Wir reden über: Aliens

„Just tell me one thing, Burke. You’re going out there to destroy them, right? Not to study. Not to bring back. But to wipe them out. – That’s the plan. You have my word on it. – All right, I’m in.“

Es war einmal in einer weit entfernten Galaxis, da hat sich eine tapfere Frau mit einem bösen Alien gezofft, dieses Alien mit dem sie kämpfte war nämlich nicht nur böse, sondern sehr böse und hat alle Mitglieder ihrer Crew gefressen, einen nach dem anderen. Doch mit viel Glück konnte sie das Alien besiegen und voller Erschöpfung und Hoffnung in den Kryoschlaf fallen. Doch die Vergangenheit lässt sie nicht los und so übernahm diesmal anstelle von Ridley Scott, James Cameron das Steuer im All und schickte Sigourney Weaver erneut in den Kampf gegen die Aliens!

Story:

Seit Ripley ihren Kampf gegen das Alien, das einst alle Mitglieder ihrer Crew tötete, gewonnen hat, treibt sie in ihrer Rettungskapsel ziellos durchs All. Per Zufall wird sie dann aber von einen Bergungsschiff aufgegriffen, wo sie aus ihren Kälteschlaf geweckt wird. Dort erfährt sie aber, dass dieser rund 57 Jahre dauerte und ihre Tochter, die beim Zeitpunkt als sie die Erde verliess neun Jahre alt war, längst gestorben ist. Da sie auch ihre Zerstörung der Nostromo nicht wirklich glaubhaft begründen kann wird ihr zudem auch ihr Offizierspatent entzogen. Wenig später ereilt, das Schiff aber ein Hilferuf vom Planetoiden LV-426, wo sich seit zwanzig Jahren eine Terraformingsstation befindet, doch genau dieser Planet war es auch auf dem die Nostromo landete und auf die Alieneier stiess. Ripley wird das Angebot gemacht ihr Patent zurück zu erhalten aber nur wenn sie sich dafür wieder mitten in die Hölle der Alienkreaturen begibt.

Stil:

Man merkt sofort ab den ersten Actionsequenzen, dass hier ein Regisseurenwechsel stattgefunden hat. War Scotts Geschichte hauptsächlich in den engen Gängen der Nostromo angesiedelt verlagert Cameron das ganze Geschehen direkt auf die Planetenoberfläche. Dies bietet natürlich sehr viel mehr Raum für weitläufige Verfolgungsjagden, Explosionen und Materialschlachten. Ob das dem Film gut oder nicht gut tat ist schwer abzuschätzen aber es ist durchaus eine markante Veränderung zum ersten Teil, der viel viel mehr Thrillerelemente aufwies. Cameron selbst setzte hier sicher auch einige wichtige Grundsteine für seine späteren Erfolge, sprich Avatar, denn die durch Körperkraft angetriebenen Kampf/Arbeitsroboter, die toughe Latinosoldatin oder die übermässig bepanzerten Militärvehikel sind unverkennbar auch wieder auf Pandora anzutreffen.

Charaktere:

Ein weiteres Mal stürzt sich Sigourney Weaver hier in den Kampf gegen die fiesen Xenomorphe, obwohl man hier viel mehr merkt wie sie langsam ihre Heldenrolle zu akzeptieren beginnt auch weil es diesmal nicht allein um ihr eigenes Leben geht. Doch vor allem an Anfang sieht man wie sehr Ripley noch unter dem Ereignissen an Bord der Nostromo leidet und Alpträume sind nicht das einzige was ihr zu schaffen macht. Mit der kleinen Newt hat man auf jemanden gefunden, denn man wirklich WIRKLICH nicht sterben sehen will und daher wirklich die ganze Zeit aber besonders am Schluss bei Spannung gehalten wird. Trotzdem ist im Gegensatz zum ersten Teil die Crew oder in diesem Fall das Marine Corps weitaus weniger sympathisch oder interessant als dass es noch zum Beispiel John Hurt oder Ian Holm waren. Denn die ganze Truppe besteht vorwiegend aus klischierten Stereotypen, wobei das knallharte Latino Mannsweib Vasquez wahrscheinlich das beste Beispiel dafür war. Dennoch da man damals diese sicher noch nicht so oft im Kino gesehen hat, verziehen das, zumindest die damaligen Kinobesucher, dem Film noch schnell. Ob Giger selbst oder einer seiner Schützlinge sich das Design für die Alienkönigin ausgedacht hat, weiss ich nicht aber mit Sicherheit war es eine brillante Steigerung, des sonst doch schon ziemlich furchteinflössenden Aussehen der Xenomorphen.

