Wir reden über: Avatar: The Last Airbender – Book 2: Earth

„Look, the inner wall. I can’t believe we finally made it to Ba Sing Se in one piece. – Hey don’t jinx it! We could still be attacked by some giant, exploding Fire Nation spoon. Or find out the city’s been submerged in an ocean full of killer shrimp – You been hitting the cactus juice again?“

Mit der ersten Staffel von Avatar: The Last Airbender, landete Nickelodeon einen absoluten Überraschungshit und so war es natürlich schnell klar, dass eine zweite Staffel der Serie nicht lange auf sich warten lassen kann. Doch auf keinen Fall wollte man den Fans eine reine Wiederholung von Buch 1 bieten, weshalb diesmal die Handlung wesentlich zusammenhängender und auch vor allem gegen den Schluss um einiges ernster gestaltet wurde aber keine Sorge, denn auch bei seiner Suche nach einem Erdbändigungsmeister bleibt Aang sich selbst immer treu.

Story:

Nachdem sie mit Müh und Not die Belagerung der Feuernation vom Nördlichen Wasserstamm überstanden haben, machen sich Aang, Katara und Sokka auf um für den jungen Avatar, der mittlerweile neben seinem angestammten Element Luft, auch das Wasser recht gut beherrscht, einen geeigneten Erdbändigungslehrer zu finden. Doch scheint sich diese Suche schwieriger zu gestalten als anfangs erwartet, denn erstens werden sie immer noch stets von der Feuernation verfolgt und zweitens, ist es für Aang besonders schwierig diese Form des Bändigen zu erlernen, da die Stärke und Beständigkeit dieses Element, das genaue Gegenteil von dessen freier und spritueller Persönlichkeit sind. Doch nicht nur das, nachdem unserer Helden in der grossen Wüste eine Bibliothek gefunden haben in der sie den Schlüssel für einen Sieg über die Feuernation vermuten, wird ihnen dabei Aangs fliegender Bison Appa von einer Gruppe Sandbändiger gestohlen. Um ihn nun wieder zu finden müssen sie in die grosse Hauptstadt der Erdkönigreich Ba Sing Sei (zu Fuss) reisen, wo sie hoffentlich Hilfe vom Erdkönig erwartet. Doch dort angekommen müssen sie schnell feststellen, dass dort nicht alles so harmonisch ist wie es den zuerst Anschein hat. Währenddessen ist Zuko, der Aang am Nordpol beinahe gefangen genommen hat, endgültig bei seinem Volk und vor allem seinem Vater in Ungnade gefallen, weshalb dieser Zukos machthungrige Schwester Azula auf ihn und seinen Onkel Iroh angesetzt hat.

Stil:

Mehr als die erste Staffel hat man sich bei dieser entschieden mehr eine zusammenhängende Geschichten zu gestalten, so liegt in der ersten Hälfte der Handlung der Schwerpunkt darauf einen Erdbändigungslehrer für Aang zu finden, während der zweite Teil vor allem auf dîe Reise in die Hauptstadt des Erdkönigreich Ba Sing Sei setzt und so wird man als Zuschauer überwiegend in dieser Nation herum geführt. Besonders diese zweite Hälfte ist dann wie schon erwähnt um einiges düsterer und ernster da sich die Charaktere mit Problemen wie Verrat, Tod und dem Verlust eines Freundes auseinander setzen müssen. Besonders die Einführung des Geheimdienstes vom Erdkönigreich dem Dai-Li war ein genialer Schachzug, da hier auch für ein junges Publikum die bekannten Problematiken von historischen aber auch aktuellen geheimstaatlichen Organisationen wie der Stasi, des KGBs oder auch der Gestapo aufgezeigt werden. Vielleicht wird hier auch wie in keiner der beiden anderen Staffeln, die Balance zwischen Anspielungen auf östliche und westliche Kulturen gewahrt. So sind ein gutes altmodischen Wild West-Duell in einer verlassenen Geisterstadt oder Hillbillys vom Wasserstamm genauso vertreten wie ein indischer Guru oder ein Haiku Wettbewerb.

Charakterentwicklung:

Neben den schon bekannten Figuren wurden mit der toughen Toph, die als Aangs Erdbändigungslehrer eine anfangs sehr undankbare Aufgabe übernahm und Zukos Schwester Azula zwei äussert gelungene Neuzugänge eingeführt. Da Toph einerseits blind aber doch wahrscheinlich eine der stärksten Kämpferinnen der Serie ist, zeigten die Macher, dass selbst, wenn deine körperlichen Möglichkeiten eingeschränkt sind, du doch Grosses erreichen kannst, zudem ist ihre herrlich sarkastisch-direkte Art ein tolle Bereicherung für die Gruppendynamik. Azula ist der Bösewicht, den man sich nach Zukos Abkehr von seiner Suche nach dem Avatar und Zhaos Tod für die Serie gewünscht hat. Egal ob sich ihr nun Kiyoshi-Kriegerinnen, das Team Avatar oder ihr eigener Bruder in den Weg stellt, schreckt sie mit ihren beiden Mitstreiterinnen Mai und Ty Lee, die ebenfalls äusserst gelungene Charaktere sind, vor nichts zurück um den Avatar endlich ihrem Vater auf einem Silbertablett servieren zu können. Dadurch wird Zuko auch endlich (vorerst) von der Bürde des Bösewichts befreit und darf zusammen mit seinem Onkel erfahren was es heisst als gewöhnlicher Landstreicher durch das Erdkönigreich zu ziehen nur um am Ende doch wieder mit seiner Vergangenheit konfrontiert zu werden. Daneben wird aber auch immer fleissig an der schon von Anfang an angedeuteten aufkeimenden Beziehung zwischen Aang und Katara gearbeitet.

Fazit:

Wer in der ersten Staffel noch Zweifel hatte, dass die Serie nur für Kinder geeignet ist, wird diese sicher spätestens jetzt über Bord werfen. Tolle neue Pro- und Antagonisten verhelfen dem Ganzen noch mehr Tiefe zu erreichen ohne dass der Humor dabei auf der Strecke bleibt und auch die Action kommt zu keinem Zeitpunkt zu kurz. Die Handlung wird vorangetrieben, dennoch wirkt es nie gezwungen und sogar Filler-Episoden haben in der Gesamtbetrachtung einen Sinn. Da Zuko sowieso von Anfang einer meiner Lieblingscharaktere war, ist sein Wandel vom gefallen Prinzen zum gewöhnlichen Bürger ein echtes Highlight und man wünschte sich die ganze Staffel über, dass er endlich seinen Frieden finden würde, dennoch war auch Azula für mich ein absolut genialer Bösewicht, wenn nicht sogar einer der besten in einer Serie überhaupt, da man es ihr anmerkte, anders als bei Zuko, dass sie es durch und durch liebt böse zu sein. Kann die dritte Staffel also daher überhaupt noch besser werden?

9/10

4 Responses to “Wir reden über: Avatar: The Last Airbender – Book 2: Earth”


  1. 1 donpozuelo Mai 2, 2012 um 9:21 am

    „Die toughe Toph“… war auch eine meiner Lieblingsfiguren. Fand ich großartig, dass man in einer Kinderserie mal den Mut hatte, eine blinde Hauptfigur einzuführen.

    Eine tolle zweite Staffel, die echt Lust auf mehr gemacht hat.


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