Wir reden über: The Thing

„I know I’m human. And if you were all these things, then you’d just attack me right now, so some of you are still human. This thing doesn’t want to show itself, it wants to hide inside an imitation. It’ll fight if it has to, but it’s vulnerable out in the open. If it takes us over, then it has no more enemies, nobody left to kill it. And then it’s won.“

Das unbekannte aus dem All, gibt’s es das überhaupt und wenn ja wie sieht es aus? Viele Hollywoodfilme haben sich diesem Thema bereits angenommen und die Aliens als gut- oder böse dargestellt. Der zweiten Variante geht auch John Carpenter in seinem Remake des 50er Jahre Film The Thing From Another World nach. Wobei in The Thing aber im Gegensatz zu den meisten anderen ausserirdischen Invasionsfilmen keine Städte oder Raumschiffe durch Alien angegriffen werden, sondern einfach nur ein kleine Forschungsstation mitten in der Antarktis.

Story:

Nachdem ein Schlittenhund beinahe von ein paar norwegischen Forschern erschossen worden wäre, sucht dieser Zuflucht in der US-amerikanischen Basis am Südpol, wo die Besatzung diesen sofort aufnimmt. Doch nachdem die Crew skeptisch wird, weshalb die Norweger den Hund überhaupt angegriffen haben, nehmen sie kurzerhand deren Forschungsposten unter die Lupe, wobei sie aber feststellen müssen, dass dieser komplett abgebrannt ist und die ganze Besatzung Tod und teilweise sogar fürchterlich entstellt ist. Zudem entdecken sie, dass die Forscher dort offenbar etwas aus dem Eis geborgen haben müssen, dass mit den Ereignissen zusammenhängen muss. Kurz darauf entdecken sie, dass es sich bei dem Schlittenhund offenbar um eine gestaltswandelnde ausserirdische Lebensform handelt, die perfekt das Aussehen und Verhalten von anderen Lebewesen annehmen kann, die nach und nach nun jedes einzelne Stationsmitglied befällt. Dass jetzt neben Angst auch Paranoia in der Station umher geht scheint mehr als nur klar zu sein.

Stil:

Die Antarktis als Schauplatz zu wählen war von Carpenter sowohl riskant als auch genial. Einerseits, findet sich hier wenig was als grosse Actionkulisse dienen könnte, andererseits ist es genau dieser Minimalismus der dem Film zur Tiefe verhilft. Die Abgeschiedenheit in der Eiswüste die keinen Ausweg bietet, schafft eine absolut beklemmende und beängstigende Stimmung die typisch für Carpenters Film sind. Der Film preist sich nicht als grosser Actionhorrorfilm an und auch die meiste Spannung und Furcht wird „nur“ im Kopf des Zuschauers gespinnt, doch wenn das Ding dann mal auftaucht ist es wirklich mehr als furchterregend und man merkt, dass damlas die besten Spezial-Effekt Hersteller der damaligen Zeit dort mitgearbeitet haben, denn auch noch aus heutiger Sicht wirken die abscheulichen monströsen Mutationen keineswegs kitschig oder billig, sondern erfüllen genau den Zweck eine ausserirdische fremdartige Lebensform zu imitieren.

Charaktere:

Auch beim Cast wurde Minimalismus grossgeschrieben und neben der Hauptrolle die Kurt Russel als McReady einnimmt gibt es gerade mal knapp zehn andere Schauspieler im ganzen Ensemble. Wobei aber alle einen durchweg guten bis sehr guten Job machen und die angespannt-paranoide Stimmung sehr gut rüberbringen. Die berüchtigten Gore- und Splatterszenen die dem Film vor allem bei seinem Erscheinen  vorgeworfen wurden, konnte ich beim besten Willen nicht ausfindig machen, denn entweder bin selbst ich mittlerweile zu abgebrüht oder aber schon die reine Darstellung von Blut, und sei es nur als Konserve wurde früher bereits als Splatter abgetan.

Fazit:

Wie schon bei Alien spielt der Film absolut gekonnt mit den drei Elementen; der Angst, dem Ungewissen und der Beklemmtheit aus der es kein Entkommen gibt. Doch anders als bei Alien, kann sich die Lebensform hier zusätzlich noch als jede andere Lebensform tarnen die es will und dadurch weiss man nie wer ihr als nächstes zum Opfer fallen wird. Carpenter holte aus diesem Konzept das Beste heraus ohne es unnötig in eine aufgebauschte Invasion zu verwandeln, sondern er hielt den Rahmen klein und dadurch die Spannung gross, sowie auch das Filmerlebnis und den Gänsehautfaktor für den Zuschauer.

9/10

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16 Responses to “Wir reden über: The Thing”


  1. 1 vEnoMaZn Oktober 17, 2012 um 6:49 pm

    den muss ich mir noch reinziehen 🙂

  2. 3 bullion Oktober 17, 2012 um 8:06 pm

    Ja, sehr netter Film. Kennst du auch das Prequel? Kann man sich durchaus anschauen, wenngleich es auch nicht nötig war…

  3. 7 donpozuelo Oktober 17, 2012 um 8:21 pm

    Großartiger Film!!! Wahnsinnig gut. Eisige Polargegenden bieten ja von sich aus schon immer eine gute, abgeschiedene Kulisse für solche Genres (siehe „30 Days of Night“ und so)

    Irgendwann möchte ich auch mal so einen Kurt-Russel-Gedenk-Rauschebart haben.

    • 8 maloney Oktober 17, 2012 um 9:36 pm

      Was war eigentlich zuerst bei 30 Days of Night der Comic oder Film…kenn nur den Comic…ist der Film zu empfehlen?

      Und ja der Rauschebart ist schon sehr episch…hat mich immerzu an Reinhold Messner erinnert XD

  4. 10 Dos Corazones Oktober 17, 2012 um 9:56 pm

    Habe ich zufälligerweise heute Nacht inmitten einiger Filme gesichtet. Blöd nur, dass ich verdammt müde war und THE THING durch seine sehr ruhige Machart trotz einer allgegenwärtigen Gefahr ein wenig einlullte. Trotzdem gefiel mir der Film, insbesondere die minimalistische Musik (fast so gut wie Williams Jaws-Theme), die zur gesamten Aufmachung des Horror-Streifens passte.

  5. 12 Nerd Wiki Oktober 18, 2012 um 10:31 am

    Hab den Carpenter immer noch nicht gesehen! SCHANDE auf mein Haupt.

    Aber neulich habe ich mir das Remake angesehen, was ich sehr cool fand als Freund von Monster- und Science Fiction-Filmen.

    Ich war vor allem überrascht, dass es sich tatsächlich um ein Prequel handelt, welches erklärt, warum in der Forschungsstation beispielsweise eine Axt genau da in der Wand hängt, wo sie hängt.

    Insofern werde ich die beiden Filme demnächst sogar in der richtigen Reihenfolge gesehen haben. ^^

    Dem neuen Teil würde ich btw auch 8 oder 9 von 10 Punkten geben. Sehr creepy und unterhaltsam!

  6. 14 spanksen Oktober 30, 2012 um 11:41 am

    Grottenschlecht ist das Prequel nicht, muss man aber auch nicht unbedingt gesehen haben


  1. 1 Wir reden über: Filmreihe: Evil Dead Trilogy | Jason Auric - Sweet Nonsense Trackback zu April 12, 2013 um 2:03 pm

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