Wir reden über: One Piece Film: Strong World

„Why is that island flying?!“

Es ist immer so eine Sache wenn eine Fernseh-, Cartoon-, oder Comicserie in einen Film gepackt wird, da man jedes mal einen Berg von Marktetingrechten abarbeiten und dann noch die passenden Schauspieler casten muss. Einfacher haben es da die Japaner, denn wenn eine Manga rauskommt, kann man sicher sein, dass früher oder später ein Anime dazu erscheint und dann noch ein wenig später ein, zwei oder ein paar tausend Filme dazu folgen, wobei hier vor allem Pokémon oder Dragon Ball sehr schöne Beispiele dafür sind. Aber auch wenn man alle Synchronsprecher der Figuren, die sogenannten Seiyūs versammelt hat ist das noch lange keine Erfolgsgarantie, denn meistens wirken Animeverfilmungen völlig erzwungen und so als hätte man die geliebten Figuren in eine völlig andere Welt verpflanzt. Genau dieses Problem hatten auch die ersten neun One Piece Filme, doch dann hatte Meister Oda genug und setzte sich höchstpersönlich in den Regie Stuhl und drehte mit One Piece Film: Strong World endlich seine Version eines Strohhutpiraten-Blockbuster, der den Titel One Piece auch wirklich verdient hat!

Story:

Nachdem die Strohutpiraten unter ihrer Navogatorin Nami, dem legendären Piraten „Goldener Löwe“ Shiki, davor bewahrten in einen gefährlichen Zyklon zu landen, bittet dieser ihnen seine Hilfe an um zurück in den East Blue zu gelangen, den seit kurzen verheerende Naturkatastrophen heimsuchen. Doch anstelle sie wie versprochen in den East Blue zu bringen, bringt er Ruffy und seine Mannschaft, dank seinen Teufelkräften mit denen er beliebig Dinge schweben lassen kann, zu seinen fliegenden Inseln und trennt die Piraten dabei voneinander und entführt dabei gleich auch noch Nami, die er als Navigatorin für seine eigene Crew haben will. Die Strohhüte, die dies natürlich nicht zulassen wollen, begeben sich einer nach dem anderen auf die Suche nach Nami, doch die Tiere der Inseln die von Shiki mit einer speziellen Substanz besonders aggressiv gemacht wurden, scheinen dabei ein ziemliches Problem zu sein, zudem scheint Shiki auch einen äusserst grausamen Plan zu verfolgen mit dem er endgültig zur Legend würde

Stil:

One Piece besticht vor allem durch seinen ganz speziellen Zeichenstil, den Zeichner Oda ganz offensichtlich bei westlichen Cartoons, wie Tom and Jerry oder Looney Tunes abgeschaut hat, und genau diesen Stil vermisste man immer wieder wenn es daran ging, dass die ganze Szenerie in einen Film verlegt wurde, wo es dann immer so wirkte als hätte andere Zeichner versucht Odas Stil zu kopieren ohne wirklich dessen Sinn begriffen zu haben. Aber hier kann man dafür endlich Entwarnung geben, denn Oda hat neben seinen Funktionen als Drehbuchautor und Produzent auch gleich das gesamte Design des Films entworfen. Und so erstaunt es nicht das dass man sich die ganze nicht wie in einer erzwungenen Animeverfilmung sondern wie in einer wunderbaren 113-minüten Episode der Serie.

Charaktere:

Es ist klar, dass in einem One Piece Film die gesamte Strohhut-Pirantenbande im Mittelpunkt steht, wobei dass den anderen Filmen teilweise schnell zum Verhängnis wurde, da man nicht genau wusste auf wenn man sich konzentrieren sollte. Und hier zeigt sich dann auch wieder Odas Genie für gute Geschichten, denn auch wenn jeder von Ruffys Crew seinen Glanzmoment hat, steht doch eigentlich die meiste Zeit Nami im Mittelpunkt, was bei mir natürlich mehr als gut ankam. Shiki als Bösewicht ist ebenfalls eine gute Wahl, da seine Teufelskräfte zum Teil den Strohhüten mehr als nur einmal stark zusetzen aber auch hier hatte ich keinerlei Bedenken, dass Oda daneben greifen wurde, da bis jetzt jeder Gegenspieler in der Serie beängstigend oder zumindest unterhaltsam gewesen war.

Fazit:

Den einzigen Anspruch den ich an den Film stellte war, da Oda hier persönlich im Regiestuhl sass, dass es endlich mal ein One Piece Film sein würde der der Serie auch gerecht würde. Und ich kriegte mehr als dass, mit Chapter 0, dass man im Vorfeld im bekannten Shonen Jump Magazin veröffentlichte, wurde nicht nur bestätigt, dass alle neuen Figuren, die im Film vorkommen auch ihren Part in der regulären Storyline hatten, sondern dadurch, dass Oda selbst Hand an legte genau diesen wahnsinnig-masteresquen One Piece Charme besassen, den man von ihm so liebt. In dieser Hinsicht wurde ich keineswegs enttäuscht und kriegte grossartige One Piece Action, gepackt in Spielfilmlänge mit jeder Menge tollen Bilder, einer packenden Story und zu alledem noch tonnenweise Nami Fanservice, wenn das dann also kein guter One Piece Film ist weiss ich auch nicht!

10/10

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4 Responses to “Wir reden über: One Piece Film: Strong World”


  1. 1 vEnoMaZn September 21, 2012 um 12:47 pm

    das macht mich aber jetzt neugierig, bin ich mal gespannt 🙂

  2. 3 nashdesu September 23, 2012 um 2:21 pm

    Einer der besten One Piece Movies 😀


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