Wir reden über: The Croods

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„Tonight we’ll hear the story of Crispy Bear. A long time ago this little bear  was alive because she listened to her father. So she was happy, but Crispy had  one terrible problem. She was filled with curiosity. Yes, and one day she saw  something new and died!“

Die Steinzeit oder die Urzeit an sich ist ja eigentlich nicht gerade die ergiebigste Quelle wenn es darum geht Geschichte für Filme zu erzählen, da verständlicherweise von dort keine Geschichten überliefert wurden, anders als es dies dann in der Frühzeit oder im Mittelalter der Fall ist. Dennoch ist aber genau dies auch der grosse Vorteil daran wenn sich Filmemacher dazu entschliessen ihren Streifen in prähistorischer Zeit spielen zu lassen, denn dadurch stehen einem alle Türe offen, eine völlig eigene Version der Geschichte zu schreiben wenn diese dann auch nicht zu 100% historisch korrekt sind, wie man dies zum Beispiel bei den Flinstones, The Land Before Time oder jüngst bei der Ice Age Reihe der fall ist. Auch bei Dreamworks wollte man jetzt diesen Schritt zurück in die Vergangenheit wagen, wobei man für The Croods, mit Lilo & Stitch und How to Train Your Dragon Regiesseur Chris Sanders, John Cleese als Drehbuchschreiber (!) und Nicolas Gage zusammen mit Emma Stone als Hauptcharaktere gleich mehrere sichere Werte ins Boot holte.

Story:

Die Steinzeit! Grausam, hart und unbändig! In dieser wilden Umgebung kämpft jeder ums Überleben, und niemand kann das so gut wie die Höhlenmenschenfamilie die Croods. Angeführt von Vater Grug geht es nur dann aus der Höhle raus, wenn die Sonne am höchsten und die Tiere am trägsten sind und auch nur dann wenn man wieder den Bauch füllen muss. Tochter Eep kann sich aber je länger je mehr nicht mehr mit diesen Verhalten abfinden und nimmt eines Nachts reiss aus als sie in der Höhle ein komisches Licht entdeckt. Dieses führt sie dann zum jungen Guy, der ihr erzählt, dass es mit der Welt bald zu Ende gehen soll. Als dies dann tatsächlich eintrifft und ihre Höhle, welche den Croods, als einzige Zuflucht vor der bösen Umwelt diente, zerstört wird, sehen sie sich gezwungen auf die Suche nach einem neuen zuhause zu achen, doch da die Welt noch nicht fertig mit untergehen ist, müssen sie diese Zuflucht schnellstens finden, bevor ihnen sprichwörtlich der Boden unter den Füssen wegbricht.

Stil:

Anfangs wirkten die Trailer so als wollte Dreamworks nur auf den von Ice Age aufgleisten Zug, für die Begeisterung zur Urzeit aufspringen, der sich ja aber seit kurzem je länger je mehr auf das Abstellgleis zufährt. Doch vor allem die Hoffnung auf tolle Bilder und unterhaltsame Comedy unter den Neandertalern bewegten mich dann doch dazu dem Film doch ein Chance zu geben. Was die Bilder angeht wurde ich auch dann auch keinesfalls enttäuscht, war Dreamworks mit seinen frühen Film anfangs noch recht stark auf die Charaktere fixiert, merkt man spätestens bei Rise of the Guardians, dass das Studio durchaus in der Lage ist mehr als nur atemberaubende Hintergründe zu erschaffen, was hier vielleicht besser als jemals zuvor zur Geltung kommt. Die Welt wirkt nicht wie eine blosse Landschaft die dem Zweck dient, den Charakteren eine Umgebung zu bieten, wie es dies zum Beispiel bei Ice Age der Fall ist, sondern man versuchte eine möglichst lebendige, abwechslungsreiche und vor allem atemberaubende Umwelt kreieren, die mit dem sonderbarsten Kreaturen bevölkert ist. So sind es nicht einfach nur gewöhnlich Mammuts oder Säbelzahntiger die den Croods hier über den weg laufen, sondern passend zu Chris Sanders üblichen Kreationen, meistens irgendwelche Fantasie- oder Hybridwesen, denen man allesamt anmerkt, dass in ihren Entwicklungsprozess viel Liebe und Aufwand gesteckt wurde. Daneben überzeugt der Film aber auch mit teilweise äusserst unterhaltsamen Humor, der zwar nie in die Erwachsenenabteilung abdriftet aber dennoch eine äusserst breite Palette an Slapstick und guten Gag Einlagen bietet, was sicherlich auch zu einem Grossteil Storyschreiber und Alt-Monty Python John Cleese zu verdanken ist.

Charaktere:

Ein weiterer Grund, dass ich mir den Film dann doch angesehen habe, dass Nicholas Cage und Emma Stone die Hauptsprechrollen übernahmen. Natürlich brauche ich ja eigentlich gar nichts zu Cage, der Mann kann schauspielern, auch wenn seine Rollenwahl in letzter Zeit vielleicht ein wenig kurios waren, doch genau hier kommt seine Erfahrung im over the top acting, äusserst gut zum tragen und man merkt, dass er sich hinter dem Mikrophon richtig ins Zeug legte. Emma hat neben ihrem Aussehen natürlich auch den Trumpf ihrer genialen Stimme, weshalb es mich sowieso überrascht weshalb sie nicht schon vorher für eine Sprechrolle in einem Film verpflichtet wurde. Ich muss auch zugeben dass Ryan Reynolds als Guy, eigentlich ziemlich akzeptabel war und ziemlich oft auch der Mittelpunkt vieler Humoreinlagen war und dadurch auch mir schnell sympathisch wurde. Daneben überzeugt der äusserst kleine Cast, der neben Cage, Stone und Reynolds noch aus Catherine Keener  (Capote, Into the Wild) als Mutter Ugg, Clark Duke (Kick-Ass, Hot Tub Time Machine) als etwas dümmlicher Bruder Thunk und Cloris Leachman (Ida, Malcolm in the Middle) als toughe Grossmutter bestand, mit spürbar guter Chemie, welche den Familienzusammenhalt dadurch spürbar und glaubhaft machte.

Fazit:

Der Film ist nicht ganz auf dem Level von How to Train Your Dragon, Kung-Fu Panda oder Shrek aber dennoch sicher einer der besseren Dreamworks Filme, vor allen wenn es um Comedy oder optische Eindrücke geht. Man spürt hier und da sogar ein wenig Flinestones Mentalität heraus und die Designs von Chris Sanders sind innovativ wie eh und je aber hey wir reden ja hier immerhin von dem Mann der Stitch kreiert hat. Daneben macht es Freude den Charakteren zu zusehen, wie sie diese fantastischen Welt zusammen mit dem Zuschauer erkunden und der Humor ist gut platziert und fühlt sich dadurch auch nie erzwungen oder gar nervig an. Tolles Familienkino mit einer äusserst verrückten aber liebenswerten Familie.

Review Rating 7.5

7.5/10

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3 Responses to “Wir reden über: The Croods”


  1. 1 donpozuelo März 25, 2013 um 9:18 am

    Okay… ich hatte die gleiche Befürchtung wie du, dass das eine Art neues Ice Age werden würde. Aber es klingt ja zumindest nicht schlecht. Vielleicht bewege ich mich dafür auch noch ins Kino.


  1. 1 Wir reden über: Lilo & Stitch | Jason Auric - Sweet Nonsense Trackback zu April 5, 2013 um 4:24 pm

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