Wir reden über: Avatar: The Last Airbender – Book 3: Fire

„After generations of Fire Lords failed to find you, now the universe delivers you to me as an act of providence. – Please listen to me! We don’t have to fight. You have the power to end it here and stop what you’re doing. – You’re right, I do have the power. I have all the power in the WORLD!“

Der Avatar Zyklus schreibt vor, dass nach den Elementen Luft, Wasser und Erde nun als letztes das Feuer gebändigt werden muss. Doch da die Feuernation der erklärte Feind von allen anderen Völkern ist, wie soll Aang überhaupt den geeigneten Lehrer dafür finden? Mit diesem und auch noch mit viel grösseren Herausforderungen startet Avatar: The Last Airbender in die dritte und letzte Runde, den der Avatar steht nun vor der Entscheidung den 100 jährigen Krieg endlich zu beenden oder die Welt den Feuern der Feuerbändigern zu überlassen die durch die Macht von Kometen Sozin schier unbegrenzte Kräfte erhalten.

Story:

Nachdem Aang in den Katakomben von Ba Sing sei während eines Angriffs Azula und Zuko schwer verwundet worden ist, wacht er nach mehreren Wochen auf um festzustellen, dass ihn alle, ausser eine handvoll seiner Freunde, für tot halten und die Feuernation sich nun für unbesiegbar hält und ihre Welteroberungspläne endlich richtig vorantreibt. Den der Komet Sozin soll in ein paar Monaten den Planeten erreichen und so ihre Feuerbändigungskräfte um ein hundertfaches steigern. Aang, Sokka, Katara und Toph möchten aber bevor dies geschieht, während einer bevorstehenden Sonnenfinsternis nun einen äusserst riskanten Angriff auf die köngliche Hauptstadt der Feuernation starten, da genau das vermeintliche Ableben des Avatars nun ihr grösster Trumpf ist. Um dies aber geheim zu halten, verstecken sich die vier nun genau dort wo man sie am wenigstens erwarten würde, direkt im Feindesland auf den Inseln Feuernation. Zudem muss Aang auch immer noch das Feuerbändigen lehren. Durch seinen Sieg über den Avatar darf währenddessen Prinz Zuko, nach so langer Zeit im Exil, endlich aus seiner Verbannung zurück in seine Heimat kehren wo er sich aber, trotz einer aufkeimenden Romanze mit Azulas Gefährtin Mai, bei weitem nicht mehr so Zuhause fühlt.

Stil:

Es ist klar, dass die ganze Staffel über auf das grosse Finale hingearbeitet wird, doch eigentlich gibt es davon ja sogar zwei. Zum einen die Planung für den grossen Putsch auf die Feuernation während der Sonnenfinsternis, die in vornherein mit grossartigen Folgen wie der ersten Halloweenfolge der Serie „The Puppetmaster“, Zukos Selbstfindungstrip in „The Beach“ oder Aangs Alptraumzustände in „Nightmares and Daydreams“ eingeläutet werden. Nachdem dieser Angriff aber schief läuft findet sich die Gruppe plötzlich wieder auf der Flucht und man kehrt zu altbekannten Mustern und sogar wieder zu ein bisschen zur Ruhe zurück. Doch währt diese nur sehr kurz und der grosse Showdown hält in einem sage und schreibe 4-teiligen Finale wirklich alles was man sich erhofft hat und würde sogar einzelnen Hollywoodblockbustern in Sachen Spannung noch etwas vormachen. Ausserdem merkt man dass, die Macher stetig bemüht waren die Animationsqualität von Staffel zu Staffel immer mehr zu erhöhen und zu optimieren und sogar teilweise cinematische Aspekte zum Beispiel Kamerafahrten einzubauen.

