Wir reden über: Top 10 Kinderserien die eigentlich nicht für Kinder geeignet sind

Ich habe es ja schon bei meinem Review von The Powerpuff Girls Movie gesagt, manche Fernsehserien bleiben einem auch weit nach der Kindheit noch im Gedächtnis hängen, sei es nun aufgrund toller aber auch äusserst schrägen Erinnerungen daran. Wenn ich nun zurück denke sind diese Erinnerungen zum Teil nicht nur schräg sondern teilweise auch ziemlich beängstigend, deshalb fragt man sich doch ob diese Serien überhaupt für Kinder geeignet waren und nicht einfach aufgrund schlampiger Programmplanung im Vormittagsprogramm liefen? Kein Wunder also dass wir heutzutage nur noch Wahnsinnige (mich eingeschlossen) herumlaufen

10: CatDog (Nickelodeon)

Das Bild, dass eine Katze und ein Hund am Hintern als CatDog zusammengewachsen sind ohne sich gegenseitig zu zerfleischen wäre in der Tat eigentlich ziemlich kindsgerecht, wenn da ab und an, wenn nicht sogar dauernd, etliche sozialkritische Untertöne zu hören wären. Die arme Hyridkreatur wurde andauernd von Schlägern verprügelt, litt unter einem rabiaten Untermieter und wusste zudem manchmal nicht wie sie das Geld fürs Essen für den nächsten Tag zusammenkratzen konnte. Während Cat, die kultivierte Seite des Teams darstellte, war Dog doch eher einfach gestrickt und so war der Konflikt meistens vorprogrammiert, zudem stellten die beiden sozusagen die Archetypen, des sozialen Aussenseiters dar, der durch zu viel oder zu wenig Bildung einfach immer am Rand der Gesellschaft stand und nie richtig ernst genommen wurde. Ziemlich tiefgründig für eine Kinderserie.

9: Gravity Falls (Disney Channel)

Disney würde nie etwas erschaffen was nicht für Kinder geeignet ist oder? Naja sie haben Pirates of the Carribean – On Stranger Tides gemacht und das ist so ziemlich für keinen geeignet. Die Geschichten die Mabel und Dipper in dem verschlafenen Städtchen Gravity Falls erleben sind zwar nicht unbedingt gruselig oder brutal aber doch teilweise ein wenig unheimlich und mit ziemlicher Sicherheit extrem schräg. Zwerge die sich als potenzielle Liebschaften ausgeben, mordende Wachsfiguren, teenagerfolternde Geister oder schwule Polizisten sind da nur ein paar Beispiele, die aus der Masse hervorstechen. Zudem wird mit jeder neuen Folge auf ein grosses mysteriöses Geheimnis hingearbeitet, das ähnlich Serien wie LOST oder Fringe erst in Staffel- oder sogar erst im Serienfinale aufgelöst wird. Für mich sicher ein grandioser Spass, für Kinder vielleicht fast zu seltsam.

8: Spongebob Squarepants (Nickelodeon)

Der gelbe Schwamm sollte doch gerade als bestes Beispiel für gute Kinderunterhaltung gelten oder? Wenn man sich aber die Folgen mal genauer ansieht entdeckt man doch sehr viel Humor der eigentlich direkt an den Erwachsenen gerichtet ist, seien es nun Anspielungen auf Spongebobs Sqaurepants mögliche Homosexualität, Mr. Krabs Geldgier und Ausnutzung seiner Angestellten oder die diversen Seitenhiebe an Shows wie Monty Python oder die Adam West Batman Serie. Sicher der Schwamm ist knuddelig und knuffig aber manchmal ist er eben auch für Erwachsene geeignet, if you know what i mean…wait what?

