Wir reden über: The Amazing Spider-Man vs Spider-Man

Lange war es undenkbar, dass der mit Spinnenkräften ausgestattete Peter Parker auch besser bekannt als Spiderman überhaupt mal glaubhaft sich im Kino von Haus zu Haus schwingen würde. Doch im Jahre 2002 belehrte Regisseur Sam Raimi mit seiner Kinoversion alle eines Besseren und setzte später sogar noch zwei drauf. Zehn Jahre später entschied man sich aufgrund, mir immer noch sehr nebulösen Gründen, den Wandkrabbler einen Neustart zu gönnen einen „Reboot“ sozusagen und die Geschichte von Regisseur Marc Webb mehr oder weniger neu zu erzählen lassen. Doch wer hat (bis jetzt) seine Sachen nun besser gemacht? Raimi oder Webb? Und wer ist der bessere Peter Parker a.k.a Spiderman? Tobey Maguire oder Andrew Garfield?

Story:

Sollte allgemein oder zumindest jedem Nerd bekannt sein. Peter wird von Spinne gebissen, Onkel Ben wird erschossen, Aus grosser Macht wächst grosse Verantwortung und schon schwingt sich Peter am Faden in die Luft.

Nachdem Peter der in der Schule von allen gepiesakt wird und es einfach nicht schafft seine heimliche Liebschaft Mary Jane anzusprechen, während eines Schulausflugs in ein Genetiklabor von einer radioaktiven Spinne gebissen wird, bemerkt er plötzlich wie plötzlich seine einst so schwache Sehkraft wieder zurück erhält, übermenschliche Kräfte entwickelt, Wände hochkrabblen und Spinnenfäden aus seinen Handgelenk schiessen kann. Um dann bei Mary Jane Eindruck zu schinden, versucht er während eines Wrestlingkampfs, mit seinen neuen Kräften, Geld für ein Auto zu gewinnen. Doch nachdem er einen Dieb der einen Teil des Gewinns stiehlt nicht aufhält und dieser im Nachhinein seinen Onkel Ben erschiesst, benutzt er seine neuen Kräfte um fortan als „Spider-Man“ im Kampf gegen das Verbrechen einzusetzen.

Seit seine Eltern ihn als kleinen Jungens bei seinem Onkel und seiner Tante abgeben haben und danach bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sind, versucht Peter Parker mehr über sie heraus zu finden. Nachdem er zufällig auf wissenschaftliche Aufzeichnungen seines Vaters stösst, führen diese ihn zum Biotechnologie unternehmen Oscorp, wo er während eines Besuchspraktikums von einer Spinne gebissen wird. Kurz darauf beginnt zu realisieren, dass dieser Spinnebiss im plötzlich immense Stärke und die Fähigkeit verleiht hat Wände hoch zu krabbeln. Zuerst setzt er diese Kräfte jedoch nur zum Spass ein, als aber sein Onkel Ben von einem Ladendieb erschossen wird, den er eigentlich hätte aufhalten können, macht er sich fortan auf um als maskierter Rächer Spiderman gegen das Verbrechen vorzugehen.

Um den Reboot überhaupt einigermassen zu rechtfertigen, entschied sich Regisseur Marc Webb dafür, ähnlich den vorangegangenen Batmanfilmen von Christopher Nolan, dem Ganzen einen realistischeren aber auch düsteren Touch zu verleihen. Streckenweise funktioniert das dann auch erstaunlich gut, so bewegt sich Spiderman hier meistens mitten in der Nacht und Onkel Bens Tod passiert auch nach einem Ladenüberfall und nicht nach einem Wrestlingmatch. Doch dann fragt man sich wieder, warum man sich dann zum Beispiel bei der Bösewichts Wahl ausgerechnet die Echse rausgepickt hat und nicht etwa den Green Goblin oder Doc Oc die doch weitaus populärer sind. Aber auch hier liegt die Antwort wahrscheinlich wieder darin, dass man sich auf Spidey bzw. Peter Parker konzertieren wollte, dessen Eltern oder besser gesagt sein Vater ein ziemlich tragende Rolle bekommt, zumindest aus dem Hintergrund. Doch dieser düstere Ton mag irgendwo fast irgendwie nicht zu unserer freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft passen, die doch in den Comics auch stets im Angesicht der Gefahr locker bleibt…obschon Andrew Garfield als Spidey einen ziemlich gute Figur macht.

