Wir reden über: Dan Vs.

„So you’re saying that the Wolfman’s a jogger? – He’s an evil beast with an unsavbory blood lust! OF COURSE HE JOGS!“

Der Fernsehsender The Hub, der offizielle Sender von Hasbro, sollte mittlerweile auch diversen Nicht-Amerikanern ein Begriff sein, da dort zum ersten Mal die Serie My Little Pony: Friendship is Magic ausgestrahlt wurde, und so das weltweite „Bronie“ Phänomen ins Rollen gebracht hat. Doch daneben laufen dort natürlich noch eine ganze Menge anderer Serie, wie Hasbros Franchisen Zugpferd Nummer 1. Transformers, Pound Puppies oder Dan Vs., wobei diese Serie aber so gar nicht in das so kindgerechte Programm des Hasbro Senders passen will

Story:

Dan ist arbeitslos, hat so gut wie keine Freunde und lebt in einem herunter gekommenen Appartement im Ghetto von Los Angeles. Daneben hat Dan aber noch ein viel grösseres Problem, die ganze Welt hat sich gegen ihn verschworen, oder zumindest scheint es so, denn jeden Tag kriegt der Arme von seiner Umwelt eins vor den Latz geknallt, sei es nun wenn ein Werwolf sein Auto zerkratzt, man ihm einen Burger ohne Käse nicht zugestehen will oder der Geist von George Washington ihm das Leben zur Hölle macht. Doch Dan lässt sich das natürlich nicht gefallen und so schmiedet er immer wieder aufs Neue ausgeklügelte Rachepläne um seine Peiniger leiden zu lassen oder ihnen zumindest eine Lektionen zu erteilen, wobei er nicht selten an den Grenzen des Gesetzes kratzt. Ihm dabei immer zur Seite steht sein bester Freund Chris, der meistens oder immer als Geldgeber und Fahrer fungiert und dabei als Sandsack für Dans Launen herhalten muss. Die einzige Stimme der Vernunft im Ganzen ist dabei Chris Frau Elise, die aber selber ein paar Geheimnisse zu besitzten scheint die sich teilweise sogar mit Dans Racheplänen vereinen lassen.

Stil:

Die Serie richtet sich ganz klar an Erwachsene oder zumindest an Teenager, da alles vielmehr wie eine animierte, ziemlich chaotische Sitcom wirkt. Im Gegensatz aber zu anderen Serien, die auch in diesem Segment spielen wie Simpsons, Family Guy oder Drawn Together ist der Humor weitaus subtiler und weniger anstössig. Doch das heisst nicht, das trotzdem nicht gelacht werden kann, allein Dans Pläne werden von Mal zu Mal ausgefallener, wobei sie jedoch nie dem „Wile E. Coyote -Prinzip“ folgen, dass Dan am Schluss der Leidtragende ist, sondern treffen erstaunlich oft ihr Ziel, auch wenn es nicht immer das richtige ist, was Dan so auch nicht wirklich zu einer tragischen Figur verkommen lässt. Ich weiss nicht ob es vielleicht mit meiner jahrelangen Liebe und Beschäftigung damit zusammenhängt, aber der Animationsstil, der ien Mischung von beweglichen Flash-Figuren und detailliert statischen und ein wenig schmutzigen Hintergründen ist, erinnert mich jedes Mal aufs Neue an die Werke von Steve Purcell, der ja besonders mit seinen Zeichnungen für Lucas Arts, insbesondere Money Island oder Sam & Max, bekannt geworden ist.

Charaktere:

Die Show setzt bewusst einen kleinen Cast und so sind die einzig stetig wiederkehrenden Figuren, natürlich allen voran Dan, Chris und dessen Frau Elise. auch wenn man Dan anfangs für einen wahnsinnigen Geisteskranken hält, merkt man doch immer wieder zwischendurch, dass er eigentlich kein schlechter Mensch ist und sich nur stets von seiner Umwelt falsch behandelt fühlt, was ihn so mehr zu einem Anti-Helden als zu einem Antagonisten macht. Dan wird dabei von Curtis Armstrong synchronisiert, den viele American Dad Fans als Stimme von Steves Kumpel Snot kennen könnten, dessen unvergleichliche Stimme, der Figur einfach noch das gewisse Extra verleiht. Chris, der stets der Leidtragende von Dans waghalsigen Plänen ist, wird mehr als nur einmal entweder eingesperrt, krankenhausreif geprügelt oder in sonstige unbequeme Situationen versetzt, was besonders tragisch ist, da er sich darauf doch immer wieder aufs Neue mit Dan einlässt, daneben muss er sich auch des Öfteren mit seinen Schwiegereltern auseinandersetzen die in ihm alles andere als den perfekten Schwiegersohn sehen. Aber zu den interessantesten Figuren gehört sicherlich Elise, die offenbar hauptberuflich dem Agententum und Ninjasein nachgeht, dabei aber nie vergisst die perfekte Haus- und Ehefrau zu sein und obwohl sie Chris Kontakt mit Dan nicht unbedingt goutiert, doch zwischendurch auch mal mit ihm zusammenspannt und ihn bei seinen Plänen sogar  hilft. Ihre Stimme leiht ihr dabei Paget Brewster, die viele noch als Emily Prentiss aus Criminal Minds kennen düften.

Fazit:

Ich musste schon bei der ersten Folge herzhaft lachen und das obwohl der Humor von Folge zu Folge besser wird. Hier wird nicht einfach mit Gags um sich geschmissen, im Gegenteil manchmal sind gesamte Folgen nur darauf ausgelegt in einem einzige riesigen Witz zu gipfeln ohne dabei lächerlich oder unglaubwürdig zu wirken, sofern man dies von einem Cartoon behaupten kann. Die Charaktere, sind liebevolle Karikaturen von echten Stereotypen und man erkennt sich mindestens immer in einem davon wieder. Ich kann sie wirklich nur jedem ans Herz legen, der wieder mal gute und originelle Comedy sehen will…und das auf einem Kindersender!

9/10

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3 Responses to “Wir reden über: Dan Vs.”


  1. 1 donpozuelo September 12, 2012 um 12:00 pm

    Ich wusste gar nicht, dass Hasbro einen eigenen TV-Sender hat…

    Serie klingt interessant, aber bevor ich nicht „Gravity Falls“ gesehen habe, rühre ich die nicht an 😉


  1. 1 Dieser November wird GROSS! « Jason Auric – Sweet Nonsense Trackback zu November 5, 2012 um 8:09 am

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