Wir reden über: Oblivion, Mama, G.I. Joe: Resolute, God Bless America

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Ich hab es ja bereits erwähnt irgendwie fehlt mir im Moment so ein bisschen die Motivation um hier für jeden Film den ich mir momentan ansehe ein grosses Review zu schreiben. Da ich mir in letzter Zeit aber doch wieder einige Streifen zu Gemüte gerführt habe, fasse ich diese halt einfach wieder mal in ein paar kleineren Rezessionen zusammen, da ich mich vor allem über zwei davon, doch sehr gerne noch auslassen möchte.

Oblivion

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„I can’t shake the feeling, that earth, inspite all that’s happened, earth is still my home.“

Nachdem die Erde durch einen Alien Angriff und einen späteren Nuklearkrieg unbewohnbar geworden ist, hat sich die restliche Menschheit auf den Saturnmond Titan zurück gezogen. Jack Harper ist einer der letzten Menschen die auf der Erde übrig geblieben sind um Drohnen zu reparieren die ihn vor den bösen Aliens schützen sollen und dafür zu sorgen dass die Ressourcen die auf der Erde für Titan abgebaut werden auch ja nicht zu schaden kommen. Als aber ein Raumschiff auf der Erde einschlägt und darin sich eine junge Frau befindet, die Jack schon seit einiger Zeit in seinen Träumen erscheint, beginnt sich seine, zumindest, emotional noch, intakte Welt danach immer mehr auf den Kopf zu stellen.

Es gibt Filme die haben ganz offensichtliche Schwächen aber dennoch vergibt man ihnen aufgrund anderer Qualitäten leicht und sieht über diese Fehler hinweg. Oblivion gehört definitiv in diese Kategorie, denn auch wenn der Film storytechnisch so ziemlich alles recycelt was in den letzten Jahren in Bereich Science Fiction zu sehen war, ist er optisch doch eine absolute Wucht. Kein Wunder den Regisseur Joseph Kosinskis erster Film war kein geringerer als Tron Legacy, der sich ja ebenfalls mehr durch Optik als durch Tiefe auszeichnete. Schauspielerisch kann man ebenfalls am Film nicht viel aussetzen, denn seit langen gefiel mir auch Tom Cruise wieder in einer Rolle wirklich gut und man merkt dass die Autoren sicher schon vor der definitiven Besetzung ihn im Kopf gehabt haben mussten, wobei er aber auch gut vom restlichen Cast wie Olga Kurylenko, Morgan Freeman, Andrea Riseborough oder Nikolaj Coster-Waldau getragen wird, die ebenfalls alle eine gute Vorstellung abgeben. Dennoch ist mir die Story dann doch zu wenig originell und man kann daher auch die Plottwists schon von weitem erahnen, weshalb teilweise die Spannung stark darunter leidet. Aber wie gesagt sicher optisch ein Highlight, dass sich wie ein klassisches 80s Science Fiction Flick anfühlt

Review Rating 7.0

7/10

Mama

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„Daddy, look! there’s a woman outside the window. And she’s not touching the floor.“

Nachdem sein Bruder Jeffrey wegen finanzieller Probleme seine Ehefrau und seine Geschäftspartner tötet und danach seine beiden Töchter entführt, sucht Lucas nun verzweifelt nach seinen Nichten. Fünf Jahre später findet er sie schliesslich völlig verwildert und animalisiert in einer verlassenen Waldhütte. Lucas nimmt die Mädchen nun zu sich und will ihnen ein intaktes Zuhause und eine Familie bieten, wobei seine Freundin Annabel aber nicht gerade besonders begeistert von dieser Idee ist. Jedoch nach einer Reihe von mysteriösen Vorfällen, darunter auch, dass Lucas beinahe bei einem Sturz von der Treppe ums Leben kommt, muss sich Annabel nun wohl oder übel alleine um die Mädchen kümmern, wobei sie langsam aber sicher merkt, warum die Mädchen fünf Jahre in der Wildnis überleben konnten und sie dort eben nicht ganz alleine waren.