Sam Raimi konnte damals mit seiner Verfilmung aus dem vollen Schöpfen und auf knapp 60 Jahre Comicgeschichte zurückgreifen. Er entschied sich aber dafür Spidey denselben Hintergrund wie in den Comics zu geben und so versucht sich Peter auch zunächst als Wrestler, was dann unwiderruflich zum tragischen Tod von Onkel Ben führt, der ja für Spidermans Entstehungsgeschichte genauso essentiell ist wie der Tod von Batmans Eltern für dessen „Geburt“. Die Geschichte rauscht zwar stellenweise ziemlich dahin und wenn man ihn sich heute ansieht merkt man dass er obwohl er aus dem Jahr 2002 stammt, dass er ziemlich 90s mässig aussieht aber dennoch war es der erste Film den Spidey richtig in Aktion zeigte und dazu noch die erste Comicverfilmung der neuen Generation.

1:0

Stil:

Spidey ist vielleicht neben Batman der menschlichste von allen Superhelden, er besitzt Probleme wie jeder andere die er auch dank seiner Superkräfte nicht aus dem Weg räumen kann. Er muss sich als kleiner Fotograf täglich anschnauzen lassen und doch verliert er nie seinen Glauben in das Gute in der Welt, dass er dadurch auch selbst verbreitet. Und auch wenn die Comics teilweise ziemlich brutal sind, können sie schon die kleinsten Kinder mit ihrer typisch witzigen Art erfreuen, die eigentlich nur die Spiderman Comics versprühen.

Spider-Man war kitschig, teilweise lächerlich und manchmal auch ziemlich unglaubwürdig, doch genau das waren die Comics auch, zumindest die Alten genauso wie die 90er Jahre Fernsehserie. Man merkt schon recht schnell dass hier nicht alles auf einen Oscargewinn getrimmt wurde und so schmunzelt man immer wieder über Spidey zeitweilige Tollpatschigkeit oder die übertriebene Bosheit des Green Goblin. Zugleich werden einem aber auch atemberaubende Luftschwünge und tolle Spannungs- und Kampfszenen geboten. Eine Mischung also wie aus den Comics.

Mehr Realität und mehr Ernsthaftigkeit war das gebot mit dem Marc Webb an das Projekt heranging. Hier wird auch ein Blick in Peters Vergangenheit gewagt und man erfährt, dass sein Vater an einem geheimen Experimenten beteiligt war, die ihn zwangen, dann seinen Sohn und alles hinter sich zu lassen. Zudem spielt der ganze Film grösstenteils in der Nacht oder zumindest bei Dämmerung um die düstere Stimmung noch zusätzlich zu untermalen.

Der neue Look den man Spidey in The Amazing Spider-Man gab ist sicher eine Schritt in eine neue und vielleicht auch eine richtige Richtung aber trotzdem mag es irgendwie nicht zu Spidey passen, der im Gegensatz zu Batman keine geschlagene Figur ist, den nur der Gerechtigkeitssinn antreibt, zwar ist der Satz „With great power comes great responsibility“ untrennbar mit der menschlichen Spinne verbunden aber trotzdem hat man das Gefühl Spidey hat auch Spass bei der Verbrechensbekämpfung, was sogar von Andrew Garfield mit flotten Sprüchen ziemlich gut dargestellt wird, doch wirkt dies in der ganzen Dunkelheit fast ein bisschen fehl am Platz.

Raimi hat es vermutlich wie kein anderer geschafft den Charme von Spideys Welt auf die Leinwand zu bannen. klar über gewisse Castingentscheidungen kann man diskutieren, da ich immer noch der Meinung bin, dass Kirsten Dunst für die Rolle der Mary Jane eine komplette Fehlbesetzung war und auch Tobey Maguire wirkt heute nicht mehr so cool wie früher, doch verkörpert er den schrulligen Nerd immer noch auf eine Weise die man durchaus mögen. zudem ist das Design von Spideys Kostüm einfach nur brillant und dem Designer davon sollten auf der Stelle mehrere Oscars verliehen werden.

