Wir reden über: Mahō Shōjo Madoka Magika

„Make a contract with me, and become a magical girl!“

Wenn man an Magical Girls denkt, kommt einem sicher als erstes sofort Sailor Moon in den Sinn, vielleicht auch Wedding Peach, DoReMi oder Card Captor Sakura. All diese Serien haben zwar verschiedene Stories und Charaktere, aber auch wieder viel gemeinsam, so kämpft jedes Mal eine Gruppe oder zumindest ein Mädchen mit magischen Kräften und einem süssen Outfit, in das es jede Folge via immer gleiche Striptransformation schlüpft, gegen das Böse kämpft, wobei alles ziemlich kindgerecht verpackt wird. Irgendwie ziemlich langweilig auf Dauer oder? Dachte ich auch doch als mir in meinen näheren (Twitter)Umfeld andauernd die Serie Mahō Shōjo Madoka Magika ans Herz gelegt wurde, sollte damit auch meine Einstellung zu Magical Girls radikal geändert werden.

Story:

Die junge Madoka ist ein ziemliches Durchschnittskind, sie scheint keine grösseren Talente zu besitzen und einen heimlichen Verehrer sowie einige ihrer Freundinnen hat sie auch nicht. Als jedoch die fast zu perfekt scheinende Austauschschülerin Homura Akemi in ihre Klasse kommt, sollte ihr Leben von da an nicht mehr so sein wie früher. Als sie nämlich an einem darauffolgenden Tag in einem Einkaufszentrum eine Stimme hört, trifft sie auf das Wesen Kyubey, dass von Homura gejagt wird und dieses ihr anschliessend offenbart, dass es Madoka durch die Erfüllung einen Wunsches zu einem Magical Girl machen kann. Die Begleiterin von Kyubey, Mami Tomoe erzählt ihr darauf, dass sie sich dies aber gut überlegen sollte, da Magical Girls die Aufgabe hätten Hexen zu vernichten und sich dabei stets in Lebensgefahr begäben und zudem nie mehr ein normales Leben führen könnten.

Stil:

Madoka nimmt sich auf ganz besondere Weise dem in Japan doch so beliebten Magical Girl Genre an und macht etwas todernstes daraus. Dies erreichen die Macher unter anderem mit der Art wie die Mädchen ihre Kräfte erhalten, die wirklich wenn man etwas länger darüber nachdenkt ziemlich gruselig ist aber auch mit der Behandlung der Charaktere an sich. Wo andere Animes auf Schmerz oder Verletzungen gar nicht eingehen wird hier ziemlich genau erklärt warum die Mädchen während den Kämpfen so viel einstecken können. Der Art Style wirkte zwar für mich anfänglich etwas gewöhnungs bedürftig aber ich fand mich dann ziemlich schnell damit ab, auch dadurch, dass vor allem beim Eintritt von einem Girls in den Bannkreis einer Hexe, sich nicht nur die Umgebung sondern dazu auch noch gleich der Animationsstil änderte, der offensichtlich sehr stark von surrealistischen Künstlern wie Picasso oder Dalí inspiriert wurde.

Charaktere:

Obschon Madoka die Hauptfigur ist, merkt man sehr schnell, dass eigentlich eine ganz andere Figur im Mittelpunkt des Geschehens steht, zudem wird sie überraschenderweise auch erst ganz am Schluss zu einem wirklichen Magical Girl, was auch wieder das Klischee der Kriegerin die gleich ganz zu Beginn der Serien ihre Kräfte erhält, den Wind unter den Flügeln weg nimmt. Die Charaktere an sich werden die ganze Serie über sowohl körperlich als auch emotional bis ans äusserste strapaziert und Nervenzusammenbrüche der einzelnen Figuren gehören spätestens ab der Hälfte der Staffel zum Normalfall in den Folgen. Zwar erscheinen einige Charaktere, im speziellen Homura, fast zu perfekt aber auch für dieses Problem, bietet die Serie eine sehr glaubhafte (der Logik in der der Serie folgend, versteht sich) Aufklärung.

Fazit:

Ich mag es wenn Klischees auf den Kopf gestellt werden oder generell damit aufgeräumt wird und genau das tut Madoka. Hier wird wortwörtlich mit harten Bandagen gekämpft und Schicksalsschläge oder schlimmeres sind keine Seltenheit. Die Mythologie der die Kräfte der Mädchen unterworfen sind, ist gruselig und genial zugleich und ist auch deshalb ein guter Kontrast zu den üblichen Deus Ex Machina Fähigkeiten in anderen Serien. Man braucht zwar eine Weile um zu verstehen was überhaupt vor sich geht, doch ist man erst mal drin, fiebert man sofort mit den Mädchen mit und lässt sich auch gerne mal zu ein, zwei oder mehr Tränen hinreissen.

9/10

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2 Responses to “Wir reden über: Mahō Shōjo Madoka Magika”


  1. 1 Ey Lou September 19, 2012 um 9:28 am

    Nunja, wenn es Striptransformationen gibt, lohnt es sich auf jeden Fall, die Angelegenheit mal… abzuchecken!


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