Charakterentwicklung:

Man denkt bei so viel Action, könnten durchaus die Figuren irgendwo auf der Strecke bleiben aber da die Serie von ihren Charakteren lebt hat man diese auch in der dritten Staffel keinesfalls vernachlässigt. So merkt man Aang gegen Ende des Buches immer mehr an, dass er nun seine Rolle als Avatar vollends akzeptiert hat und (fast) alles tun würde damit die Welt endlich wieder ihren Frieden finden kann. Genau wie der geschichtliche findet auch der emotionale Teil der Serie endlich seinen Höhepunkt und Aang und Katara finden, wenn auch erst ganz ganz am Schluss endlich zueinander, nicht ohne dass in vorherigen Episoden nochmal gross in der Shippingtrommel gerührt wurde. Zuko der die ganze Serie über auf dem Scheideweg von Gut und Böse stand, scheint nun endlich seine Bestimmung gefunden haben und schliesst sich als Aangs Feuerbändigungslehrer dem Team Avatar im Kampf gegen seinen eigenen Vater an und wird daher zu einem (wenn das nicht schon vorher der Fall war) tiefgründigsten Figuren der Serie. Aber Zuko ist nicht der einzige der sich mit seinem eigenen Volk anlegt, nachdem Azula droht Zuko und Sokka in seinen kochenden See zu werfen , wenden sich auch ihre ehemaligen Gefährtinnen Mai und Ty Lee gegen sie und beweisen dadurch sehr schön, dass Liebe immer noch stärker ist als alles andere „I guess you just don’t know people as well as you think you do. You miscalculated. I love Zuko more than I fear you.“ Endlich dürfen wir auch, nachdem dieser in Vorfeld immer nur als Silhouette oder Schattengestalt zu sehen war, einen Blick auf Zukos Vater Feuerlord Ozai (gesprochen von Mark „Joker, Luke Skywalker“Hamill!!) werfen, der zwar anders als Azula eher den klassichen jamesbondweltherrschaftplan Bösewicht gibt aber dennoch, besonders als Phönix König, äusserst bedrohlich ist.

Fazit:

Das Finale ist gelungen und wie. Der Schachzug gleich zweimal in der Staffel zum Entscheidungskampf zu blasen war absolut genial und verpuffte keineswegs, durch geschickt platzierte Cliffhanger, schon beim ersten Mal sein Pulver. Jede der Figuren hat den für sie perfekt positionierten Part zu spielen ohne, dass je eine von ihnen verschwendet gewirkt hat. Man konnte endlich die Früchte ernten die man in zwei vorangegangenen Staffeln gesät und mit grossartiger Action auftrumpfen. Daneben sind wie schon erwähnt die dazwischen liegenden Filler-Episoden durchaus sehenswert, besonders die Folge „Ember Island Players“ in der sich die Macher nochmal vor dem grossen Knall selbst aufs Korn nehmen war genau dazu gemacht um nochmal tief Luft zu holen. Für mich gehört die Serie nach so einem Abschluss zu den ganz grossen Fernsehserien.

10/10

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3 Responses to “Wir reden über: Avatar: The Last Airbender – Book 3: Fire”


  1. 1 Nils Mai 12, 2012 um 1:53 pm

    Ist ja eher nicht so mein Ding. Dragon Ball, One Piece, Yu-Gi-Oh war alles super aber dann hörte es auf. Bei den Filmen aber nicht habe neulich Prinzessin Mononoke gesehen und heut schau ich mir mal Das letzte Glühwürmchen an.

  2. 2 donpozuelo Mai 13, 2012 um 12:02 pm

    Super Staffel. Ich fand’s toll, was sie da noch alles rausgeholt haben. Meine beiden Lieblingsfolgen sind Aangs Alptraum-Folge, die sehr schön zeigt, dass auch Helden große Zweifel haben können und natürlich eine der besten Folgen überhaupt: Die im Theater, wo in 20 Minuten mal eben die ersten zwei Staffeln wiederholt werden. Absolut genial.

    Wirklich ein würdiger Abschluss für eine tolle Serie!!!

  3. 3 maloney Mai 13, 2012 um 12:57 pm

    @Nils: Naja das sind ja alles Animes und auch wenn Avatar sehr östlich geprägte Elemente aufweist ist es immern och ein Cartoon und sicher mehr als einen blcik wert.

    @don: Jap die Theaterfolge war total genial…und hat das geschafft wo Herr Shyamalan versagt hat, den Charme der Serie in möglichst kurzer Zeit einzufangen.


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