2:0

Charaktere:

Peter Parker/Spiderman

 Bevor Peter von der radioaktiven Spinne gebissen wurde, war er eigentlich ein ziemlicher Aussenseiter, zwar brillant und sogar ziemlich witzig aber die Mädchen wollten halt lieber mit den harten Footballjungs rumhängen. Seit er aber als Spidey die Unterwelt von New York unsicher macht, hat neben seinem Sehvermögen und der Muskelkraft auch sein Ego gesteigert und zudem kann ihn nun mit den Spinnekräften niemand mehr so ungestraft herum schubsen.

Tobey Maguire ist kein Hollywood Schönling und Muskelprotz hat aber auch nicht die, vor allem in den modernen Comics immer athletisch und dünner werdende Figur von Spidey. Hier ist er der schrullige Aussenseiter, der es einfach nicht schafft seine grosse Mary Jane auch nur ein einziges Mal anzusprechen. Als er dann von der Superspinne gebissen wird, sorgen sie dafür dass er endlich auch mal aus sich rauskommt und etwas wagt. Sein Spiderman ist aber im Gegensatz zu all den früheren Inkarnationen eher ernster und konzentrierter, trotzdem merkt man ihm an das wenn sich im Netz über die Dächer von New York schwingt, dies ihm sichtlichen Spass bereitet.

Der Peter Parker den Andrew Garfield verkörpert ist weniger ein Nerd als ein kleiner Hipster, er fährt Skateboard und auch die Brille ist den Kontaktlinsen gewichen, er hat auch keine Probleme sich dem Schulschläger Flash Thompson in den Weg zu stellen auch wenn er nachher verprügelt am Boden liegt. Auch sucht er stets nach Anzeichen für das damalige Verschwinden seiner Eltern. als er seine Spinnekräfte neu entdeckt, benutzt er sie erstmals um mit seinem Skateboard ein paar neue Tricks auszuprobieren. Doch der Tod seines Onkel Bens und der damit verbundenen Jagd nach dessen Mörder bewegen ihn schliesslich dazu zu Spiderman zu werden, der hier auch mal richtig flotte Sprüche austeilen kann und mit seinen Netz (diesmal sogar aus dem eigens gebastelten Netzsprüher) mehr macht als bloss nur Fäden zu spinnen.

Tobey Maguire war für mich lange der einzig wahre Spiderman, was wohl damit zusammenhängt, dass ich die Filme wirklich liebe. Der Wandel vom gemiedenen Nerd, zum gehetzten Superheld und Fotograf wird besonders im zweiten Film mehr als nur toll dargestellt und wie schon erwähnt ist das Kostüm, dass man im Film verwendete einfach grandios. Doch im direkten Vergleich mit seinem Nachfolger wirkt er dann doch etwas zu steif. Spiderman war immer schon ein Sprücheklopfer par excellence und auch wenn manche dies den Comics ankreiden sind genau diese prägnanten Wortgefechte zwischen Spidey und seinen Gegnern vielleicht das einzige was ich der Raimi Trilogie doch sehr vermisst habe.

Ich versprach mir wirklich nichts Grosses vom Neucasting und auch von Andrew Garfield hatte ich bisher nur in einen einzigen Film gesehen, doch ich muss wirklich zugeben, dass er nicht nur eine gute Figur machte sondern auch wirklich eine tolle schauspielerische Leistung ablieferte, dieser Spiderman ist zwar im Vergleich zu Tobey Maguire schon vor seiner Verwandlung ziemlich cool, mit Skateboard und ohne Brille unterwegs aber trotzdem merkt man das die Kräfte ihn verändert haben. Die Szenen in denen er dank seiner Superkräfte beinahe die halbe Wohnung zerlegt sind herrlich komisch und endlich kriegen wir mal einen Spidey auf der Leinwand zu sehen der auch ein paar coole Sprüche servieren kann, da stört auch der aus Basketbällen angefertigte Anzug eher weniger.

2:1

Gegner

Kein Superheld ohne Superschurken und Spideys Repertoire an fiesen Gegnern ist wohl eines der vielfältigsten in der ganzen Comicwelt. Vom fiesen Green Goblin über Doctor Octopus bis hin zum Weltraumsymbionten Venom wollen sie alle Peter ans Leder und die meisten kennen dummerweise sogar seine Geheimidentität.

