlegen ist, kein Wunder also, dass nicht nur ich Parallelen zu einem gewissen kannibalistischem Ex-Psychiater zog.

Fazit:

Auch der zweite abramsche Star Trek vermag zu gefallen, denn auch wenn vielleicht Hardcore Fans, die alten Motive der Serie ein wenig vermissen könnten, so gibt es dennoch genügend Anspielungen auf die vergangen Filme, ganz besonders auf einen, doch mehr wird auch hier an dieser Stelle nicht verraten. Mit seinen Weltraumschlachten, die zwar schon in Teil Eins eingesetzt, aber hier noch opulenter eingesetzt werden, erinnert dass Ganze zwar fast ein wenig mehr an Star WARS als an Star TREK aber da Abrams ja bald auch seine Hände an diese Franchise legt, kann man ihm da nicht wirklich einen Vorwurf machen, zudem ist der Film dadurch nicht mehr nur für die Fans gemacht, sondern kann so auch von Nicht-Trekkies genossen werden. Mit Cumberbatch als Bösewicht hat man zudem sicher einen Mann gefunden der mit seiner Performance den Film dafurch, ähnlich wie schon andere grosse manipulative Filmbösewichte, wie Hannibal Lector, oder Heath Ledgers Joker, noch viele Jahre im Gedächtnis des Zuschauers verbleiben wird.

Review Rating 9.0

9/10

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16 Responses to “Wir reden über: Star Trek Into Darkness”


  1. 1 Nils Mai 12, 2013 um 6:10 pm

    Story hört sich doch ein bisschen Fade an, bin leider auch nicht mehr an einen weiteren Star Trek Teil interessiert aber ich bin gespannt was du zu der Neu-Verfilmung von „Der große Gatsby“ sagst.

    • 2 maloney Mai 12, 2013 um 6:31 pm

      Für einen Star Trek und Science Fiction Film, ist das ganze sicher einen Besuch wert und ganz sicher wegen Benny, zudem macht Abrams seine Sache ja ganz ordentlich.

      Wann ich zu Gatsby komme, weiss ich noch nicht aber er steht ganz sicher auch auf meinem Plan^^

  2. 3 TimeBanditsWorld Mai 12, 2013 um 6:35 pm

    Ich bin gespannt, wie ich finden werde … mal sehen. Leider dauert das bei mir noch bis ich ihn sehen kann, erst wenn er auf DVD erscheint, aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude ^^

    Auf jeden Fall bin ich ein Benedict Fan, aber ich mag auch die anderen Schauspieler sehr gerne sehen.

  3. 4 donpozuelo Mai 12, 2013 um 7:40 pm

    Mich wundert es auch ein bisschen, warum niemand sonst den Lecter auspackt. Allein der Glas-Knast…

    Und ja, du hast Recht. Dank Cumberpatch wird dieser Film lange in Erinnerung bleiben. Ein „guter“ Bösewicht ist halt echt Gold wert.

  4. 5 maloney Mai 12, 2013 um 8:38 pm

    @TimeBanditsWorld: Sehr ihn dir doch wenn du kannst doch im Kino an, solcher Filme sollte man meiner Meinung nach immer auf der grossen Leinwand sehen und eben wenns auch nur wegen Benny ist^^
    @don: Naja nicht ganz es gab ja das Bild

  5. 6 Charles Schnyder Mai 12, 2013 um 11:42 pm

    Guter Beitrag. Mir hat der Film gut gefallen, die Anspielungen waren genial.
    Aber diese ständigen „Flares“ gehen mir auf den Sack 😉

  6. 7 vEnoMaZn Mai 13, 2013 um 6:25 am

    ich lese extra den bericht und die kommentare nicht durch aber wollte trotzdem hier poste denn ich bin extremst gespannt auf den film

  7. 8 maloney Mai 13, 2013 um 6:42 am

    @Charles: Danke dir. Naja der Herr Abrams liebt halt seine Flares!^^
    @vEno: Sollst du auch sein

  8. 9 Nummer Neun Mai 20, 2013 um 10:05 pm

    Komme grade auch aus dem Film und kann dem hier geschrieben zu großem Teile zu stimmen. Der Film ist einfach kein klassischer Star Trek Film auch wenn es viele Anspielungen gibt. Nichts des trotz funktioniert es als eigenständiger Film sehr gut, ist kurzweilig und spannend und optisch äußerst gelungen. Bessere Szenen auf der Erde gab es bei Star Trek nie!

    McCoy finde ich kommt ein wenig zu kurz, im Gegensatz zum Original ist die Rolle doch hier sehr flach. Die Kirk-Spock Geschichte an der Glaswand (um nicht zu viel zu spoilern) fand ich sehr bewegend, besonders, wenn man das Original berücksichtig. Und Uhura ist heiß!

    Nur das Gerede der Sherlock-Fanboys nervt ein wenig 😉 Die Rolle war schon immer stark, egal unter welchem Schauspieler.

    • 10 maloney Mai 21, 2013 um 8:45 pm

      Als Science Fiction Film ist er sicher top…ob er sich als Star Trek Film halten kann, kann ich nicht beurteilen aber die fans scheinen zufrieden damit zu sein auch wenn sie gewisse Szenen anprangern.

      Cumberbatch ist als Schauspieler top…um zu sehen ob er dem Hype wirklich gerecht wird, müsste ich mir mal Sherlock Holmes ansehen.

  9. 11 spanksen Mai 21, 2013 um 2:35 pm

    09/10 wäre auch meiner Wertung, war einfach Hammer der Film!


  1. 1 Star Trek Into Darkness (2013) | Film-Blogosphäre Trackback zu Juni 5, 2013 um 11:09 pm
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