Wir reden über: Meine Filme 2012

2012 Movies

2012 war in jeglicher Hinsicht ein aufregendes und grosses Jahr, was sich vor allem in einen Bereich deutlicher bemerkbar machte als jemals zuvor, und zwar in Sachen Kinofilme. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich dieses Jahr mit ca. 70 Kinobesuchen, so oft wie noch nie im Kino gewesen bin aber nichts desto trotz eine grosse Anzahl von guten bis sehr guten Filmen gesehen habe auch wenn es natürlich einige Ausnahmen darunter gab. Deshalb gibt es natürlich auch wieder wie letztes Jahr die Auflistung meiner ganz persönlichen Highlights von 2012

Grösste Überraschung des Jahres

Cloud Atlas

Cloud Atlas
Regie: Tom Tykwer, Lana Wachowski, Andy Wachowski

Ich weiss nicht welche Drogen oder andere bewusstseinsverändernde Substanzen die Journalisten des Time Magazins genommen haben als sie Cloud Atlas zum schlechtesten Film des Jahres kürten aber ich teile diese Meinung definitiv nicht. Ein Buch, das bislang aufgrund diverser, verschiedener Handlungsstränge in unterschiedlichen Zeitperioden als unverfilmbar galt, in einer solch komplexen und spannenden Form auf die Leinwand zu bringen, ist wahrlich eine Meisterleistung. Tom Tykwer und die Wachowski Geschwister lieferten dabei aber gleich noch die teuerste Independent Produktion aller Zeiten ab, die beweist, dass man auch ohne den Zustupf von Hollywood mit grossen Schauspielern, wie Tom Hanks, Halle Berry oder Hugo Weaving aufwarten kann. Bezaubernd zu jeder Zeit

Grösste Enttäuschung des Jahres

Snow White and the Huntsman

Snow White and the Huntsman
Regie: Rupert Sanders

Vielleicht lag es an der Tagline „Snow White meets Lord of the Rings“ oder daran, dass die Trailer zu Snow White and the Huntsman in mir sehr hohe Erwartungen schürten aber ich war wirklich sehr gehypt für diesen Film. Das Resultat war dann ziemlich ernüchternd und bisweilen sogar enttäuschend. Auch wenn Charlize Theron und Chris Hemsworth ihre Sache eigentlich ziemlich gut machten, reisst vor allem die lahm adaptierte Story und Kristen Stewarts ewig gleich banaler Gesichtsausdruck den Film ziemlich runter. Natürlich war klar, dass dies nie und nimmer auf dem Niveau der Herr der Ringe-Trilogie spielen wird, doch waren dann die Abkupferungen von anderen besseren Filmen einfach zu offensichtlich und zuweilen sogar fast störend. Hier wäre definitiv mehr drin gewesen, oder im Fall von Regisseur Rupert Sanders und Kristen Stewart weniger…if you know what i mean!

Bester Actionfilm des Jahres

Skyfall

Skyfall
Regie: Sam Mendes

Auch wenn ich nur eine Handvoll James Bond Filme gesehen habe, würde ich Skyfall auch Nicht-Fans des britischen Superagenten nur wärmstens ans Herz legen. Nicht nur, dass Sam Mendes hier endlich einen James Bond abliefert, der mit exotischen Schauplätzen, Geheimverstecken und knallharter Action, wieder dem Geiste der alten Filme folgt sondern er macht den Film trotzdem auch einem Publikum zugänglich, dass nicht unbedingt mit dieser Franchise vertraut ist. Die Leistungen von Javier Barden, Judi Dench, Ben Wishaw, Ralph Fiennes und natürlich Daniel Craig sind den ganzen Film über auf höchsten Niveau und zeigen dadurch auch wieso das britische Kino auch heute immer noch Weltruf geniesst. Die Action wirkt auch nie aufgebauscht und überladen sondern bodenständig und den Szenen angemessen, ganz im Sinne der charmebehaften Serie aus der es entstammt. Bond is back, mit mehr Stil als je zuvor!

Bester Animationsfilm des Jahres

ParaNorman

ParaNorman
Regie: Sam Fell, Chris Butler

Diese Wahl zu treffen, war vielleicht die schwierigste von allen, da dieses Jahr gleich eine ganze Reihe von hervorragenden Animationsfilmen anliefen, wobei die besten darunter sicherlich Brave, Rise of the Guardians, Wreck-It Ralph oder halt eben ParaNorman waren. Für diesen hab ich mich dann auch deswegen entschieden weil er 1. nicht computeranimiert war, was in der heutigen Zeit auch mittlerweile eine Seltenheit ist und 2. weil er ein jüngeres Publikum genauso anspricht wie ein älteres. Die liebevoll in Stop-Motion Technik animierten Figuren erinnern in ihren verrückten Design nur zu gut an den Film Coraline, der ebenfalls von Studio Laika produziert wurde und ebenso eher an einen animierten Gruselfilm erinnert. Mit tollen Designs und einer noch besseren und tiefgründigen Story schafft es dieser Film sich aus der grossen Animationsmasse heraus zu heben.

