Wir reden über: Spring Breakers

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„Spring Break! Spring Break Forever!“

Es gab mal zwei Disneysternchen mit dem Namen Vanessa Hudgens und Selena Gomez. Die eine wurde damit bekannt, dass sie an der Seite von Zac Efron in irgendwelchen Schulgängen herumsang- und tanzte und die andere dadurch dass sie in Zaubererserie mit ihrem Zauberstab rumfuchtelte (ne nicht was ihr jetzt wieder denkt) und später das Gspusi von Belieber-Guru Justin Bieber wurde. Doch wie bisher alle ehemaligen Absolventen des Mickey Mouse Clubs wollten auch Vanessa und Selena als erwachsene und unabhängige Frauen wahrgenommen werden. Und wie erreicht man dies am besten? Genau! Wenn man halbnackt, besoffen und koksend im neusten Streich von Kids Regisseur Harmony Korine Spring Breakers rum rennt!

Story:

Die vier Freundinnen Faith, Candy, Beth und Cotty (natürlich haben ihre Eltern sie so getauft und nicht irgendwelche Pornoproduzenten) haben es satt in ihrem Nest rumzusitzen wo sie eh schon alles erlebt und duchgebumst haben und wollen nun am berüchtigten Spring Break die Sau rauslassen. Da sie aber null Kohle haben, beschliessen sie zuerst, das Auto eines ihrer Lehrer zu stehlen und danach noch eine Tankstelle auszurauben. Völlig konsequenzenlos machen sie sich dann mit vollen Taschen auf nach Florida, um dort auf den Putz zu hauen. Doch als sie dann ein bisschen zu viel auf den Putz hauen, werden sie wegen Drogenkonsums eingebuchtet. Doch auch hier kommt ihnen die Mary Sue in Form des Gangster-Rapper Alien (auch hier wieder grosses Lob bei der Namensgebung) zu Hilfe, der sich in die vier verguckt hat, und ihnen die Kaution spendiert, als Gegenleistung müssen die Mädchen natürlich als seine Betthasen herhalten und dabei mehr als einmal schwere Geschütze in die Hand nehmen….

Stil:

Ich gebe es offen zu, zuerst hat mich eigentlich vor allem Selenas und Vanessas halbnackter Hintern gereizt mir den Film anzusehen, doch mit jedem Trailer wurde ich dann auch immer neugieriger auf den Streifen selbst, da es nach herrlichem psychlogischen Abgrundsdrama à la Requiem for a Dream oder Alpha Dog gemixt mit Project X aussah. Umso enttäuschter war ich dann als mir dann den ganzen Film über nur pseudo philosophische Phrasen, unterlegt mit blanker Haut und Schnitten vorgesetzt wurden, die dermassen hektisch und laut waren, dass man sich jedes Mal schier Hinter dem Kinosessel vor der nächsten Szene verkriechen musste. Viele Kritiker lobten den Film aufgrund seiner Schonungslosigkeit und Offenheit, doch dies würde ich ganz klar dem Kalkül des Regisseurs zuordnen der hier nicht wirklich tiefgründig, sondern vielmehr einfach nur schockieren wollte. Sowieso erinnert der Film mehr wie ein weiterer hilfloser Versuch von zwei ehemaligen Kinderstars ihr Image auf derbste umzukrempeln und dabei halt einfach gezwungenermassen mit einem Skandalregisseur kooperieren mussten. Doch wie gesagt hatten wir das nicht alles schon vorher schon, als sich zum Beispiel Britney Spears, die einem nach diesem Film übrigens fast Leid tun muss, die Haare abschnitt oder spätestens bei 1000sten Gerichtstermin von Lindsay Lohan?

Charaktere:

Wie gesagt der Film dient einzig und allein Regisseur Korine wieder etwas Publicity und den Mädchen ein neues Images zu verschaffen, denn für die Hauptrollen hätte man auch genauso gut einige Girls Gone Wild Darstellerinnen engagieren können, denn der Film ist im Grunde auch nichts anderes als eine einzige Aneinanderreihung von Sitten-, Moral-, und Gesetzesverstössen aller Art der Mädchen, wobei Selena alias Faith ihrem Namen noch am besten wegkommt aber auch der Rest der Mädchen (fast) nie wirklich irgendwelche Konsequenzen für ihr Verhalten tragen müssen. James Franco auf den ich die meiste Hoffnung gesetzt hatte, wirkt hier noch um einiges Verkrampfter als er es noch in Oz: The Great and Powerful war, obwohl ich überzeugt bin, dass diese Rolle ihm sicher mehr Freude bereit hat, war hier doch eine heisse Poolszene für ihn drin, doch den Bad Boy nahm ich ihm zu keiner Sekunde des Films ab und wie gesagt wirkte sein Schauspiel aufgesetzter als die falschen Zahnkronen die er dabei trug.

Fazit:

Wer sich, so wie ich, nach den Trailern oder Postern Hoffnung gemacht hat, den muss ich leider enttäuschen ausser nackter Haut hält der Film nicht wirklich viel bis keines von seinen Versprechen. Ähnlich der Bekleidung seiner Darstellerinnen, vermag der Film nur mit seiner Optik anstelle von Inhalten halbwegs zu überzeugen, doch schlechte Schnitte und teilweise mehr als offensichtliches und zudem unnötiges Foreshadowing machen auch die geringsten Spannungsaufkeimungen zunichte. Die Rollen der Schauspieler hätten zudem wie gesagt auch alle von Pornodarstellern übernommen werden können und es hätte den Film, ausser der fehlenden Publicity nicht wirklich schlechter oder besser gemacht, da hilft es auch nicht wenn man ab und zu die Ausschnitte einer gewissen Zeichentrickserie immer wieder aufflackern sieht.

Review Rating 2.0

2/10

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6 Responses to “Wir reden über: Spring Breakers”


  1. 1 Sebastian März 23, 2013 um 2:02 am

    Die meisten Kritiken gingen ja doch eher so in die Richtung einigermaßen gelungen (anstatt Mega-Hype), von daher erwarte ich zwar, dass er mir etwas besser gefallen würde, aber begeistern vermutlich nicht. Interessant fände ich den, glaube ich, wirklich nur unter ästhetischen Gesichtspunkten.

  2. 2 Julian März 23, 2013 um 2:21 am

    Ich glaube dennoch, dass mir der Film gefallen wird. Ich mag Trash & Nacktheit. Das passt schon. 😉

    • 3 maloney März 23, 2013 um 6:56 am

      @Sebastian: Ich weiss nicht, du hast ja meistens ziemlich hohe Ansprüche und daher bin ich ziemlich sicher, dass die dich der Film zumindest ratlos, wenn nicht sogar wütend zurücklässt

      @Julian: Trash und Nacktheit sind super, aber dafür sind ja YouPorn und 4chan, wofür ich dann auch nicht 13.- ausgeben muss

  3. 4 donpozuelo März 25, 2013 um 9:16 am

    Ich fand den ja ganz okay. allerdings auch erst beim zweiten Mal. Vorher war ich deiner Meinung, danach habe ich das Ganze etwas anders betrachtet.

    Es ist sicherlich kein Meisterwerk, aber man kann es sich schon anschauen.


  1. 1 Wir reden über: The Bling Ring | The Sweet Nonsense Trackback zu August 24, 2013 um 1:39 am

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