Guillermo del Toro ist ein sicherer Wert, seine Regiearbeiten wie Hellboy und Pan’s Labyrinth waren sowohl inhaltlich als auch optisch grosse Meisterwerke, wobei er aber hier lediglich die Rolle des Produzenten übernahm, was aber ebenfalls kein Negativpunkt sein sollte, da mir auch El Orfanato sehr gut gefiel. Leider verfehlt aber Mama gerade beim wichtigsten Punkt den ein Horrorfilm aufweisen soll das Ziel fast meilenweit aus den Augen und das ist bei der Spannung bzw. dem Gruselfaktor. Zwar machen Nikolaj Coster-Waldau und Jessica Chastain einen durchaus guten Job ganz zu schweigen von den Kinderdarstellerinnen Megan Charpentier als Victoria und Isabelle Nélisse als Lilly aber leider muss ich hier dann auch schon mit Komplimenten aufhören, denn Regisseur Andrés Muschietti schaffte es, trotz teils sehr eindrücklicher optischer Effekte, nie wirklich bei mir Gänsehaut zu erzeugen und mich höchsten mit ein paar, leider schon aus dem Trailer bekannten, Jumpscares zu erschrecken. Wobei dann das grösste Problem aber die Mama selbst ist, bei der man einfach alles falsch machen konnte, was man bei einer Horrorfigur falsch machen konnte. So ist sie weder besonders furchteinflössend noch gut animiert und wirkt die meiste Zeit über wie eine Marionette deren Fäden sich verknotet haben, was dann zuweilen dadurch fast unfreiwillig komisch wirkte und ich daher mir mehr als einmal das Lachen nicht verkneifen konnte. Zwar ist der Film unterhaltend aber eben halt nicht auf die Art wie sich der Regisseur das wohl vorgestellt hat.

Review Rating 5.0

5/10

G.I. Joe: Resolute

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„There will be no move to take over my command. There will be no mistakes. There will be none of your CRAP! NONE OF IT! Work with me, and I will give you the world in less than 24 hours. Work against me, and I will GUT you like a fish… right here.“

Nachdem die Terrororganisation „Cobra“ unter der Führung von Cobra Commander durch eine Reihe von solarbetriebenen Satelliten in der Erdumlaufbahn das gesamte Kommunikationsnetz der Erde abfangen kann, stellt man nun die Vereinten Nationen vor die Wahl entweder die gesamte Führungskontrolle der Erde an Cobra zu übergeben oder man zerstört einfach Stück für Stück die Hauptstädte der Welt bis diese kapitulieren, wobei man um ein Exempel zu statuieren gleich mal Moskau in die Luft sprengt. Doch die Spezialeinheit des US Militärs genannt „G.I. Joe“ will diese Drohung natürlich nicht einfach so hinnehmen und macht sich gleicht daran Cobras Plänen einen Strich durch die Rechnung zu machen, wobei man aber mit zwei Problemen zu kämpfen hat, einerseits die Zerstörung aller Satelliten, die dafür sorgen, dass Cobra jederzeit über die Pläne der Joes informiert ist und andererseits die Lokalisierung des eigentlich Stützpunkts von wo aus Cobra operiert.

Nachdem die Bezeichnung Griff ins Klo für G.I. Joe: Rise of the Cobra fast noch ein Kompliment ist und G.I. Joe: Retaliation, zwar um längen besser aber dennoch Schwächen aufwies, ist es beruhigend zu wissen, dass es mit G.I. Joe: Resolute auch anders geht. Nicht nur dass in einem Animationsfilm, viele Dinge die einem Realfilm unglaubwürdig erscheinen, hier legitim wirken, sondern ist der Film auch erstaunlich ernst und zuweilen sogar richtig brutal. Genau dies sind aber die Aspekte die den Film bei mir Punkten liessen, denn immerhin basiert das ganze ja auf dem Kampf von Militär- und Terroreinheiten gegeneinander und da ist es leider Gottes durchaus normal das einem in dem Kopf oder sonst wo hin geschossen wird. Der Animationsstil selber gefiel mir dann ebenfalls äusserst gut, da er eine optisch sehr schöne Kombination aus westlichem Cartoonlook und einem Stil der recht stark an einem Anime erinnert ist, was den Charakteren und Hintergründen eine sehr realistischen Look verlieh. Beim Cast beschränkte man sich nicht auf allzu viele Synchronsprecher (gesamthaft gerade mal vier!) und liess diese lieber gleich mehrere Rollen auf einmal sprechen, was aber keineswegs stört, da unteren anderem, die von mir allseits geliebte, Grey DeLisle (Azula, Avatar The Last Airbender) alle weibliche Parts übernimmt. Hier darf man wirklich sagen Joes Go!

