Wir reden über: G.I. Joe: The Rise of the Cobra

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„You don’t ask to be part of G.I. Joe. You get asked.“

Auch wenn Hasbro, der grösste Hersteller von Spielzeug für gross und klein auf der Welt ist, hat die Firma doch eigentlich genau genommen nur drei wirklich grosse Franchisen am laufen, Tranformers, My Little Pony und G.I. Joe. Während die transformierenden Roboter ihr Kinodebüt schon vor Jahren feierten und seither fleissig von Michael Bay malträtiert werden und die Ponys, dank Lauren Faust zur Plage des Internets wurden, warteten die Joes verhältnismässig lange darauf auch endlich auf der grossen Leinwand mitzuspielen. 2009 war es dann aber endlich soweit und die Jungs (und Mädels) der Joe Truppe, durften dank Stephen Sommers mit G.I. Joe: Rise of the Cobra ihren ersten Film präsentieren. Doch Sommers bewies schon in der Vergangenheit, mit  Mummy und Van Helsing, dass er zwar durchaus Actionkino machen aber dieses nicht wirklich anspruchsvoll ist.

Story:

Die Geschichte ist einfach, ein paar Terroristen angeführt, von der gleichermassen tödlichen wie scharfen Baroness, haben vom Waffenhersteller M.A.R.S winzig kleine Nanoroboter gestohlen, die in der Lage sind Metall jeglicher Art innert kürzester Zeit zu vernichten, nun will man diese dazu verwenden ganze Städte auszulöschen. Die Spezialmilitär Einheit „G.I. Joe“ will dies nun verhindern und rekrutiert dazu die beiden Soldaten Duke und Ripcorn, die dabei waren als die Terroristen die Roboter mopsten, und weil Duke oh Zufall auch der frühere Lover der Baroness alias Ana war. Mit Super Hightech Ausrüstung made in ‚Merica machen sich die Joes nun auf die Welt zu retten, wobei sie dabei fast selbst mehr in die Luft jagen als die Terroristen.

Stil:

Wer den Cartoon ein wenig kennt weiss, dass G.I. Joe genau wie Transformers eigentlich nur von Hasbro erfunden wurde um möglichst viel Spielzeug zu verkaufen, weshalb natürlich auch von Anfang an klar war, dass man kein wirklich Tiefgründiges Actionkino à la The Dark Knight erwarten durfte. Doch der Film schaffte es sogar meine Erwartungen zu enttäuschen obwohl ich von diesen gar keine hatte. Die flache Story trieft geradezu von recyceltem Material, anderer viel erfolgreicherer Filmreihen, wie James Bond oder Mission Impossible welche nur noch durch die Anzahl von billigen, ebenfalls tausendmal gesehen Klischees übertroffen werden. Die Action ist ähnlich der von Transformers teils einfach nur aufgrund der Action selbst eingebaut worden und man weiss vor lauter Explosionen manchmal nie wo man gerade hinschauen soll, wobei die Effekte von bestenfalls mässig bis grottenschlecht reichen (CGI Wüste!!!)

Charaktere:

Chaning Tatum ist zwar nicht gerade der facettenreichste unseres Planeten aber ein bisschen Einsatz wäre dann doch zu erwarten gewesen, denn ausser ein paar coolen Sprüchen und Actionszenen hat der Mann hier nichts zu bieten, wobei man aber klar sagen muss dass man ihm auch nicht wirklich eine tolle Vorlage bot. So ist es dann auch die Bösewichtsseite welche im Vergleich zu den Joes wesentlich mehr heraussticht, auch wenn dies nicht sehr viel heissen mag. Sienna Miller als Baroness zu casten war optisch sicher eine super Entscheidung aber die Rolle selbst hätte dann jede andere sicher besser spielen können, wobei sie sich nicht mal die Mühe machte mit einem osteuropäischem Akzent zu sprechen, wie die Figur das im Cartoon tat. Christopher Ecclestone auch bekannt als der 9. Doctor Who mimt den Hauptwidersacher mehr schlecht als recht und auch wenn er dies als Engländer durchaus könnte, klingt sein schottischer Akzent extrem aufgesetzt. Doch kommen wir zum grössten Fail der Films, Joseph-Gordon Levitt als Cobra Commader! Ich sage es gern nochmal Joseph Levitt als Cobra Commader!! WTF?! Das ist die grösste Verschwendung eines Schauspieltalents seit der Entscheidung die Chipmunks in den Filmen durch Schauspieler und nicht durch Synchronsprecher zu synchronisieren. Gordon-Levitt ist vielleicht gesamthaft 10 Minuten im Film zu sehen, während er den Rest des Film als billiger Darth Vader Abklatsch herumläuft und dabei eine wirklich komische Stimme besitzt, weshalb mir deshalb sogar das Original aus der Cartoonserie lieber gewesen wäre „RETREAT, RETREAT!!“

 Fazit:

Schon in den ersten 5 Minuten des Films wird einem sehr schnell klar, dass der Film ausser dem Namen nichts gross gemeinsam mit der beliebten Spielzeug-Franchise hat und von Hasbro nur aufgegleist wurde um auch heutigen Kindern den Namen G.I. Joe ins Gedächtnis zu brennen. Was wohl gründlich misslungen ist, denn der Film wird natürlich niemanden in guter Erinnerung bleiben aber er ist auch nicht in der Weise schlecht, dass man sich genügend darüber aufregen oder lustig machen kann. Die Schauspieler sind langweilig bis mies und die Action hat man wie gesagt schon vorher tausendmal besser woanders gesehen. Wieso der Film überhaupt eine Fortsetzung bekommt wird mir wohl ewig schleierhaft bleiben, denn es ist einfach ein Film der in keinster weise nötig war und einem direkt beim sehen wütend macht aber man hinterher wieder sehr schnell vergisst…über welchen Film hab ich gerade nochmal geredet?

Review Rating 2.0

2/10

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6 Responses to “Wir reden über: G.I. Joe: The Rise of the Cobra”


  1. 1 Nerd Wiki März 29, 2013 um 3:22 pm

    der erste GI Joe gehört zu den ausgesucht wenigen Filmen, die ich auf DVD ausgeliehen und nach den ersten 10 Minuten einfach ausgemacht hab, weil ich Angst hatte vor Cheesiness and Boredom zu sterben… danach kam mir nie in den Sinn, dass es eine Fortsetzung geben könnte, geschweige denn, dass ich mir die anschaue… ^^

    • 2 maloney März 29, 2013 um 5:04 pm

      War zwischendurch auch kurz vor dem aufgeben aber ich hab es dann mit Unterbrüchen dann doch geschafft wobei ich dann zwischendurch einfach extrem wütend wurde!

  2. 3 donpozuelo April 1, 2013 um 7:46 am

    Fand ich jetzt auch nicht schlimmer als Spielzeug-Verfilmung Nr. 1 „Transformers“. Zwar großer Schrott, aber mit Hirn aus sogar noch halbwegs unterhaltsam…

    • 4 maloney April 1, 2013 um 1:45 pm

      Transformers, macht da doch im Vergleich wesentlich mehr Spass, also der erste Teil, danach ist das Niveau der Fortsetzungen etwa mit diesen Shit hier gleichzusetzen


  1. 1 G.I. Joe: Retaliation | Jason Auric - Sweet Nonsense Trackback zu März 30, 2013 um 3:54 pm
  2. 2 Wir reden über: Oblivion, Mama, G.I. Joe: Resolute, God Bless America | Jason Auric - Sweet Nonsense Trackback zu Mai 2, 2013 um 9:39 am

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