Wir reden über: The Hobbit: An Unexpected Journey

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„You’ll have a tale or two to tell when you come back. – You can promise that I will come back? – No. And if you do, you will not be the same.“

Die Verfilmungen der Lord of the Rings Romane gehören ja bekanntlich zu den erfolgreichsten Filmreihen aller Zeiten und auch bei mir stehen die drei Filme von Peter Jackson ganz ganz weit oben in der Beliebtsheitsskala. Da aber diese bei weitem nicht das einzige waren, was J.R.R Tolkien niedergeschrieben hatte war lange nicht klar ob auch dessen quasi Sequel The Hobbit auch irgendwann mal eine Kinoadaption erhalten sollte (mal abgesehen vom 70er Jahre Rankin/Bass Zeichentrickfilm). Zuerst verneinte Regisseur Peter Jackson ja jegliche Adaption des Werkes, wobei er sich aber mit der Zeit immer milder darüber äusserte bis er schliesslich als Produzent für eine geplante Adaption mit Hellboy Regisseur Guillermo del Toro einstieg. Als das del Toro aber aufgrund finanzieller und terminlicher Schwierigkeiten das Projekt verliess sprang Jackson dann halt auch wieder als Regisseur ein und den Film von einen zuerst auf zwei und dann auf drei Teile ausdehnte, wobei auch viel Material aus dem Tolkien-Legendarium Silmarillion vorkommen sollte. Der erste Teil davon The Hobbit: An Unexpected Journey, hatte aber nicht nur die Erwartungen aller Tolkien und Herr der Ringe Fans zu erfüllen sondern musste auch noch beweisen, dass die neue High Frame Rate 3D die Jackson extra für den Film entwickeln liess auch wirklich ihren Preis wert war!

Story:

In beschaulichen Auenland lebt der junge Bilbo Beutlin in seiner gemütlichen Wohnhöhle und geniesst das Leben in vollen Zügen, doch als plötzlich der Zauberer Gandalf in seinem Garten steht und ihm erzählt, dass er ihn auf eine Reise mitnehmen will ist es vorbei mit Bilbos Beschaulichkeit. Am gleichen Abend tauchen nämlich gleich 13 Zwerge bei ihm auf, fressen ihm all seine Vorräte weg und wollen ihn ebenfalls davon überzeugen mit ihnen auszuziehen um den bösen Drachen Smaug zu töten, der ihnen einst ihr Königreich Erebor stahl. Bilbo steht also vor der Wahl in seiner warmen kuscheligen Höhle zu bleiben oder das Abenteuer seines Lebens zu erleben.

Stil:

Der Hobbit ist im Gegensatz zu Der Herr der Ringe in erster Linie ein Kinderbuch, wenngleich auch ein unkonventionelles und das merkt man auch im Film, die Gags sind zahlreicher gesät und über weite Strecken ist die Stimmung fröhlich, was sicher auch der munteren Zwergenschar zu verdanken ist. Trotzdem ist Jacksons altbewehrter epischer Fantasy Stil ganz klar zu erkennen auch wenn der Film dann doch nicht dieselben spektakulären Ausmasse wie die berühmten Vorgänger erreichen kann, was aber auch teilweise an der Vorlage liegt. Trotzdem sind tolle, jedoch fast in Slapstick überschwappende Verfolgungsjagden in den Goblinhöhlen oder tolle Prologschlachten dennoch vorhanden und erfreuen daher sicher nicht nur mein Fantasyherz. Die Entscheidung das Ganze in drei Teile aufzuteilen, tat sicher der Geschichte an sich gut, da so wirklich alles bis ins Detail erzählt werden kann, jedoch wirkt der Film dadurch teilweise fast zu langatmig und gewisse Szene wie der Paranoia-Drogenrausch des Zauberers Radagast hätte man auch durchaus weglassen könne, ohne dass die Geschichte gross darunter gelitten hätte. Was die neue 3D Technik angeht kann ich sie nur absolut jedem empfehlen, denn neben der Tatsache, dass der Film in völlig hochauflösenden HD über die Leinwand flimmert sind auch die Effekte viel klarer, heller und besser zu erkennen und sogar in Gollums dunkler Höhle hatte ich nie das Gefühl etwas zu verpassen, seht ihn euch also in HFR 3D an es lohnt sich! Howard Shore lieferte auch dieses Mal  erneut den gesamten Soundtrack, der mit neuen aber dennoch vertrauten Tönen aufwartet und zwischendurch trotzdem wieder altbekannte Melodien einstreut und auch so diesen Soundtrack zu einem Highlight machten.

