Wir reden über: Megas XLR

„This alien chick thinks she can get my ride towed, make me go to the DMV and take a road-test? I don’t need no stinking road test! – Eh, dude, none of that stuff is her fault. – Yeah…Well she’s trying to kidnap Kiva, that ain’t cool either“

Gigantische Kampfroboter üben seit je her eine Faszination auf den Menschen aus und seit eines Tages Japan damit begonnen hat die ganzen Mecha-Animes zu produzieren, kommen fast jährlich, auch in der westlichen Welt, neue Serien mit den riesigen Kampfmaschinen auf den Markt. Transformers, Gundam Seed, Voltron Force oder Neon Genesis Evangelion sind da die bekanntesten Besipiele. Doch im Jahr 2002 durften die Zuschauer der Senders Cartoon Network über ein paar neue Serien abstimmen, die künftig das Programm bereichern sollten und eine davon war Megas XLR, die Serie um den gemütlichen Coop der mit seiner Entourage einen riesigen Roboter aus der Zukunft findet sollte schon bald, dank toller Action, Gastauftritten und Anspielungen auf diverse Animes und 80er Jahre Cartoons, zum absoluten Fanliebling werden.

Story:

In der weit entfernten Zukunft wird die Erde von den kriegerischen, ausserirdischen Glorft angegriffen, wobei die Militärpilotin Kiva Andru es schafft einen Prototypen, eines Kampfroboters, die sogenannte „Megas Einheit“ der Glorft zu stehlen, umzuprogrammieren und sich mit diesem in die Vergangenheit zu schicken. In der Vergangenheit (besser gesagt unserer Gegenwart) finden die zwei Faulenzer Coop und Jamie in New Jersey aber den Roboter, wobei Coop in diesem die Chancen sieht seine Tuningqualitäten unter Beweis zu stellen und die Kampfmaschiene kurzerhand aufpimpt. Kiva die natürlich gleich darauf versucht wieder in ihre Zeit zu gelangen muss feststellen, dass sie durch Coops „Feineinstellungen“ nicht nur nicht mehr in der Lage ist Megas zu steuern und zudem noch in der Vergangenheit feststeckt, weil Coop und Jamie die Zeitreiseeinheit von Megas demoliert haben. Wiederwillig schliesst sie sich dem Duo an, da neben den Glorft von nun an fast täglich neue Kontrahenten auftauchen die ihnen das Leben schwer machen wollen, wobei teilweise aber auch Coop selbst daran Schuld ist, dass es überhaupt so weit gekommen ist.

Stil:

Wie bereits angesprochen ist die Serie eine einzige grosse Hommage an das Mecha-Genre aber auch Animes und 80s Cartoons aller Art. So sind Gastauftritte von Parodien wie den Sailor Kriegerinnen, Gatchaman oder der Voltron Force keine wirkliche Seltenheit, wobei nicht mal gross Wert auf Subtilität gelegt wurde und die Figuren daher ziemlich leicht als diese erkannt werden können. Doch genau das ist es was gerade mich so angesprochen hat, dass man sich nicht darum scherte ob man jetzt beliebte Kindheitsserien durch den Dreck zieht oder nicht, die Macher wollten einfach nur ihren Spass mit den Figuren haben und diese so klischiert wie möglich darstellen. Daneben ist die Serie aber trotzdem oder gerade deshalb vielleicht eine der „amerikanischsten“ Serien die ich je gesehen habe. New Jersey allein gilt ja schon als Paradebeispiel für den amerikanischen Moloch der Glanzstädten wie New York oder Los Angeles gegenübersteht, doch mit Autoshows, Monstertruckrennen oder Bikini-Autowäschen wird dies gleich noch einmal mehr unterstrichen und man fragt sich ob die Serie dadurch nicht nur auf Kinder als Zielpublikum abzielte

Charaktere:

Coop selbst ist der Inbegriff der amerikanischen Gemütlichkeit, besser gesagt Gleichgültigkeit der lieber an Hotdog-Wettessen teilnimmt und Videospiele spielt, als die Welt zu retten oder zumindest dies, mit diesen Dingen zu kombinieren versucht. Dass er die Kontrollzentrale von Megas in einen alten Dodge verlegt hat und die Steuerung durch einen Konsolen-Controller ersetzt hat, erstaunt dann auch niemanden mehr. Ihm dabei immer zur Seite, steht sein bester Freund Jamie, der eigentlich nur mit von der Partie ist, weil er sonst eh nichts Besseres zu tun hat, als davon zu träumen wie er bei irgendwelchen Damen landet, bei denen er im echten Leben sowieso keine Chance hätte. Seine Stimme leiht ihm dabei Steve Blum der vor allem durch Animerollen wie Spike Spiegel in Cowboy Bebop, Orochimaru in Naruto oder auch kürzlich Amon in Legend of Korra bekannt wurde. Kiva bildet dann sozusagen den ruhigen und vernünftigen Pol der Gruppe und muss die beiden mehr als einmal mit ihren Elitekrieger-Fähigkeiten aus der Scheisse ziehen, unbewusst ist sie dadurch aber auch eine komödiantische Figur, da sie nie wirklich weiss wie sie mit den Gepflogenheiten der Vergangenheit umgehen soll. Doch auch mit Nebencharakteren wird nicht gespart die so zahlreich wie unterschiedlich sind und nicht selten mit bekannten oder berühmten Stimmen ausgestattet sind. So taucht plötzlich Bruce Campbell als intergalaktischer Wrestlingmogul, Rachael MacFarlane als Punkgirl oder Phil LaMarr (Jack, Samurai Jack) als Mr.T Roboter T-Bot auf.

Fazit:

Für jeden Liebhaber von Animes und Science Fiction ist die Serie natürlich ein Muss aber auch die ganzen Anspielungen darauf machen das Ganze immer wieder zu einem komödiantischen Hochgenuss. In vielen Punkten konnte ich auch grosse Parallelen zu Symbionic Titan feststellen, da dort ebenfalls mit grossen Robotern gekämpft wird, die aus einer anderen Welt, Zeit auf die Erde geschickt wurden. Zudem liefen beide Serien auf Cartoon Network und wurden leider auch nach kurzer Zeit wieder abgesetzt. obschon eine grosse Fangemeinde vorhanden war. man merke Cartoon Network hasst Roboter. Dennoch kann ich sie jedem, der auf gute Action und Lacher steht, nur wärmstens empfehlen.

8/10

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