Wir reden über: The Avengers

„Let’s do a headcount: Your brother, the demigod; a super-soldier, a living legend who actually lives up to the legend; a man with breathtaking anger management issues; a couple of master assassins; and you’ve managed to piss off every single one of us.“

Ist das Genre der Comic- und Superheldenverfilmungen langsam übersättigt? Haben wir in letzter Zeit nicht schon genug strumpfhosentragende Muskelprotze sich über die Leinwand schwingen sehen? Möglich, sogar höchstwahrscheinlich! Doch wenn es nach mir geht kann es davon gar nicht genug geben. Deshalb sollte man auch gleich ein ganzes Dutzend davon in einen Film packen. Dieser, wenn auch nicht gerade meiner persönlichen Anweisung, folgte Marvel schon vor langer Zeit als sie mit der Aufgleisung des Marvel Cinematic Universe begannen und einem Helden nach dem anderen seinen eigenen Film bescherten, die alle dann schlussendlich im grossen Gipfeltreffen in The Avengers mündeten. Ob es sich dabei nun um rohes Actionkino oder doch, durch die verschiedenen Charaktere, in ein komplexes Drama handelt, sollte sich mir heute Abend, nach schier endloser Wartezeit endlich erschliessen.

Story:

Loki der verstossene Sohn aus Asgard, hat in seinem Exil einer ausserirdischen Rasse die Herrschaft über die Erde versprochen. Mit Hilfe des kosmischen Würfels dem Tesserakt schafft er ein Portal in unsere Welt und greift als erstes das Hauptquartier der Geheimorganisation S.H.I.E.L.D. an. Nachdem er dort mehrere Agenten seinem Willen unterworfen hat, macht er sich mit dem Tesserakt im Gepäck auf den Weg ein grösseres Portal zu bauen um seine Armee ebenfalls den Weg auf die Erde zu ebnen. Währenddessen ist aber S.H.I.E.L.D Direktor Nick Fury auch nicht untätig geblieben und lässt sofort die Mitglieder, für eine von ihm geplante Spezialeinheit, mit dem Titel „Die Rächer“ zusammen trommeln. Diese sind der im zweiten Weltkrieg zum Supersoldaten ausgebildete Captain America, der durch Gammastrahlen mutiere Doktor Bruce Banner, der sich bei Aufregung, in den unglaublichen Hulk verwandeln kann, der Milliardär und Waffenexperte Tony „Iron Man“ Stark und der Halbbruder von Loki, Donnergott Thor. Unterstützt werden sie dabei von den S.H.I.E.L.D Agenten Natasha Romanoff und Clint Barton, die auch unter den Codenamen Black Widow und Hawkeye bekannt sind. Jedoch scheint die Zusammenarbeit nicht so wirklich zu klappen und die Bedrohung durch Loki wird von Stunde zu Stunde grösser.

Stil:

Der Film erlebte eine bisher noch nie dagewesene Marketingkampagne und er musste gleich fünf vorangegangen Filmen, die die einzelnen Rächer einführten, mindestens ebenbürtig wenn nicht überlegen sein. Daher hält man sich auch nicht gross mit sinnlosen Handlungsverläufen auf und es geht gleich schon zu Beginn richtig zur Sache. Explosion und Geprügel werden hier nicht zu knapp und auch mal unter den Helden selbst eingesetzt, denn diese sind anfangs so überhaupt gar nicht von der Idee einer Zusammenarbeit untereinander begeistert. Den Fehler etwas zu sein war er nicht ist, wie es viele Hollywood Blockbuster in letzter Zeit taten, macht man hier nicht um man findet genau die richtige Mischung zwischen, Action, Drama und Komik, besonders dann wenn Tony Stark wieder einmal das Wort ergreift. Man merkt dass, Regisseur Joss Whedon, der ja schon von Anfang an erste Wahl der Fans gewesen war, hier sein Publikum ernst nimmt ohne es aber je zu überfordern, oder Ansprüche zu stellen. Dennoch weiss der Mann was die Fans sehen wollen, hier stimmt es einfach.

Charaktere:

Iron Man, The Incredible Hulk, Iron Man 2, Thor und Captain Aamerica: The First Avenger leisteten bereits gute Vorarbeit, weshalb man bewusst auf grosse Charaktereinführungen verzichtete, dadurch könnten zwar Nicht-Eingeweihte sich etwas benachteiligt fühlen, doch findet man sich schnell zurecht und die kleinen Hinweise auf vergangenes sind sowieso fast nur etwas für echte Fanboys. Schauspielerisch kann man auch wirklich niemandem etwas vorwerfen und vor allem Tom Hiddleston als Loki, der weitaus furchteinflössender als noch in Thor daherkommt und Robert Downey Jr. als Tony Stark in Höchstform überzeugen vollends. Chris Hemsworth in der Rolle der Thor und Captain America Chris Evans sind auch mehr als blosse Schmachtbilder für die weiblichen Zuschauer die beweisen das sie sowohl ordentlich austeilen aber auch einstecken können. Die Neuverpflichtung von Mark Ruffalo als Hulk war auch weitaus weniger schlimm als erwartet und auch wenn ich doch lieber Edward Norton als grüner Hüne gesehen hätte, machte er seine Sache durchaus solide. Männer dürften dann sicher aber mehr als ihre Freude an Scarlett Johansson und Cobie Smulders in den Rollen schlagkräftigen S.H.I.E.L.D Agentinnen Natasha Romanoff und Maria Hill haben. Samuel „Motherfucking“ Jackson, Jeremy Renner und Clark Gregg beweisen auch, dass man auch durchaus ohne Superkräfte so richtig zupacken kann, wobei Letzterer noch für den tragischen Moment des Films sorgt…aber mehr sei hier jetzt nicht verraten.