7: The Grim Adventures of Billy & Mandy (Cartoon Network)

Zwei Kinder die mit dem Tod persönlich unter einem Dach wohnen? Völlig normales Vormittagsprogramm oder? Klingt eher wie die Cartoonversion von Dead Like Me oder Six Feet Under! Nicht nur dass die beiden durch ihren nekromantischen Freund diverse Male beinahe selbst ins Gras beissen, so sind ihre Abenteuer dazu mehr als nur wahnsinnig. Untote, Dämonen oder sonst irgendwelche übernatürliche Zeitgenossen tauchen in jeder Folge auf und wollen nicht nur den Sterblichen ans Leder. Dass der Tod, gennant „Gimm“ eigentlich ein kompletter Vollidiot ist und sich in diversen Situationen vor allem von der soziopathischen Mandy, übertölpeln lässt, macht die Sache auch nicht wirklich besser. Der Tod, ein liebenswerter Freund und Mitbewohner, nur nicht für Kinder!

6: Adventure Time (Cartoon Network)

Nachdem die Erde im grossen „Mushroom War“ untergegangen ist, erhebt sich daraus die Welt von Oo in der der Mensch Finn mit seinem magischen Hund Jake etliche wahnsinnige und waghalsige Abenteuer erleben. Dass Adventure Time wie der Drogenrausch eines 5-jährigen Kunststudenten aussieht sollte so ziemlich jedem auf den ersten Blick auffallen. Doch dies ist bei weitem nicht das einzige, dass der Show mehr den Touch eine Comedy Central oder Adult Swim Serie verleiht. Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass dort haufenweise unterschwellige Botschaften verbreitet werden, ist der Humor oder einfach die Story selbst ziemlich abstrus und teilweise sogar recht makaber. Das Abschlachten von Pefferminzdropsbutlern war deshalb noch nie putziger.

5: Rockos Modern Life (Nickelodeon)

Auch hier ist es wieder mehr der Humor, den Rockos Modern Life eigentlich mehr für ein älteres Publikum zugänglich machen würde. Dass Rocko von seiner übergewichtigen Nachbarin dauernd um eine Affäre angefleht wird, dürfte darum wahrscheinlich auch diversen Kinderaugen entgangen sein. Wie bei CatDog wird zudem auch hier wieder der kleine Mann auf der Strasse persifliert, Rocko der als australischer Einwanderer in Amerika nicht gerade die besten Karten hat ist hier auch wieder ein wenig an den Rand der Gesellschaft gedrückt und hat ausser einem übergewichtigen Stier und einer manischen Schildkröte keine wirklichen Freunde. Ganze Folgen wurden sogar einem vermeintlichen Mordverdacht und dem Leben in der Hölle gewidmet.

4: The Marvelous Adventures of Flapjack (Cartoon Network)

Das Matrosenleben ist lustig, das Matrosenleben ist schön, so oder ähnlich ging doch ein bekanntes Volksliedchen oder? Was das Leben von Flapjack und Capt’n K’nuckels in The Marvelous Adventure of Flapjack angeht frag ich mich ob das wirklich zutrifft, den bei ihrer Suche nach der sagenumwobenen Insel Candied Island laufen oder besser gesagt segeln sie mehr als einmal diversen abstossenden und abartigen Kreaturen über den Weg. Die ganze Szenerie ist zudem für eine Kinderserie äusserst deprimierend gestaltet und findet fast die ganze Zeit in der mit ratten- und mitwasweissichnichtnochallesverseuchten Hafenstadt von Stormalong Harbor statt. Der Humor erinnert zwar an eine Mischung aus Spongebob und Adventure Time aber da diese zwei ja auch hier auf der Liste stehen, sagt dies nichts über die Kinderfreundlichkeit der Serie aus.