Den Anfang machte in Spider-Man Norman Osborn, der Vater von Peters besten Freund, der durch ein Selbstexperiment plötzlich übermenschliche Kräfte aber auch extreme Aggressionen bekam und dadurch zum fiesen Green Goblin wurde, der mit seinem Gleiter und Kürbisbomben darauf New York unsicher machte. Danach folgte in Spider-Man 2 Doctor Octopus ebenfalls ein Wissenschaftler, der nach einem fehlgeschlagenen Kernfusions Experiment plötzlich vier riesige Greifarme auf dem Rücken trägt die nun seinen Verstand kontrollieren. In Spider-Man 3 kriegte es Spidey dann gleich mit drei Gegnern zu tun. Einem bösartigen Sandhaufen, dem Sandman, Peters bestem Freund Harry Osborn, der nun dank der Ausrüstung seines Vater selbst zum neuen Green Goblin geworden ist und zu guter Letzt dem ausserirdischen Symbionten Venom, der zuerst Peter selbst und danach seinen Konkurrent im Fotogeschäft Eddie Brock befällt.

Doktor Curt Connors war einst der Kollege von Peters Vaters die Zusammen an einer Möglichkeit geforscht haben, mit Tiergenen Krankheiten wie Parkinson oder Erblindung zu heilen. Als Connors dank Peter eine Formel findet um mit Echsengenen Gliedmassen wieder nachwachsen zu lassen, probiert es sie zuerst an Labormäsuen, dann aber auf Druck von Oben auch an sich aus und verwandelt sich kurze Zeit später dadurch aber in eine riesiges menschliches Echsenmonster. Getrieben durch die Erschaffung des perfekten Wesens versucht Connors dann das Serum in der ganzen Stadt zu verstreuen und so eine neue Rasse von Superechsenmenschen zu züchten.

Diese Gegenüberstellung ist vielleicht nicht ganz fair, da die Webb-Reihe bishererst einen Bösewicht eingeführt hat und einen der schwächsten noch dazu, dafür waren aber bei Raimi auch nicht alle Fieslinge das gelbe von ei, dennoch Rhys Ifans als Doktor Connors ist zwar wirklich überzeugend und man merkt bis kurz vor seiner Verwandlung seine innere Zerrissenheit und die Gewissensbisse aber sobald er zum ersten Mal schuppig durch die Gegend läuft ist es vorbei mit der Sympathie, mal abgesehen davon das das Design völlig dämlich und unglaubhaft aussieht ist sein Motiv für die Erschaffung einer neuen Herrenrasse Angesicht seiner vorherigen Bedenken völlig haltlos und unglaubhaft. hoffen wir, dass wenn die Reihe fortgeführt wird auch die Gegner besser werden…da hilft auch kein evil indian Guy.

Jetzt wird’s schwierig, aber eigentlich auch wieder nicht. Der Green Goblin wurde zwar in der Art toll von Willem Dafoe verkörpert aber seine Kostüm war wenn wir ehrlich sind nicht wirklich das Gelbe vom Ei und von Venom und Sandman fangen wir hier gar nicht erst an. Bleibt also daher nur noch Doctor Octopus übrig, den Alfred Molina in Spider-Man 2 mimte. Dieser gab der Rolle sowohl etwas tragisch als auch diabolisches und ist wirklich eine der wenigen guten Verwandlungen vom edlen Forscher zum verrückten Wissenschaftler die ich bisher in einem Film gesehen habe. zudem hat man auch das Potenzial seiner Tentakel erkannt und lässt ihn so auch mal Hochhäuser oder Wände hochgehen. Viel maues aber dafür ein grandioses Schauspiel!

3:1

Liebschaft

Neben den Superschurken gehören auch die Frauen genauso in Peters Leben seit er sich als Spidey durch die Luft schwingt, denn die Ladies stehen auf hautenge Spinnenkostüme. Mary Jane Watson, Gwen Stacy oder Felicia Hardy sind da nur einige der wichtigsten die schon mal einen Blick unter die Maske werfen durften….if you know what i mean ;A

Kirsten Dunst verkörperte in der Sam Raimi Reihe die Mary Jane Watson, die Peter schon seit dem ersten Schultag begehrt. beide lebten jahrelang nebeneinander doch „MJ“ merkte nie etwas von Peters Gefühlen erst als sich durch das Spiderman Kostüm mehr Mut anlegte, schaffte er es ihr seine Gefühle zu gestehen. Die Beziehung stand stets nie unter einem guten Stern, doch schlussendlich versuchte Peter ihr sogar einen Heiratsantrag zu machen, der aber von Green Goblin alias Harry Osborn durchkreuzt wurde. Mary Jane ist stets die hilflose Jungfrau in Nöten und wird mehr als nur einmal von den Bösewichten entführt und in Todesgefahr gebracht.

