Wir reden über: Batman: Year One

„Ladies, gentlemen, you’ve eaten well. You’ve eaten Gotham’s wealth. Its spirit. But your feast is nearly over. From this moment on, none of you are safe.“

Ich gebe es offen und ehrlich zu Batman ist der einzige Grund warum ich ab und zu noch ein DC Comic in die Hand nehme, da der Verlag ja ausser dem Dunklen Rächer und seiner Entourage ja im Gegensatz zu Marvel wirklich nur strahlende heuchlerische Saubermänner hervorgebracht hat und dies wahrscheinlich auch mit ein Grund ist warum man deshalb zum Beispiel im Kino nie an die Rote Konkurrenz anknüpfen konnte. Doch was man auf der grossen Leinwand nicht zu schaffen vermag, versucht man immer wieder mit Animationsfilmen auszugleichen so sind Filme wie Justice League Crisis On Two Earths oder Batman Under the Red Hood durchaus zu empfehlen. Für den neusten Aimationsstreich wagte man sich nun an Frank Millars erste Originstory über den Flattermann, wobei es Batman: Year One ja sogar fast als Handlung zu Christopher Nolans Batman Begins geschafft hätte.

Story:

Gotham City ist verdorben und verseucht. Der junge Polizist Jim Gordon übernimmt eine undankbare Aufgabe an als er seine neue Stelle bei der dortigen Polizei antritt. Überall scheint das Verbrechen sich ohne Probleme ausbreiten zu können und die Gesetzeshüter scheinen dies auch noch zu tolerieren. Nachdem er versucht die Korruption einzudämmen und den Polizisten immer wieder ins Gewissen redet, dauert es nicht lange bis man ihm mehr als nur ausdrücklich nahe legt, dass dies nicht gut für ihn ist, zumal seine Frau ja auch noch schwanger ist. Zur gleichen Zeit beginnt, ein als menschliche Fledermaus verkleideter, Maskierter auf eigene Faust gegen die Gesetzlosen vorzugehen um der Stadt so wieder ein Gewissen zu verleihen ohne dabei auch nicht halt vor korrumpierten Beamten zu machen. Die Polizei kennt natürlich in diesem Fall aber kein Erbarmen und beginnt gnadenlos Jagd auf den sogenannten „Batman“ zu machen, doch Gordon fragt sich als einziger ob dieser Gotham nicht mehr als nur gut tun würde.

Stil:

Batman war schon immer, mit Ausnahme der Adam West und Joel Schumacher Ausrutscher, eine düstere, schmutzige Geschichte. Auch wenn es nicht ganz so real wie in Bamtan Begins anfühlt, wird doch die Hilflosigkeit von Gordon aber auch Bruce Wayne deutlich spürbar, obschon man bei ihm doch anfänglich das Gefühl hat er tut dies für sich und nicht unbedingt für die Stadt. Einer der Verantwortlichen für das Charakterdesign war Bruce Timm, der allen DC Fans zumindest ein Begriff sein sollte, zumal durch ihn ja erst Serien wie Batman: The Animated Series, Superman: The Animated Series, Batman Beyond oder Justice League und Justice League Unlimited entstanden sind, und wenn auch nur ansatzweise ist dieser für ihn so markante kantige Stil auch im Film durchaus erkennbar.

Charaktere:

Wie meistens in seinen Filmen, steht Batman nicht alleine im Mittelpunkt, zwar tritt ihm diesmal keiner seiner berüchtigten Widersacher direkt entgegen, auch wenn zum Beispiel Selina Kyle und Harvey Dent durchaus ihre Auftritte haben, ist der grosse Gegner hier die Staatsgewalt in Form der Polizei von Gotham. Bruce Wayne steht hier noch ganz am Anfang seiner (Super)Helden-Karriere und muss daher erst herausfinden wie die Öffentlichkeit auf ihn reagiert und so wagt er sich nicht wie später auch schon mal tagsüber auf die Strasse sondern fungiert wirklich nur nachts. Gern hätte ich auch gesehen wie der Film die Kostümierung und Bewaffnung um den besten Detektives der Welt vornimmt, doch wird man allzu schnell vor vollendete Tatsachen gestellt, weshalb ich auch hier gerne wieder auf Batman Begins verweise. Doch der eigentlich Star des Films ist ganz klar der junge Jim Gordon der hier noch als enthusiastischer Hoffnungsvoller Cop dargestellt wird, der sich hier ganz auf seine eigenen Fähigkeiten verlässt. Bryan Cranston (Malcolm in the Middle, Drive) verleiht Gordon genau die richtige Portion Verbissenheit um ihn wirklich den ganzen Film über interessant zu machen, so sehr das man fast lieber seinen Monologen als denen von Bruce zuhört.

Fazit:

Der Film ist mehr Charakterstudie als Film und lebt vor allem von den Erzählungen von Gordon und Bruce Wayne in ihrem ersten gemeinsamen Jahr in Gotham, wobei diese erst kurz vor Schluss aufeinander treffen und dies nicht in gewohnter Manier vor dem Batsignal. Wer also batmantypische Gefechte mit dem Joker, Two-Face oder Mr. Freeze erwartet wird enttäuscht werden doch genau dieser Mut zum Minimalistik zahlt in Hinsicht auf die Figuren durchaus aus. Gordon ist hier einmal mehr als nur der blosse Überbringer von Batmans Aufträgen und darf sich auch mal als Schläger ausleben. Daneben machen Kurzaftritte von Catmwoman, Harvey Dent oder Vicky Vale den Film sicher zumindest für jeden Batman-Fan zu einem tollen Leckerbissen.

8/10

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4 Responses to “Wir reden über: Batman: Year One”


  1. 1 donpozuelo Mai 17, 2012 um 5:38 pm

    Ich habe auch schon des öfteren vor diesem Film gestanden, mich dann aber doch immer wieder dagegen entschieden. Wozu einen animierten Film sehen, wenn ich den Comic im Schrank zu stehen habe??? 😉

  2. 2 Xander Mai 18, 2012 um 1:27 pm

    Das ich das mal sagen würde: Kenne nur den Comic.
    Schließe mich im Übrigen dem Kommentar von donpozuelo an – bei allem, was er geschrieben hat.


  1. 1 Wir reden über: Batman: Under the Red Hood | The Sweet Nonsense Trackback zu Juli 4, 2013 um 8:21 pm
  2. 2 2. Allgemeine Altpapiersammlung | The Sweet Nonsense Trackback zu Dezember 1, 2013 um 6:44 pm

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