Fazit:

Auch wenn der Film die so typischen Fortsetzungs-Symptome, wie grösser, lauter oder schneller, aufweist ist er dadurch keineswegs ein schlechter Film. Er ist einfach diesmal in einem völlig anderen Genre angesiedelt und ist ein viel typischer Actionfilm als es noch der Vorgänger war. Cameron machte hier sicher sehr viel richtig und hätte einfach bei der Charakterentwicklung ein klein wenig mehr Zeit und Aufwand investieren sollen. Im direkten Vergleich würde ich zwar doch dem Vorgänger den Vorrang geben aber die Abstände sind bei weitem keine Lichtjahre.

7.5/10

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13 Responses to “Wir reden über: Aliens”


  1. 1 Wortman August 22, 2012 um 11:28 am

    Teil 3 und 4 gefallen mir weitaus besser als dieser ballerwütige zweite Teil.

  2. 3 germanpsycho (@germanpsycho) August 22, 2012 um 11:33 am

    Witzig, gerade die Charakterentwicklung der Marines hielt ich persönlich immer für extrem vorbildlich. Cameron ließ sich in meinen Augen für einen Actionfilm sehr viel Zeit, die einzelnen Soldaten vorzustellen – und ich hatte bei jedem einzelnen stets das Gefühl, daß hier jemand stirbt, den man kannte.

    Natürlich waren die Soldaten ein wenig klischeeartig – aber wenn wir uns den Film mal in seiner Zeit ansehen, dann war es doch insgesamt erstaunlich, wie menschlich die Soldaten wirkten.

    Und wenn ich die Charakterisierung mit meiner Bundeswehrzeit vergleiche – also mal ehrlich: Viel tiefgründiger haben wir uns damals auch nicht unterhalten. Ich erkannte eigentlich eher die Art des Redens unter Infanteristen wieder.

    Aliens ist für mich eines der besten Beispiele einer gelungenen Fortsetzung: Das Genre wurde geändert, der Film baut logisch auf dem Vorgänger auf, ist aber komplett eigenständig unterhaltsam und spannend. Er nimmt dem Vorgänger nichts weg und konkurriert nicht direkt, eben weil es ein anderes Genre ist.

    Alien ist ein großartiger Film, aber je häufiger ich beide Filme sah, umso mehr stieg der 2. Teil in meinem Ansehen. Ich konnte ihn häufiger sehen, ohne mich zu langweilen. Die Gefechte waren nicht übertrieben, aber stark inszeniert, die Story weiterhin klaustrophobisch, aber eben nicht noch einmal im selben Setting.

  3. 4 bullion August 22, 2012 um 12:19 pm

    Hast du die um eine halbe Stunde längere Special Edition gesehen? Falls nicht unbedingt nachholen. Ist noch einmal besser als der Kinocut.

  4. 5 maloney August 22, 2012 um 12:23 pm

    @germanpsycho: Hey hey erst mal herzlich willkomen…und ja klar kann man von harten Soldaten nicht viel mehr erwarten aber trotzdem ist es halt der schwächste Punkt des Film, was jan icht heisst das ich den Film nicht mag, wie gesagt er kommt nur ganz knapp nicht an den Vorgänger heran
    @bullion: Nönö war schon der Directors Cut…

  5. 6 germanpsycho (@germanpsycho) August 22, 2012 um 1:18 pm

    Maloney, ich denke halt, daß der Film eben gar nicht direkt mit dem Vorgänger vergleichbar ist, weil es sich eben um eine anderes Genre handelt. Bei einem klassischen Monster-Horror, wie es der erste Teil ja letztlich war, gibt es logischerweise weniger Tote und somit weniger Personen, die bekanntgemacht werden müssen.