3: Invader Zim ( Nickelodeon)

Jhonen Vasquez bekanntestes Werk neben der Serie über den kleinen verrückten ist der Comic Johnny the Homicidal Maniac, der nette kleine Geschichten über einen geisteskranken Soziopathen erzählt. Klar dass, wenn der Typ einen Serie kreiert, diese nur von glücklichen Einhörner und Regenbogen handelt oder? Eins kann man zumindest sagen, Invader Zim ist fröhlicher, doch bei einem Comic über Mord und Totschlag als Vergleich ist dies auch nicht besonders schwierig. Zims Eroberer Leben im trostlosen und doch chaotischen Grossstadtdschungel ist alles andere als luxuriös, da er sich andauernd mit seinem eigenen debilen Roboter G.I.R und Erzfeind Dib auseinander setzen muss und er nur auf der Erde gelandet ist, weil ihn seine Anführer los sein wollten. Vasquez unvergleichlich morbider und verzerrter Zeichenstil sorgt mehr als einmal dafür, dass man sich mehr in einem von H.R. Giger designten Film glaubt als in eine Vormittagskinderserie. Aliens sind gruselig nicht nur im Kino…trotzdem ist es einer meiner Lieblingsserien 🙂

2: Ren & Stimpy (Nickelodeon)

Ren & Stimpy ist ein geniale, gesellschaftskritische und witzige Serie…für Erwachsene. ich verstehe immer noch nicht wie die Serie es geschafft hat ein PG im amerikanischen Fernsehen zu bekommen. die Witze sind zum Teil mehr als vulgär, der Zeichenstil, besonders die daraus so berüchtigte „Gross-Vision“, überdreht und daher für Kinder eher beängstigend. Zudem sind die meisten Episoden äusserst deprimierend und Enden meistens damit, dass es den Charakteren schlechter geht als zu Beginn der Folge und mehr als einmal sind Schmerz, Depression oder sogar Tod Teil der Geschichten. Eine tolle Gesellschaftssatire mit bissigem Unterton aber nicht wirklich etwas für Kinder.

1: Courage the Cowardly Dog (Cartoon Network)

Was passiert wenn man Horrorfilme, Thriller und alles andere Üble mit einer Cartoonserie kombiniert? Man kriegt Courage the Cowardly Dog! Die Geschichten um den kleinen Hund Courage der zusammen mit seinen Herrchen auf einer Farm in sprichwörtlichen Nirgendwo, sind sogar mich aus heutige Sicht immer noch gruselig. Jede neue Episode taucht ein Monster, Geist oder sonst irgendwas abgrundtief Böses auf, dass den armen Leutchen die Hölle heiss macht. Die Atmosphäre die dabei teilweise erzeugt wird, lässt sicher nicht nur Kindern, die Nacht mit offenen Augen verbringen. Wer diese Serie gemacht hat, wusste genau was Horror und Grusel bedeutet und ich würde mit Fug und Recht behaupten, dass sie nur für diesen Zweck gemacht wurde und nicht um wie es bei Cartoons üblich ist, zu amüsieren. Das Ganze ist die Cartoon Version von Paranormal Activity und wenn schon mir der Schauer über den Rücken läuft will ich nicht wissen wie sich Kinder danach gefühlt haben.

Um diese Meinung nochmals zu untermauern, hier eine weitere Top 10 Liste nur für die Serie.

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10 Responses to “Wir reden über: Top 10 Kinderserien die eigentlich nicht für Kinder geeignet sind”


  1. 1 donpozuelo August 15, 2012 um 7:58 pm

    Gut, dass du den alten Schwamm mit auf die Liste gesetzt hast. Ich bin auch der Meinung, dass die sich sehr schnell dazu entschieden haben, mit sehr viel mehr Subtext den Eltern, die sich das mitanschauen müssen, etwas mehr zu bieten 😉

    Vom Rest muss ich gestehen, kenne ich gar nicht so viel. Außer Invader Zim, der ist SUUPER!!! Und was bitte ist „Gravity Falls“??? Sieht ja echt lustig aus!

    • 2 maloney August 15, 2012 um 8:30 pm

      Jap…obwohl es sich bei Spongebob mittlerweile wie bei den Simpsons verhält und die alten Folgen um längen besser sind.

