Wir reden über: Teenage Mutant Ninja Turtles

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„You are here because the outside world rejects you. THIS is your family. I am your father! I want you all to become full members of the Foot. There is a new enemy: freaks of nature who interfere with our business. You are my eyes and ears; find them. Together we will punish these creatures. These… turtles!“

Eigentlich ist es ja Irrsinn, wie kann eine Serie über vier sprechende, mutierte Schildkröten die von einer Ratte in Nin-Jutsu unterrichtet werden und sich in der Kanalisation von Pizza ernähren überhaupt Erfolg haben? Nun ja zuerst einmal muss man dafür zu den Ursprüngen der Teenage Mutant Ninja Turtles gehen, welche nicht in der bekannten 80er Zeichentrickserie stattfanden, sondern in einem Comic, der als Parodie auf damals bekannte Superhelden wie DareDevil oder die X-Men gedacht war. Auch anders als die (erste) Fernsehserie, war der Comic ziemlich düster und scheute sich nicht davor graphische Gewalt zu zeigen. Deshalb waren die Leute anfangs ziemlich erstaunt, dass der erste Film mit den vier Ninja-Schildkröten auch nicht auf der bekannten und beliebten Fernsehserie, sondern auf eben besagten Comic basierte.

Story:

Die Stadt New York wird seit kurzem, von einer Reihe ungewöhnlicher Verbrechen heimgesucht, von denen behauptet wird, sie würden von jungen Teenagern oder sogar Ninjas begangen. Als die junge Reporterin April O’Neil, dieser Story auf den Grund gehen möchte wird sie während sie sich auf dem Weg zu ihrem Auto macht, plötzlich von eben diesen jungen Straftätern angegriffen, doch kurz bevor sich diese über sie her machen können wird sie in der Dunkelheit von ein paar Rettern, davor bewahrt, wobei sie aber später als Beweis, nur eine sogenannte Sai Klinge findet, die am Tatort zurückgelassen wurde. Später stellt sich heraus, dass Aprils Retter vier mutierte Schildkröten waren, die von ihren Meister Splinter, einer ebenfalls mutierten, Ratte in der Kanalisation in der Kampfkunst der Ninjas, dem Nin-Justu ausgebildet wurden. Doch kaum schliesst April Freundschaft mit diesen, wird Splinter auch schon vom Foot-Clan, der hinter all den Verbrechen steckt entführt, damit deren Anführer der Shredder schreckliche Rache an Splinter für Ereignisse aus der Vergangenheit nehmen kann.

Stil:

Wie schon erwähnt orientiert sich der Film um einiges genauer an den original Comics von Kevin Eastman und Peter Laird als es die damals beliebte Samstagmorgen Zeichentrickserie tat, was nicht heisst, dass man nicht doch ein paar Elemente davon in den Film einfliessen lies, so sind die Schildkröten auch hier durch die Farben ihrer Augenbinden voneinander zu unterscheiden, lieben Pizza über alles oder sind für keinen kessen Spruch zu faul, dennoch ist vor allem die Geschichte um Splinters Entführung Beweis genug, dass man auch nicht davor scheute in ernstere Gebiete vorzustossen. Für Neueinsteiger in die Franchise bietet der Film eine hervorragende Einführung in die Entstehungsgeschichte der Turtles und besonders anfangs wird die Spannung hochgehalten, da man die Schildkröten nicht sofort auftreten lässt sondern sie nur stückweise preisgibt, was zudem mit einen (zur damaligen Zeit) packenden Soundtrack gut untermalt wird.