Beste Komödie des Jahres

Ted

Ted
Regie: Seth MacFarlane

Seth MacFalrane ist für mich ein Gott auch wenn ihm gewisse Leute Einfallslosigkeit und Rassismus in seiner Comedy vorwerfen. Doch mit seiner Komödie über den unsittlichen Teddybären Ted, welches zugleich auch seine erste Kinoproduktion war, schaffte er es, die für mich beste Komödie des Jahres abzuliefern, die ganz im Stile von Family Guy und American Dad gehalten ist. Dass er dabei auch gleich selbst die Sprechrolle für die Hauptfigur Ted übernahm war dann natürlich nur noch das Tüpfelchen auf dem i. Zudem sind natürlich die Gastauftritte von Prominenten wie zum Beispiel Sam „Flash Gordon“ Jones oder Patrick Stewart natürlich nicht nur für Fans von Nostalgie und Pop-Kultur Anspielungen ein wahrer Hochgenuss und lassen den Film daher auch nicht wie eine gewöhnliche 0815 Produktion daherkommen. Wenn Seth etwas macht, dann macht er es richtig!

Beste Comicverfilmung des Jahres

The Avengers

The Avengers
Regie: Joss Whedon

Das war es, das war die epische Zusammenkunft der grossen Göttergestalten unserer Zeit! Vier Jahre Vorbereitungszeit und fünf Filme um die Charaktere zu etablieren zahlten sich sowohl für Marvel, als auch für die Fans mehr als aus und The Avengers kann mit Fug und Recht als einer der besten Action- und Comicfilme aller Zeiten bezeichnet werden. Regisseur Joss Whedon konnte durch diese Vorgaben komplett aus dem vollen schöpfen und musste sich so nicht in grossen Charaktereinführungen verlieren und sich dadurch komplett auf grandiose und bombastische Action konzertieren, ohne dabei aber jemals in Michael Bay Territorium abzudriften, denn auch wenn dieser Film von Effekten-Feuerwerken beinahe nur so trieft, ist diese jedoch äusserst exakt platziert und wirkt daher nie unnötig oder sogar überflüssig. Daneben machen tolle Action und liebenswerte bis geniale Figuren den Film sicher zum Blockbuster Highlight dieses Kinojahres.

Schlechtester Film des Jahres

Twilight Breaking Dawn Part 2

Twilight: Breaking Dawn – Part 2
Regie: Bill Condon

Ich bin ja selbst schuld, ich hätte mir diesen Mist ja nicht tun müssen oder? Schon richtig aber ab und zu will man doch auch bisschen masochistisch sein und sich ein wenig im Kino foltern lassen, zudem war Twilight: Breaking Dawn – Part 2 ja auch die letzte Gelegenheit sich diese filmischen Massenvernichtungswaffen im Kino anzusehen. Doch was war jetzt das schlimmste am Ganzen? Etwa die grauenhaften Darbietung die Stewart und Pattinson und Co. uns hier vorsetzen? Das Ende, das jeden der auch nur ein Hauch Ahnung von Filmen hat schreiend aus dem Kino stürmen lässt oder die Tatsache dass diese Filme eine ganze Generation versaut haben? Das schlimmste oder traurigste an allem ist aber wahrscheinlich doch eher, dass ich nach Ende des Film, zwar viel wütender aber dennoch genauso schlau wie vorher war, da ich keinen einzigen Sinn hinter jeglicher Handlung im Film erkennen konnte und der Film daher nur schon aus dem Grund als Film und die Macher als Filmmacher an sich versagt haben, was dem Ganzen eigentlich jegliche Daseinsberechtigung entzieht. Nicht nur shclecht sondern auch nutzlos!

Bester Film des Jahres:

Moonrise Kingdom

Moonrise Kingdom
Regie: Wes Anderson

Dieser Film ist gut, sehr gut sogar, wenn nicht sogar ein Meisterwerk. Wes Anderson konnte mit diesem Film ein weiteres Mal seinen Status als mein Lieblingsregisseur mehr als festigen und dabei gleich noch den für mich besten Film dieses Jahres abliefern. Auch wenn die Story von Moonrise Kingdom simpel ist, ist doch auf so eine liebenswerte und bezaubernde Art und Weise umgesetzt, dass man einfach nicht anders kann als sich in die ganze Szenerie und in die Figuren zu verlieben. Neben Bill Murray und Jason Schwartzman die Anderson schon mit Bravour in seine früheren Filmen einsetze, überzeugen vor allem Bruce Willis, Edward Norton und Frances McDormand, wobei die Star des Films ganz klar Jared Gilman und Kara Hayward sind, die ohne vorher gross schauspielerische Erfahrung gesammelt zu haben einfach umwerfend sind. Daneben machen Szenerie, Cinematografie und Soundtrack das Ganze zu einem unvergleichlichen Kinoerlebnis mit Ambitionen zum zeitlosen Klassiker. Hier stimmt einfach alles.