Fazit:

Mehrere Superhelden und dadurch auch verschiedene markante Figuren und Schauspieler in einen einzigen Film zu packen, war ein grosses Risiko für Marvel, den die Fans stellten schon von Anfang an hohe Erwartungen. Die Entscheidung aber zuerst einmal mehrere Einzelfilme zu produzieren und die Verkleinerung, der in den Comics mittlerweile mehrere hundert Mann starke Rächer Truppe, auf die grossen Vier, Captain America, Iron Man, Thor und Hulk sowie das Engagement von Joss Whedon waren wohl das richtige Rezept um Fans wie mich, die mittlerweile aber auch äusserst kritisch geworden sind zufrieden zu stellen. Natürlich fehlt auch das obligatorische Marvel-Easteregg nicht, das schon mal sicher einen grossen Hinweis darauf gibt, dass er sicher nicht bei dem einen Heldentreffen bleiben wird. The Avengers ist der Superhelden-Blockbuster den man sich solange gewünscht und auch verdient hat. Super sind hier keineswegs nicht nur die Helden!

10/10

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28 Responses to “Wir reden über: The Avengers”


  1. 1 Nils April 25, 2012 um 7:05 am

    Der Kinomarkt ist nicht wirklich übersättigt, es fehlen einfach nur gute Comic-Verfilmungen. The Avengers muss ich gestehen reicht für mich grade mal zum herunterladen. Captain America habe ich nicht mehr gesehen und Iron Man 2 war unglaublich schlecht weile viele dort zu viel Geld gerochen haben.

    Zum Glück gibt es noch Nolan der die Sache viel ernster nimmt.

  2. 2 maloney April 25, 2012 um 8:53 am

    Nein tu das nciht…ich empfehle in dir wirklich in einem vollen Kino anzusehen, den das ist wieder mal ein Blockbuster der guten Kategorie. Klar es gibt grosse Explosionen und den Charaktern felht streckenweise die Tiefe…aber hey es sind die fucking Avengers. Es sind verdammte superhelden die gegen Aliens kämpfen. Es lohnt sich echt!

  3. 3 donpozuelo April 25, 2012 um 9:36 am

    Da bin ich ja beruhigt, dass der so gut bei dir wegkommt. Was anderes hätte ich ja jetzt auch nicht erwartet, aber man kann ja nie wissen.

    Schön auch, dass nicht mehr viel vorerzählt wird…. welcher Film hat schon das Privileg seine Charaktere in Einzelfilmen vorstellen zu dürfen. 😉

    Also ein hoch auf Joss Whedon, ja??? Sehr schön!!! Jetzt freue ich mich gleich noch mehr.

  4. 4 maloney April 25, 2012 um 10:07 am

    Ja so ein bisschen schiss hatte ich doch schon..aber ging ja alles zum Glück super gut aus 😀 und ich würde sage ein hundertfach dreigevierteltes Hoch auf den Herrn Whedon…der sogar gestern in übergrösse im Kino anwesend war 😉

  5. 5 Xander April 25, 2012 um 5:59 pm

    Na, da freu ich mich doch noch mehr auf die Sichtung (wobei ich jetzt nur dein Fazit gelesen habe), dann scheint der Film ja soo schlecht nicht zu sein.

  6. 15 Dos Corazones April 26, 2012 um 11:21 am

    Hm, in der IMDb überschlagen sich ja offenbar auch schon die Wertungen. Ich glaube einfach, dass der verdammt unterhaltsam und geil anzusehen ist – mal schauen, ob ich mich auch zu einer solch positiven Review hinreißen lasse.

  7. 17 George April 26, 2012 um 1:46 pm

    Ich freu mich schon. Vermutlich schaffe ich es aber erst nächste Woche.
    Und die Sache mit den Skrulls? Doch nicht, oder?

  8. 21 Dominik Mai 3, 2012 um 9:58 pm

    Jetzt hab ich ihn angesehen. In 3D… -> war wie erwartet unnötig. Aber naja. 😉


  1. 1 Review: THE AVENGERS | ChristiansFoyer Trackback zu April 26, 2012 um 9:56 pm
  2. 2 The Avengers (Film) Trackback zu Mai 2, 2012 um 7:52 pm
  3. 3 Wir reden über: Spider-Man 2 « Jason Auric – Sweet Nonsense Trackback zu Mai 31, 2012 um 6:02 pm
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