Wir reden über: Game of Thrones – Staffel 2

„Look across those fields, brother. Can you see all those banners? – You think a few bolts of cloth will make you king?! – No. The men holding those bolts of cloth will make me king! – We shall see, Renly. Come the dawn, we shall see!“

Da ich mich bis jetzt immer noch nicht dazu durchringen konnte mit den Büchern anzufangen aber die Intrigengeschichten aus Westeros mich doch mittlerweile ziemlich in ihren Bann gezogen haben, war natürlich ziemlich schnell klar, dass nachdem ich mir schon die erste Staffel von Game of Thrones mit grosser Freude einverleibt hatte, die Zweite nicht lange auf sich warten lassen durfte.

Story:

Nachdem Tod des König von Westeros, Robert Baratheon und dem damit verbundenen Komplott der Familie Lannister gegen das Haus Stark, tobt in Königreich nun ein heftiger Bürgerkrieg. Auf der einen Seite beanspruchen Roberts Brüder Renly und Stannis, den Thron gleichermassen für sich, der Sohn des getöteten, Eddard Stark, Robb hat sich mittlerweile zum König des Nordens ernannt und der vermeintliche Sohn von Robert Joffrey, denkt nicht im Traum daran wieder von eisernen Thron herunter zu steigen und geniesst es viel lieber die komplette Macht die das Königsein mit sich bringt aufs Grausamste auszunutzen. Währenddessen kämpfen Jon Snow und seine Kameraden der Nachtwache, jenseits der grossen Eismauer, tapfer gegen die kriegerischen Wildlinge und hoffen dabei stets, nicht einem dem gefürchteten „White Walkers“ zu begegnen, die weder mit Schild noch Schwert zu bekämpfen sind. Auf der anderen Seite des Meeres versucht aber auch die letzte Prinzessin der Targaryans, Daenerys immer noch zurück in ihre alte Heimat zu gelangen, um mit ihren drei frisch geschlüpften Drachen wieder eine Herrschaft des Feuers zu errichten.

Stil:

Wem die erste Staffel teilwiesezu brutal und stellenweise auch zu grausam war, sollte sich besser zweimal überlegen ob er auch bei der zweiten einschaltet, denn die Kriegswirren, färben Westeros überall blutrot ein. Richtig grosse Schlachten bekommt man zwar bis fast zum Schluss nicht wirklich zu sehen aber auch in dem Schlachtzelten und Burgen werden rege Gefechte ausgetragen, sei es nun mit Schwert oder Zunge. Man merkt auch langsam aber sicher, wie sich die Fantasyelemente innerhalb der Serie, die in der ersten Staffel noch kaum oder gar nicht vorhanden waren, zu regen beginnen, wobei aber Daenerys Drachen den grössten Teil davon in Anspruch nehmen. Zwar sind die Spezialeffekte die dafür verwendet wurden nicht gerade auf Hollywood Niveau und erinnern teilweise ein wenig an die ersten Harry Potter Filme aber dennoch freut man sich doch jedes Mal wenn die kleinen Biester auf dem Bildschirm auftauchen und ein paar kleinere bis grössere Feuerbälle spucken. Aber auch erkennt man, dass in Westeros nicht alles wirklich mit rechten Dingen zugeht und ich spreche dieses Mal jetzt nicht von Inzestliebe oder überheblichen Zwergen. Daneben sorgen aber auch immer wieder herrlich triste Landschaftsaufnahmen, dass man sich wirklich nach Westeros versetzt fühlt.

Charakterentwicklung:

Charaktere gibt’s in der Tat genug, fast so viele, dass man die Wesentlichen teilweise zu sehr aus den Augen verliert. So war die Einführung von Renly und Stannis Baratheon fast ein wenig unglücklich, da wenn wir ehrlich sind, ihre Figuren eigentlich keinem wirklichen Zweck dienen. Deshalb freute es mich umso mehr, dass man in dieser Staffel zusammen mit Jon und seiner Nachtwache den unheimlichen Norden erkunden konnte und dabei so genialste Figuren wie zum Beispiel die spitzzüngige Ygritte vorgesetzt bekam. Daneben ist aber sicher Tyrion Lannister spätestens jetzt zum Dreh und Angelpunkt der Serie geworden und seine kleinen Intrigen und Ränkespiele erfreuen einen jedes Mal auf Neue und man hofft inständig, dass er nicht wie so manch andere Figur schon, zum Opfer eines Schwerthiebs oder irgendeiner anderen scharfen Klinge wird. Aber auch Bruder und Vater Jamie und Tywin stehlen auf ihre Art und Weise jedem die Show wenn sie wieder mal im Bild sind. Dafür kann ich es aber erst gar nicht abwarten bis Drecksack Joffrey sich endlich mal wirklich ins Schlachtgetümel wirft und dabei zufällig über den Rockzipfel seiner Mutter stolpert und dabei von einer Speerspitze aufgespiesst wird.