Gwen Stacy besucht dieselbe Schule wie Peter und ist nachdem er sich heimlich ins Labor bei Oscorp geschlichen hat, wo sie zufälligerweise als Praktikantin arbeitet plötzlich extrem fasziniert vom Jungen mit den Spinnenkräften. Zu dumm nur, dass Gwen die Tochter von Captain Stacy ist der es sich gerade zur Aufgabe gemacht hat Spiderman um jeden Preis Das Handwerk zu legen. Doch spätestens nachdem Peter ihr seine Geheimidentität verrät ist sie ihm mehr als nur verfallen.

Mary Jane ist sozusagen die Lois Lane der Spidermanwelt , was heisst das sie die wichtigste Frau an Peters Seite ist, zwar wird sie dann und wann mal entführt, so ist es leider nun mal wenn man sich mit dem Spinnenjungen einlässt doch war sie nie die stets hilflose Jungfrau in Nöten. Kirsten Dunst reduziert die rolle genau auf dieses Minimum und schafft es nicht die starke Frau an Peters Seite zu sein die man sich gewünscht hätte.

ich gebe es offen zu ich finde Emma Stone heiss, sehr heiss sogar, daneben ist aber auch noch eine tolle Schauspielerin die durchaus starke Frauentypen verkörpern kann wie sie in Zombieland oder auch The Help bewiesen hat. Sie zudem als Gwen Stacy und nicht als Mary Jane zu verpflichten zeigte, dass man tatsächlich bereit war neue Wege mit dem Reboot zu gehen, da Gwen ein völlig anderer Typ war als MJ und hier auch beweist, dass sie selbst mal zupacken kann. Die Romanze im Film ist zwar mehr eine Teenagerschnulze als einen heisse Liebschaft, trotzdem macht ja gerade dass auch die frühen Spiderman Comics aus, Liebe und Drama halt.

3:2

Nebenfiguren

Peters liebende Tante May, der verstorbenen Onkel Ben, oder sensationshungrige J. Jonah Jameson sie alle gehören zu Peters Umfeld wie das Amen in die Kirche. Spidey Entourage ist ebenfalls so bunt wie seine Gegnerschaft und mit jeder neuen Rieh kommen stets auch neue Figuren hinzu.

Dass Onkel Ben und Tante May in den ersten Spider-Man Filmen nicht fehlen durften ist natürlich klar, denn schliesslich wird erst mit Onkel Bens Tod Peter Parker zu netzschwingenden Spiderman auch sein bester Freund Harry und Verleger J. Jonah Jameson hatten in jedem Film ihre Auftritte. Daneben führte aber Regisseur Sam Raimi auch immer wieder kleine Rollen und Cameos ein, wie zum Beispiel Evil Dead Star Bruce Campbell, Comedian Aasif Mandvi oder natürlich Stan Lee mit seinen berühmten Cameos, die hier ihren Anfang nahmen.

Marc Webb verzichtete bewusst darauf, die allseits bekannten Charaktere einzuführen, natürlich mit der Ausnahme von Onkel Ben und Tante May, hier gespielt von Martin Sheen und Sally Field. Man konzertierte sich dafür mehr auf Peters Highschoolzeit, die man in der alten Trilogie fast oder überhaupt nicht beachtete. So taucht als neue Figur zum Beispiel Schulraufbold Flash Thompson auf. Aber auch Captain Stacy hier gespielt von Denis Leary hat eine mehr als tragende Rolle.

Raimi hat auch hier wieder den Vorteil, dass er sich als erste an die Spinnencomicverfilmung ranmachen durfte, so sind Cliff Robertson und Rosemary Harris eigentlich die perfekten Onkel Ben und Tante May weil man sich auch aus den Geschichten kennt. James Franco als Harry Osborn gibt auch ein gute Show und von J.K. Simmons J. Jonah Jameson müssen wir gar nicht erst anfangen der ist sowieso einfach nur genial „crap, crap, mega crap!“ zudem sind die schon erwähnten Kurzauftritte von Bruce Campbell, Stan Lee und Co. extrem unterhaltsam.

