Wir reden über: Avatar: The Last Airbender – Book 1: Water

“And then the Fire Nation attacked our temple. My people needed me, and I wasn’t there to help - You don’t know what would’ve… - The world needed me, and I wasn’t there to help!”

Jeder hat es schon mal getan. Star Wars machte es, Matrix machte es und Harry Potter machte es auch, alle haben sie das Element des einen Auserwählten der die Welt vor bösen Mächten beschützen muss schon durchgenudelt, zwar immer wieder auf äusserst innovative Art und Weise, aber trotzdem könnte man meinen, dass es damit dann auch mal gewesen wäre. Doch all diese Kritiker wurden 2005 lügend gestraft als Nickelodeon mit Avatar – Der Herr der Elemente dieses Konzept mit einer wunderbaren Liebeserklärung an Animes und die östliche Kultur im Allgemeinen völlig neu aufarbeitete und eine der (für mich) besten Animationsserien aller Zeiten erschuf.

Story:

Einst lebten die vier Nationen des Wassers, der Erde, der Luft und des Feuers in Frieden und Harmonie nebeneinander doch die die Herrscher der Feuernation begnügten sich nicht mehr damit, dass zu regieren was ihnen Zustand und erklärten den anderen drei Kulturen den Krieg. Einzig der Avatar der die Macht über alle vier Elemente besitzt, wäre in der Lage gewesen die machthungrigen Feuerbändiger zu stoppen, doch verschwand er plötzlich einfach spurlos. Seither sind 100 Jahre ins Land gezogen und die junge Wasserbändigerin Katara und ihr Bruder Sokka vom südlichen Wasserstamm, finden zufällig in einem Eisblock gefangen den neuen Avatar, einen jungen Luftbändiger namens Aang der sich noch nicht so ganz mit seinem Schicksal abfinden will und lieber den ganzen Tag Pinguinrutschen spielen möchte. Zudem hat er bis jetzt erst das Element Luft unter seine Kontrolle gebracht und so begibt er sich mit Katara und Sokka auf die Reise zum Nordpol um dort erst einmal einen geeigneten Wasserbädigungslehrer zu finden. Doch Feuernation, ist ihnen, in Form ihres verbannten Prinz Zuko und dessen Onkel Iroh auch schon dicht auf den Fersen.

Stil:

Es könnte durchaus sein, dass Leute die die Serie zum ersten mal sehen, sie für einen Anime halten könnten und dieser Eindruck ist auch durchaus berechtigt, haben sich doch die beiden Macher der Show Michael Dante DiMartino und Bryan Konietzko sich vor allem durch Hayao Miyazakis Werke bei ihrem Schaffen inspirieren lassen. Doch nicht nur der Look der Serie mutet fernöstlich an auch die Botschaft und Philosophie die vermittelt wird, ist mit asiatischen Lehren wie Tai-Chi, Shaolin oder Kung-Fu verbunden worden ohne dabei je klischiert zu wirken. Für einen “gewöhnlichen” Cartoon ist die Serie ungemein detailreich und liebevoll gezeichnet und animiert worden und man gab sich wirklich die grösste Mühe die unsrigen Kulturen vertraut aber dennoch verfremdet darzustellen, man bekommt so Eindruck, sich in der Welt des Avatars fremd und doch zuhause zu fühlen. Was das Konzept der Serie anbelangt versuchte man anfangs noch stets voneinander mehr oder weniger unabhängige Folgen zu produzieren, die teilweise dann aber doch für den Gesamtverlauf der Handlung äusserst wichtig waren und als sogenannte “Schlüsselepisoden” bezeichnet werden können, dennoch verlor man das Ziel, die Erreichung des nördlichen Wasserstamms nie wirklich aus den Augen.

Charaktere:

Einen grossen Beitrag zum Erfolg der Serie haben sicher auch die Charaktere beigetragen. Man wollte hier nicht irgendwelche Stereotypen zu befriedigen, sondern wirklich Figuren erschaffen die so in Wirklichkeit auch existieren könnten und man sich als Zuschauer dadurch mit ihnen identifizieren kann. Aang ist, obwohl er stets aufgrund seiner Bestimmung als Avatar im Selbstkonflikt mit sich steht, fröhlich ausgeglichen und verspielt. Während Katara den eher ruhigeren und mütterlichen Pol der Gruppe, ist Sokka stets aufgedreht, enthusiastisch und oft misstrauisch und kann so durchaus als Comic-Relief der Serie bezeichnet werden. Obwohl Prinz Zuko anfangs den Part des Hauptbösewichts übernahm merkt man doch sehr schnell, dass er eigentlich, aufgrund einer tragischen Vergangenheit, mehr einen Antihelden darstellt, und neben einem Onkle wie Iroh kann man auch wirklich nie richtig böse werden.

Fazit:

Anfangs wusste man noch nicht ob die Serie überhaupt ankommen würde, daher ist die erste Staffel im Vergleich zu den folgenden zwei noch recht kindegerecht gestaltet und könnte fast als typische Abenteurserie bezeichnet werden, doch im Verlauf wird je näher sich die Gruppe dem Nordpol nähert immer mehr Spannung aufgebaut die dann in einen durchaus genialen Serienfinale gipfeln. Trotzdem scheut man auch nicht davor zurück ernstere Themen wie Tod, Krieg und Familienprobleme anzuschneiden, man merkt dass die Macher ihr Publikum ernst nehmen und ihnen auch mal etwas zumuten wollen. Deshalb ist die Popularität der Serie mehr als nur berechtig und daher war er auch nur mehr als logisch dass zwei weitere Staffeln folgten.

8/10

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8 Responses to “Wir reden über: Avatar: The Last Airbender – Book 1: Water”


  1. 1 donpozuelo April 17, 2012 um 12:11 nachmittags

    Yeah, Avatar!!! Gehört auch zu meinen absoooooluuuuten Favoriten. Tolle Serie, bin schon sehr gespannt auf den neuen Avatar.

  2. 4 Fonso April 17, 2012 um 11:59 nachmittags

    Ich war zuerst unsicher ob das mit Kora gut geht, da so viel Zeit vergangen ist und ich mich auch darüber aufgeregt habe (möchte ja wissen wie es mit Zuko und der Suche nach seiner Mutter weitergeht…) Aber als ich die ersten zwei episoden gesehen habe war jede Sorge vergessen :D

  3. 5 maloney April 18, 2012 um 10:33 vormittags

    @don: Ist es auch :P
    @Fonso: Ja sie haben es geschafft den alten Charme zu behalten ohne dabei eine billige Kopie des Originals zu erstellen

  4. 6 abraxandria April 18, 2012 um 11:32 vormittags

    ah, die tv-serie fand ich cool!


  1. 1 Wir reden über: Avatar: The Last Airbender – Book 2: Earth « Jason Auric – Sweet Nonsense Trackback zu Mai 1, 2012 um 12:35 nachmittags

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