Wir reden über: Ferngully: The Last Rainforest

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„I wish… I wish the human tales were true! They’re not here to protect the forest. They’re cutting down trees. They’re destroying the forest!! And I was helping them do it. Batty was right. They’re coming this way. You can’t stop them! You all have to leave.“

Die Umwelt ist wichtig, nicht nur für die Tiere sondern auch für den Menschen selbst, mal abgesehen davon dass die Pflanzen dafür verantwortlich sind dass wir genügend Sauerstoff auf dem Planeten haben, ist sorgt die Natur auch für Erholung und Entspannung, deshalb und weil man sich wirklich langsam sorgen um die globale Erwärmung macht, kamen in den letzten Jahren eine grosse Palette von Umweltschutzfilmen auf den Markt, die den Zuschauern auf unterschiedlichste Art und Weise ein schlechtes Gewissen einreden sollten, wobei die bekanntesten davon sicher Avatar, An Inconvenient Truth oder Erin Brockovich sind. Doch Anfangs der 90er versuchte man ebenfalls schon den Leuten ein Umweltbewusstsein einzutrichtern, wobei mit Leuten aber eher Kinder gemeint sind und mit Umweltbewusstsein der Möchtegern Disney/Don Bluth Film Ferngully: The Last Rainforest. D

Story:

Tief im Herzen des Regenwaldes liegt Ferngully, dessen Bewohner die Feen, die Beschützer des Regenwaldes sind, die vor langer den bösen Geist Hexxus davon abhielten die Welt zu vernichten und ihn für immer in einen magischen Baum einschlossen. Crysta die junge Schülerin der weisen Magi, ist gerade dabei den Zauber des Waldes zu erlernen um jeglichen Samen wachsen und gedeihen zu lassen als plötzlich im Wald Menschen auftauchen, die die Feen schon lange für ausgestorben hielten. Durch ein unglücklichen Zufall schrumpft Crysta dabei aber, Zack einen von ihnen auf ihre Grösse, wobei sie aber nicht mehr weiss wie sie den Zauber wieder rückgängig machen kann. Dazu kommt auch, dass die Menschen die in dem Wald kamen um diesen für Holz zu roden und dabei unwissentlich auch den Baum fällten in dem Hexxus eingeschlossen war.

Stil:

Dass der Film eine Umweltschutzbotschaft vermitteln will, ist zwar schön und gut und sogar löblich aber dies doch auf die klischeehafteste Art und Weise macht, wobei man dazu auch noch bedenken muss, dass der Film 17 Jahre vor Avatar und 3 Jahre vor Pocahontas erschien. Die Menschen tauchen plötzlich auf, wobei ausser Zack nur zwei weitere Arbeiter zu sehen sind, die aber auch nur wieder stereotypisiert und nicht mal in einem Cartoon glaubhaft wären und man merkt dadurch ganz genau, dass man hier vornehmlich nur auf schlechte Gewissensbildung aus war und den Menschen gar keine Chancen gab ihre Motive zu erklären. Die Animation selbst ist dann auch nicht wirklich schlecht aber auch nicht wirklich überragend, genau gesagt schwankt sie die ganze Zeit von doch ziemlich ansehnlichen Aufnahmen des Regenwaldes, die sicher im Kino einigermassen beeindruckend waren, wobei dann im Gegensatz das Charakterdesign vor allem bei den Hauptfiguren, ziemlich schlampig ist, und es daher eher so aussieht als hätte man sich bei bereits verworfenen Disney Ideen bedient. Zudem ist der Film, mit gerade mal 76 Minuten Spielzeit äusserst kurz.

Charaktere:

Natürlich konnte man einige Prominente dazu überreden, den Figuren ihre Stimme zu leihen wobei die bekannteste, und markanteste dabei Robin Williams als durchgedrehter Flughund…Fledermaus? Batty ist (seriously er wird als tagblind dargestellt aber Flughunde sind im Gegensatz zu Fledermäusen Vegetarier und daher nicht auf Echoortung bei der Insektenjagd angewiesen und daher keineswegs in ihrem Sehvermögen eingeschränkt, ganz im Gegenteil) wobei diese Rolle in keiner Art und Weise mit seiner Leistung als Dschinni in Disneys Aladdin zu vergleichen ist und einfach nur aus Peinlichkeiten und Pop-Kultur Anspielungen besteht. Daneben sticht am ehesten dann noch Tim Curry als Hauptbösewicht Hexxus heraus, wobei das Wort „Haupt“ hier sehr grosszügig eingesetzt wird, da er vielleicht gerademal eine halbe Stunde des Films zu sehen ist und ihm am Ende *Spoiler…well who care anyway*ziemlich schnell der Garaus gemacht wird, wobei dann aber der Song Toxic Love, zusammen mit einem Fress-Song eines Warans, die beide für einen Kinderfilm unangemessen übersexualisiert sind, dann doch am besten in Erinnerung blieb. Die restlichen Figuren sind wenn man nach ihren Stimmen geht, genauso vergesslich wie ihr Design, und man anstelle von B-Promis, von denen ich hier beim besten Willen niemand beim Namen nennen kann, lieber richtige Synchronsprecher engagiert hätte.

Fazit:

Ich muss zugeben ich mochte den Film als Kind sehr, was vor allem den schönen Eindrücken liegt, die immer wieder durch die Regenwaldstimmung vermittelt werden, wobei hier wie schon erwähnt, die Animation auch recht gut ist. Doch heutzutage wirkt der Film mit seiner fast penetranten Umweltschutzbotschaft ziemlich aufdringlich, zumal wenn man es sich genauer ansieht auch nicht wirklich eine grosse, oder zumindest originelle Story dahinter verborgen ist. Die Figuren sind überwiegend Klischees und reichen von bestenfalls ertragbar bis zu extrem nervig, einzig die Tropenwaldatmosphäre, die paar guten Musikstücke und der Nostalgie Bonus halten mich davon ab dem Film eine abgrundtief schlechte Note zu geben.

Fun fact: Der Film spielt offensichtlich im Regenwald von Australien/Neuguinea, wobei dieser von allen Tropenwäldern der Welt aber im Vergleich am wenigsten bedroht ist ganz im Gegensatz zum Amazonasbecken oder Afrika, wobei man sich die Macher da aber genauer mit den Problemen dieser Regionen hätten beschäftigen müssen und daher lieber auf das wirtschaftlich relativ stabile Australien zurückgriffen. *cough* lazyness*cough*

Review Rating 4.5

4.5/10

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4 Responses to “Wir reden über: Ferngully: The Last Rainforest”


  1. 1 Sumi April 4, 2013 um 6:59 pm

    Meh! mach mir das nich kaputt 😦

    • 2 maloney April 4, 2013 um 10:19 pm

      Mach ich doch gar nicht, ist ja nur meine persönliche Meinung^^ zudem hab ich ihm sogar den Nostalgie Bonus gegeben…aber du kannst nicht bestreiten dass der Film mehr als einige Schwächen hat :/


  1. 1 Wir reden über: Epic | The Sweet Nonsense Trackback zu Juli 1, 2013 um 2:22 pm
  2. 2 Wir reden über: The Secret of NIMH | The Sweet Nonsense Trackback zu November 28, 2013 um 10:34 pm

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