Wir reden über: Looper

„I’m going to stop this guy. – None of this concerns me… – It is going to happen to you! – It’s going to happen to YOU, it’s not going to happen to ME!“

Ich bin kein grosser Science Fiction Fan. Serien und Filme wie Star Trek, Stargate oder Babylon 5 haben mich nie wirklich interessiert weil es mir einfach zu langweilig war irgendwelchen Typen in Raumschiffen beim Schmieden von Strategieplänen in irgendwelchen Raumschiffen zuzusehen. Wofür ich mich dann aber dann doch ein wenig oder mehr begeistern kann, sind die  sogenannten „realistischen“ Science Fiction Filme, die meistens nur kleine Elemente von atemberaubenden Zukunftsvisionen in unsere Gesellschaft einbauen, so vor allem kürzlich gesehen in Inception, In Time oder Real Steel, doch das bekannteste Beispiel davon ist und bleibt wahrscheinlich immer noch die Back To The Future Trilogie in der Marty McFly zusammen mit Doc Brown  zurück in die Zukunft reiste um Gtes zu tun. Looper beschäftigt sich ebenfalls mit dem Thema Zeitreisen, wobei diese Thematik hier allerdings völlig anders angegangen wird, als in der abenteuerlichen Filmserie von Robert Zemeckis.

Story:

Wir schreiben das Jahr 2044, Joe arbeitet als sogenannter „Looper“, Auftragskiller, die für das Organisierte Verbrechen arbeiten, die 30 Jahre aus der Zukunft, wo Zeitreisen erfunden, aber nicht legal sind, ihre Opfer zurück in die Vergangenheit schicken um sie dort ohne Spuren beseitigen zu lassen. Der einzige Hacken daran ist, damit auch alle Spuren komplett verwischt werden, wird am Ende das ältere Ich eines Loopers ebenfalls zurück geschickt, um dort von seinem jüngeren Ich beseitigt zu werden um dann noch die nächsten 30 Jahr mit einer grossen Abfindung leben zu können. Als Joe an der Reihe ist, diesen sogenannten „Loop“ zu schliessen, entkommt ihm aber sein zukünftiges Ich und beginnt mit der Suche, nach dem „Regenmacher“, dem Anführer der Looper in der Zukunft, der sich aber diesen einem nach dem anderen entledigt. Da Joe jetzt natürlich die Mafia selbst an den Fersen hat setzt er alles daran sein Opfer zu finden, da dieser nicht nur die Garantie für sein Überleben ist, sondern auch dabei ist die gemeinsame Zukunft zu verändern.

Stil:

Zeitreisen sind ein beliebtes Thema in Science Fiction Filmen und werden hier daher natürlich auch nicht zum ersten Mal eingesetzt. Doch die Methode Zeitreisen als eigentliches Stilmittel und nicht als Handlung an sich einzusetzen ist doch relativ innovativ. So sieht man ausser ein paar kurzen Szenen, eigentlich nie direkt wie die Leute überhaupt in Vergangenheit geschickt werden und auch nicht weshalb und wie die Zeitreise überhaupt entwickelt wurde und ist daher ähnlich dem Eindringen in die Träume in Inception eine akzeptierte Tatsache, zumindest für die Looper.  Andere Aspekte der Zukunft werden ebenfalls nur kurz angesprochen aber nicht richtig erklärt, so zum Beispiel die Fähigkeit der Telekinese von gewissen Menschen, die generell recht unentwickelt zu sein scheint, während andere oder besser gesagt nur einzelne, aber damit ganze Häuser in die Luft jagen können. Manchmal weiss man nicht genau ob der Film jetzt lieber ein Thriller oder ein Drama sein will, den einerseits ist der jüngere Joe zwar Drogenabhängig und besucht regelmässig Prostituierte aber dennoch scheint er sein Leben mehr oder im Griff zu haben, während der dreissig Jahre ältere Joe durch das Ende seiner Looper Karriere völlig die Haftung in der Realität verliert und erst durch eine Heirat wieder ins Leben zurück findet.

Charaktere:

Joseph Gordon Lewitt scheint sich nach Inception und The Dark Knight Rises wirklich langsam immer mehr zum Action-Star zu mausern, den auch wenn er nicht dessen typischen Klischee entspricht, nahm ich ihm die Rolle des knallharten Serienkillers durchaus ab, da gezeigt wurde, dass die Looper schon in recht jungen Alter rekrutiert werden. Was für mich dann weniger gut funktionierte war Bruce Willis als dessen älteres Ich, auch wenn man in einer kurzen Montage sah, wie dieser langsam alterte, hätte man doch zumindest Joseph weniger oder Bruce Willis mehr Haare geben könne (obwohl ich da dann eher zu ersterem tendiere, da der Bruce mit Haaren einfach nicht mehr der Bruce ist). Doch überraschender Weise, klappte das aufeinander Treffen der beiden erstaunlich gut, was vor allem in einer Schlüsselszenen des Films sehr schön zu sehen ist. Knallharte Action ist dann durch den alten Actionhasen Willis auch garantiert, obschon diese vor allem erst gegen Ende fast zu übermässig eingesetzt wird und manchmal fast zu klischiert wirkt. Emily Blunt, von der ich je länger je mehr ein grosser Fan werde, macht ihre Sache auch mehr als nur gut und ich würde sogar sagen, dass dies eine ihrer besten Rollen ist, da sie hier aufgrund ihrer britischen Herkunft, glaubhafte eine starke und doch verletzliche amerikanische Mutter spielt.

Fazit:

Wenn man sich den Film genau ansieht merkt man, dass er nicht nur diverse Science Fiction-Elemente enthält, sondern sich auch viel vom Western oder Mafia Genre abgeschaut hat. Diese Mischung funktioniert vor allem Visuell mehr als gut und verlegt die Story dennoch in einen äussert glaubhaften Schauplatz. Zwar hätte ich mir mehr Erklärungen bei den ganzen Errungenschaften der Zukunft gewünscht, doch vielleicht hätte dies die Handlung auch unnötig in die Länge getrieben. Vor allem die erste Hälfte überzeugte mich durchaus und die Charaktere werden glaubhaft und gut eingeführt, während man aber kurz vor Schluss leider etwas an Spannung einbüsst. Trotzdem hat der Film, das Potenzial ein zeitloser Science Fiction Klassiker zu werden, der sich in die Reihen von Filmen wie Blade Runner oder Matrix einreiht.

7,5/10

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5 Responses to “Wir reden über: Looper”


  1. 1 donpozuelo September 28, 2012 um 6:22 pm

    Guuuut. Ich freu mir nämlich schon furchtbar toll auf den Film.

  2. 3 Yvonne (@Ivyesque) September 29, 2012 um 6:13 pm

    Gestern in der Preview gesehen (http://www.leselink.de/filme/science-fiction-filme/looper.html), fand ich den Film insgesamt auch sehenswert. Wer allerdings Wert darauf legt, dass alle Teile des Films zusammenpassen und es keine logischen „Schlupflöcher“ gibt, muss hin und wieder schon mal ein Auge zudrücken.


  1. 1 Review: LOOPER | ChristiansFoyer Trackback zu November 11, 2012 um 12:21 pm

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