Wir reden über: Ted

„No matter how big a splash you make in this world whether you’re Corey Feldman, Frankie Muniz, Justin Bieber or a talking teddy bear, eventually, nobody gives a shit.“

Ich bin ein absolutes 90s Kid und auch wenn heute vieles daraus kitschig und sogar idiotisch erscheint, stammt doch auch viel gutes aus dieser Zeit, wie zum Beispiel Die Simpsons, die zur damaligen Zeit mit ihren gesellschaftskritischen Humor neue Massstäbe in der Unterhaltung setzten, oder South Park, wo zum ersten Mal kleine Kinder die Wörter „shit“ oder „fuck“ in den Mund nahmen. Doch wenn man sich diese Serien heute betrachtet, ist entweder das Niveau und der Humor drastisch gesunken, wie es bei den Simpsons heutzutage der Fall ist oder man versucht wie im Fall von South Park das Ganze mit reichlich Fäkal- und Splatterhumor am Leben zu erhalten. Eine Show hat es aber geschafft über diese gesamte Zeit nicht nur ihre Qualität zu behalten, sondern diese auch noch zu erhöhen und das ist Family Guy. Man sollte es mittlerweile wissen ich LIEBE die Show und das ist vor allem einem Mann zu verdanken, Seth MacFarlane, der nicht nur Schöpfer und Produzent der Serie ist, sondern auch gleich noch mehreren Hauptfiguren seine unverkennbare aber doch so wandelbare Stimme leiht. Daneben hat er mit American Dad und The Cleveland Show auch noch über zwei weitere Shows die Verantwortung, doch da ihm das immer noch nicht genug ist brachte dieses Jahr mit Ted seinen ersten grossen Kinofilm heraus, wobei er für die Rolle des Hauptcharakter auch gleich selbst wieder hinter dem Mikrofon Platz nahm.

Story:

Seit John Bennett im zarten Alter von 10 Jahren sich zu Weihnachten einen Freund wünschte, sind er und sein Teddy „Ted“ unzertrennlich und da dieser an jenem Abend durch magische Weise zum Leben erwachte erlangte Ted auch gleich ziemlich grosse Berühmtheit. Doch die Jahre vergingen und nicht nur John wurde älter auch Ted fand zunehmend gefallen an all den schönen Dingen die man nur als grosser Junge tun darf, obwohl das Wort „erwachsen“ auf keinen der beiden so wirklich zutrifft. Dennoch lebt John schon seit vier Jahren mit seiner Freundin Lori zusammen, die aber immer wieder darauf hofft, dass dieser Ted endlich aus der gemeinsamen Wohnung rauswirft und sich einen besseren Job sucht und ihr vielleicht sogar einen Heiratsantrag macht. Nachdem aber John, Ted ihr nun schon mehrere Male vorzog, stellt sie ihn nun vor die Wahl entweder endlich sein Leben in den Griff zu kriegen oder weiter mit Ted rumzuhängen aber sie dafür zu verlieren.

Stil:

Man merkt mehr als oft genug im Film, dass dieser von MacFarlane gemacht und produziert wurde, mal ganz davon abgesehen dass er Ted seine Stimme leiht. Der leicht unter die Gürtellinie und manchmal ins rassistische und diskriminierende abdriftende Humor den man auch aus Family Guy und American Dad kennt, vermisst man hier keine Sekunde und trotzdem wirkt es nie billig oder plump und wird hier auch wieder oft nur als Überleitung zu weiteren „grösseren“ Gags benutzt. Dass Seth auch ein totaler Verehrer der 80er Jahre ist bekommt man ebenfalls des Öfteren und besonders einem Fall sogar sehr gut zu spüren. Dass natürlich Anspielungen auf seine eigenen Kreationen, die nicht nur von den verpflichteten Schauspieler herrühren, nicht fehlen dürfen ist ja wohl so klar wie Pawtucket Patriot Bier und so freut man sich umso mehr wenn man zum Beispiel einen Fisch plötzlich mit Stewies Stimme sprechen hört.

Charaktere:

Mark Wahlberg, der nie wirklich hoch im meiner Gunst stand, spielt den grossen Jungen hier mit voller Überzeugung und Bravour und hat damit nicht nur durch das selbst in mir schlummernde Kind, wieder kräftig Sympathiepunkte bei mir geholt. Mila Kunis zu bekommen, war wahrscheinlich für Seth, auch wenn diese langsam immer populärer wird, kein grosses Kunststück, da sie ja schon in Family Guy der stets geplagten Meg ihre markante Stimme lieh. Hier beweist sie, wie auch schon mehrere Male dieses Jahr, das sie nicht nur, mit ihren männermordenden Augen, geheimnisvoll in die Kamera schauen kann sondern auch selbst schon mal tolle Gags raushauen kann. Als weitere Verpflichtungen die man schon aus Family Guy oder American Dad kennt lässt Seth Patrick Warburton (Joe Swanson, Family Guy) Alex Borstein (Lois Griffin, Family Guy), Mike Henry (Cleveland Brown, Herbert, Family Guy, The Cleveland Show) oder Patrick Stewart (Agent Bullock, American Dad) antanzten die dem ganzen nur noch mehr seth’schem Familienflair verleihen. Daneben sind grandiose Gastauftritte natürlich Plicht und über Norah Jones, Ryan Reynolds (beste Rolle EVA!), Tom Skerrit oder Flash Gordon himself Sam Jones erweisen alle dem Film ihre Ehre.

Fazit:

Ich muss zugeben ich war bei den ersten Trailern skeptisch ob eine romantische Komödie mit Seth als fünftes Rad am Wagen in Teddyform funktionieren würde, doch die ersten Kritiken und meine Bewunderung für MacFarlanes vorherige Werke bestätigen dann doch dass der Film einfach sehenswert sein muss. Wenn man an Komödien keine anderen Ansprüche stellt als einfach wieder mal so richtig herzlich zu lachen ist er Film ist daher nicht nur für MacFarlane Fans ein Genuss. Ich kann ohne zu lügen behaupten ich habe schon lange nicht mehr so herzlich (bei einer Komödie) im Kino gelacht. Seth ist eben doch auf dem besten Weg zum Comedy Godfather…giggety!

10/10

15 Responses to “Wir reden über: Ted”


  1. 1 donpozuelo August 1, 2012 um 12:58 pm

    Für wahr ein großartiger Film. Ich weiß nicht, ob ich die 10 Punkte voll vergeben würde, denn gerade der Suspense-Teil am Ende war mir ein wenig zu fad. Trotzdem: Geiler Film, den man sich ruhig öfter ansehen kann. Und anschließend MUSS man einfach „Flash Gordon“ gucken 😉

  2. 5 Xander August 1, 2012 um 5:11 pm

    Holy Shit! 10 Punkte! Da ich ihn auch noch sehen werde vermutlich nächstes Wochenende: Ich freu mich!

  3. 7 spanksen August 2, 2012 um 10:22 am

    Freu mich drauf, der läuft hier sogar mal bei uns im Kino!

  4. 12 Dominik Höchtk August 2, 2012 um 11:49 am

    Eine übertrieben hohe Wertung. 😉 Aber ok, für einen Fanboy mag das vielleicht der Fall sein. 😉 Ich sehe Family Guy einfach immer noch als SImpsons-Abklatsch an. 😉 Ted war gut, aber nienienienienienie perfekt, sprich keine 10/10. 😉

  5. 14 Kim August 4, 2012 um 11:56 am

    Supergenialer Film und bei einer Komödie sind meine Ansprüche nicht die höchsten. Ich will ja nur herzhaft lachen 😀


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