Wir reden über: Legend of Korra – Book 1: Air

“I’m the Avatar! You gotta deal with it!”

Mittlerweile sollte man es wissen Avatar: The Last Airbender gehört zu meinen liebsten Animations- und Fernsehserien überhaupt und das obwohl Nickelodeon die Serie gerade mal vor sieben Jahren zum ersten Mal über den Bildschirm flimmern liess. Als nach dem der fulminanten Serienfinale recht schnell bekannt wurde, dass mit Legend of Korra eine Fortsetzung folgen würde, die die Geschichte eines neuen Avatars erzählte, war ich zunächst doch ein bisschen skeptisch. erstens weil das ganze zuerst nur als Mini-Serie geplant war und zweitens weil ich so meine starken Zweifel hatte ob man an die Einzigartigkeit der Originalserie anknüpfen konnte. Doch spätestens als ich den ersten atemberaubenden Trailer in stylischen 30er Jahre Look, der zudem noch eine grossangelgte Serie ankündigte, gesehen hatte wusste ich, dass das Ganze mindestens so gut wenn nicht noch besser als die Legenden von Aang werden würden.

Story:

Seit dem grossen Sieg von Avatar Aang und seinen Freunden über die Feuernation sind siebzig Jahre vergangen. Korra eine junge Wasserbändigerin vom südlichen Wasserstamm wurde zum neuen Avatar auserwählt und muss nun nachdem sie bereits erfolgreich die Elemente, Wasser, Erde und Feuer gelernt hat, zu beherrschen nun das Luftbändigen lehren. In der grossen Stadt Republic City, die das Zentrum, der nach dem Krieg neugegründeten United Republic of Nations, darstellt soll sie dies nun von Aangs Sohn Tenzin lehren. Doch schnell muss sie feststellen, dass ihr dieses Element zu kontrollieren die meisten Probleme bereitet, da sie sich so gar nicht mit ihrer spirituellen Seite in Einklang bringen kann. Mit der Zeit findet sie aber auch schnell Freunde, so zum Beispiel die beiden Brüder, Mako und Bolin, die beide als Feuer- und Erdbändiger in den Profi-Bändigungs Spielen, antreten und für ihr Team noch einen Wasserbändiger suchen. Doch Republic City droht seit neusten Gefahr durch die sogenannten Equalist, einer Anti-bändiger Gruppierung, die mit ihrem Anführer, dem mysteriösen Amon in der Lage sind den Leuten ihre Bändigungskräfte für immer zu entziehen. Korra steht also nicht nur vor der Aufgabe zu einem vollwertigen Avatar zu werden sondern auch ihre neue Heimat vor dieser Bedrohung zu schützen.

Stil:

Auch wenn Legend of Korra die Nachfolgeserie von Last Airbender ist, versucht sie gar nicht erst im Konzept eine Kopie davon zu sein. der Zeitsprung allein sorgt schon dafür, dass die Welt die wir kannten, zwar noch Elemente, wie die putzigen Hybridtiere oder das Bändigen enthält, aber trotzdem völlig verändert wirkt, auch wenn die gesamte Serie nur auf den Handlungsplatz von Republic City beschränkt. Die Stadt, die an die grossen Metropolen, des frühen 20 Jahrhunderts, wie Tokio, Shanghai, Peking aber auch New York und London angelehnt ist, verströmt unverkennbar den klassischen Charme dieser Zeit, der mit der gerade dort stattfinden industriellen Revolution nur noch untermauert wird. Trotzdem wirkt, das Ganze im Vergleich zum Vorgänger keineswegs unglaubhaft oder surreal, da wie wir uns erinnern, auch die Feuernation bereits über Maschinen, wie Panzer, Luftschiffe oder riesige Bohrer verfügte, da kann sich also in siebzig Jahren einiges getan haben. Ebenfalls merklich verbessert wurde der Animationsstil, auch wenn dieser schon früher auf einem sehr hohen Niveau war, trotzdem wirkt alles noch viel detaillierter und echter und teilweise nahm man sogar Computeranimationen für grössere Landschaftsaufnhamen zur Hilfe, die für eine Fernsehproduktion extrem gut gelungen sind. Buch 1 ist zwar erst, die erste Staffel der Serie, doch passiert hier zum Teil story- aber auch actiontechnisch mehr als bei einem Grossteil der vergangene Staffeln von Last Airbender, man merkte, dass sich die Macher diesmal wirklich auf das wesentliche beschränken wollten und keine “unnötigen” Filler-Episoden einbauen wollten, was zwar die Serie einiges kürzer macht aber man sich dadurch wirklich voll und ganz auf Handlung konzentrieren kann und sich deshalb nur noch mehr auf die nächsten Folgen freut.