Fazit:

Der Krieg fordert Opfer, noch mehr als der Kampf um den eisernen Thron normalerweise schon. Aber wer sich die Serie ansieht sollte mittlerweile wissen, dass reichlich Gewalt und nackte Haut deren Markenzeichen sind und so kann man wenn man über das hinweg oder eben halt nicht hinweg sieht so ziemlich seinen Spass haben. Die Figuren werden zahlreicher und teilweise finden sich darunter, wie schon erwähnt, sogar ein paar wahre Goldstücke. Der Handlungsstrang der Nachtwache ist momentan sicher am spannendsten aber auch wenn mal wieder übers enge Meer geschweift wird bietet Daenerys nicht nur optische Leckerbissen. Zudem wartet diese Staffel, vielleicht mit einem der besten Cliffhanger auf, die es je in einem Seriefinale gab, ja wahrscheinlich sogar besser als LOST…fast

8/10

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17 Responses to “Wir reden über: Game of Thrones – Staffel 2”


  1. 1 Dr. Borstel Juni 11, 2012 um 6:03 pm

    1. Tyrion ist weder überheblich noch nenne man ihn einen Zwerg, Unwissender!
    2. In welchem Universum bitte dient die Einführung von Stannis keinem bestimmten Zweck? (Auch wenn das im Buch sicherlich besser herausgearbeitet ist.)
    3. Scheißcliffhanger.

    • 2 maloney Juni 11, 2012 um 6:32 pm

      1. Intelektuell Ürlegen und Imp…besser?
      2. Na wenn die sich nur gegenseitig umbringen ist das schon ein bisschen Sinn- und Zwecklos
      3. Hammergenialst geiler Cliffhanger!

      • 3 Dr. Borstel Juni 14, 2012 um 8:00 pm

        1. Besser.
        2. Kleiner Exkurs in die Geschichte des Motivs des Fratrizids in Literatur und Mythologie gefällig? Nö? Okay. Aber wie du festgestellt haben dürftest, bringen sich hier eine Menge Leute „nur gegenseitig um“. Und es werden noch deutlich mehr. Also: Wayne?
        3. Emotional platt, pseudocool, mies animiert, nicht im Geringsten die Stimmung, die im Buch aufkommt. Und völlig unlogisch.

  2. 5 bullion Juni 11, 2012 um 8:11 pm

    Ich habe dieses Mal auf die Heimkinoveröffentlichung gewartet und freue mich demenstprechend schon die viel zu kurze Staffel an einem Rutsch (ja, schön wärs) durchzuschauen. Bis dahin hab ich vielleicht auch das dritte Buch durch…

  3. 7 donpozuelo Juni 12, 2012 um 3:12 pm

    Renly und Stannis Baratheon sind schon ziemlich wichtig,… ich habe die zweite Staffel jetzt noch nicht gesehen, aber die müssen schon eingeführt werden.

    Momentan bin ich bei „Game of Thrones“ immer noch bei den Büchern (mittlerweile schon gut bei Teil 3 dabei). Ich spare mir die zweite Staffel also noch ein wenig auf, damit ich sie dann ebenfalls in einem Rutsch durchgucken kann.

    Ich fand’s auch gut, dass in Band 2 die Fantasy-Elemente langsam aber sicher vermehrt werden. Allerdings frage ich mich, wie lange die Macher es noch durchhalten, pro Buch nur eine Staffel zu drehen. Das wird zumindest bei Buch 3 schon eine große Herausforderung werden 😉

  4. 10 reeft Juni 14, 2012 um 2:42 am

    Wo hast du die Staffel denn schon gesehen?

  5. 13 spanksen Juni 14, 2012 um 9:05 am

    Kann man das lesen ohne gespoilert zu werden? Bin erst bei Folge 3

  6. 15 Robin Urban Juni 15, 2012 um 12:18 am

    Die zweite Staffel bot meiner Meinung nach einige sehr unschöne Abweichungen zur Vorlage, das war in der ersten Staffel noch anders. Klar muss man sich an das Medium anpassen, aber wenn die Änderungen so sinnlos sind…

    • 16 maloney Juni 15, 2012 um 3:44 pm

      Kann ich nicht beurteilen, da ich wie gesagt die Bücher nicht gelesen habe…aber teilweise hatte ich schon das Gefühl, dass es manchmal gar allzu sehr in die Länge gezogen wurde.

      btw. Herzlich willkommen hier…du landest natürlich gleich im Feed 😀


  1. 1 Wir reben über: Game of Thrones – Staffel 3 | The Sweet Nonsense Trackback zu Juni 12, 2013 um 12:58 am

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