Wir reden über: Abraham Lincoln: Vampire Hunter

„History prefers legends to men. It prefers nobility to brutality, soaring speeches to quiet deeds. History remembers the battle, but forgets the blood. However history remembers me before I was a President, it shall only remember a fraction of the truth…“

Es scheint als ob Trash-(Kino)Filme in den letzten Jahren eine kleine Renaissance erleben. Filme wie Cowboys and Aliens, Iron Sky oder Piranha 3D klingen nur schon allein vom Titel her schon so als würden sie direkt aus den 80ern stammen. Doch im Gegensatz zu den billigen Splatter-Effekten die man noch vor 30 Jahren einsetze, können wir uns heutzutage über billiges CGI freuen und dass sogar noch gepaart mit unnötigem 3D. Zwar zählt der von Wanted Regisseur Timur Bekambetov und Tim Burton produzierte Abraham Lincoln: Vampire Hunter, genauso in diese Kategorie aber trotzdem hab ich mich gerade aufgrund dieser kranken Kombination schon seit dessen Ankündigung, auf den Film gefreut!

Story:

Als Kind muss der kleine Abraham Lincoln mit ansehen wie seine Mutter von einem Vampir gebissen wird und danach langsam ihrem Tod erliegt. Daraufhin schwört er diesem bittere Rache und wird schon bald vom ebenfalls nach den Blutsaugern jagenden Henry als Vampirkiller engagiert. Nachdem er nun Bäume mit nur einen Schlag fällen kann und in die Grundkenntnisse der Vampirjagd eingeweiht ist, macht Abraham sich nun daran den Mörder seiner Mutter vorzuknüpfen, doch muss er schnell feststellen, dass dies bei weitem nicht der einzige Untote ist, der im Land sein Unwesen treibt und einige sogar einen ganzen Krieg anzetteln. Jahre später befindet sich Lincoln als Präsident der vereinigten Staaten nun mitten in Zentrum dieses Krieges und sieht nur noch eine einzige Möglichkeit für einen Sieg für Amerika aber auch endgültig über die Vampire!

Stil:

Wer Wanted oder Nights Watch kennt weiss, dass Bekammbetov ein grosser Fan von schnellen Actionszenen ist, die sehr oft mit Slow-Motion Shots durchsetzt sind. Und genau das kriegt man auch und zwar zu Hauf! Auch wenn das 3D die meiste Zeit über eigentlich überhaupt nicht nötig war kriegte ich, zumindest in den Actionszenen genau das ich vom Film erwartete, knallharte Vampirslasher-Brutalo-Action. Besonders im ersten Teil des Films wird in diversen Montagen Lincolns Rachefeldzüge gegen die Vampire zelebriert, wobei der zweite Teil aber, bis kurz vor dem Klimax aber fast ein bisschen zum Biopic ausartet, was vielleicht einige Zuschauer gestört haben könnte, immerhin wollte man ja Vampire zerhackstückelt sehen. Wer grosse Hintergrundgeschichten erwartet, der dürfte allerdings enttäuscht werden, denn ausser Lincolns Vergangenheit wird eigentlich kaum etwas durchläutet, von wo die Vampire kommen oder wieso sie das tun können was sie tun könne, zumal offenbar in dieser Welt auch Menschen wenn sie nur genug wütend ebenfalls Superkräfte entwickeln können,

Charaktere:

Bis auf ein paar kleinere TV-und Filmauftritte hat Benjamin Walker eigentlich noch nicht gross von sich reden gemacht. Vielleicht auch gut so, denn obschon er eine solide Performance ablieferte war er mir dann als Lincoln doch etwas zu steif und blühte nur bei den Kampfszenen so richtig auf. Dominic Cooper, der die meiste Zeit über als Lincolns Mentor fungierte war hingegen grossartig, aber der Typ hat sich ja schon seit Captain America: The First Avenger bei mir beliebt gemacht, weshalb es mich umso mehr freute dass er zum Schluss ebenfalls noch ein bisschen in Vampirhintern treten durfte. Das Mary Elizabeth „Ramona Flowers“ Winstead mitspielte musste mir wohl irgendwie entgangen sein und ich mich daher schon bei ihren ersten Auftritt auf knallharte Action mit ihr freute, wobei ich dann doch zu Ende etwas enttäuscht war, dass man ihr nicht mehr zu tun gab und sie nur als Lincolns mehr oder weniger toughes Anhängsel fungieren durfte.

Fazit:

Wer mit mehr Erwartungen als Lincoln der Vampire tötet in den Film geht, hat natürlich schon verloren, das ist ja klar. Leute die aber wie ich nur genau diese Ansprüche stellten, werden sicherlich belohnt auch wenn es dann teilweise fast ins lächerlich abdriftet, weil die Macher sich dann zu sehr in Ernsthaftigkeit verbissen haben. Dennoch sind fliegende Vampirkörperteile und jede Menge Blut garantiert und spätestens wenn Lincoln mit seiner Axt herumfuchtelt ist die Handlung drum herum vergessen. Hoffe in Zukunft mehr von dieser art Filmen zu sehen, was paradoxerweise mit dem Trailer von Hansel and Gretel: Witch Hunters vor dem Film schon bestätigt wurde

8/10

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9 Responses to “Wir reden über: Abraham Lincoln: Vampire Hunter”


  1. 1 Dos Corazones Oktober 6, 2012 um 2:13 pm

    Ich glaube, ich freue mich tatsächlich mehr auf die neue Version von Hänsel und Gretel als auf den Vampirjäger Abe. Und das obwohl Burton bei diesem hier als Produzent tätig ist (und alleine von der Story und der Idee, passt Burton perfekt zu diesem Machwerk).
    Mal schauen, wie ich in der kommenden Woche meine Kinobesuche endlich mal wieder aufleben lasse.

  2. 3 donpozuelo Oktober 8, 2012 um 11:22 am

    „Hänsel & Gretel“ dürfte meiner Meinung nach sehr viel besser werden, weil allein der Trailer schon andeutet, dass sie sich nicht so bierernst nehmen. „Abe Lincoln Vampirehunter“ fand ich – vorsichtig gesagt – extrem lahm. Viel zu ernst, viel zu viel Slo-Mo, viel zu saubere Action… ein bisschen witziger hätte man diese absurd-geile Idee schon machen können.

    • 4 maloney Oktober 8, 2012 um 11:31 am

      Ich hatte irgendwie das Gefühl dass es funktioniert hat, zwar hätte man den Teil kurz vor Schluss mit dem Tod seines Sohnes und so weglassen können aber irgendwie passte es genau zur Stimmung, den ein witziger oder fröhlicher Lincoln wäre auch irgendwie depaltziert gewesen…und die Actionszenen waren genau das worauf ich mich gefreut hatte

      Hansel und Gretel wirkt da eher wieder wei iene Mischung aus Van Helsing und Brothers Grimm (zumal ja Peter Stromare wieder mitspielt ):D

  3. 7 George Oktober 12, 2012 um 10:28 am

    Ich freu mich drauf. Wir schauen ihn in zwei Wochen, da er dann hier mit englischer Tonspur läuft. Ich mag diese Storlyines mit reinseziertem Subplot. In dem Zusammenhang fände ich Stolzund Vorurteil und Zombies als collagierte Verfilmung geil. Also die Verfilmung von ein paar Jahren nehmen und mit der Originalbesetzung den Zombie Subplot zuschneiden.


  1. 1 Wir reden über: Hansel & Gretel: Witch Hunters | Jason Auric - Sweet Nonsense Trackback zu März 2, 2013 um 10:46 am

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