    Gerade bei Brett und Parker, aber auch bei Lampart hatte ich beispielsweise viel weniger „Mitgefühl“ als bei Apone, Hudson und Vasquez, ja sogar als bei Drake – aber das ist natürlich auch jeweils Geschmackssache.

    Aber im Verhältnis von der Anzahl der zu portraitierenden Personen fand ich dann Alien eher schwächer als Aliens – wobei das natürlich ein unsinniger Begriff ist, da beide Filme für mich zu meinen absoluten Lieblignsfilmen gehören.

    • 7 maloney August 22, 2012 um 7:28 pm

      Genau! Die beiden Filme spielen in einem anderen Genre aber trotzdem muss man halt doch Vergleiche ziehen

      Und ja ich bin einfach kein Fan von typischen Armyklischess obwohl sie durchaus witzig sind aber die raue schmutzige crew der Nostromo sagte mir einfach merh zu, zumal ich ein grosser John Hurt Fan bin.

  6. 8 donpozuelo August 22, 2012 um 1:21 pm

    Ich habe ja die Box auch noch bei mir rumstehen… muss auch dringend mal wieder alle Teile gucken. Teil 2 habe ich eigentlich ähnlich in Erinnerung, wie du es hier beschreibst. Ich find’s bei der „Alien“-Reihe sowieso krass, dass wirklich bei jedem Film ein neuer Regisseur am Start ist und eigentlich nur Ripley und das Alien die Konstanten sind. Ein mutiges Experiment, dass aber auch hier ganz gut funktioniert.

    Ich glaube aber auch, dass Cameron gar keine andere Wahl gehabt hatte, als groß und mit mächtig Bumms in den zweiten Teil zu gehen. Den subtilen Horror aus dem ersten Teil hätte er nicht kopieren können. Von daher: eine sehr gelungene Fortsetzung, wie ich finde.

  7. 9 Dos Corazones August 22, 2012 um 1:35 pm

    Alien von Scott ist für mich aus heutiger Sicht auch klar der bessere Film. Allerdings muss man wohl relativieren, dass es in den frühen 80ern nicht unbedingt schon diesen ungebändigten Drang gab, eine Fortsetzung größer, lauter und bombastischer zu gestalten. Das hat Cameron sicherlich gut hinbekommen, nur funktionierte für mich das Alien als Widersacher immer am besten, wenn es alleine auf die Jagd geht – weshalb der dritte Teil meiner Meinung nach sogar mit dem 2. mithalten kann, obwohl die Produktion dazu furchtbar gewesen sein muss.

    • 10 maloney August 22, 2012 um 7:25 pm

      @don:Jap aber das gibt der Reihe gerade den besonderen Reiz…gut bei AVP war sie zum Glück frühzeitig von Bord gesprungen…obwohl wenn dann hätte ich gehofft dass sie schon zusammen mit Arnie den Viechern den Arsch aufgerissen hätte 😀

      @Dos: Jap kann ich dir so absolut zustimmen „Aliens“ ist eine tolle Fortsetzung aber „Alein2 sit halt doch eine Spur subtiler und besser

  8. 11 Kim August 22, 2012 um 3:11 pm

    Hmmm, also mich hat der zweite Teil viel mehr unterhalten, aber anscheinend liebe ich Action auch mehr 😀

  9. 12 vEnoMaZn August 22, 2012 um 3:38 pm

    wie bitte 😕

    jason, teil 2 ist noch besser als teil 1. was da bei dir los 😕

    • 13 maloney August 22, 2012 um 7:26 pm

      @Kim: Vom Unterhaltungstechnischen Standpunkt kann ich dir nur zustimmen da läuft hier sicher mehr aber beim filmischen Wert würd ich doch „Aliens“ den Vorrang geben
      @vEnoMaZn: Siehe Kommentar oben 😛


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