Wir reden über: The Hobbit

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„We hobbits are plain, quiet creatures. Adventures make one late for dinner.“

Jetzt wenn wieder zur Festtagszeit die obligatorischen Weihnachtsfilme über den Bildschirm, darf natürlich auch ein Klassiker nicht fehlen, The Last Unicorn, die Geschichte über das Einhorn, dass seine Artgenossen sucht, gehört für mich genauso zum Christfest wie Glühwein und Pastete. Der im Jahr 1982 entstandene Film ist aber bei weitem nicht die einzige Produktion des Regieduos Rankin/Bass, denn neben zahlreichen Stop-Motion Weihnachtspecials, haben sie unter anderem 1977 auch eine Zeichentrickversion von J.R.R. Tolkiens Kinderbuch The Hobbit gedreht.

Story:

Der kleine Hobbit Bilbo Beutlin lebt gemütlich in seinem Erdloch als plötzlich der Zauberer Gandalf mitsamt einer Zwergenschar in seinem Garten steht und ihm erzählt, dass er ihn auf ein Abenteuer mitnehmen will. Zuerst etwas skeptisch beschliesst Bilbo dann doch mit dieser munteren Truppe los zu ziehen um den Drachen Smaug zu erlegen, der die Zwerge einst ihres Königreichs und Goldes beraubt hat. Auf dem Weg dorthin, müssen sie sich aber unter anderem mit solche finsteren Kreaturen wie Orks, Goblins oder riesigen Spinnen herumschlagen.

Stil:

Wer den Stil von The Last Unicorn kennt, weiss sofort, dass auch dieser Film von Rankin/Bass produziert wurde, die Bilder, die enorm an mittelalterlichen Wandteppichen erinnern oder in diesem Fall auch von den Gemälden von Arthur Rackham inspiriert sind. Dieser Stil ist so typisch für alle Filme von Arthur Rankin Jr. und Jules Bass, dass gewisse ihn sogar teilweise als zu aufdringlich und unrealistisch bezeichnen aber dennoch passt er meiner Meinung nach, äusserst gut zu dem legendenreichen Geschichten aus Mittelerde, auch wenn mich das Charakterdesign von einigen Figuren wie Smaug , der aussieht als hätten eine Katze und Fledermaus unanständige Dinge miteinander gemacht, nicht hundertprozentig ansprach. Im Gegensatz zu Peter Jackson, der das Buch jetzt auf 3 Filme ausdehnt, reichten hier knapp 80 Minuten um die ganze Geschichte zu erzählen, was aber bei den Schlachten und Actionszenen ein wenig zu einem Nachteil wird, da diese meistens in einen ziemlichen Schnelldurchlauf herunter gespult werden. Dennoch schafft es der Film bei mir vor allem mit dem Soundtrack zu punkten, der übrigens weniger aus instrumentaler Musik und mehr aus gesungenen Liedern besteht, die sogar für Zuschauer die den Film zum ersten Mal sehen vertraut wirken könnten (ich sag nur Lemmiwinks ;D).

Charaktere:

Orson Bean als Bilbo wirkte hier im Gegensatz zu Martin Freemans Performance viel gefasster und reisebegeisterter auch wenn ihm das an manchen Stellen im Film fast zu unglaubwürdig erscheinen lässt, so verzieht er beinahe keine Miene als er sowohl Gollum als auch Smaug gegenüber steht. Auch wenn wir alle Andy Serkis als Gollum lieben ist doch Brother Theodore’s (ein gebürtiger Deutscher) Darbietung als gefallener Sméagol dennoch ziemlich beeindruckend, da er diesen weniger Schizophren sondern viel mehr kaltblütig und raffgierig darstellt. Auch wenn mich wie schon erwähnt habe das Design von Smaug nicht so wirklich ansprach, ist Richard Boone als seine Stimme doch so richtig furchteinflössend und erzeugt vor allen in der Szene in der Bilbo dessen Höhle betritt ziemliche Gänsehaut. Gandalf ist hier weniger der kauzige Zauberer als der verbissene Truppenführer, wodurch er teilweise fast ein wenig unsympathisch wirken könnte aber dennoch der Buchvorlage gerecht wird. Die 13 Zwerge werden zwar anfangs alle vorgestellt aber auch hier ist es einzig wieder Thorin, der mehr als ein paar Zeilen sprechen darf.

Fazit:

Der Film gehört sicher zum Pflichtprogramm für jeden Tolkien- und Fantasyfan aber auch Nostalgiker werden sicher ihre wahre Freude daran habe. Die Macher bleiben der Buchvorlage treu und haben mit den Figuren einige ziemlich ikonische Designs geschaffen. Die Story fühlt sich auch nie unnötig in die Länge gezogen an und beinhaltet alle wichtigen Ereignisse des Buches, auch wenn wie gesagt die Actionszenen durchaus opulenter hätten ausfallen können. Ich empfehle den Film an einem gemütlichen Sonn- oder Feiertags Vormittag anzusehen und sich dazu Glühwein und Kekse zu genehmigen, den Tolkien und Weihnachten passt für mich einfach wunderbar zusammen.

Review Rating 7.5

7,5/10

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4 Responses to “Wir reden über: The Hobbit”


  1. 1 bullion Dezember 17, 2012 um 1:05 pm

    Ich wusste gar nicht, dass er vom gleichen Studio kommt, wie „Das letzte Einhorn“, den ich sehr mag. Ich kenne nur die Zeichentrick-Version von „Der Herr der Ringe“, die ja von Bakshi stammt. Gibt es den Zeichentrick-Hobbit auf DVD?

  2. 3 donpozuelo Dezember 17, 2012 um 1:36 pm

    Den wollte ich mir eigentlich noch vor Jacksons Hobbit anschauen, aber daraus wird wohl nix mehr. Auf meiner Liste ist der aber auch.


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