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14 Responses to “Wir reden über: Meine Filme 2012”


  1. 1 sisterbloom Dezember 30, 2012 um 2:41 pm

    Wow, ich habe genau einen der Filme gesehen. Dafür aber auch den zurecht von dir als besten Film des Jahres ernannten. 🙂 Ich muss mir bald mal die DVD zu „Moonrise Kingdom“ kaufen. Den muss man doch viel öfter als nur das eine Mal im Kino gesehen haben. 🙂

  2. 2 donpozuelo Dezember 30, 2012 um 2:57 pm

    „Skyfall“ als bester Action-Film??? Dann hast du auf keinen Fall „The Raid“ gesehen und solltest das dringend nachholen 😉

    Ansonsten schöne Filme dabei. Avengers hat’s bei mir auch in die Liste geschafft. Wie auch nicht??? 😀

  3. 3 maloney Dezember 30, 2012 um 3:34 pm

    @sisterbloom: Shame on you :O besonders Avengers und ParaNorman kann ich dir nur wärmstens ans Herz legen
    @don: Lief The Raid überhaupt im Kino? Kann mich daran erinnern.

  4. 5 bullion Dezember 30, 2012 um 6:30 pm

    Zumindest „The Avengers“ habe ich gesehen und fand ihn auch toll. Doch Whedon kann eigentlich besser… 😉

    • 6 maloney Dezember 30, 2012 um 6:42 pm

      Pardon me? Was soll den an Avengers noch verbesserungswürdig sein?

      • 7 bullion Dezember 30, 2012 um 7:00 pm

        Etwas weniger Action (die letzte halbe Stunde war dann doch etwas zuviel des guten), mehr Charaktermomente und Dialoge. Whedon kann das (noch) besser – und am besten mit eigenen Charakteren (siehe „Firefly“, „Serenity“, „Buffy“ und Co.)

        • 8 maloney Dezember 30, 2012 um 8:07 pm

          Wie gesagt die Action ist sauber und gut platziert, daher kann ich mich nicht beschweren.Ich muss zu meiner Schande ja gestehen, dass ich von Buffy nur diel etzen zwei Stafflen ganz gesehen habe

  5. 9 Julian Dezember 30, 2012 um 8:01 pm

    Meine Wertung zu Schneewittchen fällt da deutlich positiver aus, allein weil Charlize Theron so wunderbar fies ist. Aber die Probleme, die du ansprichst sind leider überdeutlich. Dennoch Kristen Stewart(d?) gefällt mir in dem Film (was ich selbst jetzt nicht gedacht hätte) und auch sonst ist der Film nicht die schlechteste Schneewittchenvariante (nur die Mononoke Szene geht mal gar nicht – Überkitsch!). Aber selbst die Asylum-Version gehört nicht zu den schlechtesten, von daher …

  6. 10 Marc Dezember 31, 2012 um 7:40 am

    Sorry aber Cloud Atlas gehört für mich auch zu den Enttäuschungen des Jahres! Viel zu lange und sehr verwirrend zu Teil! Gesehen und vergessen!

  7. 11 maloney Dezember 31, 2012 um 10:26 am

    @Julian: Nope mit der Kristen kann ich mittlerweile auch ausserhalb von Twilight nichts mehr anfangen die frau hat halt einfach den falschen Beruf gewählt.
    @Marc: Ich konnte der handlung eigentlich ziemlich gut folgen und das obwohl ich das Buch nie gelesen habe…das sollte doch für den Film sprechen oder?

  8. 12 Dos Corazones Dezember 31, 2012 um 12:35 pm

    Ich fand Cloud Atlas ja furchtbar langweilig, zu lang und so gar nicht aus einem Guss. Mich hat einfach nichts an dem Film fasziniert – abgesehen vielleicht von einigen Masken, die im Großen und Ganzen fantastisch angefertigt wurden.
    Ansonsten: Moonrise Kingdom am Ende meine Komödie des Jahres, obwohl es da ja noch Seven Psychopaths gab, wobei ich unbedingt noch Ted sehen will. Ach, an Komödien hat es nicht gemangelt, nur an guten großen Blockbustern.


  1. 1 Wir reden über: Meine Filme 2013 | The Sweet Nonsense Trackback zu Dezember 31, 2013 um 2:35 pm

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