      Du kennst Rockos Modern Life und CatDog nicht? SOFORT NACHHOLEN!! Und Gravity Falls ist ganz neu, ist sowas wie Akte X für Kinder…oder eben nicht 😀

  2. 3 Sumi August 15, 2012 um 9:45 pm

    Ren & Stimpy ey… so wahr! Ich ähm… finde das als Erwachsene noch immer widerlich! xD

  3. 5 vEnoMaZn August 16, 2012 um 6:16 am

    spongebob, invader zim und ren & stimpy definitiv.

    manchmal schaue ich mir die folgen an und schüttel mit dem kopf und frage mich ob das wirklich eine kindersenundg ist 😕

    hahaha, aber ist einfach genial 😀

  4. 7 Laosüü August 16, 2012 um 12:31 pm

    Man kann glaub ich ohne großes Grübeln sagen, dass es keine Nickelodeon Sendung gibt, bei der Kinder wirklich alles verstehen können, bzw. die was für Kinder ist. ^^

  5. 8 Andypanther August 16, 2012 um 12:34 pm

    Rockos Modern Life hab ich als Kind geschaut. Ich fands zwar schon teilweise schockierend (ich erninnere mich noch an die Folge, wo man erfährt warum das Gesicht von Rockos Nachbar so aussieht, wie es aussieht) aber ich konnte es schauen. Ren & Stimpy hingegen fand ich einfach nur schrecklich, ich konnte nicht hinsehen wie da die armen Tierchen quasi permament auf irgendeine Weise gefoltert wurden. Jeder Cartoon hat im Prinzip extreme Gewalt in sich, aber bei Ren & Stimpy sah es wirklich verstörend aus, wie die Figuren durchgeknetet, verdreht oder zerdrückt wurden.

    Ein weiteres Beispiel wären die Biber Brüder. Ebenfalls von Nickelodeon, daher viele Gemeinsamkeiten zu den obengenannten. Zwar nicht so verstörend grausam wie die anderen beiden, aber trotzdem sehr erwachsen. Bis heute eine meiner Lieblingsserien.

    • 9 maloney August 16, 2012 um 12:47 pm

      @Laosüü: Stimmt, in den 90er zumindest, heute kommt ja dort nur noch Big Time Rush und ähnlicher Mist…zum Glück gibt es noch Legend of Korra 😀
      @Andypanther: Jap Rocko war teilweise echt schräg, auch der Humor, teilweise völlig surreal und erst bei zweiten mal hinsehen entdeckte man den Witz dahinter trotzdem hab ich die Serie als Kind geliebt. Ren & Stimpy fand ich als Kind schrekclich heute genial, all die tollen Anspielungen auf die alten Cartoons der 50er und 60er einfach genial und zum Teil ist der Humor sogar besser als bei Simpsons oder South Park.

  6. 10 Celina August 19, 2012 um 3:33 pm

    Rockos modernes Leben hat mein Kinderhirn damals ziemlich verstört. Wenn ich es mir heute ansehe, merke ich immer, wie viele sexuelle Anspielungen darin vorkommen. Alleine wenn sein Kumpel für ihn eine Anzeige schreibt, in der er eine Frau sucht. Uiui, aber als Kind versteht man das nunmal nicht^^
    Ren und Stimpy konnte ich mir gar nicht angucken, da hatte ich total Angst vor.
    Invader Zim kam dann ja schon später, da war ich erwachsen genug. Damals lief es aber noch im Nachmittagsprogramm, wo ich mir so manchmal dachte, das kann man doch seinen Kindern nicht zeigen. Später lief es dann ja aber eher nachts.
    Aber immer noch eine der besten Serien! Und den Johnny-Comic hab ich auch gelesen, den fand ich sehr sehr genial. Freunde, denen ich das ausgeliehen habe, haben es zum Teil aber sehr verstört und fast ungelesen wieder zurück gegeben xD


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