Aber auch die neuste Spideyfilmproduktion kann sich in dem Bereich ebenfalls durchaus sehen lassen. Martin Sheen und Sally Field, sind ebenfalls sehr überzeugende Ersatzeltern für Peter, wobei man von ihnen sogar den einen oder anderen Lacher erntet. Denis Leary ist vielleicht neben Garfield der beste Schauspieler im Film und gibt Captain Stacy etwas respektvolles, dass dann aber wieder beim Gespräch mit seiner Tochter schnell in Verwirrtheit umschlagen kann, zudem ist die Kampfszene während des Schlussakts einfach nur herrlich Stichwort Cop with a Shotgun! 😉

4:3

Regisseur:

Wurde Marc Webb nur aufgrund seines Namens Verpflichtet und war der Regisseur der Evil Dead Reihe wirklich der richtige für die Verfilmung der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft?

Es ist unbestritten, dass bevor er sich an Spider-Man gewagt hatte, dass die Evil Dead Filme Sam Raimi grösste Erfolge im Filmbusiness waren. Diese durchaus auch witzig bis kitschigen Horrorfilme definierten das Genre teilweise neu und sind auch heute noch beliebte zeitlose Klassiker. Andere bekannte Filme von ihm sind Darkman, A Simple Plan oder Drag Me To Hell. Zurzeit arbeitet Raimi an einer Neuverfilmung des Zauberers von Oz mit dem Titel Oz -The Great and Powerful.

500 Days of Summer ist neben The Amazing Spider-Man Marc Webbs einzige professionelle Regiearbeit im Filmgeschäft zuvor war er an zahlreichen Musikproduktion beteiligt und schuf Videoclips für Musiker und Bands wie Weezer, Hoobastank, Daniel Powter oder Green Day.

Mit der Evil Dead und der Spider-Man Reihe schuf sich Raimi sicher ein kleines Filmdenkmal im Herzen jedes Horrors- Action- und Comicfilmfans. Daneben kann er aber ausserhalb davon nicht wirklich etwas Vergleichliches vorweisen. Filme wie The Quick and the Dead, A Simple Plan oder Drag Me to Hell hatten mässige bis keine Erfolge einzig Darkman bleibt einen als Action- und Superheldenfilmliebhaber so einigermassen im Gedächtnis. Trotzdem ist sein Spidey top.

Webb wurde eigentlich als Nobody an das Projekt geholt und in Anbetracht dessen muss man ihn doch sehr loben, dass er die Spinne in dieser Art auf die Leinwand brachte, hätte Raimi seine Filme vorher nicht schon im Kino gehabt, würde man sich den Film in einem anderen Licht ansehen. Man mag also gespannt in die Zukunft dieses aufstrebenden Regisseurs blicken.

5:4

Fazit:

Knapper als erwartet gewinnt doch noch der Raimi Spiderman mit einer Nasenlänge voraus. Auch wenn Garfield doch überraschender Weise als besserer Peter Parker aus dem Rennen gegangen ist hat Raimi einfach mehr die Nähe zu Comic geschaffen, es wirkt fantastisch, kitschig und bunt zugleich. Webb hält mit bitterer Realität und viel blauen Augen dagegen. Doch wenn es um die Bösewichtsfrage geht zieht auch wieder Raimi davon der zumindest mit Doc Oc einen richtig herrlich bösen Gegenspieler geschaffen hat. Dafür reissen Emma Stones Augen das Steuer fast wieder rum. Es ist wie es ist. Raimi top, Webb…nicht Flop aber nicht ganz so „beschwingt“!

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16 Responses to “Wir reden über: The Amazing Spider-Man vs Spider-Man”


  1. 3 Dos Corazones Juli 10, 2012 um 8:50 pm

    Ha, ich konnte mich ja von Vergleichen zu Raimis Trilogie ebenfalls nicht ganz loslösen, daher finde ich deinen Ansatz mal konsequent und auch gerechtfertigt.
    Allerdings käme ich nicht zu so einem knappen Ergebnis, gerade bei den Nebenfiguren würde ich noch mehr zu Raimis Spidey tendieren, weil da die komplett starke Masse einfach umwerfender ist als bei Webb.
    Zudem gefiel mir Maguire in den Teilen 1+2 als Spiderman deutlich besser als Garfield (allerdings kenne ich kaum Comics, weshalb ich da wirklich nur von der Filmfigur ausgehe).