Charaktere:

Ein grosses Lob geht sicher an den ewig grossen Jim Henson und seinen Creature Shop, die es möglich gemacht haben die Turtles, in einer Zeit in der es nicht mal ansatzweise vorstellbar gewesen wäre, Computer- oder Spezialeffekte zu verwenden, trotzdem zum Leben zu erwecken. Die vier Reptilien, aber auch ihr Meister Splinter wirken, vielleicht bis auf paar wenige Ausnahmen nie leblos oder sogar unecht, sondern verteilen teileweise sogar die glaubhafteren Schläge und Tritte als es die echten Menschen tun. Wobei ich hier noch anmerken möchte, dass die Stuntchoreographie auch heute noch absolut überzeugend und fehlerlos anmutet, zumal die Schauspieler der Turtles, Splinter und Shredder ja die ganze Zeit über ihre Kostüme tragen mussten. Bei den menschlichen Schauspielern gibt es auch nicht viel auszusetzen, Judith Hoag als April ist zwar nicht ganz so scharf wie in der Serie aber dennoch sympathisch und man kauft ihr glaubhaft die Freundschaft zu den Schildkrötenbrüdern ab, wobei sie aber auch auf ihre eigene Art sexy wirkte. Natürlich darf auch der maskentragende Casey Jones in einem Turtles Film nicht fehlen, der hier von Elias Koteas gespielt wird und ebenfalls eine gute Leistung abliefert, wobei man ihm fast die meisten Comedyszenen zuspielte. Ganz im Gegensatz zu Shredder, der hier im Gegensatz zur Serie hier auch wirklich furchterregend ist und schon bei seinem ersten Auftritt beweist, dass er sich hier von niemanden rumkommandieren lässt auch wenn mir sein Kostümdesign nicht so ganz hundertprozentig zusagte. Wer am Schluss übrigens ganz gut aufpasst entdeckt vielleicht auch den jungen Sam Rockwell, der als Strassengang Mitglied versucht mit der Polizei zu verhandeln.

Fazit:

Man muss entweder solche Art von Filmen lieben oder ein richtiger Turtles Fan sein um den Film die Wertschätzung gegenüber zu bringen die er meiner Meinung nach verdient hat. Nur schon für die Leistung mit und in den Turtleskostümen  müsste der Film einen Make-Up Oscar erhalten aber wie gesagt vielleicht Hype ich hier auch ein bisschen zu viel. Den das GHanze ist sicher nicht makellos aber im Gegensatz zu vielen 80er und 90er Blockbustern, ziemlich in Würde gealtert. Wer also die Mutanten Schildkröten liebt, sollte sich den Film doch wieder mal bei einer grossen Pizza reinziehen und kräftig „Cowabunga“ schreien!

Review Rating 8.0

8/10

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8 Responses to “Wir reden über: Teenage Mutant Ninja Turtles”


  1. 1 donpozuelo März 8, 2013 um 4:56 pm

    Die Helden meiner Kindheit!!!! Ich liebe die Turtles!!! Ich muss auch unbedingt mal wieder die Filme schauen. Einfach nur großartig. 😀

  2. 4 bullion März 8, 2013 um 9:34 pm

    Auch ich fand die Turtles damals grandios und den Film hab ich als kleiner Stöpke sogar im Kino gesehen – man ist das lange her!

    • 5 maloney März 8, 2013 um 10:44 pm

      An meine erste Sichtung des Films kann ich mich fast gar nicht mehr erinnern, im Gegensatz zu Teil 2, den ich mal im Fernsehen gesehen habe und absolut fasziniert von den Puppen und Kostümen war.

  3. 6 Julian März 8, 2013 um 10:48 pm

    Die Turtles sind großartig. Ich hatte damals sogar den Eastmancomic, den ich aber irgendwie verloren habe 😦 Der 2. und 3. Teil der Reihe war m. E. nicht mehr so gut bzw. im Bezug auf Teil 3 unfassbar mies. Kamen die Power Rangers nicht erst in den 90ern raus? Ich meine das war lange nach den Turtles.

    • 7 maloney März 8, 2013 um 10:57 pm

      Teil 2. finde ich noch ok, bei 3 muss ich dir recht geben, der ist wirklich grottig. Naja ich bin ja auch in den 90ern aufgewachsen sprich mit turtles UND Power Rangers, beide Serie liefen ja damals bei KRTL (hach warum gibt’s das nicht mehr) rauf und runter aber mir gefielen halt die engen Spandex Ranger besser als die grünen Schildkröte…wait what D:


  1. 1 Wir reden über: Teenage Mutant Ninja Turtles (2012) | The Sweet Nonsense Trackback zu August 12, 2013 um 2:09 pm

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