Wir reden über: Filmreihe: Underworld

Der Vampir und der Werwolf sind die ältesten dem Menschen bekannte Monster und wurden schon unzählige Male in den vielfältigsten Formen adaptiert. Leider waren ihre jüngsten Zusammentreffen als glitzernder Emojunge und eifersüchtiges Möchtegern-Unterwäschemodel in der Twilight Reihe nicht wirklich und in keinster Weise episch, sondern schlichtweg ein Schlag ins Gesicht jedes anständigen Horrorfilmliebhabers. Doch vor gar nicht allzu langer Zeit gab es ein paar Filme in denen die Kämpfe zwischen den Bestien, zwar manchmal ziemlich over the top aber trotzdem äusserst unterhaltend waren und zudem dufte man natürlich die ganze Zeit Kate Beckinsale in Lack und Leder und manchmal sogar ohne gar nichts bewundern. Ich rede natürlich von der Underworld-Reihe!

Underworld

„Whether you like it or not, you’re in the middle of a war that has been raging for the better part of a thousand years. A blood feud between vampires and lycans….Werewolves!“

Seit Jahrhunderten tobt zwischen dem noblen Vampire und dem Clan der Werwölfe ein unerbittlicher Krieg der einst, durch eine tragische Liebe zwischen der Tochter des ältesten Vampirfürsten und dem Anführer der Lykaner ausgelöst wurde. Mittlerweile scheinen die Vampire sich langsam als Sieger bezeichnen zu können, nicht zuletzt dank ihren Elitekriegern, den Death Dealern. Selene eine ebensolche Death Dealerin merkt aber per Zufall, dass sich die Lykaner plötzlich für einen bestimmten Menschen interessieren zu scheinen, der offenbar die Veranlagung besitzt von beiden Rassen gebissen und nachher zu einem Vampir-Werwolf Hybrid und stärker als jeder einzelne von ihnen, zu werden. Ein tödliches Rennen um die Zeit beginnt, wobei Selene Stück für Stück herausfinden muss, dass ihr ganzes (Ab-)Leben nur auf einer Lüge aufgebaut war.

Zwar gab es vorher schon zig bekannte Vampiradaptionen wie Bram Stoker’s Dracula oder Interview mit einem Vampir auf der Leinwand zu sehen aber Underworld hat die Begeisterung für die Blutsauger gerade in den letzen Jahren wieder neu angeheizt und wahrscheinlich daher aber auch leider den Grundstein für die Twilight-Reihe gelegt. Dennoch sind die Untoten hier, keineswegs blasse Schmachtgestalten, sondern zum Teil wirklich ziemliche Monster. Kate Beckinsale wurde wohl ziemlich sicher nicht nur aufgrund ihres schauspielerischen Könnens eingestellt, da ihr sowieso nicht allzu überschwänglich viel Dialog zur Seite gestellt wurde, was man(n) aber durch die vielen Ass-Counts ziemlich locker verkraftet. Bill Nighy als Vampirlord Viktor und Michael Sheen als Alpha-Werwolf Lucian geben beide solide Gegenspieler ab auch wenn Nighy sicher die charmantere Performance abliefert und seine Sympathie erst kurz vor Schluss endgültig verliert. Gutes Gothic-Actionkino, zu dem sicher auch die düstere Umgebung der nächtlichen Strassen von Budapest beitrug. auch wenn die Lykaner teilweise allzu verunstaltet aussehen.

7/10

Underworld: Evolution

„You’re wrong. Soon you’ll be drowning in Lycans just like before. – Oh, not Lycans, Father, or Vampires. A new race created in the image of their maker! Their new God! Me!“

Die Jagd ist eröffnet! Nachdem Selene zusammen mit ihrem Partner Michael Corvin den Vampirfürsten Viktor getötet hat, sind sie nun Freiwild für alle Vampire. Doch nicht nur das, nachdem versehentlich das Blut eines Lykaners, der von Viktor während eines Verhörs getötet wurde, in die Gruft des ersten echten Blutsaugers Marcus Corvinus tropfte und ihn wieder zur Regeneration verhilft, trachtet dieser den beiden ebenfalls nun auch nach dem (Ab-)Leben, unter anderem weil Selene zufällig auch als Kind dabei war als Marcus‘ Bruder William, der erste Werwolf, in seinem ewigen Gefängnis versiegelt wurde.