Review Rating 9.0

9/10

God Bless America

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„Why quit now? You kill yourself, Frank, and you’re killing the wrong person, which would be a shame when there are so many other Chloes out there who need to die.“

Frank hat genug, nach einer gescheiterten Ehe, dem Verlust seines Jobs, durch eine völlig belanglose Lappalie und der Diagnose Hirntumor, wobei er zusätzlich noch Tag für Tag und Nacht für Nacht für Nacht von seinem asozialen Nachbarn und den Sittenverfall in den öffentlichen Medien gequält wird, beschliesst er dem allem ein Ende zu machen und sich eine Kugel durch den Kopf zu jagen um nicht mehr dem Niedergang der Gesellschaft zusehen zu müssen. Doch als er den Lauf bereits auf seinen Kopf gerichtet hat überkommt ihn plötzlich die Offenbarung, wieso soll er sich selber töten wenn doch da draussen  so viele Leute herumlaufen die der Menschheit viel mehr schaden und den Tod doch wesentlich mehr verdient hätten als er. Frank begibt sich fortan auf einem Kreuzzug im Namen von Moral und Anstand, wobei dabei auch die 16. jährige Roxy zu ihm stösst und sie gemeinsam als modernes Verbrecherpaar à la Bonnie und Clyde den Müll der Gesellschaft entsorgen.

Kennt ihr das Gefühl wenn ihr euch einen Film anseht und das Gefühl habt er wäre nur für euch und NUR für euch gemacht worden? Dieses Gefühl hatte ich bis jetzt erst zweimal und zwar bei Scott Pilgrim vs. The World und The Fall und beide gehören zu meinen absoluten Lieblingsfilmen, weshalb die Chancen gut stehen, dass es auch God Bless America in meinen persönlichen Olymp schafft. Regisseur Bobcat Goldthwait, den man vor allem durch leichte Comedy wie Police Academy kennt, schafft es hier gnadenlos der momentanen amerikanischen aber auch der generellen medien- und entertaimentsüchtigen Gesellschaft den Spiegel vor zu halten. Vielleicht liegt es daran, dass ich selber schon vor einiger Zeit dem, ständig ins niveaulose fallende, Fernsehen abgeschworen habe oder, dass es sich hier wieder mal um eine herrlich schwarzhumorige und grandiose Gesellschaftskritik handelt aber hier stimmte für mich einfach alles. Von der Tatsache, das immer und immer wieder die Show American Superstarz als Zielscheibe benutzt wird, die nichts anderes als eine Persiflage von American Idol darstellt, welche ja bei uns als Deutschland sucht den Superstar bekannt sein sollte und mit ein Grund war, warum ich dem Fernsehen endgültig den Rücken zugekehrt habe über das grandiose Schauspiel, dass die beiden Hauptdarsteller Joel Murray und Tara Lynne Barr hier präsentieren bis hin zu den herrlich spitzzüngigen Dialogen welche die beiden führen. Der Film spricht das an was mittlerweile jeder noch mit ein wenig Verstand ausgestattete und anspruchsvolle Mensch denkt aber sich natürlich nie durch die Grenzen des Gesetz und des Anstandes trauen würde. Dennoch rüttelt er auf und zeigt dass man als Zuschauer immer noch die Macht hat den Ausschaltknopf zu drücken und selber auch mal die Dinge in die Hände nehmen sollte, vielleicht nicht gerade auf die Art wie es Frank tat aber man trotzdem in der Lage ist etwas zu erschaffen das Qualität und Niveau hat, weshalb der Film mir gezeigt hat dass es wichtig ist seine Meinung kund zu tun und genau dass tue ich hier jetzt auch wieder!

Review Rating 10

10/10

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5 Responses to “Wir reden über: Oblivion, Mama, G.I. Joe: Resolute, God Bless America”


  1. 1 bullion Mai 2, 2013 um 11:48 am

    Von „God Bless America“ habe ich bisher nur gehört, dass er eine Enttäuschung gewesen sein soll. Aber da kann ich nicht mitreden. Mich erinnert er inhaltlich natürlich an „Natural Born Killers“.

  2. 2 donpozuelo Mai 2, 2013 um 6:28 pm

    Oblivion fand ich echt super. Hätte mir gewünscht, Kosinski hätte den Film wirklich zu seinem Debüt machen kann. „Mama“ war eigentlich ein Reinfall. Nett und atmosphärisch, aber Mama selbst war wirklich eher ne Lachnummer.

    • 3 maloney Mai 2, 2013 um 9:46 pm

      @bullion: Stimmt musste auch des Öfteren daran denken…und Super. Aber er ist wirklich äusserst empfehlenswert.
      @don: Wie gesagt optisch war er top…Storytechnisch halt eher niedrig Flieger^^


  1. 1 Wir reden über: Elysium | The Sweet Nonsense Trackback zu August 20, 2013 um 9:23 pm
  2. 2 Wir reden über: We’re the Millers | The Sweet Nonsense Trackback zu September 11, 2013 um 9:01 pm

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