We Bought A Zoo

„Just make her a nice zoo screensaver and she’ll be just as happy“

Ich gebe es ja offen zu, dass Buch steht noch bei mir im Regal ohne dass ich auch nur einen Blick hinein geworfen habe und das obwohl in Wir kaufen einen Zoo es doch tatsächlich um einen…na eben Zoo geht. Umso grösser war dann auch die Ausrede „Ich warte auf die Verfilmung“ um es mir dann mit Popcorn gemütlich zu machen und zu sehen wie sich Matt „Matt Damon Damon und Scarlett Johansson mit ein paar wilden Tieren rumschlagen müssen.

Story:

Nach dem Tod seiner Frau scheint Benjamin Mee einen neuen Sinn in seinem Leben zu suchen, denn in seiner Heimatstadt erinnert ihn jede einzelne Kleinigkeit an seine verstorbene Liebe. Mit seinen zwei Kindern Dylan und Rosie, die diese Ereignis jeweils völlig unterschiedlich verarbeiten, möchte er vor allem nachdem Dylan der Schule verwiesen wurde einen kompletten Neuanfang wagen. Als er endlich das perfekte Haus mit dazugehörigem Grundstück endlich gefunden hat, muss er erfahren, dass dieses nur zusammen mit einem kompletten aber geschlossenen Zoo, zum Verkauf steht. Benjamin entscheidet sich trotz Warnung seine Bruders dafür den Zoo zu kaufen um ihn dann während mehrerer Monate wieder auf Vordermann zu bringen. Doch muss er schnell merken, dass es für die Führung eines Tierparks mehr braucht als nur ein lockereres Portemonnaie und selbst das sitzt nach einiger Zeit überhaupt nicht mehr so locker.

Stil:

Man nehme ein wenig Drama, eine grosse Portion Geschichten die das Leben schreibt, eine Prise Charakterdarsteller und füge noch ein paar Publikumslieblinge dazu und fertig ist das Raubtierfutter für den kritischen Kinogänger. Doch allzu kritisch sollte man dann doch nicht sein, denn erstens ist der Film ja ein typischer Feel-Good Movie, in Hollywoodmanier, der vor allem von angewandtem Kitsch lebt und andererseits kommt wie schon erwähnt ein Zoo darin vor. Um den Film vor allem auch dem amerikanischen Publikum schmackhaft zu machen wurde die Geschichte kurzerhand von England nach Kalifornien verlegt auch im Gegensatz zur Vorlage war dann Benjamin Wegs zum Zoo doch um einiges leichter, denn eigentlich dauerte es zwei Jahre bis sich dieser endlich Zoodirektor nennen durfte, da die örtliche Behörde befand, dass er zu wenig tiergärtnerische Erfahrung besässe. Doch dies verzeiht man dem Film gern, genauso wie andere hollywoodtypische Filmanpassungen oder die eigentlich völlig fahrlässige Aufsichtspflicht, die Benjamin seinen Kindern gegenüber ausübt, wenn er sie völlig ungeschützt in die Nähe von Tieren wie Giftschlangen, Tigern oder Bären lässt, angesichts des guten Gefühls, dass man besitzt wenn man dann aber den Kinosaal verlässt.

Charaktere:

War Matt Damon noch vor ein paar Jahren der typische Hollywood-Schönling der nur sehr oberflächliche oder humorvolle Rollen annahm, hat er sich, nicht zuletzt durch seine Rolle in True Grit, doch zu einem respektablen Charakterdarsteller gemausert. Man merkt dass ihm der Part des Benjamin Mee gefiel aber auch nahe ging. Scarlett Johansson als Zoowärterin Kelly ist zwar hier keineswegs so sexy wie als Black Widow aber dafür kann auch sie mal zeigen, dass sie durchaus über grosses Schauspielpotenzial verfügt und dazu auch noch witzig sein kann. Von den Jungschauspielern ist Colin Ford zwar für meinen Geschmack etwas zu sehr Emo aber es soll ja durchaus Leute geben die so was mögen, auch wenn die sich solche Filme wahrscheinlich nicht ansehen, deshalb wurde Elle Fannings Rolle dafür umso mehr mit Gänseblümchen überhäuft und Maggie Elizabeth Jones als Rosie ist einfach nur obersüssigstens. Neben den ganzen seriösen Figuren nahm man sich sogar noch die Zeit ein paar Comic Relief einzubauen,  wie J.B. Smoke als leicht rassistisch angehauchter aber dennoch urkomischer Makler Mr. Stevens oder John Michael Higgins als überpingliger und dadurch fast helvetisch anmutenden Zooinspektor Ferris.

Fazit

Klar Leuten, die weder Tiere, Zoos oder Matt Damon mögen, würde ich den Film sicher nicht empfehlen aber das sind ja auch die Leute die kleinen Hunden und Babys den Kopf abbeissen. Und auch wenn die Story allzu geradlinig daher kommt, ist sicher etwas für die ganze Familie dabei, Matt Damon für die Frauen, Scarlett Johansson für die Männer und ein Haufen herziger und wilder Tiere für die Kinder, doch sollte man die erst ab einem gewissen reinlassen, denn Kinder die, während einer englischen-sprachig Vorstellung, die ganze Zeit lauthals im Kino fragen was da gerade passiert und dann noch die ganze Zeit mit Plastiksäcken knistern, sollten sich doch lieber die Schlümpfe oder sonst was ansehen…no grumpyness intended

6.5/10

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5 Responses to “We Bought A Zoo”


  1. 1 Nils Mai 9, 2012 um 5:41 pm

    Uhuhu jetzt gibt es Jason Auric Pünktchen! In 10 – Basis, viel besser als 5 Punkte!

  2. 3 bullion Mai 9, 2012 um 6:49 pm

    Habe ich mir als alter Zoo-Freund auch mal vorgemerkt. Reicht aber auf DVD/Blu-ray…

  3. 5 donpozuelo Mai 10, 2012 um 8:19 am

    Ich werde wohl auch eher auf die DVD warten. So sehr ich Cameron Crowe-Filme auch mag, aber die Story reizt mich nicht zu einem Kinobesuch.


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