Den Film könnte man gut als den Roadmovie der Reihe bezeichnen, da die Story um einiges rasanter voran getrieben und die Schauplätze sich ziemlich schnell  ändern ganz im Gegensatz zum ersten Teil, wo man sich meistens zwischen den düsteren Gassen von Budapest und der Vampirvilla hin und her bewegte. Vielleicht lag es auch daran, dass ich einfach ein Bill Nighy Fan bin und ihn als Viktor wirklich ziemlich cool fand oder an der ziemlich overthetoppten Aufmachung in seiner Vampirgestalt aber Marcus konnte mich als Gegenspieler nicht wirklich überzeugen. Auch Michael wirkt eher wie der uneheliche Sohn eines Na’vi und Schlumpfine, als wie der allmächtige Vampir-Werwolf Mischling! Zu schnelle Schauplatzwechsel und wenig überzeugende Figuren und Actionszenen lassen Underwold: Evolution nur halbpatzig an seinen Vorgänger anknüpfen.

5/10

Underworld: Rise of the Lycans

„Without the loyalty between us… We are no better than the beasts at our door.“

Seit die Corvinus-Brüder Marcus und William durch den Biss einer Fledermaus und eines Wolfes zum ersten Vampir und Werwolf wurden stehen die beiden Rassen im Krieg miteinander. Seither versuchen die Vampire angeführt von ihrem Ältesten Viktor sich Tag und Nacht vor den blutrünstigen Werwölfen zu schützen, die nach dem Biss eines anderen Werwolfes zu blutrünstigen Bestien werden und jegliches menschliches Bewusstsein verlieren. Doch dann wird der Werwolf Lucian geboren, der fähig ist seine Verwandlung und seine Stärke bewusst zu kontrollieren, er ist somit der erste Lykaner. Viktor nutzt daraufhin Lucians Fähigkeit um mehr seiner Art erschaffen und sie als Sklaven im Kampf gegen die Werwölfe einzusetzen. Doch durch eine Liebschaft zu Viktors Tochter Sonja ist Lucian plötzlich gezwungen die anderen Lykaner hinter sich zu versammeln und sich gegen die Herrschaft der Vampire aufzulehnen.

Im Gegensatz zu seinen Vorgängern spielt Underworld: Rise of the Lycans sprichwörtlich im dunklen Mittelalter und dadurch kommt vielleicht das Gothic-Feeling hier vielleicht gleich noch ein bisschen rüber besser rüber als in den anderen Underworld Filmen. Zudem erlaubt der Umstand, dass es sich um ein Prequel handelt, dass zum Beispiel Michael Sheen und Bill Nighy ihre Rollen als Lucian und Viktor wieder aufnehmen konnten. Natürlich macht das die Sache um einiges ansprechender den gerade Bill Nighy ist hier gleich noch ein Spur furchteinflössender als er es schon im ersten Teil war und darf auch zwischendurch ordentlich austeilen. Da Kate Beckinsale dem Film eine Absage erteilt hatte, übernahm Rhona Mitra hier den Part der weiblichen Kampfmaschine aber dieser Unterschied ist kaum zu bemerken, denn ich hab wirklich beim ersten Mal die ganze Zeit gedacht es wäre Beckinsale selbst, da sich beide Schauspielerinnen wirklich abartig gleichen. Zwar hat der Film durchaus seine Schwächen aber als Underworld Film taugt er allemal und wer wie ich Bill Nighy mag kommt sowieso sicher auf seine Kosten.