Charaktere:

Neben altbekannten Schauspielern, wie Ian McKellen als Gandalf, Hugo Weaving als Elrond, Cate Blanchett als Galadriel und Andy Serkis als Gollum, die schon bei Herr der Ringe ihr Debut gaben, kamen mit Martin Freeman als Bilbo und den 13 Zwergen, gleich eine ganzer Haufen neuer Figuren hinzu. Hatte Bilbo, damals noch gespielt von Ian Holm in The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring noch relativ wenig Spielzeit, durfte sich Freeman hier richtig ausleben und spielt den Hobbit genau mit der richtigen Mischung aus Reserviertheit, Verklemmtheit, Neugier und Gerissenheit gepaart mit gutem alten britischen Charme, die ihn so für mich zur idealen Titelfigur für den Film und um einiges liebenswerter als noch Elijah Woods Frodo machen. Die Zwerge sind fast zu zahlreich um ihre Leistungen alle einzeln zu erwähnen zumal einige fast nur als Dekoration in der Gruppe dienen, dennoch ist sicher Richard Armitage Performance als Thorin Eichenschild herausrangend und mehr als gelungen auch wenn sie teilweise fast zu Aragorn-ähnlich rüberkommt, was nicht verwundert, da beides ja Könige sind die ihrer Heimat beraubt worden sind.

Fazit:

Ob es eine kluge Entscheidung war den Film in drei Teile aufzuteilen wird sich wahrscheinlich erst mit dem letzten Teil zeigen, sicher die richtige Entscheidung war es Peter Jackson wieder als Regisseur zu engagieren, denn auch wenn einige Szenen den Film vielleicht unnötig in die Länge zogen, kann er doch wie kein anderer Mittelerde zum Leben erwecken. Daneben sind bereits bekannte Figuren wieder so zu sehen wie man sie in Erinnerung hat, auch wenn ihnen jetzt ein paar neue kleine Eigenheiten hinzugefügt wurden, so ist Gollum diesmal noch schizophrener und Gandalf noch etwas kauziger als früher…ich meine später whatever! Die Landschaftsaufnahmen sind erwartungsgemäss toll und das Figurendesign und der Soundtrack entäuschten auch so gut wie (fast) nie. Ein gelungener Start für die Filmreihe auch wenn sie nicht voll und ganz das Niveau des Vorgängers…Nachfolgers whatever erreicht.

Review Rating 8.0

8/10

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14 Responses to “Wir reden über: The Hobbit: An Unexpected Journey”


  1. 1 Dominik Dezember 13, 2012 um 12:58 pm

    Da kommen noch zwei? OK, überrascht! Allerdings hab ich mich mit dem Thema auch nicht wirklich beschäftigt. HDR war grandios, aber ich habe lediglich Teil 1 und 2 gesehen. Mittelerde scheint trotz seiner Pracht nichts für mich zu sein.

  2. 7 donpozuelo Dezember 14, 2012 um 1:41 pm

    Da bin ich ja jetzt ein bisschen beruhigt. Vor allem, weil du irgendwie der erste bist, den ich kenne, der die neue Technik lobt. Ich bin da ja mal sehr gespannt drauf.

    Was die Drei-Teilung angeht, tippe ich ja immer noch darauf, dass der letzte Hobbit-Film sich eher damit beschäftigen wird, Hobbit und Herr der Ringe miteinander zu verbinden… als GROOOOOSSER Übergang 😉

    • 8 maloney Dezember 14, 2012 um 2:20 pm

      Jap HFR bingts echt und das kommt sogar zur geltung wenn man nicht die absoluten Spitzenplätze hat.

      Anfangs ist der film zwar ein wenig langatmig aber das was „The Fellowship“ ja auch“ und daher bin zuversichtlich, dass sich alles noch steigern wird…nur schon wegen Beni als Smaug 😉

      • 9 donpozuelo Dezember 14, 2012 um 2:50 pm

        Auf Smaug bin ich auch schon sehr gespannt!!!

        • 10 maloney Dezember 14, 2012 um 2:57 pm

          Nicht nur du…ich meine die psannung die man jetzt mit ihm erzeugt hat ist fast gigantisch, dass Viech kann nur genial…hoffe nur dass sie es nicht Rankin/Bass gleichtun und irgendein ein abgefucktes Design (im negativen Sinne) verwendet haben…aber John Howe hat ja schon vorher ziemlich goile Zeichnungen gemacht, deshalb bin ich mehr als zuversichtlich

  3. 11 Dos Corazones Dezember 14, 2012 um 5:28 pm

    Nicht nur die gleiche Punktzahl, sondern generell eine sehr ähnliche Meinung lese ich hier wie die meinen 😉
    Abgesehen vielleicht zum HFR, mit dem ich ja erst spät im Film richtig warm wurde…

    Bei dem neuen Score sticht ja vor allem Misty Mountains hervor – der ja gar nicht einmal von Howard Shore geschrieben wurde.

    • 12 maloney Dezember 15, 2012 um 11:51 am

      Ja das richtige Filmfealing ist halt immer noch bei „normalen“ 3D grösser…aber dafür sind die Effekte und Bilder schlechter zu erkennen :/

      Misty Mountains ist genial und kann durchaus mit dem LotR Theme mithlaten

  4. 13 Sebastian Dezember 18, 2012 um 5:11 pm

    Speziell Zustimmung zum Vergleich Freeman / Wood, der natürlich etwas fies ist, schon weil LotR nun mal eher auf Ensemble ausgerichtet war. Aber irgendwann war mensch Frodos ewig leidenden Blick halt schon leid, während John Watson ruhig noch eine ganze Weile so weiter machen darf, ehe mir das auf die Nerven geht. :p


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