Wir reden über: The Lord of the Rings: The Two Towers

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„What business does an elf, man, and a dwarf have in the Ridder-Mark? Speak quickly. – Give me your name, horse-master, and I shall give you mine. – I would cut off your head, dwarf, if it stood but a little higher from the ground. – You would die before your stroke fell.“

Mit seiner Verfilmung von Tolkiens The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring verzückte Peter Jackson im Jahr 2001 Fans und Kritiker gleichermassen. Da war es natürlich klar, dass der zweite Teil, The Lord of the Rings: The Two Towers auch ein Erfolg werden würde, auch wenn Jackson am Anfang ein grosses Risiko eingegangen war, denn anstatt abzuwarten ob die Filme überhaupt erfolgreich werden würden, drehte er gleich alle an einem Stück und veröffentlichte sie dann nacheinander im Abstand von einem Jahr. Doch die Fans dankten es ihm und der Film übertraf seinen Vorgänger in Einnahmen und Zuschauer noch mal um ein grosses Stück.

Story:

Der Ringkrieg scheint sich je länger je mehr anzubahnen. Nachdem die Gefährten in Parth Galen von den Uruk-hai des Zauberers Saruman angegriffen und getrennt wurden, sucht nun jeder seinen eigenen Weg um Sauron und Saruman gegenüber zu treten. Während Merry und Pippin im geheimnisvollen Fangorn Wald auf den Ent Baumbart treffen sind Gimli, Legolas und Aragorn in Rohan dem Land der Pferdeherren angekommen. Deren Hauptstadt Edoras ein Angriff von einer riesigen Armee von Sarumans Uruk-hai bevorsteht. Um die Bevölkerung zu schützen beschliesst man sie in der Burg Helms Klamm in Sicherheit zu bringen da dort die Chancen von einer Verteidigung wesentlich besser stehen. Währenddessen sind Frodo und Sam weiterhin unerbittlich auf den Weg nach Mordor, wobei sie jedoch eines nachts von Gollum überrascht werden, der ihnen seit ihrem Weg durch Moria gefolgt ist und seinen „Geliebten Schatz“ den Ring unbedingt wieder haben will und dafür vor nichts zurückschreckt.

Stil:

Im Gegensatz zum ersten Film, der grob gesagt ja nur aus einer einzigen Reise bestand wird hier das Reisetempo wesentlich runter geschraubt. So sind vor allem die Szenen in Rohan ausschliesslich in Edoras und Helm Klamm angesiedelt und bestechen vor allen am Schluss durch grosse Schlachten- und Kampfszenen, auch wenn einige Fans Jackson ja vorwerfen er hätte mit der zu Hilfe eilenden Elbenarmee den Bogen etwas zu sehr überspannt…wortwörtlich sozusagen ;). Auch diesmal legte man wieder Wert auf grosse Realistik und so sind auch die ganzen Uruk-hais keineswegs im Computer sondern am Schminktisch entstanden, was angesichts ihrer riesigen Zahl die hier auftaucht, eine wahre Meisterleistung aller Maskenbildner ist, die am Film mitgearbeitet haben. Dennoch gab es einige Figuren, bei denen man nicht Drumherum kam sie mit CGI zum Leben zu erwecken, so unter anderem die geflügelten Biester der Ringgeister, Ent Baumbart oder am prominentesten natürlich Gollum, der für mich die erste computeranmierte Figur ausserhalb von einem Pixar-Film war, der sich wirklich wie eine reale Person verhielt und auch grosse Emotionen in mir hervorrief.

Charaktere:

Da die Charaktere hier völlig neuen Herausforderungen gegenüberstehen wird natürlich auch die Charakterentwicklung vorangetrieben auch wenn diese weitaus subtiler von statten geht als bei anderen Filmreihen und einen nicht plötzlich grosse Wendungen ins Gesicht geknallt werden. Grosse Ausnahmen dafür, ist natürlich die Auferstehung von Gandalf dem Grauen zu Gandalf dem Weissen, der durch Sarumans Fall nun den Platz des mächtigsten Zauberers in Mittelerde eingenommen hat. Ian McKellen spielt diesen vormals etwas kauzigen und zerstreuten Charakter jetzt mit einer derartigen Aura, dass man fast meinen könnte er hätte selbst etwas mystisches an sich. Haben sich Gimli und Legolas als Zwerg und Elbe, anfangs noch sehr skeptisch gegenüber gestanden merkt man doch, dass sich langsam aber sicher eine Freundschaft zwischen den beiden entwickelt und sie sich im Kampf mittlerweile ausgezeichnet ergänzen. Als grosse Neueinführung taucht zum ersten Mal Gollum auf, der im Motion-Capture Verfahren von Schauspieler Andy Serkis Leben eingehaucht wurde. Die Figur, die ja schon im Buch weder der bösen noch der guten Seite zugeordnet werden konnte, kriegt hier so durch Serkis Performance gleich noch ein Stück mehr Tiefgang. Durch gezielte cinematographische Tricks wird Gollums durch den Ring korrumpierte und gespaltene Persönlichkeit beinahe greifbar und man beginnt mehr als einmal mit dem gefallenen Hobbit der früher als Sméagol bekannt war, mitzuleiden. Für mich sicher eine der besten und tragischsten Rollen der Filmgeschichte.

Fazit:

Ich muss zugeben es ist der Film der Reihe den ich am wenigstens gesehen habe, was aber noch nichts heissen mag, da mir ich jeden davon mindestens schon etwa zehnmal zu Gemüte geführt habe. Für mich ist er auch von den dreien der, der am meisten ausbalanciert ist, in Sachen Action und Emotionen. Je länger je mehr beginnt sich die Spannung vor dem grossen Schlags Sauron aufzubauen, da wirkt Sarumans Angriff eigentlich fast nur wie der erste Luftzug vor dem wirklichen Sturm. Jackson hält auch weiterhin die Erwartungen hoch und übertrifft den Vorgänger in Qualität gleich nochmals um ein Stück. Wenn dies die Ruhe vor dem Sturm ist, will ich den Sturm unbedingt sehen! 😀

Review Rating 9.5

9,5/10

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4 Responses to “Wir reden über: The Lord of the Rings: The Two Towers”


  1. 1 bullion Dezember 6, 2012 um 11:43 am

    Auch hier würde ich noch 0,5 Punkte aufschlagen, zumal ich die Trilogie eher als Gesamtwerk sehe. Doch so oder so hast du Recht und es ist ein toller Film, der Lust auf den Abschluss macht!

  2. 3 Mr. Nick Dezember 7, 2012 um 3:17 pm

    Für mich ganz klar der beste Teil der Trilogie.
    Wie du es bereits erwähntest, bietet Jackson eine ausgewogene Mischung
    aus actionreichem Schlachtenepos und Fantasyfilm mit Tiefgang.


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