    Nun ja, wirklich blöd ist ja nur, dass Webbs Neuverfilmung zwar düsterer à la Nolan-Batman sein will, aber doch mit unbeholfenen Dating-Versuchen, Slapstick-Einlagen und mäßigen One-Linern immer wieder ins komisch-kindische abrutscht. Das gehört für mich zwar zu Spiderman, aber nicht bei dieser neuen Ausrichtung. Diese Inkonsequenz wollte ich nur nochmal zum Ausdruck bringen.

    BTW – echt gut gemacht, steckt spürbar Arbeit in diesem Vergleich.

    • 4 maloney Juli 10, 2012 um 8:59 pm

      Ja im Gesamtvergleich noch mit den anderen Spider-Man Filmen würde Raimi sicher auch da davon ziehen aber beim reinen Vergleich der ersten beiden kommen eigentlich beide gleich gut weg.

      Beim Spidey Vergleich hab ich auch noch etwas vom Einfluss von Spectacular Spiderman und Ultimate Spiderman einfliessen lassen an die Garfield deutlich näher rankommt.

      Danke solche Komplimente nehm ich immer gern an…und so viel Arbeit wars gar nicht 😀

  2. 5 bullion Juli 10, 2012 um 9:08 pm

    Klasse Vergleich! 🙂

    Ich mag die Raimi-Spinne auch sehr, sehr gerne und sollte die Trilogie unbedingt einmal wieder schauen… das Reboot dann vielleicht irgendwann später. Interesse ist daran nur bedingt vorhanden.

  3. 6 Nerd Wiki Juli 10, 2012 um 9:34 pm

    Nachmacher! Und: BULLSHIT!

    ;-D

  4. 8 Owley Juli 10, 2012 um 10:27 pm

    Ist dein Blog jetzt ein Sammelsurium von „Coolen Ideen anderer Blogger“ und „Bilder und Webfinds, die ich ohne via einsetze“? Schon, oder?

  5. 10 donpozuelo Juli 11, 2012 um 8:58 am

    Schöner Vergleich. Vor allem bei Emma Stone bin ich dann auch voll und ganz deiner Meinung 😉

    Aber auch beim Rest… dass es eine knappe Entscheidung werden würde, hatte ich mir schon fast gedacht. Denn auch wenn mal viel und gerne rummeckert, der neue Spidey hat schon was. Dumm halt nur, dass er die gleiche Story noch einmal wiederkäut. Aber da kann auch noch eine Menge Gutes kommen. Allein, wenn sie es schaffen, J.K. Simmons wieder ins Boot zu holen, wäre das super. Auf jeden Fall muss der Bugle im nächsten Teil mehr in den Vordergrund. Meine zweite Wahl für Jameson wäre übrigens Michael Sheen. Der könnte das bestimmt auch super 😉

  6. 11 Kim Juli 11, 2012 um 4:20 pm

    Oh, das Knockout hat doch der Klassiker gewonnen 😀
    Ich liebe Tobey als Spider-Man, aber man muss zugeben, dass Andrew Garfield sich gut gemacht hat!

  7. 12 maloney Juli 11, 2012 um 5:01 pm

    @don: Emma Stone all over the place 😛
    Haha ich hab jetzt echt Martin Sheen gelsen :D…wäre witzig wenn Onkel Ben als J.J aus dem Jenseits zurückkehrt…hmm Michael Sheen? Könnte man drüber nachdenken. Und J.K wäre natürlich toll auch wenn daraus nichts wird…obschon Judi Dench ja auch ihre Rolle in James Bond nach dem Reboot wieder aufnahm.

    @Robin: Ja eben fast einen Zacken zu gut 😉

  8. 13 Intergalactic Ape-Man Juli 11, 2012 um 6:50 pm

    Die japanische Serie aus den 70ern kann man nicht schlagen. Auch wenn da nicht mehr viel von der Story überbleibt, kommt einfach alles für mich erst danach.^^

  9. 15 Intergalactic Ape-Man Juli 11, 2012 um 7:21 pm

    Power Rangers ist jetzt etwas respektlos. Das war ja nur ein Rip-Off des Tokusatsu-Kosmos um die Super Sentai. 😛


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