7/10

Underworld: Awakening

„For 12 years, I was held captive by the humans. The world I once knew has changed. Vampires and Lycans are now the hunted.“

Jahrhundertelang fochten die Vampire und die Lykaner ihren Krieg in der Dunkelheit aus, doch nun haben die Menschen die Existenz der beiden Spezies entdeckt und sich auch gleich daran gemacht, mit der Ausrottung von diesen zu beginnen. Selene die immer noch mit Michael auf der Flucht ist, wird von diesem getrennt und gefangen genommen. Kurze Zeit später erwacht sie aus einem Tiefkühlschlaf, in einem Labor und macht sich sofort daran dort auszubrechen. Unterwegs hat sie aber immer wieder Visionen, von der sie glaubt, dass es Michael ist der mit ihr Kontakt aufnehmen will. Doch als sie glaubt diesen gefunden zu haben, findet sie jedoch nur ein junges Mädchen vor.

Es ist zwar legitim, dass die Macher einen weiteren Underwold Teil gemacht haben, da Evolution ja durchaus auf eine Fortsetzung pochte aber dennoch fühlte sich alles ziemlich erzwungen an. Die Ausgangslage in Underwolrd: Awakening, dass Menschen jetzt sowohl hinter den Vampiren wie auch den Lykanern her sind, hätte durchaus Potenzial gehabt und dadurch hätten eventuell auch coole Team-Ups zwischen den beiden Rassen entstehen können, wobei aber dies zugunsten eines Plot weggeworfen wurde, der eigentlich komplett ein Remake des ersten Teil ist, halt einfach mitein bisschen viel mehr bumm-bumm. Kate Beckinsale mag hier auch nicht mehr gross überzeugen und hält eigentlich nur noch als mittelmässiges Eyecandy her, da der Grossteil ihrer Szenen ziemlich rasant und actionlastig sind. Einziges grosses Highlight war dann aber doch noch der Auftritt von Charles „Tywin Lannister“ Dance als Vampirfürst,…das war recht cool!

5/10

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9 Responses to “Wir reden über: Filmreihe: Underworld”


  1. 1 Nils Oktober 29, 2012 um 4:09 pm

    Immer irgendwie nicht meins gewesen!

    • 2 maloney Oktober 29, 2012 um 4:12 pm

      kann ich durchaus verstehen…vor allen Teil 2 und 4 sind Müll…aber ich würds bei mir halt so ein bisschen als Guilty Pleasure einorden, ähnlich wie Van Helsing, obschon das hier schon mehr Style hat. 😉

  2. 3 bullion Oktober 29, 2012 um 4:38 pm

    Den ersten Teil fand ich damals erstaunlich gut, den zweiten immerhin noch unterhaltsam und den dritten – Achtung Wortspiel! – unterirdisch. Teil 4 habe ich dann gar nicht mehr gesehen…

  3. 4 donpozuelo Oktober 29, 2012 um 4:38 pm

    Endlich mal jemand, der Teil 3 nicht in der Luft zerreißt. Insgesamt sehe ich das alles so mehr oder weniger wie du. Eigentlich eine recht unterhaltsame Reihe, deren Weiterführung mit Teil 4 meiner Meinung nach nicht unbedingt hätte sein müssen… 😉

    • 5 maloney Oktober 29, 2012 um 4:54 pm

      Teil 3 war super billnighyisch…denn kan man doch gar nicht hassen 😉
      Awakening hat einfach Potenzial vergeben, da es ja eigentlich nicht die Menschen waren die hinter ihnen her waren sondern einfach nur Super-Lykaner!

  4. 6 spanksen Oktober 30, 2012 um 11:37 am

    War nie ein großer Fan der Reihe, hab sie trotzdem alle gesehen und Awakening war so mit das schlimmste was passieren konnte, 5/10 ist völlig überbewertet 😉

  5. 8 Ey Lou Oktober 30, 2012 um 11:22 pm

    Hmmm… ich habe nur einen der Filme teilweise gesehen. Nach Deiner Beschreibung GLAUBE ich, es war der zweite Teil. Meine Begeisterung hielt sich offen gesagt in engeren Grenzen als das Territorium von Luxemburg. Aber vielleicht geb ich dem 1. Teil jetzt noch ’ne Chance. Is immerhin ’n attraktives Chick dabei ;).


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