Charaktere:

Hardcorefans aufgepasst, hier könnte Spoileralarm herrschen, wer also keinen Weinkrampf kriegen will, sollte besser jetzt mit lesen aufhören. Wie schon erwähnt spielt die Serie siebzig Jahre nach dem Abenteuern von Aang und seinen Freunden und ein neuer Avatar macht sich daran sein Schicksal zu erkunden, weshalb schnell klar wird, dass wohl oder übel Aang und der Grossteil seiner damaligen Freunde nicht mehr am Leben sein kann, ja das klingt zwar im ersten Moment grausam aber erstens müssen wir uns so wohl oder übel mit den neuen Hauptcharakteren auseinandersetzen und zweitens ganz aussen vor wird die “Alte Garde” auch nicht gelassen wie man doch recht schnell merkt. Korra als Nachfolgerin von Aang ist eigentlich alles was dieser nicht war, kämpferisch, stur, verbissen, erdverbunden und ein Mädchen, zudem ist das Element Luft, genau das welches ihr noch fehlt um ein vollständiger Avatar zu werden, doch recht schnell merkt man das genau dies ihr die meiste Unsicherheit bereitet und sie doch nicht immer die toughe Kämpferin ist, die sie immer vorgibt zu sein und ihr auch die Angriffe der Equalisten mehr als nur zu schaffen machen. Mit Aangs Sohn Tenzin und der Polizeichefin von Republic City, Lin Bei Fong, der Tochter von Toph, kriegen wir auch zwei direkte Nachfahren der alten Hauptcharaktere zu sehen, was wieder einen tollen Bezug zu früher schafft und zeigt wie sich deren Leben entwickelt haben, zudem ist man immer wieder stolz wenn man plötzlich Charakterzüge oder Verhaltensweisen von deren Eltern in ihnen wieder erkennt. Mako und Bolin die neuen Mitglieder für das zukünftige Team Avatar sind beide ja grundsätzlich nur gut gemachte Reinkarnationen von Zuko und Toph darstellen auch wenn dies zu keinen Zeitpunkt einen Nachteil darstellt, da beide deren beste Charaktereigenschaften aufgenommen haben…und hey wer wollte nicht schon endlich mal einen unenstellten Zuko sehen? ;) Amon und seine Antibändiger sind von den Ansätzen her auch das komplette Gegenteil des herrschsüchtigen Feuerlord Ozai, da ihr Motiv von einem gewissen Standpunkt betrachtet ja eigentlich ziemlich nobel erscheint aber gab es nicht schon mal ein Idealismus der alle Menschen gleich behanlden wollte und dann gescheitert ist?..aber verdammt ihre Steampunk-Kampfausrüstungen sehen einfach zu genialst aus!

Fazit:

In der Serie sind zwischen beiden Shows siebzig Jahre vergangen, in Wirklichkeit aber nur vier Jahre, trotzdem nutze man diesen Zeitraum um reifer und erwachsener zu werden. Klar auch Last Airbender war keine typische Kinderserie, doch Korra mutet seinen Zuschauern gerade mal noch ein bisschen mehr zu, zwar ist der typische Humor und Slapstick den man zuvor kannte immer noch vorhanden aber doch dünner gesät, um vor allem grossen Kampfsezenen aber auch emotionalen Momenten Platz zu geben ohne aber dabei lächerlich oder kitschig zu wirken und sich gerade so vom Vorgänger abzuheben. Der Versuch war riskant einen Nachfolger für eine so erfolgreiche Serie zu erschaffen, doch die Macher bewiesen, das sie an Genialität und Kreativität nichts eingebüsst hatten und übertrafen sich noch einmal selbst, Legend of Korra ist einfach in jeder Hinsicht (fast) ein Meisterwerk.

10/10

About these ads

6 Responses to “Wir reden über: Legend of Korra – Book 1: Air”


  1. 1 donpozuelo Juni 28, 2012 um 8:53 nachmittags

    Oh super!!! 10 von 10. Wäre es weniger gewesen, wäre ich schwer enttäuscht! ;) Jetzt, wo endlich die erste Staffel vollständig ist, werde ich mich auch mal ganz schnell dran setzen und mir alles am Stück anschauen.

  2. 3 nashdesu September 4, 2012 um 5:58 nachmittags

    Gutes Review, kann dir im Großen und Ganzem zustimmen, einfach geniale Serie und ein würdiger Nachfolger =)


  1. 1 Wir reden über: Megas XLR « Jason Auric – Sweet Nonsense Trackback zu November 29, 2012 um 10:51 vormittags
  2. 2 Die Powerpuff Girls sind zurück! « Jason Auric – Sweet Nonsense Trackback zu Februar 11, 2013 um 7:07 nachmittags
  3. 3 Wir reden über: The Legend of Korra – Book 2: Spirits | The Sweet Nonsense Trackback zu November 20, 2013 um 9:49 nachmittags

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




Aktuell:

Stimmung:
Amerikanisch
Schauen:
Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.
The Legend of Korra - Book 2 : Spirits
The World's End
Hannibal
Shingeki no Kyojin (Attack on Titan)
Hören:
Daft Punk - Random Access Memories
Caravan Palace - Caravan Palace
Lesen:
Homestuck
Spielen:
Flow
Flowers
Journey
Warten auf:
The Hobbit: The Desolation of Smaug
Captain America: The Winter Soldier
Machen:
Something, something,useless!

Wieviel mal geklickt?

  • 300,284 hits

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 54 Followern an

%d Bloggern gefällt das: